<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734</id><updated>2012-02-16T18:50:09.806+01:00</updated><category term='03_Estland'/><category term='21_Laos'/><category term='12_Syrien'/><category term='14_Türkei II'/><category term='09_Rumänien'/><category term='01_Norwegen'/><category term='08_Ungarn'/><category term='26_Indonesien'/><category term='23_Thailand II'/><category term='22_Kambodscha'/><category term='24_Malaysia II'/><category term='18_Singapur'/><category term='02_Finnland'/><category term='13_Jordanien'/><category term='10_Bulgarien'/><category term='20_Thailand'/><category term='17_Indien'/><category term='15_Iran'/><category term='19_Malaysia'/><category term='11_Türkei I'/><category term='04_Lettland'/><category term='06_Polen'/><category term='28_Nachbereitung'/><category term='27_Australien'/><category term='16_Pakistan'/><category term='25_Singapur II'/><category term='00_Planung und Vorbereitung'/><category term='DesperadoTV'/><category term='07_Slowakei'/><category term='05_Litauen'/><title type='text'>Motorbike Desperado</title><subtitle type='html'>Mit dem Motorrad vom Nordkap nach Australien.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>54</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-1786017976880616184</id><published>2009-11-09T10:01:00.013+01:00</published><updated>2010-12-12T11:30:17.391+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='28_Nachbereitung'/><title type='text'>Streusand</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Willkommen in Deutschland&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach mehr als 20 Stunden Flug, lande ich am 07.11.2009 in Frankfurt am Main.&lt;br /&gt;Sieben Grad meldet man noch vor dem Ausstieg aus dem Flugzeug.&lt;br /&gt;Und als  ich wieder deutschen Boden betrete, ist das erste Wort das ich lese "Streusand". Es ist fett auf einem Eimer in der Gangway geschrieben. Was für eine Begrüßung.&lt;br /&gt;Im vollbepackten Shuttle-Bus zum anderen Terminal gibt es fast Handgreiflichkeiten, weil jemand im hinteren Bereich nicht bemerkt, dass die Türen wegen ihm nicht schließen können. Der Fahrer hätte einfach mal seinen Platz verlassen können, um ihn darauf hinzuweisen. Aber er zieht es vor durch den gesamten Bus zu brüllen. "Willkommen in Deutschland!" flüstere ich dem Pärchen neben mir zu, die ebenfalls gerade aus dem Flieger gestiegen sind.&lt;br /&gt;Wider erwarten hat sich auch etwas verändert, nämlich der Fahrplan der deutschen Bahn.&lt;br /&gt;Nach einiger Verwirrung stelle ich fest, dass die ICE's nunmehr nicht direkt vom Flughafen nach Leipzig durchfahren und auch vom Hauptbahnhof nichts mehr in diese Richtung geht. Man muss jetzt zum Südbahnhof. Aber ich schaffe mit einigem Hetzen meinen Zug und fahre durch herbstliche Landschaften Richtung Osten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;"Wiedereingliederung"&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie anders hier alles ist. Jeder spricht meine Muttersprache, es ist trotz Herbst noch recht grün, keine Sanddünen, keine Wassertanks, keine Rinder, keine Geländewagen...keine Sonne!&lt;br /&gt;Aber trotzdem ist alles so vertraut.&lt;br /&gt;Als ich Leipzig ankomme, steht Helge am Bahnsteig und holt mich ab. Wie schön ist es erwartet  werden!Noch am selben Abend kommt der Bart ab. Wir haben einen riesen Spaß bei der Erstellung der unten angehangenen Bilderserie.&lt;br /&gt;Fast eine Woche habe ich noch mit dem Jetlag zu kämpfen. Aber das macht ja nix. Es war eine gute Idee früher nach Hause zu kommen und Zeit für die "Wiedereingliederung" zu haben.&lt;br /&gt;Oft muss ich schmunzeln, wenn ich gefragt werde, ob ich mich nach der langen Zeit überhaupt wieder an einen "normalen Tagesablauf" gewöhnen kann und "wie schwer es sein wird" wieder arbeiten zu gehen. Zum Glück war Helge oft genug dabei um mit mir zu wissen, dass die allermeisten Tage unterwegs keineswegs aus Faulenzerei bestanden. Es gab immer viel zu tun, anzuschauen und zu fahren. Ganz im Gegenteil erscheint mir das Leben hier fast zu einfach, wo man doch weiß, wo der nächste Supermarkt ist, eine Heizung, einen Kühlschrank und eine Couch hat, kein Geld wechseln und handeln muss.&lt;br /&gt;Am 01.12.2009 stürze ich mich in die Arbeit. Meine alte Firma ist auch meine Neue. Viele Leutchen kenne ich noch aber es gibt natürlich auch Neue Kollegen. Ich bin gespannt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Reflektionen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Langsam gewinne ich den ersten Abstand zu meiner Reise. Wenn man mitten drin steckt kann man manchmal die Dimensionen einer Sache (ob klein oder groß, bedeutend oder unbedeutend) nicht wirklich erkennen. Wie bei einem gemalten Bild muss man sich ein Stück entfernen um einen besseren Überblick zu bekommen. Gestern bin ich durch meine Fotos gegangen, nur ganz schnell und oberflächlich. Aber schon dabei dachte ich "Ich hab das wirklich getan...". In ein paar Wochen werd ich hier nochmal einen Rückblick posten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/STRtPFNjVC6VLh4OBn6z8A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfCqk03pBI/AAAAAAAAIBQ/WtfelqYnYpc/s400/P1090498.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Model "Landstreicher"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/tND65RL9K7-ZSvOnZPdwBg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfGIkJpLlI/AAAAAAAAIBs/67z5E2I-UVM/s400/P1090499.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Model "Huntsville Texas"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/2QLl-17egWXX4yYOcUF5jQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfGJkY3ZqI/AAAAAAAAIBw/5KJuiiSeK5Q/s400/P1090500.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Model &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lech_Wa%C5%82%C4%99sa"&gt;"Lech Walesa"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/sXuTcQN5qMYudk-74hY9BA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfGKo-dXwI/AAAAAAAAIB0/EF8iIoc2l_I/s400/P1090503.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Model &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Bronson"&gt;"Bronson"&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/VWcPceZAlAkFDwecb4tNyg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfGL15T7HI/AAAAAAAAIB4/CWZaajhfk8c/s400/P1090505.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Model "nakscher Hamster"&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-1786017976880616184?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/1786017976880616184/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=1786017976880616184&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1786017976880616184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1786017976880616184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/11/streusand.html' title='Streusand'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvfCqk03pBI/AAAAAAAAIBQ/WtfelqYnYpc/s72-c/P1090498.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2378614941900066211</id><published>2009-11-06T05:22:00.024+01:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.702+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Einpacken und Abhauen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Too easy!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Perth angekommen, schaffe ich es an zwei Tagen, alles für den Rücktransport des Motorrades nach Deutschland fertig zu machen.&lt;br /&gt;Zuerst fahre ich dazu zu Fraser Motorcycles und sichere mir eine Motorradbox. Fraser Motorcycles ist eigentlich ein Händler für Harley Davidson und Ducatis. Kevin meint nur:"Nimm mit, wieviel Du brauchst, wir haben gerade 100 Bikes bekommen!".&lt;br /&gt;Bei DBSchenker, der Logistiktocher der Deutschen Bahn in Perth mache ich mit Penny allen Papierkram fertig und bezahle auch gleich die Kosten, die in Hamburg anfallen. Die Verschiffung kommt auf 563 Euro. Ich finde, das lässt sich sehen, dafür das das Motorrad um die halbe Welt transportiert wird...&lt;br /&gt;Am nächsten Tag werfe ich meine persönlichen Dinge bei einem Hostel in der Innenstadt ab und fahre wieder zu Fraser Motorcycles. Dort wird mir per Gabelstabler eine Kiste auf den Hof gepackt und einer der Stifte hilft mir ein wenig beim Verpacken. Auf der stabilen Palette aus Stahl und Aluminium ist das Bike schnell platziert und verzurrt. Dann noch die Batterie abgeklemmt und fertig. Spritmäßig fuhr ich sowieso nur noch mir heißer Luft. Dann kommt das leichte Gestell außen herum und ein riesiger Karton darüber. Naja, die Aufschrift darauf stimmt nicht ganz. Es ist keine Harley drin.&lt;br /&gt;Dann kommt Peter von den Motorcycle Movers und die große Kiste wird mittels Gabelstabler auf seinen LKW gepackt. Ruck zuck sind wir draußen bei Schenker, die Kiste wird abgeladen, beschriftet und Peter gibt mir für die 80 Dollar Transportkosten auch noch einen Lift bis fast in die Innenstadt.&lt;br /&gt;So einfach war die Verschiffung noch nie!&lt;br /&gt;Am 17.11. verlässt das Schiff Fremantle und ist dann einen Monat später in Hamburg.&lt;br /&gt;So hab ich vielleicht noch in diesem Jahr das Motorrad wieder zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rechnen müsste man können&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe beschlossen, früher nach Hause zu fliegen. Dazu muss ich eigentlich "nur" bei opodo anrufen und bei denen den gebuchten Flug umbuchen. Das scheint einfach, ist es aber nicht. Der Bearbeiter braucht ewig, um mir die anfallenden Mehrkosten in australischen Dollar und Euro auszurechnen. Ich bestätige die Mehrkosten und bekomme grünes Licht für die Umbuchung auf Freitag. In der selben Nacht bekomme ich eine E-Mail von opodo, dass es bei der Flugumbuchung zu Währungsdifferenzen gekommen sei und ich weitere 22 Euro zahlen soll.&lt;br /&gt;Ich schreibe am Morgen eine Mail, dass ich die Kosten nicht tragen werde, da doch der Bearbeiter mit mir die anfallenden Kosten ausgerechnet hatte und das in beiden Währungen. Nachträglich den Währungskurs zu ändern, halte ich für daneben. Es tut sich nichts und ich gehe zu Malaysian Airlines, um mir dort meinen Flug bestätigen zu lassen. Die Damen sagen, meine Buchung sei zurückgezogen worden.&lt;br /&gt;Mit angeschwollener Halsschlagader rufe ich bei Opodo an, die sich natürlich nicht zurückgemeldet haben. Zügig habe ich den Bearbeiter vom gestrigen Tage dran und er will mich schnell in die Enge treiben und meint, wenn ich das jetzt nicht bezahle, würden sie alles abbrechen. Dann sagt er noch in einem Halbsatz, dass er die entstehenden Währungsdifferenzen nicht beachtet hätte aber das sei ja auch egal. Ich verlange den Vorgesetzten und nach weiteren 5 Minuten übernimmt Opodo die 22 Euro. Ich wage zu bezweifeln, dass Opodo Währungsdifferenzen in einer Long Position, d.h. wenn die Fremdwährung fällt, ausgleicht. D.h. auf Deutsch, ich vermute, da wird ein zusätzliches Geschäft mit Währungsdifferenzen gemacht. Nie wieder über einen Online-Buchungsagenten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Perth and Fremantle&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es bleibt noch ein wenig Zeit, um mir Perth anzuschauen.&lt;br /&gt;Da im Hostel auf einem Board die Dinge stehen, die man in Perth als erstes tun sollte: "schauen sie sich Fremantle an", springe ich in die Bahn und bin bald am Maritime Museum of Western Australia. Ich nehme an der Tour für das hier stehende U-Boot teil. Bis 1997 war das 89 Meter lange U-Boot im Einsatz bei der australischen Marine.&lt;br /&gt;Es ist beklemmend eng und warm im Inneren. Ein ehemaliger Angehöriger der U-Boot-Truppen führt durch das Boot und kann alles genau erklären. Er war 25 Jahrs damit auf See und einmal 8 Wochen am Stück unter Wasser. Nichts für mich.&lt;br /&gt;Fremantle gefällt mir am Ende besser als Perth. Es hat eine lebendige Cafeszene im von alten Gebäuden geprägten Stadtzentrum und wirkt entspannt und freundlich.&lt;br /&gt;Perth ist nett aber nichts besonderes. Das echte Zentrum sind zwei Ladenstraßen nördlich des Swan Rivers. Hier und da gibt es auch hier schön erhaltene historische Gebäude und ein paar Attraktionen. Das Museum of Art of Western Australia stellt gerade Werke von Aboriginies aus. Außer den traditionellen Punktzeichnungen sind auch Fotographien und Skulpturen dabei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch dann heißt es Abschied nehmen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/MbMDKRZy8JiBtEJMRSaRJg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtCw833_I/AAAAAAAAH_8/VxbQ3U0XdcM/s400/P1090440.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jetzt geht's nach Haus, Baby! Good Job!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/mpM5kWzZsx4vd-M2Amfx-Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtETuPNKI/AAAAAAAAIAA/Of8WPI9iE0Q/s400/P1090443.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Manchmal ist eben nicht drin, was drauf steht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/vXVBWRugThs2YyjXny1o0g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOs_131KfI/AAAAAAAAH_4/a2QHsykX4e0/s400/P1090447.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;HMS Ovens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/SliFr3XbTVkyPVQVtOFTKg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtGC7VQtI/AAAAAAAAIAE/Anrtg5uop10/s400/P1090456.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Feuerleitzentrale der Ovens&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/GnCyiNCAJtqYfeMreIybGw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtKs0js-I/AAAAAAAAIAQ/K2ERNqBlYxw/s400/P1090472.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fremantle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/r6R8RNWsENh1hiSgq3xz0w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtHZzwGzI/AAAAAAAAIAI/db0L4aP-oqM/s400/P1090482.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Perth am Swan River&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/XCcYzY6IJu10kqF7EyO0ig?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtIx6b5sI/AAAAAAAAIAM/O6J7pEtz9tM/s400/P1090479.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jede Menge Millionäre gibts in Perth...wohl alles Minenbesitzer...und ihr Spielzeug&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2378614941900066211?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2378614941900066211/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2378614941900066211&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2378614941900066211'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2378614941900066211'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/11/einpacken-und-abhauen.html' title='Einpacken und Abhauen'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SvOtCw833_I/AAAAAAAAH_8/VxbQ3U0XdcM/s72-c/P1090440.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4987066380092269600</id><published>2009-11-05T16:16:00.005+01:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.703+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='DesperadoTV'/><title type='text'>DesperadoTV - Outback Australia</title><content type='html'>&lt;object width="500" height="315"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AIwoMyNI-DI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0xBA8247&amp;color2=0xBA8247&amp;border=1"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;/param&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;/param&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/AIwoMyNI-DI&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;color1=0xBA8247&amp;color2=0xBA8247&amp;border=1" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="315"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4987066380092269600?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4987066380092269600/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4987066380092269600&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4987066380092269600'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4987066380092269600'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/11/desperadotv-outback-australia.html' title='DesperadoTV - Outback Australia'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4973786474129648522</id><published>2009-11-02T09:10:00.004+01:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.705+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Es geht zu Ende</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Speedway eben&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Speedwayrennen in Kununurra war ein Spaß. In Deutschland findet Speedway ja meist auf Aschebahnen und nur mit Motorrädern statt. In Australien ist das anders. Hier hat jeder Ort über 3000 Einwohner eine Speedwaybahn die einfach nur ein großes Oval irgendwo im Busch ist. Tribünen gibt es nicht. Die Fans fahren einfach ihr Geländewagen rückwärts an die Strecke heran und diese dienen dann als Sitzersatz. Da werden Zweisitzersofas hinten drauf transportiert, damit man es bequem hat oder einfach eine Matratze auf den Dachgepäckträger in zwei Meter Höhe geworfen und die Kinder dann hinterher, der besseren Sicht für die Quälgeister wegen. Papi sitzt mit dem besten Kumpel direkt neben dem Eski (Kühltruhe) und parkt sich ein Bier nach dem anderen in den Hals. In den Rennen starten dann in verschiedenen Klassen unterteilte Autos aller Marken gegeneinander. In wilden Drift rasen sie im Kreis und werfen ab und an mit Dreck. In den Pausen gibt es den Burnout Contest der natürlich mit jeder Menge zerstörten Reifen endet. Also mir hat es  gefallen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Verlust…mal wieder&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von Kununurra geht es wieder Richtung Westen auf die Gibb River Road durch das Herzland der Kimberley. Die Strecke ist nicht weiter schwierig und nur ein sehr niedriger Fluss mit dafür sehr großen Steinen ist zu durchqueren. Kleinere Hügelketten durchziehen die Landschaft und es ist einigermaßen grün (nach australischen Verhältnissen). Der Höhepunkt sind allerdings die Gorges, die Schluchten, die durch Flüsse über Jahrmillionen in den Sandstein gefräst wurden. Als ich am Zeltplatz nahe der Bell Gorge ankomme, das Zelt aufbaue und mir kurz danach das Motorrad betrachte, bekomme ich einen Schreck. Mein Kennzeichen ist weg! Ich muss es irgendwo verloren haben. Ich hatte schon vor einigen Tagen bemerkt, dass es an der einen Schraube angebrochen war. Die holprige Piste hier hat ihm wohl den Rest gegeben. Schnell male ich mir ein neues Kennzeichen von Hand und befestige es mit Klarsichtfolie und Tape am Motorrad.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen bade ich ausgiebig in der wunderschönen Bell Gorge. Das Wasser ist wunderbar kühl und man kann sich quasi seinen Pool aussuchen, da das Wasser sich immer wieder in Becken stromabwärts sammelt. Kleine Varane lungern am Ufer herum und lassen sich von der Sonne aufheizen. Mir lässt mein verlorenes Kennzeichen aber keine Ruhe. Ich beschließe bis zum letzten Rastplatz 100 km zurück zu fahren um es zu suchen. Vielleicht sehe ich es irgendwo liegen. Bis zum Barnett Roadhouse sehe ich nichts. Ich frage dort ob vielleicht etwas gefunden und abgegeben wurde aber Fehlanzeige. Ich fahre weitere 80 Kilometer zurück nach Osten und kehre dann um. Ich befürchte nicht genug Sprit zu haben. Die nächste Nach will ich nahe der Windjana Gorge verbringen und habe Mühe, diese vor Einbruch der Dunkelheit zu erreichen. Bei über 110 km/h auf der Piste treffe ich erst einen fetten Stein und hebe kurz ab und dann bürste ich fast ein Wallaby weg. Und alles wegen eines verlorenen Kennzeichens! Aber ich schaffe es bis zum Nationalparkcampingplatz.&lt;br /&gt;Die vom Lennard River geschaffene Windjana Gorge ist noch spektakulärer als die Bell Gorge. Mitten in der Ebene ragt eine mind. 100 m hohe und so weit das Auge sieht reichende Mauer empor. Für mich sieht das aus wie eine Festungsanlage der Natur. Und an einer Stelle hat der Lennard River eine Bresche hineingefräst. Er hat selbst am Ende der Trockenzeit noch genug Wasser um die kleinen Süßwasserkrokodile schwimmen zu lassen. Durch die Bäume fliegen weiße Kakadus und weiter am Weg hängen tausende Flughunde in den fluterprobten Bäumen. Nach ein paar Kilometern drehe ich um, denn die Hitze nimmt schon wieder sehr zu. Bis nach Derby geht es danach. Am Abend gehe ich mit meinem Zeltnachbarn in den örtlichen Spinifex Pub essen. Er hat vor zehn Jahren mal ein paar Semester Philosophie studiert und wollte dann einfach eine Weile arbeiten. Aus einer Weile wurden viele Jahre auf Rinderfarmen in ganz Australien. Jetzt ist er wieder auf dem Weg Heim nach Victoria und will sein Studium beenden. Als wir uns auf dem Zeltplatz unterhalten sieht er aus, als hätte er gerade tausende von Rindern gemustert. Seine Sachen stehen vor Dreck. Aber als es heißt in den Pub zu gehen verschwindet er in der Dusche und kommt als neuer Mensch wieder, gewaschen, gekämmt und mit viel zu viel Aftershave. Und sogar der speckige Hut wird gegen einen Besseren ausgetauscht. Ja, die Bier zapfenden Damen hinter dem Tresen haben es ihm wohl schon letzte Nacht angetan und auf den Rinderfarmen gibt es so was nicht zu sehen. Als ich von meiner Reise erzähle und meine, dass ich einfach mal wissen wollte, was ich alles bei einem Langstreckenflug zwischen Deutschland und Australien verpasse, kommt doch wieder der Philosoph in ihm durch und er meint: „Heute zählt für Viele nur noch das Ergebnis (Ankommen in Australien) und der Prozess (die Reise dahin) ist nachrangig.“. Ich denke da hat er ein wahres Wort gesprochen.&lt;br /&gt;In Broome angekommen, campe ich nahe dem Cabel Beach. Ich mache einen Ölwechsel in einer Werkstatt und lasse mir ein „neues“ Kennzeichen ausdrucken und laminieren. Mit etwas Tape (DIE Allzweckwaffe unterwegs) wird dieses befestigt und ich bin wieder als Ausländer erkennbar. An einem Abend gehe ich in das Uralte Sun Cinema. Unter freiem Himmel und in einem Leinenliegestuhl sitzend sehe ich „Inglorious Bastards“ während Flugzeuge über uns starten und riesige Flughunde durch das Bild schweben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Eine Nacht mit Herrmann&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich nach Sydney fliege um Helge zu treffen, lagere ich das Bike im Schuppen des Zeltplatzes sicher ein. Mein Flug geht über Perth und Melbourne. Und ich bemerke bei 13 Grad in Perth schnell, dass ich meine Kapuzenjacke in Broome auf dem Flughafen vergessen habe. Mein erster Anruf von Sydney aus geht also an den Flughafen in Broome, wo man meine Jacke gefunden hat und mir verspricht sie sicher bis zu meiner Rückkehr zu verwahren. Die nächsten Tage schlafe ich in einem Hostel in Glebe, nahe der Innenstadt.&lt;br /&gt;Und natürlich gehe ich mit Mario an einigen Abenden aus. Am Tag vor Helges Ankunft hole ich ihn von der Arbeit ab und wir besuchen erst zwei Pubs in den Rocks, nahe der Harbour Bridge und bewegen uns dann langsam zu Fuß Richtung Glebe. In jedem dritten Pub kehren (im Australischen: „pub crawl home“) wir ein. Als wir bei Mario ankommen, entscheiden wir uns, den Abend noch nicht zu beenden. Mario springt schnell aus seinen Arbeitsklamotten in etwas Bequemeres und schon sitzen wir in einem Taxi zurück Richtung Innenstadt. Der erste Laden in den wir wollen, es handelt sich natürlich um einen Stripclub, lässt mich nicht rein, weil ich Sandalen anhab. Als ich den Türsteher bequatschen will, dass das doch keine Sandalen seien, meint der zweieinhalb Zentner Mann nur „Ich hab zwei Jahre in einem Schuhladen gearbeitet und das sind Sandalen. Ich kann deine Strümpfe sehen!“. Ok, also wieder in die nächste Taxe und weiter. Wir landen am Ende bei den „Show Girls“ wo Mario uns gleich mal direkt am Tanztisch platziert. Noch bevor das erste Bier gelehrt ist, beugt sich die Tante die gerade tanzt herunter, macht ein wenig Smalltalk und meint zu Mario „Also Süßer, für 20 Dollar lass ich alles fallen.“. Mario mit glasigem Blick: “Ach … yo!“ und grabscht in seinem mit nur fünfzig Dollarnoten gefüllten Geldbeutel herum. Ich helfe ihm aus und platziere 20 Dollar bei der Dame die daraufhin gesagtes tut. Lustigerweise unterhalten wir uns auch dabei noch über ganz andere Sachen und vergessen ab und an hinzusehen. Das geht noch über eine Stunde so und wir lassen noch einige Mädels an- und abtanzen. Aber irgendwann, etliche teure Biere und ein wenig Smalltalk mit dem internationalen Personal später hauen wir ab und schnappen das nächste Taxi nach Hause. Es ist drei Uhr als ich ins Hostelbett falle. Mein in weiser Voraussicht gestelltes Handy überhöre ich mehrfach und verpasse damit das auf 5:15 Uhr bestellte Shuttle zum Flughafen. Um 5:45 Uhr werde ich doch wach, erschrecke und greife mir draußen das nächste Taxi: „zum Flughafen…schnell!“. Der Vietnamese fährt zügig und ich schaffe es mir sogar noch auf der Flughafentoilette die Zähne zu putzen und an einem der Stände einen Kaffee zu trinken. Als Helge endlich vor mir steht, sind ihre ersten Worte: “Du hast eine Fahne!“. Großartig! Eine Nacht mit Herrmann! Aber ich war ja auch nicht unschuldig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Syndey Clubszene… da gibt’s besseres!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Tage mit Helge vergehen wieder wie im Fluge. Wir bleiben im selben Hostel allerdings in einem Doppelzimmer und erkunden von hier aus die Stadt. Gleich am Samstag schmeißt Mario eine Party für uns und lädt allerlei Freunde und Bekannte dazu ein. Gegen zwölf ziehen wir in eine Kneipe mit Live-Musik um und lassen den Abend dort ausklingen. Am Sonntag danach besuchen wir, noch recht müde, ein Konzert im großen Saal der Sydney Opera und sind vor allem vom Stück eines Letten sehr fasziniert.&lt;br /&gt;So vieles gibt es zu sehen und zu tun in Sydney aber trotzdem gehen wir es in Ruhe an. Wir besteigen die Harbour Bridge, essen auf dem Fischmarkt, besuchen das Aquarium, fahren mit der Fähre in den Strandort Manly hinaus, liegen in Bondi am Strand, besteigen den AMP-Turm, essen auf dem abendlichen Nudelmarkt im Hydepark, besuchen den Markt in Paddington und laufen den Küstenwanderweg von Coogee nach Bondi. Nebenbei fallen vor allem mir ein paar wirklich nette „Ersatzstücke“ für meine inzwischen etwas ramponierte Garderobe in die Hand. Und besonders gefällt uns das vielfältige Essensangebot aus aller Welt. So essen wir beim Inder, Chinesen, Thai, Vietnamesen…. Und am Abend nehmen wir immer den von uns innig geliebten Bananenpudding vom Thai um die Ecke mit aufs Zimmer.&lt;br /&gt;Am letzten Freitag wollen wir noch einmal mit Mario ausgehen. Wir beginnen in einem netten Pub voller junger Leute und sind danach leider wirklich enttäuscht vom Nachtleben in Sydney. In drei Clubs in denen eigentlich die Hölle los sein sollte, geht einfach nichts. Keiner tanzt! Eine Weile sind wir in einem alternativen Laden mit einer hyperlauten Punkband. Aber als die fertig sind ist auch hier Ende. Und schließlich werden wir am Eingang eines Tanzschuppens abgewiesen. Na wenn das in Sachen Clubszene alles ist Sydney…gute Nacht!&lt;br /&gt;Am Tag der Abreise von Helge regnet es und auch am nächsten Tag, als ich wieder nach Broome fliege, gießt es aus Eimern! Da haben wir das Wetter gut abgepasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rekorde&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Broome hole ich meinen Pullover vom Fundbüro am Flughafen ab und lasse am nächsten Tag den in Sydney gekauften und von mir eingeflogenen Hinterreifen aufziehen. Den Rest des Tages hänge ich am Strand ab. Die Luftfeuchtigkeit ist in den zwei Wochen meiner Abwesenheit dramatisch gestiegen und die Regenzeit nicht mehr fern. Da bin ich also froh Broome Richtung Südwesten zu verlassen.&lt;br /&gt;Die 620 km nach Port Hedland werden bei Temperaturen weit über 40 Grad zu einem wahrlich heißen Ritt! Während der Fahrt ist es ab und an so heiß, dass ich das Gefühl habe, im Abgasstrahl eines Düsenjets zu fahren…mit Nachbrenner an wohlgemerkt! Ich trinke 6,5 Liter Wasser und bin fertig als ich ankomme. Die Tante an der Rezeption meint, es wäre 42 Grad heute gewesen. Das war gemessen in Port Hedland, das am Meer liegt. 20 Kilometer im Landesinneren fühlte es sich für mich wie 50 Grad an! So heiß war es noch nicht auf meiner Reise!&lt;br /&gt;Am nächsten Tag breche ich alle Rekorde im Versuch der Hitze Richtung Süden zu entkommen und ziehe die 780 km bis nach Coral Bay durch. Da bin ich natürlich am folgenden Tag mehr auf Liegen am Strand bzw. Schwimmen und Schnorcheln aus, als auf Sitzen. In Coral Bay ragt das Ningaloo Reef so nahe an den Strand heran, dass man einfach nur hineinlaufen muss um all die wunderbaren Korallen und bunten Fische um sich sehen. Also tat ich das bewaffnet mit einer geliehenen Schnorchelausrüstung. Die Temperaturen bewegten sich auch nun nur noch um 35 Grad und am Abend kam eine kühlende Brise über das Meer gezogen. Wie gut ich da schlief!&lt;br /&gt;Trotzdem hielt es mich nicht weiter hier.&lt;br /&gt;Weiter ging es nach Hamelin, um den uralten Stromatoliten (Einzellern in Kolonien leben, die aussehen wie Steine) einen Besuch abzustatten. Cervantes schließlich mit der mystischen Pinnacles Desert, die aus tausenden Steinkonen besteht, die wie eine versteinerte Armee in der Wüste darauf wartet wiederbelebt zu werden, ist die letzte Station vor Perth. Hier bleibe ich einen Tag und organisiere weitere Dinge für die Verschiffung des Bikes nach Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es geht dem Ende zu. Aus irgendeinem Grund bin ich müde, müde vom Reisen, müde meine Geschichte zu erzählen, müde der immer neuen Stationen. Ich sehne mich nach einem zu Hause, nach all den Menschen die ich zurückgelassen habe und einfach auch nach ein wenig Alltag. Es wird Zeit anzukommen und es ist ok so!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ggCG88KmIUDUdsxMCEGGsg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T9lWXHoI/AAAAAAAAH84/dIKZT2DLlnU/s400/P1090158.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Besser als neu...oder?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/UoK9Q9nUL0DL_eM99QTTTA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T6KF_jeI/AAAAAAAAH8w/IH8qbl5wZxs/s400/P1090108.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bell Gorge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/jFref4NscKoKPwuqRCrcRg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T8KXv5UI/AAAAAAAAH80/C7RURBIT88Y/s400/P1090134.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Windjana Gorge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/RvmxL-BD0FrLzjNO1YW9vg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T47IBYSI/AAAAAAAAH8s/UGmHeV_8H4U/s400/P1090183.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Crazy Herrmann&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/6Ngc1Bo-zirwaghip_j4pA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6UCG2YbEI/AAAAAAAAH9A/w_pbHR0FAuY/s400/P1090276.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sydney Opera...und wir waren drin!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/hJ2i46svAoCaGUG9zgLA3Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6UHuBGyHI/AAAAAAAAH9I/kpfLUyFKMTo/s400/P1090344.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Küstenweg von Coogee nach Bondi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/InwIXUqEEqzvAzLsQ2ptIA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6UKUvSBKI/AAAAAAAAH9M/mT7n9pHt_N8/s400/P1090266.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick vom AMP Tower in den Hyde Park und den abendlichen Nudelmarkt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/R0U7aG1MOz8bJ950IjqTCQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6ULuE4wrI/AAAAAAAAH9Q/AeRKzp7FmV8/s400/P1090231.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blues Brother oder was?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/vy1X05at4cgXby6Bc-H_LQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T1sxTwDI/AAAAAAAAH8k/waBclxriAFo/s400/P1090364.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Paradise Beach nahe Coral Bay&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/oDaDmiA0dj9Us9LZaNtLdQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T21UqsfI/AAAAAAAAH8o/elUsi4wt7hg/s400/P1090414.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;The Pinnacles&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4973786474129648522?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4973786474129648522/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4973786474129648522&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4973786474129648522'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4973786474129648522'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/11/es-geht-zu-ende.html' title='Es geht zu Ende'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Su6T9lWXHoI/AAAAAAAAH84/dIKZT2DLlnU/s72-c/P1090158.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-936919329312933907</id><published>2009-10-03T08:05:00.006+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.706+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Der magische linke Stiefel</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Räuber&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Der Tanami Track startet 20 km nördlich von Alice Springs und führt durch die Tanami Desert. Er soll mich bis nach Nordwestaustralien führen. Über 600 Kilometer sind es bis zu einem der einsamsten Rasthäuser Australiens mit dem Namen Rabbit Flat.&lt;br /&gt;Nach 200 Kilometern geht der ungeteerte Teil los, der gut ausgebaut ist. Stunde um Stunde fahre ich durch die Wüste und begegne kaum einem anderen Fahrzeug. Bei einem Stopp fällt mir die ungewöhnliche Form der Termitenhügel auf. Sie sehen aus, wie übergekochter Schokopudding. So uninteressant auch immer für mich die Landschaft scheint, für die ansässigen Minengesellschaft ist sie voller interessanter Dinge, wie Gold und Diamanten.&lt;br /&gt;Am Abend komme ich in Rabbit Flat an. Die alte Frau am mit Gittern gesicherten Kioskfenster scheint nicht besonders freundlich. Die Gitter sind seit einer Meinungsverschiedenheit mit ein paar Aboriginies angebracht. Der Zeltplatz ist eigentlich nur ein Stück beräumter Busch. Ich finde einen schattigen Platz, lasse mich nieder, koche, esse und gehe früh schlafen.&lt;br /&gt;In der Nacht höre ich etwas ums Zelt schleichen. Wie ein Känguru klingt es nicht. Einmal schaue ich raus, sehe aber nichts. Gegen halb fünf höre ich etwas laut gegen das Zelt schlagen. Ich denke ein Tier ist gegen die Zeltplane gesprungen und mache etwas Lärm, um es zu verscheuchen. Dann öffne ich das Vorzelt und sehe im Schein der Lampe etwas kleines schwarzes unweit vom Zelt liegen. Ich sehe nach und finde eine meiner Socken. Moment, die waren doch in meinen Stiefeln, die ich neben das Zelt gestellt hatte. Ich drehe mich um und finde nur noch einen Stiefel vor. Verdammt! Dingos! Die haben meinen Stiefel!!! Biester! Ich mache meine Linsen rein und suche in Unterhosen und dem Schein der Taschenlampe nach meinem Stiefel. Ich hab keine Lust im Dunkeln in die Büsche zu steigen. Um diese Zeit jagen Schlangen im Busch und Skorpione solls hier auch geben. Ich nehme alles Lose mit ins Zelt und versuche noch ein wenig zu schlafen aber es gelingt nicht recht. Ich überlege was ich jetzt machen soll, wenn ich meinen linken Stiefel nicht wieder finde. In der Sandale fahren ist doch eklig! Hoffentlich geht die Sonne bald auf und ich finde ihn wieder. Wer weiß wie weit dieses Biest meinen Stiefel weggetragen und wie zugerichtet hat. Es soll sich ordentlich verschlucken dran!&lt;br /&gt;Bei den ersten Sonnenstrahlen fange ich an zu suchen. Ich wandere durch den Busch und folge ein paar Spuren über die Farmwege, finde aber nichts. Zurück am Zelt frage ich meine spät angekommenen Nachbarn, was bei Ihnen heute Nacht war. Sie haben auch ein paar Schuhe eingebüßt, sie aber heute Morgen zerbissen wieder gefunden. Sie haben das Tier auch gesehen. Es soll ein relativ großer Dingo gewesen sein, der auch nicht viel Angst hatte. „Was für ein Wachhund bist bitte Du?“ frage ich mich, als ich die Dogge der Zeltnachbarn streichle. „Er hat bei uns im Zelt geschlaffen.“ „Mmhhh!“. Ich hätte erwartet, dass er am morgen noch an einem Ohr des Dingos kaut und dann die leicht beschädigten Schuhe apportiert!&lt;br /&gt;Ich suche weiter und folge ein paar anderen Spuren und tatsächlich finde ich an einer Stelle, an der ich wohl schon drei Mal vorbeigelaufen bin, meinen Stiefel wieder. Am oberen Rand ist an einer sehr kleinen Stelle eine Bissstelle zu sehen. Tja, so eine Cross-Sandahle ist schwer verdaulich. Mit Freude präsentiere ich meinen Fund und mein Nachbar meint nur, dass es ein alter Dingo gewesen sein muss, der keine natürliche Beute mehr machen kann. Sie sehen es dann schnell auf Müll und alles andere ab. Also alles gut, es kann weitergehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Vorsicht ist angesagt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab der Grenze zu Western Australia wird der Track ein wenig schlechter. Es gibt viele Stellen die sandüberlagert sind und böse Kanten verstecken. Und auch der grobe Schotter hier und da gibt einem das Gefühl in einem Eisenbahnbett zu fahren. Den Wolfe Crater, nur 20 km vom Track entfernt, möchte ich mir nicht entgehen lassen. Die Zufahrt ist sehr schlecht und ich habe auf der sandigen Wellblechpiste einige „Arschwackler“ aber nichts zu schweres. Am Ende lohnt sich aber die Mühe, denn der 850 Meter breite Krater ist ein echter Hammer. In der Mitte gibt es eine Kreisrunde Baumreihe und in dieser sind lauter Blüten. Ein unwirklicher Ort.&lt;br /&gt;Auf den letzten 130 km nach Halls Creek kommt mir die Polizei mit Blaulicht entgegen und stoppt mich. Ob ich über den Wolfes Creek kam und dort den überschlagenen Geländewagen gesehen habe? „Ja ich komme von daher, habe aber keinen Unfall gesehen!“. Es kann nur einer der Wagen gewesen sein, die mir entgegen kamen. Das erinnert mich, dass die Pisten hier kein Spaß sind und selbst Geländewagen verunglücken können.&lt;br /&gt;Ein Blick auf meinen Hinterreifen in Halls Creek belegt eindeutig, dass ich zu schnell war. Eine Stolle ist angebrochen und ein paar kleine Risse sind ringsherum zu sehen. Ich telefoniere am nächsten Tag ein wenig herum aber es ist im Radius von 750 km (von Broome bis Kathrine) kein vernünftiger Reifen zu bekommen. Also muss dieser noch halten. Das heißt ich muss vorsichtig sein ab jetzt. Ach das fällt aber auch schwer!!! Ich werde wieder einen neuen Reifen aus Sydney einfliegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hitze in den Schluchten &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nächster Stopp ist der Purnululu Nationalpark. Die weltberühmten Bungle Bungles liegen hier. Diese wie Bienenkörbe aussehenden Sandsteinberge haben mich schon immer fasziniert. In zwei Tagen besuche ich fast alle Schluchten und Spalten. Besonders die Cathedral Gorge und die Echidna &lt;em&gt;&lt;/em&gt;Chasm sind fett!&lt;br /&gt;Am zweiten Tag liege ich den ganzen Nachmittag mit den Füßen im wassergefüllten Falteimer im Zelt. Die Hitze ist nur so zu ertragen.&lt;br /&gt;Als ich in Kununurra ankomme wird es eher noch schlimmer mit der Hitze. In den nächsten Tagen steigt das Thermometer bis auf 40 Grad im Schatten und ich kann mich nur zu einem Ausflug an den nahen Ord Damm und den Argyle Stausee dahinter aufraffen.&lt;br /&gt;Gestern Abend dann wieder ein Geräusch im Vorzelt. Ich leuchte mit der Lampe und sehe irgend etwas, dass versucht sich in meinem linken Stiefel (ja, wieder der) zu verstecken aber es ist zu groß. Was zur Hölle ist das? Ich öffne das Vorzelt um einen Fluchtweg zu schaffen. Dann kippe ich den Stiefel einfach um. Ein Flughund purzelt raus und krabbelt auf allen vieren davon. Ich ziehe meine Kamera und gehe hinterher. Er versucht sich an meinem Bike zu verstecken und hangelt sich über den Hinterreifen, am Tank vorbei zur Lampe und fällt herunter. Dann hat er endlich den Baum erreicht und hangelt sich hoch. Ich denke er wollte an einem morschen Ast landen der abgebrochen ist und er fiel auf mein Zelt. Das die Tierchen nur kopfüber starten können ist dann ein wenig unflexibel.&lt;br /&gt;Heute Abend geht es zum Speedway und morgen auf die Gibb River Road durch die Kymberleys Richtung Westen. Es soll Regen geben  in den nächsten Tagen. Das wäre eine nette Abkühlung. Aber bitte keine schwierigeren Flussüberquerungen danach!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/vz9S5aShQ3b7IQAgOndYLg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqHxSS10I/AAAAAAAAH6Q/vPDfuyVE0fI/s400/P1080913.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Naja, vielleicht trifft es Pudding nicht wirklich...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/kasfHIc1nZSyHrcqRQYknA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqJSAdCeI/AAAAAAAAH6U/PlYQdduhx84/s400/P1080915.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;verkaufe...neueren Baujahrs...Türgriffe neuwertig...leichte Lackschäden...Reifen müssten erneuert werden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/GUBThr-klwI7z4YaTeUMWw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqOPWAzBI/AAAAAAAAH6g/3nRczCVe0ZQ/s400/P1080922.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kiosk in Rabbit Flat...einladend ist anders&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/WUd1N-wTS6aFaevCB9cCcA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqPbHcn6I/AAAAAAAAH6k/gyg0mOC1lAY/s400/P1080930.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Endlich Western Australia&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/q5Uhxn5hRdiV0r809e6vag?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqREhrxiI/AAAAAAAAH6o/lQa7k79H66Y/s400/Pano10.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wolfe Crater&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/qOokvixSwykvQAlJ7t6GvQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqT_RRr6I/AAAAAAAAH6s/4X18CRn4Nxk/s400/P1090005.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bungle Bungles&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/oVLlFQW0lHI6dOkLE8xJmA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqW52JD2I/AAAAAAAAH6w/dSs78cDDXns/s400/P1090016.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nahe der Mini Palms Gorge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7inZXgesDal74Sj67rp-TA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqbIIYpYI/AAAAAAAAH60/MUb5cSE0RIA/s400/P1090034.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eingang zur sehr engen und mind. 300 Meter langen Echidna Chasm&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/RYw0WMva456X734J2L2wQA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Ssbqdp50cjI/AAAAAAAAH64/WZ1992mc5s8/s400/P1090051.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Verwandt mit dem Baobab aus Madagaskar. Heißt aber hier nur Boab Tree. Dieser ist geschätzte 2000 Jahre alt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/4QTnxiC4hP3GTVfg4_4QNQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqfuPvujI/AAAAAAAAH68/qrhMN5ks0ak/s400/P1090056.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lake Argyle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/qW4MSLLlhHH1Obm8vwgiFw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqgcGojyI/AAAAAAAAH7A/YZIdA_tY1Lw/s400/P1090070.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hey Batman, runter von meiner Karre aber ganz schnell!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-936919329312933907?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/936919329312933907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=936919329312933907&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/936919329312933907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/936919329312933907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/10/der-magische-linke-stiefel.html' title='Der magische linke Stiefel'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SsbqHxSS10I/AAAAAAAAH6Q/vPDfuyVE0fI/s72-c/P1080913.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-6112520410721735856</id><published>2009-09-26T10:08:00.002+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.707+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Ein Problem zur Zeit bitte!</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fat Lady 2&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;53000 km hatte ich diese Zigarre in meiner Alu-Kiste. An einem Tag wollte ich sie mir zu Gemüte führen. Ausgepackt erkannte ich, dass sie wohl irgendwo in Australien verendet ist. Ich versuchte noch ihr das letzte Leben auszusaugen aber die beschädigten Deckblätter ließen nicht viel zu. Trotzdem, sie hat mich die ganze Zeit begleitet und zu meinem Erfolg beigetragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zurück in die Wüste&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter macht es mir einfach Sydney zu verlassen. Es ist kühler als die vorherigen Tage und der Himmel ist fast vollständig bedeckt. Auf der Straße mit dem großartigen Namen „Great Western Highway“ geht es ins Inland. Nach 60 km wird es kurviger und steigt bis auf über 1000 Höhenmeter an. An zwei Aussichtspunkten halte ich und schaue über die Täler, die durch die Elemente über Jahrtausende in das Plateau geschnitten wurden. Es ist diesig und man hat tatsächlich den Eindruck der Dunst ist ein wenig bläulich. Angeblich sind die Eukalyptusbäume hier dafür verantwortlich.&lt;br /&gt;Ich komme weiter gut voran und denke schon daran mein Tagesziel Bathurst durch ein weiter westlich liegendes zu ersetzen. Langsam gleite ich von den Bergen herab und sehe schon eine weite Ebene vor mir. Nur noch ein Hügel ist zu überwinden. In der Talsohle schließlich bemerke ich, dass mein Hinterrad schlengelt. Mein erster platter Reifen der gesamten Reise. Zweihundert Meter zurück ist eine Einfahrt zu einer Farm. Dort baue ich das Hinterrad aus, lasse die Luft ab, trete den Reifen ins Felgenbett und beginne ihn über die Felgenkante zu hebeln. Das ist ordentlich anstrengend. Der Schlauch hat über fünfzigtausend Kilometer hinter sich und ich nehme es ihm nicht übel, dass er einen Riss hat. Eine andere Ursache ist am Mantel nicht erkennbar. Ich setze meinen Ersatzschlauch ein und breche mir fast die Hände beim Wiedereinbau des Reifenhalters. Dann pumpe ich die Luft auf und Ringe um selbige. Als ich nach fast zwei Stunden alles wieder aufgesattelt habe und schon fast wieder auf die Straße bin, glaube ich mein Popometer spinnt. Doch ein halbwahnsinniger Blick auf den Hinterreifen offenbart die Tatsache, das er wieder platt ist. Wieder alles runter, Reifen raus, Schlauch raus. Ich schwitze und es fliegen erste derbe Worte. Der Ersatzschlauch hat ein Leck. Flicken raus und drauf. Als ich gerade anfange, den Schlauch außerhalb des Reifens aufzupumpen (man lernt ja aus Fehlern), kommt der örtliche Farmer angefahren. Er fragt ob er mir helfen kann. „Hast Du einen Kompressor?“. „Ja sicher oben im Schuppen.“. „Kannst Du bitte mal aufpumpen und schauen ob er Luft lässt. Ich warte hier.“. „Sure, no worries mate!“. Als er wiederkommt, schüttelt er nur mit dem Kopf. „Nein, der lässt immer noch Luft. Meine Frau hat Dich schon vor zwei Stunden von oben gesehen. Pack doch Deinen ganzen Kram auf meinen Anhänger und fahr das Motorrad hoch! Die Sonne geht bald unter und das willst Du doch nicht im Dunkeln machen. Du kannst bei uns schlafen!“. Ich bin geschafft genug um das Angebot anzunehmen. Meine letzte Kraft verbrauche ich als ich neben dem Motorrad herlaufe und es im ersten Gang den Berg hinaufbugsiere. Der Hinterreifen wobbelt dabei auf der Felge herum. Brad stellt mich seiner Frau und seiner Tochter vor. Und dann bekomme ich tatsächlich ein Zimmer, kann duschen und werde gleich mit an den Tisch zum Abendbrot platziert. Es gibt Lamm aus eigener Zucht. Auf der Farm mit mehr als 440 Hektar werden nämlich mehr als 1500 Schafe gezüchtet. Ich erzähle natürlich meine Geschichte und erfahre auch viel über das Farmleben hier. Nicht allzu spät falle ich ins Bett und schlafe wie tot. Am nächsten Morgen mache ich mich gleich wieder daran den Schlauch zu flicken. Ein neuer Flicken wird aufgesetzt und Luftdruck aufgebaut. Aus irgendeinem Grund leckt er immer noch. Es ist zum verzweifeln! Entweder ist der Flicken zu alt oder der Schlauch hat ein Leck an einer neuen Stelle. Leider ist keine Schüssel groß genug, um im Wasser nach dem Leck zu suchen. Ich sage bescheid, dass ich zur Straße laufe und nach Bathurst (14km entfernt) trampen will. Aber das wird gar nicht zugelassen und die Frau von Brad fährt mich natürlich zum nächsten Motorradshop in Bathurst. Keine Stunde später ist ein neuer Schlauch im Reifen und auch ein Ersatzschlauch gekauft. Dann bedanke ich mich für die liebe Unterbringung und fahre weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nicht alle Probleme auf einmal bitte!!!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über den Mitchell und den Barrier Highway geht es weiter Richtung Westen. Langsam wird das Land trockener. Am Wegesrand sind viele Blumen. Es muss vor kurzer Zeit hier geregnet haben. Von Willcania aus geht es nach Nordwesten und nach White Cliffs ist bald der Silver City Highway erreicht, der seinen Namen den Silberminen im südlich gelegenen Broken Hill verdankt. Auf dem Weg stehen plötzlich zwei Biker und ich halte. Sie stellen sich als Ian und Rich vor. Sie wollen nach Tibooburra, wie ich. Ian fragt, ob ich an der Rallye teilnehmen will. „Rallye? Nein, aber ich würde gerne dabei sein.“. „Ok, dann treffen wir uns da.“ Und schon sind sie fort. Ich erreiche Tibooburra und sehe sofort jede Menge Geländemaschinen wie meine. Hier bin ich richtig! Ich checke auf dem Campingplatz ein und noch ehe ich mein Zelt voll aufgebaut habe, bin ich schon im Gespräch mit den Nachbarn über die Veranstaltung hier. Der Ulysses Club ist ein Motorradclub für Biker über 50. Juniormitglied kann man ab 40 werden. Ulysses hat über dreißigtausend Mitglieder in Australien und einmal im Jahr trifft sich die Offroad-Fraktion irgendwo im nirgendwo. Schnell bin ich auch hier mit zum Essen eingetaktet und werde einfach mitgenommen. Die Abendveranstaltung enthält genanntes Essen, eine Preisverleihung und eine Tombola. Die Gespräche am Tisch sind sehr interessant. Ian und Rich hatten auf dem Herweg Probleme mit dem Regen. Er hatte eine Piste zu einer Schlammschlacht verwandelt und sie mussten irgendwo am Rand übernachten. Einige haben vor ein paar Jahren die Simpson Desert mit ihren mehr als eintausendeinhundert Dünenquerungen passiert. Die älteren Herren stellen manchmal ganz schöne Dinger an!&lt;br /&gt;Am nächsten Tag verabschiede ich mich und mache mich nach vielen Anderen auf den Weg. Mehrfach geht plötzlich der Motor einfach während der Fahrt aus. Das macht mir Sorgen. Was kann das nur sein? Ich untersuche alle Kabel- und Schlauchverbindungen, kann aber nichts finden. Bei einem meiner unfreiwilligen Stopps hält eine Horde Biker neben mir. Die Herren aus dem Ulysses Club fragen, ob sie mir helfen können. Auf den großen Bikes und mit den Bärten unter den Helmen sehen sie aus wie Ritter aus einer anderen Zeit. Ich lehne ab und folge ihnen mit einigen Kilometern Abstand.&lt;br /&gt;In Camerons Corner treffen die Grenzen der Bundesstaaten Queensland, South Australia und New South Wales aufeinander. Hier halte ich und treffe die Gruppe Biker wieder. In dem Rasthaus am Ende der Welt tanke ich auf und esse etwas. Komischerweise tritt nach dem Tanken mein Problem nicht mehr auf.&lt;br /&gt;Weiter Richtung Osten geht es über mehrere Dutzend Dünen. Zum Glück ist die Piste größtenteils hart. Über die Dünen zu ziehen ist einfach genial. Man betet nur vor jeder, dass man nicht einem entgegenkommenden Geländewagen begegnet und ist oben fast schwerelos. Ein paar Adrinalinstöße verdanke ich den losen „Sandkisten“ hinter manchen Dünen. Da hilft nur Gas und durch. Wir halten alle bevor wir eine Abkürzung nehmen um auf den Strzlecki Track zu gelangen. Einer der Herren (wahrscheinlich der Älteste aber noch topfit) fährt eine vierzehn Jahre alte Honda XR und meint nur „Wenn Großvater fällt, hebt ihr ihn bitte wieder auf!“. Dann tritt er seine XR an und fährt mit einem Wheely in die Piste ein, dass alle nur lachend den Kopf schütteln.&lt;br /&gt;Das Montecollina Bohrloch aus dem permanent warmes Wasser strömt soll eigentlich unser Nachtlager werden. Aber der Platz ist so trostlos, dass es uns nicht da hält. Außerdem ziehen Wolken auf und auf der Piste würde Regen sich nicht gut machen.  Am Mount Hopeless trennen sich unsere Wege und die Gruppe fährt Richtung Süden, während ich Richtung Westen fahre. Nach fünfzig Kilometern werde ich plötzlich von einem der alten Wahnies überholt. Ich halte an und frage was los ist. Er meint nur, dass die Piste dort voller Wasser sei und keiner der (neuer Ausdruck) „Softdicks“ Lust auf eine ausgedehnte Schlammschlacht hatte. Dann kommt ein Stück Asphalt und plötzlich spinnt mal wieder mein Bike. Der Hinterreifen vibriert bei hoher Geschwindigkeit und lässt die Schwinge und den Dämpfer ordentlich arbeiten. Was soll das jetzt wieder? Ich kann weiter fahren, überschreite aber die 80 km/h nicht. Als wir das Nachtlager 200 Meter vom Track entfernt aufschlagen, bemerke ich, dass ich meinen Ölkanister vom Heck meines linken Koffers verloren habe. Einer der Riemen hat sich wohl durchgescheuert. Ach, und mein Wassersack hat auch ein Leck. Wenn so viele Dinge auf einmal kommen fühlt sich das irgendwie nicht gut an. Trotzdem ist der Abend am Feuer schön und jede Menge alte Stories werden aufgewärmt.&lt;br /&gt;In der Nacht fängt es an zu regnen und ich schlafe schlecht. Meine sechs Kumpanen fangen tatsächlich gegen fünf Uhr an zusammenzupacken und starten kurz nach Sonnenaufgang um 6:15 Uhr. Das ist mir dann doch zu gehetzt und ich verabschiede mich aus dem Zelt. Mit einem schlechten Gefühl in Bezug auf das eigene Bike allein auf der Piste zurück zu bleiben erfordert schon Mut. Aber die aller Stunde passierenden Trucks lassen mich wissen, dass zur Not jemand da wäre.&lt;br /&gt;Gegen neun starte auch ich und fahre mit 60 km/h endlose zweieinhalb Stunden nach Lyndhurst, wo mir niemand mit meinem Reifen helfen kann. Der dortige Reifendienst hat nur Werkzeug und Material für Auto- und LKW-Reifen. Was jetzt? Nach Nordenwesten über den steinigen Oodnadatta Track Richtung Alice (800 km) oder nach Süden und versuchen im 300 km entfernten Port Augusta alles zu richten. Ich entscheide mich nach Süden abzudrehen. Zur Not könnte ich dann bis nach Adelaide weiterziehen und den dortigen BMW-Dealer einspannen.&lt;br /&gt;Aber mit 60 km/h kann das nicht weitergehen! Ich drehe den hinteren Dämpfer auf „hart“ und ziehe auf der nun asphaltierten Straße ab. Und weil es ja zu langweilig wäre, komme ich auf dem Weg auch noch in einen Staubsturm. Zum Glück kommt der Wind fast die gesamte Zeit aus Norden und schiebt mich damit an. Kurz vor Port Augusta sind die Windschübe aber seitlich und drücken mich zwei Mal von der Straße auf den Seitenstreifen. Zwei Mal fällt die Sichtweite auf unter dreißig Meter. In Port Augusta fahre ich gleich zum nächsten Moped-Heinz und der hat innerhalb von zwei Minuten das Problem gefunden. Die Werkstatt in Bathurst hat leider das Schlauchventil an der falschen Seite der Felge eingesetzt, nämlich dort, do der Reifenhalter hingehört. Und dann wurde natürlich vergessen das Rad neu zu wuchten und die bestehenden Radgewichte waren an der falschen Stelle. Amateure!&lt;br /&gt;Die gute Nachricht ist, dass der Reifen das aber verkraftet hat und weiter brauchbar ist.&lt;br /&gt;Einen Tag verbringe ich in Port Augusta und erledige dieses und jenes. Es stürmt auch an diesem Tag und ich höre mehrere Berichte von fortgesetzten Staubstürmen auf meiner Strecke.&lt;br /&gt;All die Probleme der letzten Tage bringen mich wirklich zum nachdenken. Man kann einzelne Dinge gut wegstecken wenn man Zeit hat. Aber wenn die Probleme so geballt kommen macht das ein ungutes Gefühl. Soll ich zurück nach Sydney fahren? Ich könnte auch dort eine gute Zeit haben, mit Mario was unternehmen oder gar früher nach Hause zu Helge fliegen. Oder soll ich weiter fahren, auch auf die Gefahr hin irgendwo liegen zu bleiben und eine kostspielige Abschleppaktion aus den Weiten Australiens organisieren zu müssen?&lt;br /&gt;Ich versuche zu einer überlegten Entscheidung zu kommen aber es gelingt irgendwie nicht. Mein Gefühl sagt „weiter fahren“! Irgendwie frustriert es mich, dass ich diese Entscheidung nicht über eine reine Abwägung der Fakten treffen kann sondern meinem Gefühl folge. Aber am Ende werden wohl auch so Entscheidungen getroffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Rallye-Gefühl&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und so fahre ich über den Stuart Highway Richtung Norden. Coober Pedy ist die erste Zwischenstation. Weiter nördlich wird mir der Stuart Highway zu langweilig und ich beschließe in Kulgera nach Osten wegzubrechen. Nach 149 km Piste erreiche ich Finke. Hier startet einmal im Jahr das legendäre Finke Desert Race. Es geht 220 km über die alte Ghan Eisenbahnstrecke nach Norden. Über fünfhundert Teilnehmer auf Motorrädern, Quads und Buggies starten um an einem Tag nach Alice Springs zu fahren und am nächsten zurück.&lt;br /&gt;Von der alten Eisenbahnstrecke ist nur noch der Bahndamm übrig. Alle Gleise wurden wegen der hier häufigen Sandverwehungen und Überschwemmungen nach Osten verlegt.&lt;br /&gt;Landschaftlich ist die Strecke ein Traum, denn sie führt durch Dünengebiete, Flussbetten, Savannen und Steinwüsten. Durchaus einiger Sand liegt auf der Piste. Aber mit genügend Schwung und Mut spielt das keine Rolle mehr. Übernachtet wird an einer Stelle an dem immer noch ein alter Wasserspeicher für die Dampfloks steht. Ein Feuer wärmt mich und die Sterne sind grandios! Hatte ich erwähnt, dass ich die Hälfte meines Essens irgendwo verloren hab? Einer der Reisverschlüsse hatte sich geöffnet und meine Nudeln und mein Brot verteilt.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag jage ich wieder über die Piste und biege nach 20 km ab um mir den Chambers Pillar anzusehen. Die 50 km dorthin sind recht grob. Chambers Pillar an sich ist einfach nur eine große Sandsteinsäule. Ein wenig Death Valley in Australien. Nach weiteren 120 km erreiche ich Alice Springs und fahre gleich beim örtlichen Mopedfritzen vor. Ein paar Reifen habe ich mir schnell ausgesucht, bringe aber mein Zeug zuerst auf den Campingplatz bevor ich die Sohlen wechseln lasse. Beim abladen des Gepäcks fällt mir auf, dass mein Hinterreifen sehr gelitten hat. Risse mit bis zu 2 cm Länge zieren die Stollenränder. Und das nach 3500 km. Ich mochte den Metzler Karoo von Anfang an nicht. Kommt mir nicht mehr auf die Felge!&lt;br /&gt;Die zweite Überraschung stellt sich bei den Koffern heraus. Rings um die Halterungen an der Rückwand sind an mehreren Stellen nette Risse im Aluminium. Da war ich wohl zu schnell auf den Wellblechpisten. Also suche ich noch eine Stunde nach einem Schweißer und finde tatsächlich bei der Transportfirma G&amp;amp;S Mick, der so was macht. Ich lasse die Kisten da und er verspricht die Stellen nicht nur zu schweißen, sondern auch gleich mit hinterlegten 2 mm Alu-Platten zu verstärken. Wie gesagt, so lange es bei einem Problem am Tag bleibt…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/AwECK9hkfyIS2JXqnJ5teQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KZ11RgfI/AAAAAAAAH5I/DJLTlyKZp08/s400/P1080824.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fat Lady 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/u8Zaw-lfFqMGIGdFO9Ka2g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Ka6ra1lI/AAAAAAAAH5M/5NmLu6x4klY/s400/P1080829.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blue Mountains&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/B1PuPOwYysoto7ii8mQpRw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Kcuwv2JI/AAAAAAAAH5Q/gx5RKVHHjO0/s400/P1080838.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So bald bitte nicht wieder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/nqbq3pZ3jlVS4uJpddopkg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KdiI6n7I/AAAAAAAAH5U/nBWnep1SrAE/s400/P1080841.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Richtung Westen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/W4mnvTngVMpHlI4CXZYLtg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KeuYFDTI/AAAAAAAAH5Y/yx0oiedqAG0/s400/P1080845.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hier bin ich richtig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/DJyKcwuk0fm8pwTRwR1sQg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Kf532taI/AAAAAAAAH5c/0OVd3-KeZSs/s400/P1080847.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Camp in Tibooburra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ar0j4W8Q86ER1R8BxTA19w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Kg_WIwyI/AAAAAAAAH5g/BVzxNxINUrI/s400/P1080852.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Oldies...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/H-WzFg0DTaEEXX43xxLPKg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KhoSFF_I/AAAAAAAAH5k/GRlcFfPgZEU/s400/P1080861.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dünenritt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/QH6baGklnoLR0a6k-v6Juw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Ki0xWzsI/AAAAAAAAH5o/6PF9OaFYI7o/s400/P1080875.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Old Ghan Track&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/tJnCkdZg6B3kl5IeSEm8Jg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3Kkbe7ZaI/AAAAAAAAH5s/PPzigSNXzeA/s400/P1080883.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/VirHiMZwM0q9TEOAO58DAQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KoSC_ZLI/AAAAAAAAH5w/nut65fHReCo/s400/P1080894.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wärme und Licht!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-6112520410721735856?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/6112520410721735856/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=6112520410721735856&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6112520410721735856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6112520410721735856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/09/ein-problem-zur-zeit-bitte.html' title='Ein Problem zur Zeit bitte!'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sr3KZ11RgfI/AAAAAAAAH5I/DJLTlyKZp08/s72-c/P1080824.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-6593423613263826231</id><published>2009-09-15T14:24:00.012+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.708+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Sydney - Am Ziel</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der lange Weg nach Süden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;3200 km sind es vom Cape Tribulation bis nach Sydney. Sprich, es wird eine lange Fahrt. Da ich schon recht viel von der Ostküste kenne, beschließe ich, so schnell wie möglich nach Sydney durchzuziehen. Sechs Tage sollten reichen.&lt;br /&gt;Es stellt sich heraus, dass es sehr lange sechs Tage sind. Am Ende eines jeden Tages ist mein Hintern taub und ich bin heilfroh satt im Zelt zu liegen. Auch vergeht die Zeit auf den Fernstraßen nur halb so langsam wie auf den offroad Pisten. Bei Letzteren musste man ja immer hochkonzentriert auf jeden Stein achten. Auf der Straße gleitet man einfach nur Stunde um Stunde dahin.&lt;br /&gt;Eine nette Abwechslung ist ein Spaziergang zum Leuchtturm in Bayron Bay. Dies ist nun der östlichste Punkt des australischen Kontinents. Es ist immer wieder schön hier zu sein. Lange schaue ich den Surfern zu, die auf endlosen Wellen, fast parallel zum Strand dahin gleiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Triumph&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin wirklich froh als ich endlich die letzte Tagesetappe antrete. Von Port Macquarie aus fahre ich Richtung Süden über dem Pacific Highway. Noch 35 Kilometer vor Ankunft ist von Sydney nichts zu sehen. Links und rechts erstrecken sich unberührte Täler und einsame Meeresarme. Kaum ein Haus oder eine größere Straße. Dann aber beginnen die Vororte. Endlich! Ich bleibe auf dem Highway. Ich wurde vorher gewarnt, dass die Fahrt über die Harbour Bridge ohne elektronischen Marker (bar bezahlen ist heute nicht mehr) in einem Foto und einem Bußgeld endet. Aber mit meinem Leipziger Kennzeichen denke ich nur „F…, findet mich!“.&lt;br /&gt;Gegen 14 Uhr Ortszeit ist es dann soweit. Ich erkenne die Brücke lange davor. Als ich den ersten Pfeiler passiere, sehe ich die Skyline und die Opera zu meiner Linken. Mein Herz rast. Ich stehe auf den Rasten, die rechte Hand am Gas, die linke Hand über Kopf zur Faust geballt und schreie aus voller Lunge „Ich bin da … ich hab’s geschafft!“. Es ist ein Moment unglaublicher Klarheit, ein Moment von dem ich lange geträumt habe. Es ist leider keiner da um ihn zu teilen aber ich werde ihn nie vergessen!&lt;br /&gt;Als ich von der Brücke rolle kommen mir die Tränen. 14 Monate, 53000 km, 23 Länder mit dem Bike. Viele hielten mich für verrückt als ich loszog. „Vom Nordkap nach down under“… ich wusste immer, dass es geht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hausbesetzer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mario, ein ehem. Kollege der nun in Sydney lebt, sollte eigentlich bei meiner Ankunft da sein aber musste natürlich kurz vorher dienstlich nach London. Also darf ich allein in seinem Zimmer in einem Haus in Glebe einziehen. Ich finde die Adresse schnell. Prescilla, Marios Mitbewohnerin hat den Schlüssel im Briefkasten versteckt und ich lasse mich rein. Im Hof wird das Bike geparkt und dann mache ich mich frisch. Das alte Haus hat den typischen Schnitt eines englischen Arbeiterhauses. Im Erdgeschoss ist kurz nach der Eingangstür die gute Stube und nach ihr folgt in einem Anbau die Küche. Die Treppe hinauf findet man zwei Zimmer. Alles hat sehr schöne hölzerne Dielen und ist vor nicht allzu langer Zeit gestrichen worden. Das Bad und Toilette über den Hof erreichbar sind, stört mich nicht.&lt;br /&gt;Erst am nächsten Tag lerne ich Prescilla persönlich kennen. Sie kommt aus Neukaledonien und ist schon seit fünf Jahren in Sydney. Sie ist wirklich nett und wir kommen gut aus.&lt;br /&gt;Glebe liegt nur etwa 2 km von der Innenstadt entfernt. Schnell lerne ich viele Wege im Viertel kennen. Die alten Häuschen sind z.T. herrlich ausgebaut und nur sehr wenige kalte Neubauten sind zu sehen. Alles wirkt relaxt aber dennoch lebendig. Auf der Glebe Point Road kaufe ich in einem kleinen Gemüseladen ein. Weiter Richtung Süden schließt sich der Victoria Park und die Universität von Sydney an.&lt;br /&gt;Die Tage vergehen mit Wartungsarbeiten am Bike, Spaziergängen durch die Stadt und auch einigem Ausruhen. Ich kenne Sydney und war schon zwei Mal da aber nun erlebe ich es mehr aus der Bewohnerperspektive, was mir sehr gefällt. Am Abend koche ich oft für Prescilla, um mich ein wenig für die Gastfreundschaft zu bedanken.&lt;br /&gt;Es stellt sich übrigens heraus, dass meine obere Dämpferaufhängung absolut in Ordnung ist. Dafür ist ein Bolzen der Motoraufhängung lose und die vorderen Radlager sind hinüber. Beides lasse ich bei einem BMW-Händler beheben. Dann gibt’s noch einen neuen Satz Reifen. Das war auch gut so. Der Hinterreifen wäre mir nach weiteren 500 km wohl um die Ohren geflogen. Einen Ölwechsel und die dringende Reinigung des Luftfilters erledige ich im Hof!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Noch nicht fertig...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ziel der Reise, der südöstlichste Punkt, Sydney, ist erreicht. Nach Hause fliegen werde ich aber von Perth aus. Noch einmal will ich den fünften Kontinent durchqueren, nach Broome, im Nordwesten. Von dort aus fliege ich für eineinhalb Wochen nach Sydney zurück um Helge zu treffen. Dann geht es nach Perth, zum wirklichen Abschied meiner Reise.&lt;br /&gt;In den letzten Tagen habe ich alles für die Verschiffung des Motorrades von Perth aus klar gemacht. Schenker, die Logistiktochter der Deutschen Bahn, hat mir ein gutes Angebot gemacht. Eine Kiste für die Verschiffung kann ich wohl sehr billig beim örtlichen BMW-Händler kaufen. Also „no worries“ (keine Sorgen…wie die Aussies sagen) auch hier.&lt;br /&gt;Es fällt nun ein wenig schwer Sydney zu verlassen. Ich kann verstehen warum es Mario hier gefällt und werde wohl auch ein wenig den Luxus von guten Mahlzeiten und einem echten Bett vermissen. Aber hey, das kann ich in zwei Monaten zu Hause auch haben. Jetzt muss erst mal der neue Hinterreifen gemeuchelt werden!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/BaLTCDiM3-2eyC5UzIIC6w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K6glPswI/AAAAAAAAH3U/pSCOFyK4HgE/s400/P1080782.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bayron Bay&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/xu8Z6u7dXTK77hYVqzc7jA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K7XliNVI/AAAAAAAAH3Y/ZH12SpPCFTI/s400/P1080785.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leuchtturm Bayron Bay&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/zjXi7kP9VYrzOAHMfvmUOA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K299YO4I/AAAAAAAAH3E/6QJkQBdgNXI/s400/P1080804.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gruß von Mario auf dem Bett...ok, wenn Dir an Deinem Bett so viel liegt...dann eben nicht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ora0MwI69ArHOqDFk9cyYw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K40BawWI/AAAAAAAAH3M/8Krk67Kn_e8/s400/P1080817.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Haus in Glebe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/U3AsES9vtyIjh4POoxT1rw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K5oAOTMI/AAAAAAAAH3Q/rnVFoWAh00E/s400/P1080809.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Um nachzusehen wie der Dämpfer aussieht, musste ich natürlich wieder ein wenig Hand anlegen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Jg1rnGtb8Z5etwqNqZvgxA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K301VMSI/AAAAAAAAH3I/QiCAZ0ThKCo/s400/P1080811.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Been there, done that!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-6593423613263826231?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/6593423613263826231/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=6593423613263826231&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6593423613263826231'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6593423613263826231'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/09/sydney-am-ziel.html' title='Sydney - Am Ziel'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sq-K6glPswI/AAAAAAAAH3U/pSCOFyK4HgE/s72-c/P1080782.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-653448879676378625</id><published>2009-09-02T06:19:00.011+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.709+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>"Ich will da hoch"</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Endlich raus aus Weipa&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ab Mittwoch erwarte ich meinen Dämpfer zurück. In der Zwischenzeit bin ich schon fast ein Bürger Weipas geworden. Trish, die Bibliothekarin begrüßt mich jeden Morgen mit leichtem Winken von Ihrem Tisch aus. Die Dame die den Pool betreut meint, dass ich bestimmt noch eine weitere Woche in Weipa ausharren muss. Bitte nicht!&lt;br /&gt;Es vergehen weitere 2 endlose Tage bis mich Greg am Freitag in der Bibliothek anruft und mich erlöst. Sofort fahre ich zu Kowari Motors, wo mein Bike lagert, und beginne mit dem anderen Greg dort den Dämpfer einzubauen und alles wieder zusammenzusetzen. Es macht keinen Sinn gegen 16:00 Uhr aus Weipa zu verschwinden und so bleibe ich noch eine Nacht. Ich habe außerdem Gesellschaft von Shane und Dean bekommen. Sie kommen gerade mit ihren Maschinen vom Kap zurück und haben gute Informationen für mich. Am Abend gehen wir gemeinsam in dem Pub und essen.&lt;br /&gt;Dean hat sein Bike bei der letzten Flussquerung „ersäuft“. Er war einfach zu tief. Sie brauchten Stunden um alles zu trocknen und den Motor mit Öl zu spülen. Shane ist über eine provisorische Brücke aus Baumstämmen gefahren und fand das auch schon recht heiß. Der Fluss davor (Canal Creek) ist wohl sehr sumpfig und man muss zudem noch ein ganzes Stück in ihm entlang um die andere Seite zu erreichen. Die Beiden lösten das nur, in dem sie die Bikes einzeln und mit angehobenem Hinterrad, über dem der Lufteinlass sitzt, durchschoben. Diese Stellen schaffe ich definitiv nicht allein.&lt;br /&gt;Generell ist mein Ziel soviel wie möglich der alten Telegrafenstrecke (auch OTT genannt…old telegraph track) zu fahren. Parallel zu dieser verliefen die Masten der Telegrafenleitung über die vor hundert Jahren Nachrichten zwischen London und Sydney mit vielen Zwischenstationen innerhalb von 24 Stunden übermittelt werden konnten. Der OTT besteht aus einem südlichen und einem nördlichen Teil. Der südliche Teil ist ca. 70 km lang und der nördliche 50 km. Beide Strecken sind schmal, z.T. recht sandig und man muss ein Dutzend Bäche oder Flüsse durchqueren. Seit einigen Jahren gibt es eine Umfahrung beider Teile, die einigermaßen gut ausgebaut aber eben nicht die original Telegrafenstrecke ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Über den Old Telegraph Track zum Cape York&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Sonnabend fahre ich endlich aus Weipa weg. Am nächsten Tag wäre ich zwei Wochen hier gewesen. Als ich wieder auf meinem Bike sitze, weiß ich wie viel mir Motorradfahren bedeutet!&lt;br /&gt;Es geht zunächst 70 km auf der Straße Richtung Südosten zurück bevor ich eine Abkürzung nehme um auf die zentral auf der Cape York Halbinsel Richtung Norden verlaufende Development Road zu kommen. Zurück auf dieser gebe ich Gas und merke sofort, was der Unterschied zwischen einem ganzen und einem defekten Dämpfer ist. Die Waschbretter kümmern mich jetzt nicht mehr viel.&lt;br /&gt;In Bramwell Junction, eine Viehstation auf dem Weg, werden die Männer von den Jungs ausgesondert. Nach rechts biegt die Umgehungsstraße ab und halb links geht ein schmaler Track in den Busch, der südliche Teil des noch vorhandenen OTT beginnt hier. Ich lasse meine schweren Koffer hier in einem der Schuppen und packe alles was ich brauche in meine Gepäckrolle. Dann lasse ich den Motor an und biege in den Busch ab. Es geht zunächst für viele Kilometer auf einem schmalen Track geradeaus. Die Uferbank des fast wasserlosen Palm Creek lässt meinen Atem im ersten Moment leicht stocken. Um nach unten zu gelangen muss man über einen Stein sehr steile eineinhalb Meter hinab. Ich suche mir eine Linie aus und fahre hinab.&lt;br /&gt;Dann habe ich Gegenverkehr. Fünf schwere Geländewagen bahnen sich ihren Weg nach Süden. Ich warte an der Seite bis der letzte vorbei ist und versuche nicht zu viel Staub einzuatmen. Ein hoffnungsloses Unterfangen! Möchte sehen wie die die Böschung des Palm Creek hinauf kommen!&lt;br /&gt;Den nächsten Bach laufe ich ab, finde aber keine gute Linie um nicht in einem der tiefen Löcher in der Mitte abzusaufen und entscheide mich am Ende für einen Single Trail der von anderen Bikern an einem ca. 3 Meter hohen Hang an der Seite geschlagen wurde. Ich raste das Vorderrad am unteren Ende ein, erster Gang rein, durchatmen, Gas…ich bin oben.&lt;br /&gt;Der Track verläuft weiter über große Ebenen mit mehr Büschen als Bäumen, durch Wälder und durch ein paar andere kleinere Bäche. Manchmal ist der Track so schmal und durch Büsche eingewachsen, dass mein Spiegel ständig mit Ästen kollidiert. Versuche ich weiter mittig zu fahren, beginne ich im Tiefsand das Gleichgewicht zu verlieren. „Linie fahren“ heißt also das Motto. Drei mal habe ich kleinere Umfaller im Sand. Zwei davon völlig unnötig. Jedes Mal muss ich dann das Gepäck hinten lösen, das Bike aus dem Sand aufrichten und wieder in die Spur stellen. Meine Lungen drohen dabei zu bersten. Dann das Gepäck wieder drauf und weiter geht’s.&lt;br /&gt;Gunshot Creek ist einer der Punkte, den ich aus dem Internet kenne. Ich habe auf Youtube Videos gesehen, wie Geländewagen versuchen die Böschung hinunter zu kommen. Dabei stellten sich mir immer schon die Nackenhaare auf und ich bekam dieses leicht morbide Angstgrinsen. Jetzt stehe ich selber hier. Eine Viertel Stunde laufe ich alles ab und sehe mir alles genau an, von oben und von unten. Zwei Stellen schließe ich kategorisch aus. Sie sind fast senkrecht und am unteren Ende sind Wassergruben die einen Meter oder tiefer sind. Ein Single Trail kommt in die engere Wahl aber er ist an der entscheidenden Stelle recht tief im Stein und ich bin mir nicht sicher ob meine Fußrasten aufsetzen würden. Der weiter rechts gelegene Abhang ist länger und am unteren Ende wahrscheinlich auch ein Killer für Autos. An einer Seite sehe ich aber eine Linie. Das ist meine! Gepäck wird abgenommen. Jetzt noch das blöde ABS ausgemacht. Ein nicht blockierendes Hinterrad kann ich jetzt nicht gebrauchen. Dann wieder, an die Kante, Hinterradbremse leicht gelöst und ich gleite langsam nach unten. Kein Drama! Dann wieder hoch gestapft Gepäck geholt, aufgesattelt und mit Gas die weniger gefährliche Böschung auf der anderen Seite hoch. Der Fluss an sich ist 4 Meter breit und 30 cm tief. Ein Witz in der Trockenzeit.&lt;br /&gt;Es wird spät. Mein GPS sagt, dass in einer Stunde die Sonne untergeht. Verdammt, es sind noch über 30 km. Das schaffe ich nicht. Das Wasser in meinem Camelbag geht auch zur Neige. Am nächsten Fluss, dem Cockatoo Creek, beschließe ich mein Lager aufzuschlagen. In einer Wendeschleife baue ich mein Zelt auf. Ich bin erschöpft und glücklich endlich aus den Klamotten raus zu kommen. Alles ist nass! Unten am Fluss bade ich in der Abenddämmerung. Und wie ich da so im Wasser sitze wird mir klar, wie herrlich das eigentlich ist. Um mich herum ist nur Wildnis. Dann werden Nudeln gekocht und Tee getrunken. Wohliges Stöhnen erfüllt mein Zelt, als mein Körper die weiche Isomatte verformt. Zwei Stunden später werde ich von Motorenlärm geweckt. Wer fährt denn hier nachts über den OTT??? Wie ein verschrecktes Eichhörnchen schaue ich aus dem Zelt und sehe ein halbes Dutzend Armee LKW’s plus Begleitfahrzeuge im Mondschein. Sie haben sich aufgereiht und durchfahren einer nach dem anderen unter scheinbaren Einsatz aller Untersetzungen und Differentialsperren etc. den Fluss. Hinter einem Busch und im Dunkel bleibt mein Lager unentdeckt. Nach zehn Minuten ist der Spuck vorbei. Diese Spinner!&lt;br /&gt;Am nächsten Tag durchfahre auch ich nach einem guten Frühstück den Fluss und beschließe, dass es zu viel Kraft kostet das Bike fallen zu lassen und das heute nicht zu tun.&lt;br /&gt;Weiter geht es relativ einfach bis zum Ende des südlichen Teiles des OTT. Ich fahre in den nördlichen Teil ein und danach direkt zu den Fruit Bat Falls, einem netten Wasserfall. Besser sollen allerdings die Twin Falls bzw. der Elliot Fall ein paar Kilometer weiter sein. Dort komme ich zum Mittag hin an und genieße ein langes Bad in den Pools der Twin Falls.&lt;br /&gt;Der Rest ist ein echter Spaß im Sand und bei Auf- und Abfahrten sowie Flussdurchfahrten. Ich kehre am Ende etwas nach dem Cannibal Creek um und nehme eine kleine Piste zurück zur Development Road. Wie gesagt, hätte ich die nördlichen zwei Flüsse allein nicht bezwingen können und habe ja auch mehr als ein Drittel des nördlichen Teils des OTT bezwungen. Das reicht mir.&lt;br /&gt;Nach der kleinen Fähre über den krokodilverseuchten Jardine River ist es nicht mehr weit bis nach Bamaga. Nach einem Tankstopp ziehe ich durch. Noch 40 km bis zum Kap. Die letzten 10 km geht es über eine rote, glatte Piste durch Regenwald. Lianen schlagen gegen meinen Helm. Urwaldgeräusche überall. Dann endlich, parke ich das Bike am Strand und laufe die letzten 200 Meter. Da ist das Schild, „nördlichster Punkt des australischen Kontinents“. Geschafft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zielvorfreude&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach nur einer Nacht am Loyalty Beach düse ich wieder Richtung Süden, diesmal über die Umgehungsstraße des OTT. Hier gibt es wieder ein paar böse Wellblechstellen. Verdammt, irgendwas stimmt mit dem Dämpfer immer noch nicht. Da ist so ein Schlagen, das nicht vom Hauptständer kommt. Ich denke es kommt wieder vom oberen Aufhängungspunkt. Irgendwie wächst das Gefühl in mir, dass der obere Bolzen für die Dämpferaufhängung nicht groß genug ist. Noch mal Weipa, nein danke! Dann muss ich eben den „Arsch“ (Heck des Mopeds) noch mal in Sydney abnehmen und nachschauen. Ich muss nur bis zur Teerstraße nach Cape Tribulation kommen…700 km entfernt.&lt;br /&gt;In Bramwell Junction bekomme ich meine Koffer zurück und sause bis nach Archer River, wo ich übernachte. Ich reiße 508 km am nächsten Tag ab und komme am Ende in Cape Tribulation an. Cape York war für mich ein absolutes Muss! Ich habe es trotz Anstrengungen genossen und fand es nicht zu schwer. „Aufgeben“ schlage ich noch immer im Fremdwörterbuch nach.&lt;br /&gt;Jetzt ist Sydney, mein Ziel, zum greifen nah. Noch ein paar Tage Fahrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Sa42a-M62iPvx6mXFOtoMw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yZJCCKpI/AAAAAAAAHyo/5lbXT92xeMI/s400/P1080674.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ohne Koffer gehts besser..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/tcUyFukvVvH7IwvYHN7jPg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yb9-ra6I/AAAAAAAAHys/ssmegFxC4Xg/s400/P1080675.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ach Herrje!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/5A7xBmAu9L1Ifot5qXmAQw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yjxtkiTI/AAAAAAAAHyw/u5kacNKzc8o/s400/P1080678.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gegenverkehr&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/pROxZtUU-6gA6ugSrn6MVA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3ymqBz1_I/AAAAAAAAHy0/C74R6t028Uc/s400/P1080688.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jede Menge Gegend&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/bHmgpgAGMuXDvTsHN9UaPQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yo7JOOpI/AAAAAAAAHy4/LeQp1etBffk/s400/P1080694.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Überall würde ich auch nicht rein gehen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/buFVyLg0G-_PZ9mmaQJRrQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yq25W1SI/AAAAAAAAHy8/AaND8xWOOXk/s400/P1080709.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...tut so gut...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/yPKBBjOAcYN3uFvFPWa3XA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3ywsUjzQI/AAAAAAAAHzA/4b5r4HufKB8/s400/P1080725.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fähre über den Jardine River&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/qN5wEnUfGT68ZlhOCGh7vQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3y1Jj0kPI/AAAAAAAAHzE/hUStErySVEI/s400/P1080726.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Regenwald kurz vor dem Kap&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/rMhFmoVS3O9cKinOeWC3Zw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3y2zvWFYI/AAAAAAAAHzI/TIg7UkQ9QUc/s400/P1080732.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So, geschafft!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Ed46gFlra2Ll_BYt19u5Qw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3y4WUEq8I/AAAAAAAAHzM/hSwlacShWaw/s400/P1080736.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick nach Südwesten vom Kap aus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;object height="344" width="425"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/72X57Mspth4&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;"&gt;&lt;param name="allowFullScreen" value="true"&gt;&lt;param name="allowscriptaccess" value="always"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/72X57Mspth4&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="344" width="425"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;br /&gt;Zum Thema Gunshot Creek nur so viel...(die anderen Videos auf Youtube sind auch sehenswert)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-653448879676378625?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/653448879676378625/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=653448879676378625&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/653448879676378625'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/653448879676378625'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/09/ich-will-da-hoch.html' title='&quot;Ich will da hoch&quot;'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sp3yZJCCKpI/AAAAAAAAHyo/5lbXT92xeMI/s72-c/P1080674.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4775255680154839833</id><published>2009-08-24T04:50:00.005+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.710+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Endloses Warten in Weipa</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Schnelle Bikes und dumme Gedanken&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Pool aus sehe ich drei andere Biker auf zwei 990-er KTM’s und einer BMW eintreffen. Sie sehen mein Bike stehen und schnell kommt man ins Gespräch. Die Drei kommen gerade zurück vom Cape York und haben noch 54 Tage zur Umrundung Australiens. Die zwei KTM-Fahrer sind früher Rennen gefahren und lassen es wohl ordentlich krachen. Nach einem Reifenwechsel in Cairns haben sie nach 2500 km ihre Hinterreifen schon wieder verschlissen. Der BMW-Fahrer auf einer neuen F800 GS kommt wohl manchmal schlecht hinterher und fiel des Öfteren im Sand. Die Jungs sind wirklich leicht unterwegs und verwenden statt Alu-Boxen gleich nur die Ortlieb-Softbags. Aber an Technik lassen sie sich dann doch ein Satelitentelefon und ein Notfallpiepser mit GPS nicht nehmen. Im Voraus haben sie an fünf Stellen Reifen hinterlegen lassen. Die meinen es ernst! Sie sagen auch, dass die Waschbretter Richtung Cape York an der schlimmsten Stelle 20 Zentimeter tief sind. Und wenn man sie mit 120 km/h nimmt wären sie kaum spürbar. 120 km/h…!So schnell bin ich dann doch nicht unterwegs und wähle am nächsten Tag doch die etwas längere dafür aber asphaltierte Route nach Osten. Am Nachmittag komme ich im Undara Nationalpark an, der für seine Lavaröhren und eher unscheinbaren Vulkankegel bekannt ist. Auf dem Zeltplatz nistet sich neben mir ein älteres Ehepaar mit ihrem Allradvehikel und Anhänger ein. Er bietet mir sofort eine Tasse Tee an und im Gespräch ergibt sich, dass die beiden aus den Snowy Mountains kommen und nach der Abgabe ihres Gästehauses dort nun auf Altersreise sind. Er läuft leicht gebeugt wohl von den vielen Jahren in denen er für viele Gäste gesorgt hat. Sie hat eher den Oma-Charme und macht witzelt darüber, dass sie beide im Anhänger schlafen, der doch so klein ist.Als ich im Halbdunkel anfange zu kochen passiert etwas Unerwartetes. Er flucht mit einem mal laut und bricht zwei Minuten später in herzerweichendes Schluchzen und Weinen aus. Nur wenige Worte sind danach zu hören. Ich vermute einen Krach zwischen den Beiden und traue mich nicht rüber. Ehrlich gesagt ist mir das auch ein wenig unheimlich, denn die Art des Fluchens und dann der plötzliche Ausbruch in Tränen passten so gar nicht zusammen. Vielleicht hat er auch eine Persönlichkeitsstörung? Was mag da nur los sein?Am nächsten Morgen koche ich Tee und mit einem Mal kommt er auf mich zu und entschuldigt sich bei mir für seine lauten und unangebrachten Worte gestern. Seine Frau habe ihm nach einem Telefonat mit der Heimat gesagt, dass sein Hund überfahren worden sei. Ich gebe mein Mitgefühl zu verstehen und schäme mich insgeheim ein wenig. Hätte ja ruhig gestern schon mal rüber gehen können und fragen ob alles in Ordnung ist. Aber stattdessen geistern mir wilde Gedanken durch den Kopf. So ein Unsinn!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ruhestörung&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Lavaröhren sind danach recht beeindruckend. Man kann sich gut vorstellen, wie hier vor langer Zeit unterirdisch Lava strömte und dabei fast nicht abkühlte. Die größte Röhre hat einen Durchmesser von fast 20 Metern.Über die Atherton Tablelands, die aussehen als hätte man das Heidi-Land nach Australien versetzt fahre ich weiter nach Norden. Nach über 500 Tageskilometern komme ich schließlich am Roadhaus Laura an. Den winzigen Campingplatz an der Straße teile ich mit Wenigen. Die Nacht kann ich kaum schlafen, weil mich entweder das Geschrei einer Flughundkolonie oder das Geschrei einer offensichtlich ordentlich angetrunkenen Aboriginie-Frau wach halten. Letztere hat ein Organ, dass man hunderte Meter weit hört und offensichtlich ist sie wütend auf etwas oder jemanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ausgebremst&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bramwell Station ist ein ordentliches Tagesziel. Sie liegt am Ende der gut ausgebauten Strecke nach Norden und von dort aus soll es über den berüchtigten Telegraph Track weiter bis ans Cape York gehen. Die Peninsula Development Road bis dorthin erscheint mir die ersten 250 km wie eine Autobahn. Mit fast 100 Sachen brettere ich über die Piste. Hin und wieder kommt ein Auto entgegen und ich sehe für eine Sekunde wegen des aufgewirbelten Staubes nichts. Kommt einer der bis zu 50 Meter langen Road Trains, mache ich mich ganz von der Gasse auf den Seitenstreifen. Am Archer River Roadhouse tanke ich noch ein wenig zu. Die vorderen beiden Tanks lasse ich fast vollständig leer, denn ich habe jetzt fast aller 200 km eine Tankmöglichkeit und will das Vorderrad für die bevorstehenden Sandstrecken unbelastet lassen. Nach 30 km gibt es nach einem Huckel ein schleifendes Geräusch. Mein Kettenschutz hat sich nun endgültig verabschiedet. War sowieso schon sein Thailand angebrochen. Ich löse die letzten Schrauben und das Ding fliegt im hohen Bogen in den Busch. Nach weiteren 50 km wundere ich mich wie das Bike über Bodenwellen schwingt, denke mir aber nichts dabei. Erst als ich kuppeln will und der Kupplungshebel zu klemmen scheint, halte ich an. Wie ich mit einem Blick sehe wird der Kupplungsbautenzug am unteren Ende von einem Bolzenrest blockiert. Ja und wo der her kommt weiß ich sofort.Hatte ich doch in Kuala Lumpur (Malaysia) die unteren Bolzen gegen Stahlbolzen austauschen lassen, die oberen aber belassen. Nun war also der obere linke Bolzen gebrochen. Ein Blick auf die andere Seite lässt mich kurz erschaudern. Der andere Bolzen ist nur noch mit ein paar Umdrehungen an der Mutter festgeschraubt. Das hätte weh tun können.Ich ziehe den einen Bolzen also wieder an und entscheide mich, den anderen durch einen Bolzen vom Kofferträger zu ersetzen. Am Straßenrand liegt mein gesamtes Habe und daneben ist mein Werkzeug ausgebreitet. Aller 10 Minuten fährt ein Auto vorbei. Jedes Dritte hält gar an und fragt ob es helfen kann. Nein, ich hab alles im Griff danke. Trevor aus Weipa sieht sich mein Problem genauer an und meint, dass es in Weipa Ersatz für den Bolzen gäbe, auf meiner Strecke aber mit Sicherheit nicht. Weipa liegt 120 km neben meinem Weg und ich entscheide mich auf Nummer sicher zu gehen. Dann höre ich einen Motor. Ein anderes Offroad Bike nähert sich, eine Staubwolke hinter sich her ziehend. Es wird langsamer und hält schließlich laut knatternd bei mir. Es ist ein wenig als würde man seinem Spiegelbild begegnen. Nun ja, nicht ganz aber interessant aus der anderen Perspektive. Carl ist auf einer 650-er Suzuki unterwegs. Er setzt den Helm ab. Sein Gesicht ist von Staub bedeckt, die Lippen rau und zerrissen, er saugt ab und an offensichtlich leicht dehydriert an seinem Camelbackschlauch. Er kommt eigentlich aus Tasmanien und führt im Sommer dort Wandertouren und fährt Kanus mit Touristen. Jetzt hat er frei und ist mal wieder unterwegs in Australien. Er bietet seine Hilfe an. Aber ich lehne dankend ab, im Moment kann er nichts für mich machen. Wir tauschen ein paar Geschichten und Streckeninformationen aus und dann düst er wieder ab.In Weipa angekommen, checke ich auf dem örtlichen Campingplatz ein. Am nächsten Tag packe ich früh und bin einer der Ersten am „Mitre 10“ Baumarkt. Was für ein Segen, dass es einen solchen hier gibt. Schnell habe ich alle Bolzen die ich brauche herausgesucht und fange direkt vor dem Baumarkt an zu schrauben. Also wieder Sitzbank ab, Verkleidung ab, Tanks ab. Schnell sind die Bolzen ausgewechselt. Dann ist mir noch aufgefallen, dass meine Lampe auch aus der Fassung gerüttelt wurde. Ich behebe auch das.Ach nö! Jetzt fehlt auch noch die Mutter am unteren Bolzen des Federbeins. Ich kaufe eine Mutter und versuche sie aufzuschrauben, was mir nicht gelingt. Habe die Nase voll und fahre kurzerhand zwei Straßen weiter zu einer Autowerkstatt und bitte um Hilfe. Der Mechaniker meint nur, dass ich wahrscheinlich eine UNC statt einer metrischen Mutter gekauft habe. Sprich, die Windungsmaße passen nicht zusammen. Dann prüft er kurz das Dämpferspiel am aufgebockten Motorrad und meint nur „ohoh“. Er kommt aus Neuseeland und kennt sich wohl mit Bikes aus. Er sagt, dass er sich gern mal den oberen Aufhängepunkt des Zentraldämpfers ansehen würde. Dazu muss aber das gesamte Rahmenheck raus. Naja, die vier Bolzen an dem es aufgehängt ist sind schnell entfernt und die Benzinleitungen, ein paar Kabel und weitere Schrauben und das Heck wird in die Ecke gestellt. Da haben wir den Salat! Die obere Dämpferaufhängung ist ausgeschlagen. Jetzt ist guter Rat teuer. Kurzerhand baue ich den Dämpfer ganz aus. Das sieht jetzt nicht gut aus. Weiterfahren ist zu riskant, da der Dämpfer schon am oberen Ende so lose war, dass er gegen den Rahmen prallte und man Spuren erkennt. Ein neuer Dämpfer kostet schnell tausend Euro und wäre sowieso aller bestens in Cairns (900 km entfernt) erhältlich. Der Mechaniker meint, dass kann jemand mit Fachkenntnissen reparieren und verschafft mir eine Adresse eines Motorradmechanikers in Weipa. Dann lagert er mit mir zusammen mein Bike im sicheren angeschlossenen Schuppen ein und fährt mich sogar noch an den Flughafen zur nächsten Leihwagenfirma. Ohne Auto wäre ich hier total aufgeschmissen, denn öffentliche Verkehrsmittel existieren nicht und die kleine Minenstadt zieht sich ganz schön. Ich bekomme einen Mazda 121 älteren Baujahrs und verstaue meine Habseligkeiten im Kofferraum. Als ich losfahre habe ich das Gefühl Butch (alias Bruce Willis) aus dem Klassiker „Pulp Fiction“ in seinem uralten Honda Civic zu sein. Wie er schmeiße ich die Türen zu und pfeife einen Countrysong aus dem Radio auf dem Weg zum Motorradmechaniker nach.Ich übergebe am nächsten tag Greg, dem Motorradmechaniker, meinen Dämpfer in einem Paket. Er hat mit einem Partner in Brisbane telefoniert und der meinte er hat das entsprechende Material (obere Aufhängungshülse) am Start und kann den Dämpfer auch fachmännisch neu begasen und mit Öl befüllen. Er will auch gleich alle Dichtungen auswechseln und das Ding wäre dann wie neu. Angeblich macht er das Hauptberuflich auch für Rennteams etc. und ist sehr zuverlässig.&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Warten in Weipa&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;Ab jetzt beginnt die lange Wartezeit. Wahrscheinlich über eine Woche muss ich ausharren bis der Dämpfer nach Brisbane (über 2000 km entfernt) geflogen, dort repariert und gewartet wird und dann zurück in Weipa ist. Was macht man also in einer 3000 Seelen Minenstadt ca. 10 Tage lang? Ehrlich gesagt löst der Gedanke an die lange Wartezeit in mir einen Horror aus. Es gibt hier nicht viel zu tun und ich beginne herauszufinden, wie man die Zeit totschlagen kann. Erste Adresse ist die Bücherei. Hier kann ich ins Internet gehen und lesen. Mit der Bibliothekarin mache ich aus, dass ich ungestört in einer Ecke an meinem Laptop sitzen kann. Dann gibt es das Schwimmbad, in dem ich für 3 Dollar jede Menge Bahnen schwimmen kann. Woolworth als Supermarkt versorgt mich mit jeder Menge Lebensmitteln. Das Gewicht dieser ist ja dank Leihwagen vorübergehend egal und ab jetzt ist die Diät aufgehoben. Da gibt es am Abend mal ein Känguruhsteak (lecker die Hüpfer) oder Eierkuchen. Morgens gibt’s jetzt immer Müsli mit Früchten und Milch.Eine Tour durch die Mine mache ich gleich am ersten Tag. Der Abbau der Bauxitvorkommen (übrigens die Größten der Welt) ist nicht wirklich spannend. Es wird nicht gesprengt und es werden auch keine Chemikalien eingesetzt um an das Erz zu gelangen. Stattdessen wird einfach nur die oberste Erdschicht abgetragen und das darunter liegende Erz (eine ca. 9 Meter dicke Schicht) mit großen Schaufelradbaggern zusammengeschoben und auf riesige Erztransporter gekippt. Die bringen es zu einer 32 km langen Bahnlinie und am Ende dieser wird es auf Schiffe verladen, welche es nach Gladstone bzw. direkt nach China bringen. Im Moment läuft die Mine nur auf 75 Prozent ihrer Kapazität, wegen der weltweiten Krise. Es wird aber wohl besser.Ich habe sogar schon an mehreren Stellen nach Jobs gefragt. Ein geringfügige Anstellung würde mich ablenken und auch ein wenig der Kosten decken. Leider ist im Moment nirgendwo etwas zu bekommen. Ich versuche meine Lebensgeister nicht hängen zu lassen und mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/4bggyXET9rwjtHmUR3U7mw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICGyHCwzI/AAAAAAAAHts/uVGGpW7UthY/s400/P1080601.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Purple Pub in Normanton&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/cZ44rniOFUQ58feWkoLtQg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICHHkL1bI/AAAAAAAAHtw/QLS9f9laqn0/s400/P1080625.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Undara Lava Tubes&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/LnzmV70h5RU-3bYXehBogg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICHXua4gI/AAAAAAAAHt0/F_k58qILP2s/s400/P1080642.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da mach ich besser Platz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/SWrgvEr1e_bxfeIp-LB5Bw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICHcdNnzI/AAAAAAAAHt4/3CE4spMsTdc/s400/P1080644.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Besser locker als lose&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/RRdf0KaOS_W9Dwaib_aY0Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICmTf928I/AAAAAAAAHuA/CaCFop7wMAw/s400/P1080656.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bauxit-Mine in Weipa&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/MhVDDlCK8DJN9VahGxfNEw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICmWVEoAI/AAAAAAAAHuE/_mPXDQYXj8A/s400/P1080670.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rio Tinto hat die Mine vor ein paar Jahren gekauft&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com.au/lh/photo/7gpe4i9cDYEqkZDNUe092w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICHnVqavI/AAAAAAAAHt8/-5nr7Dv9MyY/s400/P1080647.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eine Attraktion in Weipa...der Sonnenuntergang...viele Australier von der Ostkueste sehen ihn zum ersten mal am Meer&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4775255680154839833?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4775255680154839833/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4775255680154839833&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4775255680154839833'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4775255680154839833'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/08/endloses-warten-in-weipa.html' title='Endloses Warten in Weipa'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SpICGyHCwzI/AAAAAAAAHts/uVGGpW7UthY/s72-c/P1080601.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-3632584842887782240</id><published>2009-08-13T10:27:00.003+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.711+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Pistenstart</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zurück auf Start&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Nacht im Hostel nach meiner Rückkehr nach Darwin war kurz. Ich fühle mich nach vier Wochen mit Helge und Lasse unterwegs wie zurück ‚auf Start’ gesetzt und natürlich auch allein. Ich hohle mein Bike bei Perkins ab und Toni erlässt mir auch noch die Lagergebühren. Danke! Dann fahre ich mit dem mitgebrachten Reifen zu einer Motorradwerkstatt um ihn aufziehen zu lassen. Ich brauche ein wenig um zusammen mit einem Mechaniker die Achse, die mit den Radlagern festgerostet ist, herauszubekommen. Dann wechsle ich endlich noch den linken vorderen Blinker aus. Der alte wurde mir über Nacht in Syrien halb abgerissen. In Asien hat das keinen interessiert aber hier zählt blinken wieder.&lt;br /&gt;Nach einer kleinen Motorradinspektion bekomme ich das Motorrad bei der örtlichen Verkehrsbehörde des Northern Territory auch registriert. Das ist wichtig, denn sonst bekomme ich keine Haftpflicht und ohne diese darf ich hier gar nicht fahren. Jedenfalls hält sich der Papierkram in Grenzen und so komme ich gegen vier auf dem Zeltplatz an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Umgewöhnung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der langen Zeit in Asien geht es nun wieder anders rum. Für wenig Geld in einem Hotelzimmer zu übernachten war schon echter Luxus. Und natürlich verschwendete ich auch keine Gedanken daran einzukaufen. Ich fiel einfach aus der Tür auf die Straße und in das nächste kleine Restaurant oder ging an einen Straßenstand und war satt.&lt;br /&gt;Nun muss ich für Tage vorplanen und Vorräte mitnehmen, vor allem für die einsamen Outback Pisten.&lt;br /&gt;Ich brauche auf dem Zeltplatz geschlagene zwei Stunden bis ich alles wieder an dem Platz in meinen Kisten und im Packsack habe, wo es hin gehört. Dann verschwende ich noch einen Gedanken daran mir einen Campingstuhl zu kaufen. Am Ende entscheide ich mich dagegen. Das Ding wäre mir im Moment nur im Weg.&lt;br /&gt;Beim Einkaufen im Supermarkt wird mir klar worauf ich alles verzichte und wie weit es schon mit meiner „Gewichtsersparerei“ gekommen ist. Beispiele: Es gibt keine Margarine und kein Öl. Es wird nur die kleinste Zahnpastatube und die kleinste Packung Duschgel gekauft. Deo? Was soll das? Waschpulver gibt’s hoffentlich auf dem Zeltplatz, sonst muss Duschgel reichen. Zum trinken gibt es nur Tee oder Wasser. Pasta und Reis sind meine Freunde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sorgenfalten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz bevor ich endlich aus Darwin verschwinde, will ich mir noch eine Handy-Karte von Telstra besorgen. Dieser Betreiber bietet wohl landesweit eine bessere Abdeckung als viele anderen. Als ich in die Smith Street einbiege werden meine Augen hinter meiner Motorradbrille groß. Warum steht jetzt da ein Panzer auf der Straße und hat sein Rohr auf mich gerichtet? Sollte ich einen Ausnahmezustand überhört haben? Hupps!&lt;br /&gt;Ich parke und werde Zeuge einer Militärparade. Die Truppen aus dem Irak werden nach der Heimkehr begrüßt. Dabei wird auf offener Straße alles präsentiert was wohl im Irak dabei war. Die Panzer stehen an den Hauptstraßen und blocken den Verkehr. Ich war selbst beim Bund und bin kein absoluter Militärgegner aber das hier ist doch echt zu martialisch.&lt;br /&gt;Dann fliege ich über den Stuart Highway Richtung Süden und erreiche das 400 km entfernte Mataranka rechtzeitig um in den 34 Grad warmen Thermal-Pools noch ein Bad zu nehmen.&lt;br /&gt;Noch am selben Abend erreicht mich eine Nachricht von Helge. Sie hat mit meinem Großvater telefoniert. Meine Großmutter ist in der Küche in Ohnmacht gefallen und nun wieder im Krankenhaus. Sie hatte sich vier Wochen zuvor bei einem Sturz das Handgelenk gebrochen und war danach zwei Wochen im Krankenhaus. Im Krankenhaus hatte sie schon einmal das Bewusstsein verloren. Die Ärzte konnten nichts finden und schickten sie nach Hause. Ich mache mir große Sorgen, schlafe schlecht und höre jedes Wallabie das ums Zelt hüpft. Doch im Moment kann ich nichts tun und Helge versprach dran zu bleiben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Nun endlich…Piste&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Alle anderen auf dem Zeltplatz fahren nach Norden oder Süden. Ich fahre nach Osten über den Roper Highway. Die ersten 180 km sind asphaltiert und dann kommt der große Moment… der Asphalt endet und die gut ausgebaute Schotterpiste beginnt.&lt;br /&gt;Nun sind auch wieder andere Fahrtechniken gefragt. Grip gibt’s hier sehr wenig. Aber meine Reifen sind grobstollig und genau für diesen Untergrund gemacht. Ich lasse es langsam angehen.&lt;br /&gt;Roper Bar ist ein Rasthaus und ein vorgeschobener Zivilisationsposten für die Farmen und die Aboriginie-Siedlungen rings herum. Als ich ankomme ist der hohe Zaun um das einsame Gebäude verschlossen. Es ist Sonntag und da öffnet die Tankstelle und der Shop erst um 13 Uhr. Ich warte eineinhalb Stunden. In diesen inspiziere ich das Motorrad und bemerke zum Glück ein kleines Leck an der Ölablassschraube. Ich ziehe sie ein wenig fester an, dann hört das Tropfen auf. Kurz vor der Zeit treffen immer mehr Autos mit Aborigines ein. Man grüßt und betrachtet mich mit Abstand. Dann wird das Tor geöffnet und ich tanke aus Sicherheitsgründen 10 Liter zu.&lt;br /&gt;Der Savannah Way den ich befahre, ist eine alte Verbindungsstraße die Cairns im Osten mit Broome in Westaustralien verbindet. Es geht durch endlose Ebenen von denen jede doch anders ist. Die Piste ist zu Anfang noch recht gut. Man orientiert sich hier nur an den durchfahrenen Flüssen und Bächen. Spätestens nach 30 km kommt die nächste zu dieser Jahreszeit meist trockene oder nur teils feuchte Durchfahrt. Am Towns River sind Betonplatten durch den Fluss gelegt. Sie sind durch Algen so glatt, dass ich selbst im ersten Gang wegrutsche und das Bike kurz im wenige Zentimeter tiefen Wasser ablege. Schnell ist es wieder aufgerichtet und vorsichtig über die Furt geschoben. Ich beschließe es für heute gut sein zu lassen und im wenige Kilometer entfernten Camp am gleichnamigen Fluss zu übernachten. Ich bin dort keinesfalls allein. Eine ganze Gruppe aus Fahrzeugen steht in der Nähe. Freundlich werde ich begrüßt und man zeigt mir nach dem Zeltaufbau die Krokodile im Fluss. Es sind drei recht große Salzwasserkrokodile.&lt;br /&gt;Warren und Ray bitten mich nach Sonnenuntergang rüber zu ihrem Feuer. Warren hat einen kleinen Baramundi gefangen und ich bekomme ein Stück zum Kosten. Sehr lecker und gänzlich ohne Gräten. Dann kommt noch ein anderes Paar dazu und wir erzählen noch eine ganze Zeit. Warren und Ray sind seit 11 Jahren „Rentner“ und beschäftigen sich seit dem mit Aborigine-Kunst. Sie haben sogar eine kleine Galerie in Noosa Heads und kaufen Bilder von den abgelegenen Aboriginiesiedlungen in ganz Australien. Dazu sind sie unter anderem auch jetzt unterwegs. Nugget (so nennt sich der andere Gast am Feuer) und seine Frau haben gerade ihr Haus in Mossmann (Ostküste) verkauft und sind heimatlos. Nach einer schweren Erkrankung von Ihr brauchten sie einen Tapetenwechsel und geben jetzt das Nummernschild ihres Autos als Adresse an. In Westaustralien wollen sie neu anfangen.&lt;br /&gt;Dann tauschen wir alle die geplanten Routen aus. Die Ozzies brauchen wirklich keine Landkarte mehr und wissen genau, wo es was zu sehen gibt und wie die Pisten wo derzeit aussehen. Bevor ich in mein Zelt krieche zeigt mir Nugget noch die weithin reflektierenden Augen der Krokodile im Schein seiner Taschenlampe. Die eineinhalb Meter hohe und steile Uferböschung kommen sie mit Sicherheit nicht hoch. Und so vergeht die ruhige Nacht unter einem Himmel mit Millionen von Sternen.&lt;br /&gt;Weiter geht es Richtung Borroloola. Wieder sind endlose Ebenen und einige kleinere Flüsse zu durchfahren. Nasse Schuhe und Socken gehören ab jetzt jeden Tag dazu. Langsam wird das Bike mit rötlichem Puder bedeckt und auch das Schaffell, das nun wieder meinen Hintern schont, bekommt eine leicht rötliche Farbe. Das mag ich!&lt;br /&gt;Generell ist die Piste sehr farbenfroh. Alle Variationen von Grau wechseln mit Ockertönen und werden von Violett bis grellem Weiß(???) abgelöst. Das typische australische Rot bedeutet meist weicher Untergrund und damit Vorsicht.&lt;br /&gt;Was der Australier Corragation und wir Wellblech- oder Waschbrettpiste nennen nervt manchmal wirklich. Handelt es sich nur um niedrige Waschbretter, kann man bedenkenlos drüber brettern. Aber manchmal wird es plötzlich extrem und das ganze Motorrad wird durchgeschüttelt. Dann heißt es abbremsen und am besten auf den oft sandigen Nebenstreifen ausweichen. Sand macht mir übrigens immer weniger aus. Hatte ich in Marokko vor zwei Jahren noch einen Höllenrespekt davor, so durchfahre ich die großen verspurten Sand- und Bulldust-Löcher (Sand so fein wie Mehl) ohne Angst und gar mit Freude. Generell gewöhnt man sich schnell an die zunächst ungewöhnlichen Reaktionen des Bikes auf offroad-Pisten. Das leicht versetzende Vorderrad oder schwänzelnde Heck nimmt man irgendwann nur noch als Zeichen für bestimmte Lastverlagerungen war und arbeitet gegen oder ignoriert es schlicht weg. Die Auswahl der Reifen ist aber für ein gutes und unfallfreies Fortkommen sehr wichtig. Ich bin mit den Michelin Desert sehr zufrieden. Die gehen einfach auf fast jedem Untergrund und halten auch harten Schlägen stand. Wenn ich da bei 80 km/h auf dem Weg zum Hells Gate Roadhouse einen faustgroßen Stein übersehe wird der einfach geschluckt.&lt;br /&gt;Ein paar deutsche Jungs versuchen tatsächlich den Savannah Way in einem normalen Kleinbus zu befahren. Sie bleiben im Calvert River stecken und die Karre säuft im halben Meter tiefen Wasser ab. Sie sind schon von einem anderen Fahrzeug herausgezogen worden als ich ankomme und trocknen gerade den Luftfilter. Ein Blick in den Motorraum beruhigt. Das Wasser sollte Brennräume nicht erreicht haben. Ich schlage vor den Luftfilter in einem Handtuch zu „schleudern“. Das trocknet ihn fast und nach dem Wiedereinbau läuft der Van wieder. Mir selbst steht das Wasser bei der vorsichtigen Durchquerung bis kurz unter das Knie aber alles geht ohne Probleme ab.&lt;br /&gt;Ich übernachte am Hells Gate Roadhouse und bekomme von den Nachbarn Informationen über die Strecken bis zum Cape York. Ein Kanadier berichtet, dass er alle vier Stoßdämpfer seines Toyotas samt einer Aufhängung zerstört hat und dazu noch die Aufhängung des Batteriekastens abgerissen ist. Mehrfach musste man ihn aus Löchern oder „Sandkisten“ ziehen. Das klingt nach interessantem Terrain! Ein älteres Farmerpaar aus Südaustralien kommt aus der selben Richtung wie ich und warten seit zwei Tagen auf ein Ersatzteil, das heute mit dem Flugzeug und dann mit dem Postmann kommen sollte. Ja, so eine gebrochene Achse am Camping-Anhänger ist hässlich aber kein Grund zur Sorge! Man hat ja Zeit.&lt;br /&gt;Die immer noch bestehende Sorge um meine Großmutter treibt mich zuletzt 400 km über Burketown nach Normanton, wo ich mir endlich Handyempfang verspreche. Ich lasse es auf den nun besseren Pisten bis 90 km/h laufen. Handyempfang gibt es auch hier für mich nicht aber eine E-Mail von Helge lässt mich schließlich aufatmen. Es geht meiner Großmutter gut und sie wird aus dem Krankenhaus entlassen. Ich bin sehr erleichtert.&lt;br /&gt;Da die vergangenen fünf Tage viel Kraft gekostet haben, lege ich einen „Fress- und Ausruhtag“ ein. Im Purple Pub sitze ich für Stunden und schreibe bei einer Cola an meinem Blog. Dann geht es zum Abkühlen in den Pool. Ich denke solche Rasttage brauche ich regelmäßig, sonst muss ich mir wieder anhören wie sehr ich abgenommen habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/2AvRJQ8FeUPq-zYK98yTgw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMjf9W2MI/AAAAAAAAHpo/povoKoOEPgk/s400/P1080535.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja ok, dann mach ich mal Platz!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/5-R21cP1x81oPtsvJE7Ozw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMoivo44I/AAAAAAAAHps/_yzs1-akfOU/s400/P1080548.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mataranka Thermal Pools...nice!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/2eEGCwIyIGjn-kCoE9NkPg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMrMnFmMI/AAAAAAAAHpw/XVXR1xEufU4/s400/P1080549.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wo die Straße endet...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/HhMMQp_IpZG05mQzUldYdA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMunEUxuI/AAAAAAAAHp0/POWDgUKO60I/s400/P1080552.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Roper Bar Roadhouse&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/YR_v6jdfEEczHTvGN5HsWQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMx3JdWyI/AAAAAAAAHp4/er7EJaB-434/s400/P1080561.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eine Nacht am Towns River&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/tguwzmQVDfiecqCcl_I-Iw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPM2IF7GVI/AAAAAAAAHp8/tfc9BixwxEM/s400/P1080573.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lost Southern City...eine Gesteinsformation wie eine Skyline...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/wyfkQSNdN4nqgaMRddB5qQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPM667vr1I/AAAAAAAAHqE/LoiZZaM16Eg/s400/P1080581.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Outback-Australier neigen zu eigenartigen Scherzen...die Sonne...naja&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/sUvQ1VbanQ8k9eL-N56__Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPM9iEuJjI/AAAAAAAAHqI/ShKtQvTfuKU/s400/P1080583.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die vier deutschen Jungs und der Fluß...nochmal gut gegangen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/OYILNcdXSOQk-rfkb7LXOQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPNAHG_tUI/AAAAAAAAHqM/SuotoFzkt7o/s400/P1080584.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwie ist allen klar wer wo hin gehört...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/MjP7A4htF4uOVLeqfyiRKw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPNBbIvFfI/AAAAAAAAHqQ/Vpg43m85MdQ/s400/P1080591.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das leuchtet ein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/sdC8PORvwoGmgfZD5xwGpA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPNDayYLQI/AAAAAAAAHqU/xfKqTStm4Fs/s400/P1080593.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da geht was!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-3632584842887782240?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/3632584842887782240/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=3632584842887782240&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3632584842887782240'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3632584842887782240'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/08/pistenstart.html' title='Pistenstart'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SoPMjf9W2MI/AAAAAAAAHpo/povoKoOEPgk/s72-c/P1080535.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4457591015442205726</id><published>2009-08-06T11:49:00.008+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:02.713+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='27_Australien'/><title type='text'>Streckenbefahrung</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Guten Morgen Darwin&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unendlich müde stehe ich in einer Schlange. Sie scheint endlos. Wann geht das hier endlich weiter? Ich will nur noch ins Bett.&lt;br /&gt;Gerade bin ich in Darwin gelandet. Aber meinen Triumph in Australien, auf dem dritten und letzten Kontinent meiner Reise angekommen zu sein, kann ich mitten in der Nacht nicht auskosten.&lt;br /&gt;Die Beamtin von der Einwanderungsbehörde fragt mich wie ich meinen Aufenthalt von bis zu 6 Monaten finanzieren kann. „Ersparnisse!“ antworte ich kurz und bündig und frage mich ich den Eindruck mache aus Schwarzafrika einzureisen. Ich hab jetzt keine Lust mich hier zu erklären. Hab doch schon einen Kontoauszug bei der Beantragung meines Langzeitvisums eingereicht und finde das alles auch bei allem Verständnis erniedrigend. Was soll der Mist jetzt? Aber alles geht seinen Gang und ich komme zur nächsten Schlange…der Quarantäneschlange…die ist noch länger.&lt;br /&gt;Australien hat strikte Regeln für die Einfuhr von Pflanzen oder Tieren und jede (un)beabsichtigte Einfuhr stellt eine Bedrohung für das sensible ökologische Gleichgewicht des Kontinents dar. Daher bekommt jeder einen Zettel zur Deklaration bedenklichen Materials gereicht und muss jede Menge Angaben machen. Ich gebe an nichts Bedenkliches dabei zu haben. Aber als bei einem Paar ein wenig vor mir in der Schlange der Koffer geöffnet wird fällt mir mein Paar Wanderstiefel ein. Ist mir jetzt auch egal, ich bin zu erledigt um mir gegen vier Uhr morgens Gedanken um balinesischen Dreck an meinen Schuhen zu machen. Auch hier habe ich Glück. Kurz vor fünf falle ich ins Bett des Hostels und schlafe lang.&lt;br /&gt;Beim Frühstück an einer der wenigen großen Straßen in Darwin stelle ich nun mit Freude auch optisch fest, dass ich in Australien bin und endlich stellt sich auch die in der Nacht ausgebliebene Euphorie ein. Es ist um die 28 Grad und die Luft ist trocken, untypisch kühl für das sonst so schwüle Darwin. Auf den Straßen ist für die von mir gewohnten Verhältnisse kein Verkehr. Sieht man mal ein Auto, so ist es meist ein Geländewagen und meine Augen verfolgen ihn bis zur nächsten Ecke. Diese großen Kisten mit Reservekanistern, Sandblechen, Dachzelten, Watschnorcheln, Seilwinden und umgedrehten Aluminiumbooten auf dem Dach sind ein Augenschmaus. Sie machen klar, dass Darwin eine Oase in der Wildnis ist und das es vor allem südlicher viele Ecken gibt bei denen man nicht unvorbereitet aufkreuzen sollte. Ich muss zugeben, ich fahre voll auf dieses Offroad-Zeug ab. In Deutschland erscheint mir ein Geländewagen deplatziert. Aber hier ist ein solches Gefährt nicht Teil dümmlichen Prollgehabes, sondern ein Werkzeug für den harten Einsatz.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ausgebremst&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwei Tage später ist mein Motorrad angekommen. Ich war bereits beim Zoll und habe dort bei der sehr freundlichen Dame am Schalter einen Termin für die Inspektion zusammen mit der gefürchteten australischen Quarantänebehörde gemacht.&lt;br /&gt;Als ich mit einem Hostelmitbewohner gerade am Mindil-Beach unterwegs bin, bekomme ich einen Anruf von Simon. Simon hatte seine Maschine fast zeitgleich in Singapur aufgegeben und sie war mit meiner im selben Container gelandet. Die nette Frau von Perkins in Singapur, der Frachtgesellschaft, hatte dafür gesorgt, dass wir voneinander wussten. Am Vortag hatte ich eine Mail von ihm bekommen, dass er in Perth ist und gedenkt einzufliegen um sein Motorrad in Empfang zu nehmen. Nun ruft er mich also auf meiner brandneuen australischen Handy-Nummer an, um mir zu sagen, dass der Zoll die Maschinen schon am Morgen gesehen hat und ich nur noch den Stempel in meinem Carnet brauche sowie der Termin mit der Quarantänebehörde um eine halbe Stunde vorverlegt wurde.&lt;br /&gt;Im Büro von Perkins am Hafen treffe ich wenig später auf Simon. Seine Geschichte ist auch nicht schlecht. Er ist aus Süddeutschland Ende März diesen Jahres (!) aufgebrochen und wollte einfach nur fahren. Das hat er dann auch gemacht und ist nach 3 Monaten schließlich in down under angekommen. Nun hat er aber nicht mehr viel Zeit, da sein Heimflug von Perth nach Deutschland in weniger als 10 Tagen geht….und Perth 5000 km entfernt ist.&lt;br /&gt;Zusammen mit dem Quarantänebeamten betreten wir eine Lagerhalle und ich sehe meine unbeschädigte Maschine stehen. Freude!!!&lt;br /&gt;Dann beginnt die Inspektion. Der Beamte spanischer Herkunft und italienischen Wurzeln lässt mich und Simon die Sitzbank abnehmen und die gesamten Koffer ausräumen. Mit einer Taschenlampe leuchtet er in alle Ecken des Bikes und lässt sich auch den letzten Ausrüstungsgegenstand erklären und ggf. öffnen. An beiden Maschinen bemängelt er Schmierstoffreste in der Nähe der Kette (Kettenfett) und meint mit wichtiger Miene, dass in diesen alle Arten von Tieren und Pflanzenteilen (inkl. Samen) verborgen sein können. Uns wird erlaubt diese mit einem Hochdruckstrahler zu entfernen. Danach ist er zufrieden und gibt uns grünes Licht. Wir sind beide erleichtert.&lt;br /&gt;Zurück im Perkins-Büro informiert uns Toni (übrigens ein weiblicher Name in Australien, weil mit einem ‚i’ geschrieben) darüber, dass der Zoll unsere Motorräder festgesetzt hat. Sie kennt den Grund nicht. Simon ruft daher im Zoll-Büro an und wird an eine Hotline verwiesen. Mit dieser telefoniert er eine geschlagene halbe Stunde ohne zu erfahren warum die Motorräder festgehalten werden. Es wird nur gesagt, dass die Freigabe bis zu 48 Stunden dauern kann. Diese Zeit hat Simon definitiv nicht und er ist verständlicherweise aufgebracht.&lt;br /&gt;Als ich merke, dass wir gegen Wände laufen und klar wird, dass die Hafenarbeiter die Halle mit unseren Bikes sowieso schon verschlossen haben, rede ich Simon zu, die Sache für heute auf sich beruhen zu lassen. Bei einem Drink besprechen wir das Geschehene und am Abend besuchen wir den Mindil-Market, eine Art Nachtmarkt mit gutem Essen und Live-Musik.&lt;br /&gt;Punkt 8:45 Uhr am nächsten Morgen stehen wir wieder bei Toni auf der Matte. Sie hat keine neuen Nachrichten für uns. Noch immer hat der Zoll die Sperre auf unseren Motorrädern nicht aufgehoben. Wir gehen zum Zollbüro. Die ehemals so freundliche Dame am Schalter ist plötzlich verschlossen wie ein Stockfisch. Nein, sie kann uns keine Angaben machen und weiß auch nicht, wann wir unsere Bikes mitnehmen können. Die Sache liegt nicht in ihrer Hand und wir können nur die Hotline anrufen. Unser Unverständnis ist groß und Simon platzt fasst der Kragen. Er sagt ihr, dass die Hotline meinte, dass wir zu ihr gehen sollen. Was nun?&lt;br /&gt;Sie verschwindet im Büro, kommt zurück und sagt nur, dass die Motorräder bis 11 Uhr frei sein sollten. Wir gehen frühstücken. Schließlich klingelt Simons Telefon gegen kurz nach 10 und Toni verkündet, dass die Maschinen frei sind. Der Zoll führt Stichproben auf Drogenschmuggel durch und unsere Maschinen mussten erst von einem Drogenhund gecheckt werden. Wir schütteln den Kopf. Warum wird das nach der Quarantänekontrolle gemacht? Wir mussten dabei alles öffnen und der Hund hätte überall schnüffeln können. Na ja, auch hier gibt es sinnlose Amtsaktionen.&lt;br /&gt;Simon schwingt sich sofort auf sein Bike und ist weg. Nach 5 Tagen bekomme ich eine SMS, er ist gut angekommen.&lt;br /&gt;Ein Gutes hat das Ganze aber am Ende für mich doch. Ich kann das Motorrad für relativ wenig Geld für die nächsten vier Wochen gleich bei Perkins einlagern und muss keines der viel teureren Angebote annehmen, die ich in der Zwischenzeit von umliegenden Lagerhäusern eingeholt hatte. Damit ist mir eine Last genommen und Helge und Lasse können kommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der lange Besuch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kurz vor vier Uhr am Morgen piept mein Handy. „Sind gelandet und warten in der Quarantäneschlange!“ steht in der Nachricht die ich erhalten habe. Wenig später sind Helge und Lasse endlich da. Ich zeige ihnen auf dem nächtlichen Parkplatz unser Reisevehikel. Es ist ein Campervan in dem wir alle drei schlafen können und hoffentlich gut durch Australien rollen. Nach einer Mütze Schlaf frühstücken wir auf dem Campingplatz und langsam kommen die Beiden richtig an. Nur einen Tag bleiben wir in Darwin, machen einen Bummel durch die Stadt, fahren raus zum Lee Point und spielen am Strand Wurfscheibe und Essen im Sonnenuntergang leckeres Essen auf dem Mindil-Beach-Market.&lt;br /&gt;In den folgenden Tagen fahren wir in den Kakadu Nationalpark und sehen riesige Salzwasserkrokodile, große Laufvögel (Jabirus), kunterbunte Kingfisher und uralte Felszeichnungen der Aboriginies. Mit einem Stopp im Kathrin Gorge Nationalpark fahren wir südlich ins rote Zentrum Australiens. Australien hat relativ wenige historische Sehenswürdigkeiten aber dafür eine Unzahl von Naturwundern die erforscht werden wollen. Und so fahren wir von Alice Springs aus z.T. über eine üble Buckelpiste zum Kings Canyon und passieren dabei die Simson Gap und Stanley Chasm. Der Rundgang um den Ayers Rock und den Olgas ist bei Tagestemperaturen um die 25 Grad recht einfach. In der Nacht kühlt es im Zentrum empfindlich ab. Nur ein paar Grad über Null sind es am Morgen.&lt;br /&gt;Nach einem weiteren grandiosen Sonnenaufgang am Ayers Rock fahren wir zurück nach Alice Springs und treten danach den langen Weg an die Ostküste an.&lt;br /&gt;Für Lasse sind die drei langen Tagesetappen ein wenig langweilig. Er hört zwischendurch Hörspiele, spielt Videospiele oder sieht sich im „Heimkino“ (dem verdunkelten hinteren Bereich) am Nachmittag die Olsenbande an.&lt;br /&gt;Wenn wir auf den Zeltplätzen ankommen, sind wir vor allem im Northern Territory oft die Jüngsten. Klar, es ist grey season (die „graue Jahreszeit“) in der viele Rentner der Südküste dem kühlen Winter entkommen indem sie mit ihren Wohnwagen und Offroadmobilen nach Norden fahren. Leicht kommt man miteinander ins Gespräch und die netten Schwätzchen machen uns viel Freude.&lt;br /&gt;Nach einem einzigen verregneten Tag in Mission Beach fahren wir Richtung Süden an der Küste entlang. Die Vegetation ist nun üppig und Zuckerrohrfelder säumen den Weg.&lt;br /&gt;Im Vorfeld habe ich ein Highlight organisiert: eine Segeltour auf einem ehemaligen Renntrimaran für drei Tage um die Whitsunday Islands. Ich habe diese Tour schon vor acht Jahren gemacht und fand es traumhaft. Und so gehen wir mit zwanzig Anderen an Bord und sind gleich am ersten Tag nass von der aufgewirbelten Gischt. Dann gehen wir Schnorcheln und bewundern die Korallen und bunten Fische. Am Abend tauchen Schildkröten rings um das Boot auf und schnappen nach Luft und nach Sonnenuntergang wird es mit 11 Iren, 2 Engländern, ein paar Koreanern, Österreichern und zwei weiteren deutschen Mädchen nicht langweilig an Bord. Auch am nächsten Tag geht es so weiter und die steht’s gut gelaunte Crew aus drei Leuten sorgt für gute Stimmung und interessante Erlebnisse. Lasse ist schnell bei allen akzeptiert und darf sogar das Boot steuern, ein Engländer gräbt hartnäckig an dem einen deutschen Mädel und die Iren kämpfen ab vier Uhr nachmittags mit den selbst herangeschafften Bierreserven. Mit wirklich jedem an Bord kann man offen reden und alle fühlen sich sichtlich wohl. So soll das sein!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wellen und WELLEN&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Das sind keine Wellen. Da macht es keinen Sinn sich ein Bodyboard auszuleihen. Ich zeige Dir richtige Wellen!“ erkläre ich Lasse noch in Mission Beach. Als wir im Surfer el Dorado Noosa, an der „Sonnenscheinküste“ nördlich von Bisbane, ankommen, leihen wir uns schnell ein paar Bodyboards und zwei Neoprenanzüge aus. Lasse bekommt einen Crashkurs im Bodyboarden von mir und ist doch recht beeindruckt von den wahren Wellen. Schnell hat er aber den Dreh raus und gleitet mit den Brechern an Land. Ich leihe mir am nächsten Morgen doch noch ein Surfboard aus und gebe das Bodyboard an Helge ab. Auch sie hat viel Spaß in den Wellen kommt ein paar Mal in die „Waschmaschine“. Meine Surfkünste halten sich immer noch in Grenzen und ich stehe nur einige Male kurz bevor ich wieder in das 18 Grad kalte Wasser eintauche. Trotzdem macht es Spaß. Am dritten Tag gehen wir gleich am Morgen ins Wasser und frühstücken danach auf einem Parkplatz oberhalb vom Strand in der Sonne. Einfach genial!&lt;br /&gt;Der Besuch des Australia Zoo vervollkommnet unsere Annäherung an australische Tiere und nach einem Rundgang durch Brisbane und ein extrem leckeres thailändisches Abendessen sind tatsächlich fast vier Wochen vergangen. Auf dem Weg zum Flughafen kaufe ich noch einen neuen Vorderreifen und dann verabschiede ich Helge und Lasse. Es war eine großartige Zeit und wir hatten viel Spaß zusammen. Diese Familienurlaubsgeschichte war ja nun auch neu für mich. Aber ich denke es hat ganz gut funktioniert. Generell hat Helge und mir die Geschichte mit dem Campervan gefallen. Man kann sich damit einfach irgendwo hinstellen und schläft darin. Die kleine Küche mit dem Herd, dem Kühlschrank, der Spüle und allen notwenigen Utensilien macht vieles möglich. Und wenn man weiter will, wirft man den Motor an und fährt los.&lt;br /&gt;Ich gebe den Leihwagen zurück und warte endlose 7 Stunden am Flughafen auf meinen Flug zurück nach Darwin. Da es keine Gepäckschließfächer mehr gibt (aus Sicherheitsgründen!!!) bleibt mir nichts anderes übrig. In ein paar Tagen geht es zurück ins Outback. Die Pisten warten auf mich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/HY3rq___GZIz4OBgvv50QQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnCnBAc0I/AAAAAAAAHnk/ffC1QWyb3XU/s400/P1070890.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mucke auf dem Mindil Beach Market&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/KNgi8JeOc_AUtZ8S_WIYFA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnFdGDYBI/AAAAAAAAHno/14RsOyW1zqk/s400/P1070923.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Salzwasserkroko im Kakadu Nationalpark&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/bBmJk3xuEfogGGtYrBnP3A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnHEcFKUI/AAAAAAAAHns/bzpQ9ZkOOsY/s400/P1070972.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Abend wird gekocht und ab und an läuft die Olsenbande&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/vXd9-HXwwlYhn_2Lm2BLqg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnJGdXsmI/AAAAAAAAHnw/h-vJ0jwAuHI/s400/P1070978.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Unser Camper am Three Ways Road House&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/6KCtdNMTLeZ1LaiaV3rqJw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnKmzwQPI/AAAAAAAAHn0/cn6sD54pD6o/s400/P1080031.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;VIP-Behandlung im Fond auf langen Strecken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/zs913IkFqz2Lsu2Xn_1nYg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnM5G9c8I/AAAAAAAAHn4/kdY9U-7yWV0/s400/P1080106.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kings Canyon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/3e32q5Mh-SIqFF9qWY8lbQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnQoVl2FI/AAAAAAAAHoA/0Ky4_vaTE1k/s400/Lasses%20Sprung.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kühner Schlusssprung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Zcz2ojtrpywyCR9JdLU5Fw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnOTk7L1I/AAAAAAAAHn8/jmSFk0BW0WA/s400/P1080209.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Frühstück irgendwo neben dem Barkly Highway&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/jZYD6bBugBZcuUliq9tbyQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnTU0W22I/AAAAAAAAHoI/dj44SgBJGBE/s400/P1080348.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;DAS Boot&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/LUG6bk-qzV2p7QewDwVrow?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnSpBCg4I/AAAAAAAAHoE/8lTCPE0cxJs/s400/P1080309.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und ein Teil der Mannschaft vor der Kulisse mit Whiteheaven Beach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/7puGgvIKMPNh_0X2Ivk0-g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqpRksqXmI/AAAAAAAAHok/TXhfxByRQLw/s400/P1080392.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fantastic Three&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4457591015442205726?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4457591015442205726/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4457591015442205726&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4457591015442205726'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4457591015442205726'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/08/streckenbefahrung.html' title='Streckenbefahrung'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SnqnCnBAc0I/AAAAAAAAHnk/ffC1QWyb3XU/s72-c/P1070890.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-8048656863504013437</id><published>2009-07-08T08:48:00.011+02:00</published><updated>2010-12-12T11:29:45.614+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='24_Malaysia II'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='25_Singapur II'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='26_Indonesien'/><title type='text'>Surfen zwischendurch</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein Drink zu viel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Steven weiß wie man als Hostel-Besitzer eine Verbindung zwischen den Gästen herstellt und fragt daher einfach in alle Zimmer wer gern mit zum Inder essen gehen will. Da bin ich natürlich dabei. Nach dem Essen und einem kleinen Rundgang über den Nachtmarkt in Chinatown geht es in eine Poolbar. Steven bestellt und plötzlich steht ein Eimer mit 5 Flaschen Jazz-Bier da. Was anderes als Bier scheint es hier nicht zu geben. Also muss ich mich bei 4 anderen Jungs wohl anpassen und trinke mit.&lt;br /&gt;Nach dem ersten Bier hält sich mein Entsetzen in Grenzen, als quer durch den Raum eine Ratte rennt. Etliche Billardspiele und 2 Eimer später wird beschlossen in einen Club mit Live-Musik weiter zu ziehen. Ich bin angeheitert aber noch klar genug um zu merken, dass die Fahrt mit dem Auto eines Freundes von Steven total unnötig war, denn 500 Meter schafft man doch schnell zu Fuß. Im Club geht es ordentlich vorwärts , denn eine Band mit weiblicher Sängerin macht Druck. Steven hat schon wieder Bier bestellt. Wo soll das nur enden?&lt;br /&gt;Es wird angestoßen, getanzt und gelacht. Um 2:30 Uhr geht die Musik aus, das Licht an und alle anderen Gäste gehen. Unverständnis macht sich breit bei uns.&lt;br /&gt;Inzwischen habe ich schon ordentlich einen im Tee und wundere mich, dass mein Englisch besser denn je ist. Als wir aus dem Club gehen fällt ein leuchtendes Schild auf der anderen Straßenseite 50 Meter in unsere Richtung auf. Ja da geht doch noch was. Also rein.&lt;br /&gt;Ich setze mich an einem der Tische und sofort sitzt eine junge Asiatin neben mir. Als sie mich fragt, ob ich ein Bier trinken will, verneine ich klar. Ich hab genug. Und so schnell wie sie neben mir saß ist sie wieder weg.&lt;br /&gt;Ein Blick in den dunklen Raum offenbart den Zweck des Etablisments. Auf einer Bühne steht eine Chinesin und singt aus voller Kehle eine chinesische Ballade. In einer Ecke sitzen Männer mit weiteren Damen und verfolgen das Geschehen mehr oder weniger interessiert. Verdammt, ich hasse diese chinesischen Karaoke-Schuppen. Und weil ich nicht der Einzige bin der so denkt, sind wir nach 3 Minuten wieder draußen. Es folgt ein kurzer Weg für ein Nachtmahl beim örtlichen Schotten (McD) und danach ein tiefer Schlaf. Am nächsten Tag wache ich spät auf und lasse es langsam angehen. Im Hostel sitzen wir um den Küchentisch und trinken Kaffee und Tee. Die Stereoanlage spielt Klassiker der 70-er und 80-er. Als ich gegen 13:00 Uhr sicher bin keinen Restalkohol mehr spazieren zu fahren und mich endlich aufraffen kann zu packen, spielen die Eagles „take it easy“ für mich. Eine Erfahrung der anderen Art in Melaka, Malaysia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zurück in Sing&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Nacht in Johor Bahru, der Grenzstadt zu Singapur stehe ich früh auf denn der Tag verspricht lang zu werden. Ich muss zuerst zu Fuß über die Grenze und einige Formalitäten erledigen, bevor ich mit dem Motorrad einreisen kann. Zuerst gilt es die richtige Malaysische Versicherung zu finden, die auch für ausländische Fahrzeuge Versicherungen für Malaysia und Singapur ausstellen kann. Ohne diese Versicherung würde ich in Singapur kein erneutes ICP (international circulation permit – einer Art Basisbetriebserlaubnis und Grundwegezoll) ausgestellt bekommen. Bin ich froh, dass die Versicherung für einen Monat hier nur 10 Euro kostet und nicht wieder 120 Euro für eine Woche, wie in Singapur!&lt;br /&gt;Schließlich fahre ich mit dem Bus und der U-Bahn nach Singapur hinein und bekommen mein ICP und mein Carnet vorgestempelt. Das war einfacher als gedacht und so habe ich sogar noch Zeit um in Singapur zu bummeln.&lt;br /&gt;Gegen 18:30 Uhr bin ich zurück in Johor Bahru, Malaysia, und zwänge mich in der Abstellkammer, in der meine Sachen lagern, in meine Motorradkombi. Der Grenzübertritt dauert am Ende mehr als zwei Stunden, weil ich in Singapur noch meinen Road Pass (eine Art Chipkarte für die Bezahlung der Mautgebühren) erneuern lassen muss. Alle Grenzbeamten sind sehr hilfreich und versuchen mir die Formalitäten so einfach wie möglich zu machen. Gegen 21 Uhr rollt meine BMW über die Straßen Singapurs und ich brauche keine Angst vor dem elektronischen Mautbrücken mehr zu haben, denn sie werden um 20 Uhr alle abgeschaltet. Wäre ich früher gefahren, hätte ich an der Grenze noch ein elektronisches Mautgerät installieren müssen. Darauf hab ich keine Lust, denn es muss Erstens am Motorrad befestigt und Zweitens auch am Ende wieder zurück gebracht werden. Meine Rechnung geht also auf und wenig später wird im Stadtteil Little India in ein Hostel eingecheckt.&lt;br /&gt;Ja und Little India heißt nicht umsonst so. Hier wohnen hauptsächlich Inder und es wird indisch gekocht, gesprochen und gefeiert. Von letzterem überzeuge ich mich in der Bar gegenüber vom Hostel mit dem viel sagendem Namen „Mumbai Underground“. Hier tanzen jeden Abend mindestens drei Damen auf einer Bühne im bauchfreien Sari gekonnt zu elektronischer Hindi-Musik und die indischen Männer darum und darauf sind derart ekstatisch, dass man einen Lachkrampf bekommt und nach 5 Minuten an die frische Luft muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Stress von 10 bis 12 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nebenbei ist natürlich die Verschiffung des Bikes nach Australien zu organisieren. Dazu nutze ich mal wieder geschickt die Abschaltung des elektronischen Mautsystems zwischen 10 und 12 Uhr morgens und rase zu einer Tankstelle und wasche und poliere die Maschine zusammen mit drei anderen Tankstellenangestellten für eine Stunde. Das ist nötig, denn absolute Freiheit von allen Pflanzen und Tierteilen ist eine Anforderung der australischen Quarantänebehörde für die Einfuhr von Fahrzeugen. Andernfalls machen die sauber und das kostet dann entsprechend.&lt;br /&gt;Der Papierkram gestaltet sich dank weitgehender Erfahrung der Frachtgesellschaft Perkins mit Fahrzeugverschiffungen relativ einfach und so fahre ich am 26.06. das Bike in besagter Mautabschaltzeit zum Hafen Jurong (Singapur hat übrigens sechs Häfen). Dort wartet um 12:45 Uhr ein Fahrzeugtransporter auf mich, der das Motorrad in den Hafen fahren soll. Das ist nötig, da Motorräder auf dem Hafengelände nicht fahren dürfen.&lt;br /&gt;Der Transporter hat eine im 30 Grad Winkel aufsetzbare Ladefläche. Ich fahre das Bike vorsichtig auf der rechten Seite hoch bis der Hinterrad vom Asphalt ist. Das ist heikel, denn wenn das Bike jetzt nach rechts kippt, ist da 1,5 Meter nichts und ich mache ordentlich den Affen. Aber es geht alles gut, das Carnet wird gestempelt und wir fahren hinein in den Hafen. Dann wieder vorsichtig in einer der riesigen leeren Frachthallen abladen. Der Transport nach Australien ist einfacher als der von Indien nach Singapur war. Keine Kiste muss gebaut werden. Das Motorrad wird einfach vom Frachtunternehmen in einen Seecontainer geschoben, befestigt und fertig. „Roll on, roll off“ nennt sich das im Fachjargon. Und als ich im Büro mit den indisch-stämmigen Malayen über mein &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ganesha"&gt;Ganesha&lt;/a&gt;-T-Shirt, wird mir auch die Neuigkeit über den Tod des King of Pop, Michael Jackson, verkündet. Tja, Elvis, Steve McQueen, Bob Marley, Freddy Mercury, Michael Jackson…wir müssen alle sterben.&lt;br /&gt;Ich werde noch von einem netten Mitarbeiter des Transportunternehmens bis ins Büro von Perkins mitgenommen und auch dort, während der Bezahlung, bemüht man sich mich schnell abzufertigen, denn ich habe es eilig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;eat, sleep, surf&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zehn Tage in Singapur oder in Darwin auf den Transport des Bikes zu warten ist Zeitverschwendung. Ich kenne beide Städte und bin nach Bangkok, Kuala Lumpur, Singapur etc. auch ein wenig Städtemüde. Also was machen?&lt;br /&gt;Der Finger auf der Karte verrät, dass zwischen Singapur und Australien Indonesien liegt. Und was kann man auf der Insel Bali sehr gut machen, was ich schon immer ausprobieren wollte? Surfen!!!&lt;br /&gt;David, ein ehem. Kollege aus Leipzig und erfahrener Surfer, empfiehlt das Kima-Surfcamp auf Bali. Ich buche eine Platz und die Flüge nach Bali und dann nach Darwin und los geht’s.&lt;br /&gt;Am gleich Tag an dem ich mein Motorrad aufgebe lande ich also auf Bali, werde von Mike, einem Surfguide abgeholt und ins Camp nach Seminyak, 3 km nördlich der Touri-Falle Kuta, gebracht. Jetzt bin ich auf der südlichen Hemisphäre.&lt;br /&gt;Gleich am nächsten Tag geht es mit der Surfschule los. In fünf Tagen „Grundausbildung“ in der Ripcurl School of Surf lerne ich alle grundlegenden Techniken des Surfens und schlucke jede Menge Salzwasser. Dazwischen verschlinge ich riesige Mahlzeiten und versuche mich mit ein paar anderen Surfern am Hausstrand in den Wellen.&lt;br /&gt;Die Tage eines Surfers beginnen meist früh mit einer Surf-Session vor dem Frühstück. Dazu trägt man sich am Abend vorher in eine Gruppe für einen Surf-Spot ein und wird dann mit dem Campeigenen Fahrzeugen hingebracht. Bei den Spots variieren natürlich Schwierigkeitsgrade und Wellenverhältnisse (swell) von Tag zu Tag. Die zweite Session ist dann am Nachmittag und dazwischen wird mehr oder weniger gegessen und geruht. Eat, sleep, surf (essen, schlafen, surfen) ist das Motto.&lt;br /&gt;Dazwischen stürze ich mich ein paar Mal ins verrückte Nachtleben Kutas. Die Bar- und Diskoszene ist, sagen wir mal, vielfältig. Im Sky Garden wird ab 23 Uhr bei lauter Hip-Hop-Touri-Mucke Vodka von jungen Damen auf dem Tresen direkt aus der Flasche in die Münder geschenkt und im Hintergrund exibitionieren sich die am Tag verstrahlten Freiwilligen endgültig auf einer Tanzbühne vor allen anderen.&lt;br /&gt;In den 10 Tagen steigt dank jeder Menge Surftrainings, Essen und Waschgängen in den Wellen mein Fitnessgrad an. Leider reicht es nicht um mit den Paddelleistungen erfahrener Surfer mitzuhalten. Und wenn ich sehe, wie Mädels die 10 Jahre jünger sind als ich 20 Mal die fast 2 Meter Wellen überwinden und rauspaddeln und ich nach dem 5-ten Mal atemlos treibe, fühle ich mich alt. Die reine Oberkörperbelastung beim paddeln bin ich vom Motorradfahren nicht gewöhnt. Hier mache ich viel mit den Beinen und mit guter Technik ist beim Straßenfahren selten großer Krafteinsatz notwendig. Beim Offroadfahren ist Ganzkörpereinsatz gefragt. So viel zu meiner Entlastung.&lt;br /&gt;Die letzten drei Tage miete ich mir einen Scooter und erkunde die Insel auf eigene Faust. Der Süden ist leider recht verbaut und wird von hartnäckigem Verkehr geplagt. Im Norden ist es schöner und natürlicher. Hier gibt es Reisfelder, heiße Quellen und Vulkane. Bali ist, im Gegensatz zum Rest Indonesiens, hinduistisch geprägt. Und so gibt es genau wie in Indien jede Menge Tempel zur Huldigung der Götter. Der Hinduismus deckt viele Bereiche des täglichen Lebens ab, vom morgendlichen Aufstellen kleiner Opfergaben an den Türschwellen zum Abwenden böser Geister bis hin zu prächtigen Prozessionen auf der Straße.&lt;br /&gt;Nach einem Tag in Ubud mit ein paar lieben Freunden von Helge die hier Urlaub machen, habe ich am letzten Morgen Glück. Die grünen Wellen laufen am Sandstrand in der Nähe des Camps fast bis ans Ufer und Brechen langsam. Ideale Verhältnisse für Anfänger. Ich schnappe mir ein Dutzend Wellen und reite sie mehr oder weniger gekonnt auf dem geliehen 7,6 Malibu-Board ab. Was für ein Geschenk zum Schluss von Neptun!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;2 von 3&lt;/span&gt; &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;... Stolz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach mehr als 9 Monaten verlasse ich Asien. Ich habe diesen riesigen Kontinent von der Meerenge der Dardanellen in der Türkei bis nach Bali in Indonesien durchkreuzt.&lt;br /&gt;„Vielfalt“ ist das Wort das mir bei Asien sofort einfällt. Es gibt so viele verschiedene Formen des Lebens der Menschen hier, von den Nomaden in der Wüste Syriens über die Tuk-Tuk Fahrer in Indien bis hin zu den Börsenmaklern in Singapur.&lt;br /&gt;Der zweite von drei Kontinenten ist durchquert. Wenn ich mir die Bilder anschaue kann ich es kaum selber glauben und ich bin ein wenig wehmütig Asien nun zu verlassen.&lt;br /&gt;Aber es gilt noch einen großen Schritt zu tun … Australien.&lt;br /&gt;Die wirkliche Ziellinie meiner Reise „vom Nordkap nach Down Under“ habe ich mir auf die Harbour Bridge in Sydney gelegt. Ich werde, nachdem mich Helge und Lasse einen Monat besucht haben, zunächst von Darwin aus auf dem Carpentaria Highway Richtung Osten fahren bevor ich Cape York in Angriff nehme. Danach geht es relativ schnell entlang der Ostküste nach Sydney. Genau wie die Küste Norwegens vor dem Nordkap, meinem Startpunkt, wird alles nach Sydney eine Art Abklingen sein.&lt;br /&gt;Von dort aus geht es quer durch New South Wales und Südaustralien zurück ins rote Zentrum und zum Ayers Rock und von dort aus über die Tanami Road in die Kimberleys, im Nordwesten. Perth bildet den Endpunkt meiner Reise. Von dort fliege ich Ende November nach Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/YXDR7F93-Z7JX0It2RW4zg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAd1Uin0I/AAAAAAAAHbY/Opz7FYuWSZk/s400/IMG_9896.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In Action...ohne Helm erst nach der Schule&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/u28SH5obmQA1Jn0fjakHgA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAgBAwKPI/AAAAAAAAHbc/Gcz8FK9_Q0o/s400/P1070814.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Guter swell am "old man"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/OTXJ1sBkeOdTwwvJWg00ZQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAZO6M7RI/AAAAAAAAHbQ/FSpG4W10I3E/s400/P1070876.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leben im Surfcamp...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/ND8WOB1nW3fqFKEZiRh10Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAilMyocI/AAAAAAAAHbg/JobxA6qChNs/s400/P1070857.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...echt die Hölle&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/9NP5PSlB5Fz-pFgt2dEZDA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAT3_vuZI/AAAAAAAAHbM/ANceb-E2Vw4/s400/P1070874.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und das kommt davon...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/0rXh44CwTGwFi2kpDmhaTg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAcsTBKOI/AAAAAAAAHbU/I5UAhVa_Q6g/s400/P1070878.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Individueller Board-Transport&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/SR9nUNoiv1fKzqy4Lf13cQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAQd9VYVI/AAAAAAAAHbI/DVgF3BpVkfk/s400/P1070849.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Reisfelder auf Bali&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Dwsd7OhPmBJ6UqW3imDwsQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAL_rP2oI/AAAAAAAAHbE/RdpJcvuTRmk/s400/P1070829.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Besakih-Tempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/8MY9iICaQe44NoxPrskE3Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAIXJDzYI/AAAAAAAAHbA/tnPWkgK_Av0/s400/P1070818.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zeremonieller Umzug in Semarapura&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-8048656863504013437?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/8048656863504013437/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=8048656863504013437&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/8048656863504013437'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/8048656863504013437'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/07/surfen-zwischendurch.html' title='Surfen zwischendurch'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SlRAd1Uin0I/AAAAAAAAHbY/Opz7FYuWSZk/s72-c/IMG_9896.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-3188952346250310392</id><published>2009-06-20T12:29:00.006+02:00</published><updated>2010-12-12T11:27:12.991+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='23_Thailand II'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='24_Malaysia II'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='22_Kambodscha'/><title type='text'>Wenn Seeschlangen auftauchen und Bolzen brechen</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Inseln und Meer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im überqueren vom Grenzen bin ich ja mittlerweile Profi. Und so regt es mich auch nicht auf, dass der Zoll auf der kambodschanischen Seite gerade zwei Stunden Mittagspause einlegt, als ich aufkreuze und mein Carnet ausstempeln lassen will. Also in die nächste Suppenküche gesetzt und gewartet. Als ich zurück komme läuft einer der Zollbeamten gerade nur mit dem Handtuch bekleidet über den Gang und nimmt mich gleich mit ins Dienstzimmer. Er entschuldigt sich und meint nur, hätte er gewusst, dass ich warte, hätte er seine Mittagspause gern unterbrochen. Ist nun auch egal.&lt;br /&gt;Auf der thailändischen Seite geht es schneller und nach 3 Stunden bin ich endlich wieder unterwegs nach Bangkok. Das übliche Verkehrschaos hier (Bangkok erstickt im Verkehr) kostet mich weitere zwei Stunden. Zwei Mal werde ich von der Polizei angehalten und mir wird erklärt, dass ich mit dem Motorrad nicht die Hochstraßen benutzen darf. Alle anderen Mopedfahrer bekommen ein Ticket aber ich sage auch beim zweiten Mal, dass ich von dieser Regelung nichts wusste und ja schließlich auch kein Schild da steht. Am Ende ist mein Lieblingshostel voll und ich muss auch noch ein anderes Hostel suchen.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag habe ich eine Voranmeldung bei BMW zum Service. Es muss einiges gemacht werden. Den ganze Nachmittag und bis in den frühen Abend schraube ich zusammen mit den Mechanikern um die Kette samt Ritzel und Kettenrad, das Öl samt Filter, die Zündkerze und den Hinterreifen zu wechseln und am Ende noch den Luftfilter zu reinigen. Am Abend geht an den beiden Tagen dann nicht viel.&lt;br /&gt;Auf dem Weg Richtung Süden übernachte ich einmal in Chumphon und ziehe am nächsten Tag bis Ao Nang in der Nähe von Krabi, an der Westküste, durch. Ich komme in einem Bungalow unter und finde das Meer und die vorgelagerten Inseln traumhaft.&lt;br /&gt;Da ich bisher von den so viel gelobten Inseln Thailands nichts mitbekommen habe beschließe ich Koh Lanta einen Besuch abzustatten. Der Vorteil ist hier, dass man auch mit dem Motorrad übersetzen kann. Und tatsächlich finde ich mich nach zwei kurzen Fährfahrten auf Koh Lanta wieder. Und nahezu beängstigend ruhig ist es hier! Gnadenlos wird der Preis für einen der Bungalows runtergehandelt und dann genieße ich die Ruhe in der Anlage…ich bin der einzige Gast.&lt;br /&gt;Da gerade keine Saison ist, ist Koh Lanta wie ausgestorben und einen Veranstalter zu finden, der morgen auf eine Tauch- und Schnorcheltour raus fährt ist aufwendig. Aber tatsächlich werde ich am nächsten Morgen um 07:15 abgeholt und bekomme auf dem Boot erst mal Frühstück. Die Truppe von Tauchern und Schnorchlern ist bunt gemischt. Da ist das australische Pärchen, dass nur 10 Tage Urlaub hat, ein junger schwedischer Koch, der hier in einer Muay Thai Schule kämpft, die Gruppe Deutsche, die mit keinem anderen spricht und ein junger Broker aus Hong Kong mit blauen Haaren, der in Kansas geboren ist, thailändische Wurzeln hat und gerade die Folgen der Finanzkrise „aussitzt“. Da ist die zweistündige Fahrt hinaus in eine vorgelagerte Lagune recht kurz und unterhaltsam.&lt;br /&gt;Und als ich ins Wasser springe wird mir wieder klar, was für eine andere Welt da wartet. Die Vielfalt der bunten Fische und Korallen ist unbeschreiblich. Und selbst eine der selteneren Seeschlangen sehe ich. Sie ist ca. 50 cm lang und schwarz-weiss-gestreift. Am Meeresboden unter mir sucht sie zuerst nach Nahrung und kommt plötzlich die ca. 4 Meter herauf und hat einen kurzen Blick auf den jungen Schweden, der sie gar nicht bemerkt, weil sie hinter ihm ist. Dann kehrt sie zurück auf den Grund.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Per Zunge zurück nach Indien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem weiteren Stop in Songkhla, wo ich schon einmal war, bin ich zurück in Malaysia.&lt;br /&gt;Wenn man in Malaysia einfährt hat man das Gefühl man würde von Hamburg ins Schwabenland kommen. Alles so sauber und geordnet, so brav und gesittet. Auf den ersten Blick langweilig!&lt;br /&gt;Die Insel Pulau Penang ist da zumindest wegen des Mixes aus malayischen, chinesischen und indischen Einflüssen interessant. Und als ich am Abend in einem indischen Restaurant sitze, bin ich zurück in Indien. Alles passt, die gefliesten Wände, die schlurfenden Kellner, die Blechtrinkgefäße, das leckere Essen und die Lassis. Am nächsten Abend gibt es eine Monsterhünchenbrust im Knuspermantel in Erdbeermarksauce beim Chinesen. Also kurz, Georgetown auf Pulau Penang…sehr lecker.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ankommen ist alles&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg in die Cameron Highlands klappert irgendwas am Bike. Ich halte an und schaue mir das Bike genau an. Dann bemerke ich, dass einer unteren Bolzen die das Rahmenheck am Hauptrahmen befestigen gebrochen ist. Der Bolzen ist nicht ganz unwichtig, denn er hält einen Teil der Last die durch mich, den Haupttank, die zwei Koffer und meine Gepäckrolle aufgebracht werden. Ich entscheide, dass die Weiterfahrt, bei vorsichtiger Fahrweise ok ist. Leider verleitet mir diese Panne ein wenig die wunderbare Landschaft mit dem Urwald, den Teefeldern und den herrlichen Kurven zu genießen. Und so geht es am nächsten Tag in Kuala Lumpur als erstes zu BMW. Der Meister macht mit mir einen Termin für den nächsten Tag aus und bestellt eine Spezialfirma ein, die mit Spezialgerät den Bolzenrest aus dem Rahmen bohren soll.&lt;br /&gt;Als ich dann da so sitze, im Ledersessel, Orangensaft schlürfend, die letzten Spiele des Federation Cups auf dem Flat-Screen beobachtend, alles in klimatisierter Umgebung, bin ich doch irgendwie froh BMW-Kunde zu sein. Aber nach zwei Stunden wird’s langweilig und ich frage mich, was die Jungs machen. Ein Blick in die Werkstatt offenbart, dass die Spezialfirma nicht gekommen ist und der Bolzenrest mittels einer geeigneten Zange gerade entfernt wird. Soweit so gut. Nach einiger Zeit, sind neue, härtere Stahlbolzen für mich gefunden und eingebaut. Und als der Auspuff wieder dran ist, schaue ich von hinten und sehe, dass da was schief ist. Das letzte Drittel des Rahmenhecks ist verzogen. Da helfen auch recht brachiale Richtversuche nicht viel. Wahrscheinlich war der Bolzen schon länger gebrochen und die Last der Fuhre hat irgendwann dazu geführt, dass die Seite mit dem gebrochenen Bolzen nachgegeben hat. Gut, das sieht also ein wenig schief aus, ist aber sicherheitsunbedenklich. Vor ein paar Jahren hätte mich das fertig gemacht. Auf der Jagd nach Style-Points bin ich aber schon lange nicht mehr. Die Erfahrung der Reise und das Ankommen zählen mehr. Zu Hause kann ich das Rahmenheck zum Richten bringen oder an einem Tag ein Neues einbauen.&lt;br /&gt;Am Ende sagt der Chef bei BMW, dass dieser Service für mich kostenlos sei und BMW Malaysia damit meine Reise unterstützt. Da bin ich natürlich wirklich dankbar, denn die Jungs haben bestimmt 4 Stunden geschraubt. Vielen Dank nochmal an Gerry, Jefrey, Nick und Elias!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tage wie nicht jeder andere&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Tag habe ich Geburtstag. Es wird ein schöner Tag gefüllt mit einem Stadtrundgang angefangen bei den Petronas Towers bis hinauf auf den Fernsehturm, leckerem Essen und einem Kinobesuch. Auch mehrere Telefonate und die vielen Glückwünsche per Mail, sowie die netten Leutchen im Hostel geben mir das Gefühl an diesem Tag nicht allein zu sein.&lt;br /&gt;Am 21.06.2009 schließlich bin ich, mit einer Unterbrechung von einem Monat, ein Jahr unterwegs. Wenn ich an den Tag der Abreise denke, habe ich das Gefühl ein dummer Junge gewesen zu sein. Ich hatte ja keine Ahnung was vor mir lag und bin einfach Richtung Rostock gefahren. Aber&lt;br /&gt;immerhin hatte ich die Kraft überhaupt loszufahren.&lt;br /&gt;Für Viele war meine Abwesenheit in dieser Zeit auch nicht einfach, für meine Familie, meine Freunde und vor allem für Helge. Aber das Ziel ist näher gerückt, viel näher…und ein Ende absehbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/GVR_nOWaVlBLU4Iyo_majQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9CeuVhyI/AAAAAAAAG9E/URAbhjUPVlc/s400/P1070728.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...allein zu Haus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/CGa99NOXSVsonksdwnM-MQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9BBPLkjI/AAAAAAAAG9A/-_7z4UdAwQQ/s400/P1070721.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lagune südlich von Koh Lanta&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/T7K8r_wejrOeSeKXv91sfQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9DxLr7nI/AAAAAAAAG9I/fetZsTbUKJU/s400/P1070735.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lass es ruhig angehen!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/pOJqT7mkTLTpbWjWZYwmgg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9GR3pKSI/AAAAAAAAG9M/dF4m6rryMzo/s400/P1070741.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Teefelder in den Cameron Highlands&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/F7MuOIk9s7IzPFQEonS5Hg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9QTvMm0I/AAAAAAAAG9k/eZiWHPrQmcw/s400/P1070744.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Haken&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/j4Vv4eFO6flIvdU71dlFGQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9LKiv6jI/AAAAAAAAG9Y/ZfoaFdMmG_g/s400/P1070777.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Fernsehturm in Kuala Lumpur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/6Ui8K1Wqt9CcoWhsmHaxAA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9IdT8I6I/AAAAAAAAG9Q/RtCpWr3jzxM/s400/P1070758.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Petronas Towers&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/w49KuQ-8Ay8lFGBza_B7_Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9J6YIYrI/AAAAAAAAG9U/kcGvTgLWvug/s400/P1070771.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und jede Menge Einkaufszentren rings herum...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/MbMao8HJfO_G4u4JRoXGzA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9OilJKJI/AAAAAAAAG9g/igwSimmSxJo/s400/P1070780.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Konsum ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/OOXE7b4Y01LLgvp3N7G-OQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9MrePLzI/AAAAAAAAG9c/sUn0XzvX7rY/s400/P1070779.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;... und eine Achterbahn im Einkaufszentrum&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-3188952346250310392?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/3188952346250310392/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=3188952346250310392&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3188952346250310392'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3188952346250310392'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/06/wenn-seeschlangen-auftauchen-und-bolzen.html' title='Wenn Seeschlangen auftauchen und Bolzen brechen'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sjy9CeuVhyI/AAAAAAAAG9E/URAbhjUPVlc/s72-c/P1070728.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4591881942930646774</id><published>2009-06-03T16:56:00.005+02:00</published><updated>2010-12-12T11:25:50.294+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='22_Kambodscha'/><title type='text'>Schmerz, Dollar und Hoffnung</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dollar-Land&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der laotischen Seite der Grenze sitzt ein Typ am Schreibtisch der Aussieht, als hätte er schon Maos Revolution begleitet. Genau die original Mütze mit rotem Stern, die leichte, einfache Jacke mit den aufgesetzten Taschen. Zum Glück wird er durch einen jüngeren Kollegen, frisch aus der Hängematte, abgelöst.&lt;br /&gt;Auf der kambodschanischen Seite habe ich von Schwierigkeiten gehört. Für ein Visum bezahle ich 21 Dollar, wie auf dem selbst gemahlten Schild geschrieben steht. OK, in meinem Reiseführer steht 20 Dollar aber da bin ich mal großzügig.&lt;br /&gt;Der Herr beim Zoll schaut argwöhnisch auf mein Carnet de Passage. Er hat es offensichtlich schon mal gesehen. Ich bringe meine „alles ganz einfach…nur hier und hier stempeln und unterzeichnen“-Nummer. Aber er ist clever und dreht den Carnet-Bock um und zeigt mir, dass Kambodscha dort nicht verzeichnet ist. „Ja aber Laos steht auch nicht da und die haben es akzeptiert!“. Das nimmt ihm den Wind aus den Segeln und er setzt nur noch mal einen halbherzigen 5-Dollar-Versuch auf das kambodschanische Papier an. Schließlich lenkt er ein und stempelt ab.&lt;br /&gt;Kratie liegt ebenfalls am Meekong und ist eine gute Raststation auf dem Weg nach Phnom Penh. Schon bei der Suche nach einem Gästehaus sehe ich, dass es hier anders aussieht als in Laos. Die Straßen sind in schlechtem Zustand, es gibt viel mehr Fahrradfahrer und Fußgänger und viel weniger Autos und Motorroller.&lt;br /&gt;Der Dollar ist hier eine feste Zweitwährung. Dem kambodschanischen Riel scheint nicht viel Vertrauen entgegen gebracht zu werden. Eigenartig ist, dass ich von meinen Dollar-Reserven auf der Bank zum Kurs von 1:4780 (USD:CRI) tauschen kann aber auf der Straße der Kurs 1:4000 als Maß der Dinge gilt. Gut für mich…&lt;br /&gt;Der Markt erinnert mich an Indien. Er ist recht dreckig und der einsetzende Monsoon und die damit verbundenen Wasser- und Schlammmassen machen es nicht besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein tiefer Schmerz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleich zu Beginn spüre ich, dass auch bei den Menschen hier etwas anders ist. Sie sehen erst einmal anders aus, sind zumeist dunkler von Hauttyp und haben weniger mandelförmige Augen. Sie sind freundlich aber nicht ganz so offen wie in Thailand oder Laos. Ganz sicher hat es mit dem Genozid hier vor 30 Jahren zu tun.&lt;br /&gt;In Phnom Penh wird beim Besuch der Killing Fields und des Tuol Sleng Museums vieles klar. Die roten Khmer waren 1975 an die Macht gekommen und hatten eigentlich ab 1976 nur noch damit zu tun angebliche Agenten in den eigenen Reihen zu identifizieren, zu verhören und zu foltern und anschließend zu exekutieren. Tuol Sleng war das Zentrum für Inhaftierung und Verhöre in Phnom Penh. Es ist eine ehem. Schule bestehend aus 4 Gebäuden, einem Hof und einer Mauer mit viel Stacheldraht darauf. Mitten in Phnom Penh wurden hier bis zu 3500 vermeintliche Agenten gehalten wie Tiere. Wenn auch nach Folter durch Elektroschocks, brechen von Knochen etc. nichts mehr aus Ihnen heraus zu holen war, wurden sie nach Choeung Ek (15 km außerhalb von Phnom Penh) gebracht und dort auf den Killing Fields auf brutalste Weise, meist mit Schwertern oder Spaten, umgebracht. Kugeln zu sparen galt als wichtig. Heute sieht man dort die Gebeine der Opfer in einer gläsernen Stupa ausgestellt. Insgesamt sind ca. eine halbe Millionen Menschen dem Regime Pol Pots zum Opfer gefallen. Er selbst lebte noch lange Zeit ungesühnt in Thailand. Die Verarbeitung hat hier schon lange begonnen aber wie im Buch „The killing fields“ von Christopher Hudson richtig bemerkt wird, verließ das Grauen die Gesichter der Kambodschaner schnell aber es ging nach innen und bleibt dort eine lange Zeit.&lt;br /&gt;Der Königspalast und das Nationalmuseum bringen mich da schon auf andere Gedanken. Zu einigem Herzklopfen verhelfen mir gelegentliche Fahrten auf den hier üblichen Motorrad-Taxis. Die Fahrer biegen locker mal in den Gegenverkehr ab, überholen auf der falschen Seite, Wenden ohne Vorankündigung und tun überhaupt alles, was ich nie tun würde. Und irgendwie legt sich nie einer!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hier geht was!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Tag gönne ich mir etwas Sonne am Strand in Sihanoukville, 200 km südwestlich von Phnom Penh. Und wie ich so in mein Buch versunken auf einer der Liege sitze werde ich von einem Mädchen gefragt, ob ich ein Armband kaufen möchte. Heng ist 16 und sieht aus wie 12. Sie ist eines der vielen Kinder, die hier am Strand Kleinigkeiten verkaufen, um die Familienkasse aufzubessern. „Nur einen Dollar. Du kannst es auch für Dein Buch als Lesezeichen nehmen oder für jemanden zu Hause.“. Sie spricht gutes Englisch und bleibt hartnäckig aber immer freundlich und lustig. Als sie nach einer Runde zurückkommt, lasse ich mich schließlich erweichen und lasse von ihr ein Lesezeichen knüpfen. Dabei erfahre ich, dass sie in der neunten Klasse der Khmer-Schule ist (staatliche kambodschanische Schule). Da geht sie Montag bis Freitags von 7 bis 13 Uhr hin. Und am Nachmittag geht sie dann noch zum Englisch-Unterricht. Der ist allerdings nicht kostenlos. „Und nach einem Jahr Englischunterricht sprichst Du schon so gut!?“ frage ich. „Ja danke, ich spreche ja auch viel mit den Touristen und übe dabei“. Auf meine Frage wie es bei ihr weiter geht antwortet sie, dass sie noch bis in die zwölfte Klasse in die Schule geht und dann gern studieren würde. Lehrerin will sie werden. „Das ist ein guter Plan. Denkst Du, dass Deine Eltern genug Geld haben um Dich studieren zu lassen?“. „Wahrscheinlich nicht…“ meint Heng. Aber sie könne immer noch im Tourismusbereich arbeiten.&lt;br /&gt;Sie verspricht mir in die Hand weiter zur Schule zu gehen und fleißig zu lernen und aus einem Dollar werden zwei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tausche Helm gegen Indiana Jones-Schlapphut&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kehre zurück nach Phnom Penh, nachdem mir der Weg westlich der Kardamomberge zu lang erschien und schlafe noch eine Nacht dort, bevor es weiter geht nach Nordwesten. Siem Reap und das weltberühmte Angkor Wat ist das Ziel.&lt;br /&gt;Zwei Tage gebe ich mir für die Besichtigung der früheren Hauptstädte des Khmer-Reiches, die erst Anfang des 20.-Jhd. wiederentdeckt und ausgegraben wurde. Jede Zeit hat dabei einen anderen Bereich eingenommen und so entstanden viele große Tempelanlagen und Gebäude.&lt;br /&gt;Am ersten Tag nehme ich mir die Tempel rund um das zentrale Angkor Wat vor. Die Gesichter auf den steinernen Türmen von Bayon sind noch heute auf jeder Straße in Kambodscha zu sehen. Die Khmer-Gesichtszüge sind einfach perfekt getroffen. Tha Prohm wurde als Filmkullisse für Tomb Raider weltberühmt und ist einfach grandios.&lt;br /&gt;Im nördlich von Angkor Wat gelegenen Preah Kahn beginnt einer der Beamten der örtlichen Touristenpolizei mir in gutem Englisch an den Tempel zu erklären. Er ist sehr freundlich und weiß wirklich viel. Im Inneren werde ich unweigerlich an die Tempel Südindiens erinnert. Da sind diese vielen Gänge und Kammern, die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Linga"&gt;Lingams&lt;/a&gt; und Wandgravuren. Tatsächlich prallte hier Hinduismus und Buddhismus aufeinander. Der König der diesen Tempel erbauen ließ, konvertierte angeblich zum Buddhismus. Er war aber gleichzeitig so offen und überließ seinem Volk die freie Entscheidung, welche Religion für jeden die Richtige sei. Und so gibt es sowohl Buddhas als auch Brahmanen als Wandreliefe zu bewundern. Später wurde allerdings der Buddhismus zurück gedrängt und der Hinduismus gewann wieder die Oberhand, wenn auch nur vorübergehend.&lt;br /&gt;Ich finde es schon faszinierend, dass es hier eine Stufe der menschlichen Entwicklung gab, in der nur ein Schritt zwischen Polytheismus (Hinduismus mit tausenden von Göttern) und einer Religion ohne Gottesbild (Buddhismus mit dem Menschen und der persönlichen Vervollkommnung im Zentrum) lag. Das ist doch etwas sehr Gegensätzliches, das schwer vereinbar scheint.&lt;br /&gt;Angkor Wat schließlich ist einfach nur von der schieren Größe her beeindruckend. Es ist recht gut erhalten bzw. wieder hergestellt und hat riesige Wandreliefe zu bieten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun beginnt mein Weg zurück nach Singapur. Einen Termin und einen Platz auf einem Frachter nach Darwin für mein Bike habe ich schon. In Bangkok steht noch ein kleiner Service bei BMW an wenn es irgendwie geht nehme ich noch so viel wie möglich von der Westküste Thailands und Malaysias mit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/NsgZTMrImRUY302qTcZAbQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLWOG6XoI/AAAAAAAAGyk/cdnQCBedDdo/s400/P1070441.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gebeine der Getöteten auf den Killing Fields&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Lqvkzled6xmTQj7XW-7Pmg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLiUt_TUI/AAAAAAAAGyo/oPoAuw7GQ10/s400/P1070446.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ehemalige Zelle im Tuol Sleng Gefängnis&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/aNjP10l_0iO38XOh9cA5Lg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLnWDOoHI/AAAAAAAAGys/jHCHZolZ3fg/s400/P1070458.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Königspalast in Phnom Penh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ffcJ9Php53R-cbesJX_iRw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLqftgCUI/AAAAAAAAGyw/ltbgWy4CHbk/s400/P1070468.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Könnte ich stundenlang lauschen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/UMfWN10ojYTqGJoOwb2Tqg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLxHnincI/AAAAAAAAGy4/SnCaEX48Y_Q/s400/P1070482.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schirm gehört zum gepflegten Mönch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/r_ymqDIJXglNQmoY_Pk3Mg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaL1M9e0aI/AAAAAAAAGzA/vWCmkKWYaL8/s400/P1070504.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bayon Faces&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/z_-bPG8Vhkti3sbMTla66Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaL3fqtS3I/AAAAAAAAGzE/BWfSjif9fWc/s400/P1070584.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Spaß im Monsoonregen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/YG2xi4PWDHdCJJOubcaSNw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaL62l3dkI/AAAAAAAAGzI/IBH-Ktd0N3w/s400/P1070604.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja, leg ruhig die eine Wurzel auf meine Schulter...oder besser doch nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/rS6uPVkRSOQyB0qE50ImQw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaL-nuaJAI/AAAAAAAAGzM/eOfLEFoHKZg/s400/P1070599.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Indi is somewhere around...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4591881942930646774?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4591881942930646774/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4591881942930646774&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4591881942930646774'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4591881942930646774'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/06/fur-eine-hand-voll-dollar.html' title='Schmerz, Dollar und Hoffnung'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SiaLWOG6XoI/AAAAAAAAGyk/cdnQCBedDdo/s72-c/P1070441.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2567181883202238613</id><published>2009-05-27T08:49:00.004+02:00</published><updated>2010-12-12T11:25:23.769+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='21_Laos'/><title type='text'>Indochina</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dem großen Drachen nahe&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem kurzen Besuch am Goldenen Dreieck, wechsle ich schließlich auf einer klapprigen Fähre die Seite des Meekong und bin in Laos.&lt;br /&gt;Die als unasphaltiert vermutete Piste stellt sich als erstklassige Straße heraus. Ist wohl erst vor kurzem fertig gestellt worden. Da ist dann auch die Strecke Richtung Nordosten nach Luang Nam Tah kein Problem.&lt;br /&gt;Der Norden von Laos ist bergig, hügelig und grün. Kleine Dörfer mit ihren typischen Stelzenhäusern säumen den Straßenrand. Leider haben chinesische Holzunternehmen billige Konzessionen hier bekommen und beträchtliche Rodungen vorgenommen. An manchen Stellen stehen nur noch die kahlen Hügel da. Kein Wunder das die Straßen da so gut sind. Das Holz muss ja schließlich nach China gebracht werden.&lt;br /&gt;Ich will wenigstens mal einen Blick auf die chinesische Grenze werfen und fahre Richtung Bo Ten. 10 km vor dem Ziel werde ich zurück geschickt. Schade.&lt;br /&gt;Luang Prabang ist für mich die wahre Perle Indochinas. Es liegt direkt am Meekong und die meisten der Kolonialbauten sind renoviert und zu kleinen Gästehäusern oder Hotels umfunktioniert. Gleich bei der Ankunft treffe ich, noch auf der Suche nach einem netten Guesthouse, Julia und Holm aus Deutschland und Pjotr aus Polen, ein Trio auf Fahrrädern. Julia und Holm sind schon seit 14 Monaten unterwegs und haben Pjotr auf dem Weg kennen gelernt. Wir treffen uns am Abend zu einem netten Essen und geben die besten Geschichten Preis.&lt;br /&gt;Ich bleibe ein paar Tage in Luang Prabang. An einem Tag laufe ich die gesamte Stadt und alle wichtigen Wats ab, steige auf den kleinen Hügel mit der Stupa und bewundere den Fußabdruck Buddhas. Den nächsten Tag leihe ich mir ein Fahrrad und fahre 35 km Richtung Süden zum Kuang Si-Wasserfall. Die Radfahrt ist bei geschätzten 35 Grad recht anstrengend. Dazwischen gibt es auch immer noch ein paar Höhenmeter zu erklimmen und ganz am Ende belohnt der Azurblaue Wasserfall. Beim Treiben in den Pools unterhalb des Wasserfalls vergisst man wirklich jede Anstrengung. Die meisten Touries kommen per Tuk Tuk. Ich habe auf dem Weg nur ein anderes Pärchen getroffen, dass auch per Rad kam. Am Wasserfall treffen wir uns wieder und der Mann meint, es wäre das Härteste gewesen, dass er je gemacht hat und sie würde zurück auch ein Tuk Tuk nehmen. Ich lehne die Einladung mitzufahren lächelnd ab.&lt;br /&gt;Der Rückweg erscheint mir gar nicht so lang. An manchen Steigungen ist zwar die Kraft am Ende und ich muss schieben aber egal, ich komme an.&lt;br /&gt;Auf der Suche nach Essbaren rund um den Nachtmarkt treffe ich Line und Kristian aus Oslo wieder. Sie hatten mich in Bangkok angesprochen und sind auch auf einem Jahrestrip durch Asien. Beim gemeinsamen Abendessen tauschen wir Motorrad-Horror-Geschichten aus Indien aus. Die beiden hatten sich zuerst eine Enfield gemietet und waren damit einige Zeit unterwegs und später eine Oldtimer-Maschine gekauft und nach Hause verschifft. Das Kristian sich ein „R“ auf die rechte Seite seines Helmes geklebt hat, damit Line bei der Ansage der Richtung nicht immer links und rechts verwechselt, finde ich zum schießen!&lt;br /&gt;Ich mag die beiden sofort und wir sind uns einig wir wollen auch irgendwann mal Teakholz-Boden aus langen breiten Brettern wie es die meisten Gästehäuser hier haben (Umwelt hin oder her …„F… the Forrest“…meint Kristian nur).&lt;br /&gt;Notgedrungen bleibe ich noch zwei Nächte länger in Luang Prabang, da ich eine Art Nervenentzündung am linken Fuß entwickelt habe. Ich denke die Stunde im Schneidersitz im ältesten Tempel in Laos haben ihm nicht gefallen. Und so humpel ich ein wenig herum und wundere mich über die vielen Franzosen hier. Genau wie in Syrien trifft man das Völkchen mit dem schlechtesten Englisch der Welt hier häufiger. Die Franzosen scheinen doch eine besondere Beziehung zu ihren ehemaligen Kolonien zu haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Immer am Meekong entlang&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Vang Vieng schlafe ich nur eine Nacht in einer kleinen Bungalow-Siedlung, die einem alten Iren gehört. Er platzt fast, als er von „den drei Stooges“ erzählt, die hier im Ort die Infrastruktur verbessern sollen. Seine Schimpftiraden beziehen sich hauptsächlich auf die Versuche, die Brücke über den örtlichen Fluss in dieser Regenzeit vor dem Wegschwimmen zu sichern. Mit derben Flüchen spart er da nicht. Die Höhle die er mir empfiehlt, schaue ich mir am nächsten Tag an. Ich nehme einen Guide, denn ich möchte nicht in der riesigen Höhle verschollen gehen. Meine Motorradstiefel nicht gegen meine Sandalen gewechselt zu haben, erweist sich als dummer Fehler. Ich falle mehrere Male beinahe an feuchten und rutschigen Stellen. Aber die Figur eines schlafenden Buddhas im Inneren entschädigen mich für die Kratzer.&lt;br /&gt;Vientiane ist die Hauptstadt von Laos und es gibt kaum etwas Interessantes zu sehen. Auch hier hat sich der ehem. Französische Einfluss erhalten und so sind die meisten Straßen zusätzlich in Französisch beschriftet aber viele der Kollonialbauten nicht saniert oder garf genutzt. Schmunzeln muss ich über die Geschichte mit dem örtlichen Arc de Triumph. Er ist gänzlich aus Zement und eigentlich sollte aus dem Zement eine Landebahn werden. Aber die Laoten haben sich überlegt, dass ein solches Bauwerk doch besser zu einer Hauptstadt passt.&lt;br /&gt;Also geht es weiter Richtung Süden. Mit einem Zwischenstop in Savannakhet und der Kong Insel (sehr schön) ist die kambodschanische Grenze bald erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/0kJJnnboy06NMK1xvhYFXQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShziuQ_zseI/AAAAAAAAGtQ/Yc2JUuwVI7E/s400/P1070233.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Typisches laotisches Haus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/rN9N9QkrhIvMupD1W3mtHw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Shzix0A3sRI/AAAAAAAAGtU/xnkkdvkoV9w/s400/P1070270.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lecker Cobra-Schnapps&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/JyDodOj9eE--n791yXoegA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Shzi0Xc7m4I/AAAAAAAAGtY/xckcNA6VPII/s400/P1070274.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Meekong auf der Höhe von Luang Prabang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/f5ZcSH5Srrk8dT_E7ZB55w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Shzi22wku9I/AAAAAAAAGtc/gu9rQ-NlQC8/s400/P1070279.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Luang Prabang&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Mny8EZ0P2komU7mtAsBpaA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Shzi7aDGPUI/AAAAAAAAGtg/JZKVysSSTB4/s400/P1070299.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Buddha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/O5bap873rwvTnjc7cyuG6Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Shzi_Jdz1II/AAAAAAAAGtk/QPFv6M-sRHY/s400/P1070341.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kuang Si Wasserfall&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/thsH7lPP8OKQ76PpfovJaw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShzjC7QLC9I/AAAAAAAAGto/oSv-nFYP3ng/s400/P1070355.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wo bringt ihr mich hin?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/m6khUR-2pIfZO0dm5oONag?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShzjFc0FwaI/AAAAAAAAGts/vTCH_mrN_wg/s400/P1070363.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo am Weg&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/5g7BaIg3P-ZQeYnRIZ34YQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShzjG52u9GI/AAAAAAAAGtw/ZZeP4eLvRiA/s400/P1070366.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schlafender Buddha&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/WY36kdMA3o2MrJhuh9ca1w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShzjL87DrdI/AAAAAAAAGt0/465oRoif2-k/s400/P1070376.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schmetterlinge...kleine und große&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/alOkiF7YuoTyF70V1hi3MA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShzjOl6Ww1I/AAAAAAAAGt4/W6RcMQa6Ysc/s400/P1070395.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Vientiane&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2567181883202238613?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2567181883202238613/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2567181883202238613&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2567181883202238613'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2567181883202238613'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/05/indochina.html' title='Indochina'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ShziuQ_zseI/AAAAAAAAGtQ/Yc2JUuwVI7E/s72-c/P1070233.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-5090110285478508287</id><published>2009-05-11T15:46:00.017+02:00</published><updated>2010-12-12T11:24:45.815+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='20_Thailand'/><title type='text'>Härte ist wieder gefragt</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zurück in Bangkok&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bekomme erst einen Werkstatttermin für Donnerstag und muss so noch eineinhalb Tage in Bangkok erschlagen. Die immer noch herrschende Hitze lässt viel Aktivität aber nicht zu.&lt;br /&gt;Ich entschließe mich daher zu einer kleinen nachmittäglichen Bootstour auf dem Fluss. Also einfach auf eines der Personenboote flussabwärts aufgesprungen und los. Die Perspektivänderung ist interessant. Da gibt es die Wolkenkratzer und Nobelhotels aber auch die wackeligen Stelzenhäuser mit Wellblechdächern direkt am Fluss. An den Ufermauern sieht man hier und da doch recht große Warane aufschrecken und entweder im Wasser oder in einem Abflussrohr verschwinden.&lt;br /&gt;Wieder zurück laufe ich noch ein Stück die Uferpromenade entlang. Momentchen, was soll das jetzt hier. Bitte nicht wieder eine Demo. Aber die Gruppe setzt sich fast ausschließlich aus Damen jeden Alters zusammen und die Blickrichtung ist auf ein paar erhöhte Stufen gerichtet. Dann wird sich zueinander ausgerichtet, Musik an und eine Frau wie ein Gummiball macht jede erdenkliche Schritt-Drehungs-Sprungkombination vor und die Gruppe von mehreren Dutzend Anhängern, ahnt diese Kombination nach. Die Musik ist eher „Thunderdome 1995“ aber gut, es braucht etwas Rhythmisches hierfür.&lt;br /&gt;Bei BMW wird zuerst die Bremsscheibe hinten ersetzt und die Bremssteine gleich mit. Das ist eine Sache von 10 Minuten. Ich habe mir außerdem in den Kopf gesetzt, dass nach bald 60-tsd. Kilometern mal das Ventilspiel gemessen und ggf. eingestellt werden muss. Die Leutchen sagen gleich, dass sie die Einstellplättchen nicht vorrätig haben. Das dachte ich mir schon, will aber trotzdem messen lassen und ggf. diese aus Deutschland beordern und in dieser Zeit durch Thailand, Laos und Kambodscha touren.&lt;br /&gt;Um die Vermessung durchzuführen müssen einige Teile abgebaut und am Ende der Zylinderkopf abgenommen werden. Ich habe mein Handbuch dabei aber es ist mal wieder ein Fifikus von Mechaniker dabei. Es stellt sich am Ende heraus, dass es nichts einzustellen gibt, da dass Ventilspiel sowohl beim Einlass als auch beim Auslass noch in den Toleranzgrenzen ist. Dennoch bin ich zufrieden es getan zu haben. Hab wieder was gelernt und eine Sorge für viele Kilometer weniger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Alles Buddha oder was?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und nun reicht es mit Bangkok. Auf nach Norden. Ayutthaya ist die ehem. Hauptstadt Thailands und für seine vielen religiösen Heiligtümer bekannt. Ayutthaya liegt nur 80 km nördlich von Bangkok und ist so das ideale Ziel für mich um langsam wieder in meinen Fahrrhythmus zu kommen.&lt;br /&gt;Der historische Park von Ayutthaya ist riesig und ist unterteilt in viele einzelne Orte in einer Art Parklandschaft. In der Tat sind die vielen ehem. Wats (Klöster) mit ihren &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stupa#Buddhistische_Anf.C3.A4nge"&gt;Stupas&lt;/a&gt; sehr beeindruckend. Aber die hier besonders intensive Hitze macht mir ein wenig zu schaffen. Den Elefanten, die die Touristen spazieren tragen, ergeht es genauso. Sie werden nach jeder Runde ordentlich abgespritzt und erfreuen sich sichtlich daran. So große Tiere…&lt;br /&gt;Auch Sukhothai, 350 km weiter nördlich, hat einen nicht ganz so großen aber besser erhalteneren historischen Park. Ich frage mich immer wieso es so viele Buddha-Figuren gibt und worin der Unterschied der einzelnen Haltungen (liegend, sitzend, stehend) liegt. Nun bin ich schon in einem buddhistischen Land und weiß immer noch nichts über diese für so viele Menschen hier so wichtige Religion. Ein kleiner Internetexkurs befriedigt die gröbste Wissbegier. Anders als in anderen Religionen glauben Buddhisten nicht an einen Gott, sondern an das Ziel der Erreichung von Bodhi. Dies ist eine Art Erleuchtung durch die die Natur der Dinge durchschaut werden und das Ende des eigenen Leids erreicht werden kann. Leid ist unter anderem eine Folge von Begierde. Es gibt verschiedene Wege Bodhi zu erlangen (durch die Hilfe eines Lehrers, durch eigene Kraft etc.) und die diese Bewusstseinsstufe erreicht haben sind Buddha. Das große Ziel eines jeden Buddhisten ist es den Kreislauf der Wiedergeburt zu durchbrechen und ins Nirvana zu gelangen. Letzteres ist sogar schon zu Lebzeiten möglich.&lt;br /&gt;Jede Buddha-Statue steht demnach für eine mythische oder reale Person, die Bodhi erfahren hat und verkörpert somit Vorbild und Lehrer. Ich finde das alles sehr interessant.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Auf, neben und abseits der Straßen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Chiang Mai bleibe ich ein paar Tage und genieße die Mischung aus Kultur und Lebendigkeit einer Stadt, die weder Metropole noch Kleinstadt ist.&lt;br /&gt;D.h. es gibt jede Menge buddhistische Klöster zu sehen und es gibt auch ein Nachtleben. Ich laufe am Moat (einer Art Wassergraben) entlang, überquere die Straße und biege Richtung Osten ab. Ok, das sind die Bars mit den Girls. „Hi Falang (Fremder) come in and have fun with us!“.”Another day, Ladies!”. Es sind einige hübsche Dinger dabei aber eigentlich sehen die meisten aus wie Pokemons mit Lippenstift.&lt;br /&gt;Weiter die Straße hinunter sehe ich in die Augen einer vielleicht vier Jährigen, die am Straßenrand bettelt. Das bricht einem echt das Herz. Dieses kleine klare Gesicht und diese Geste des Grußes und der leisen Bitte.&lt;br /&gt;Danach beginnt der Nachtmarkt mit jeder Menge Ständen, an denen man allerlei überteuertes Zeugs kaufen kann. Mich zieht es zu der Ecke mit den vielen Essensständen. Aha, hier gibt es Meeresfrüchte. Ja einmal die Bandnudeln mit den Schrimps.&lt;br /&gt;Auf der Karte entdecke ich schließlich eine Strecke, die quer durch die Berge Richtung Nordwesten nach Mae Hong Son verläuft. Sie ist eben nur nicht asphaltiert. Aber genau das habe ich gesucht. Ich fahre los und bemerke nach fast zwei Stunden, dass ich mich verfranzt habe und in einer Sackgasse bin. Leider stellt sich diese Erkenntnis an einem vom letzten Monsoon ausgewaschenen Abhang mit Schotterrinnen ein. Umdrehen ist an diesem Abhang unmöglich. Also muss ich vorsichtig runter und dann wieder rauf. Ungefähr nach zwei Dritteln vorsichtigem Heruntertastens rutscht mir das Bike einfach weg und liegt auf der Seite. Sofort läuft Sprit aus der Tankentlüftung. Ich versuche die Fuhre aufzuheben und scheitere. Also gut, Rolle ab, Zelt runter, rechte und linke Kiste leeren und abbauen. Das die Kiste auf der linken Seite und gleichzeitig hangabwärts liegt ist blöde, denn man kann schlecht links am Lenker anheben und dann gleichzeitig am rechten Lenkerende bremsen, damit sie nicht ab geht. Ich bekomme schließlich ein wenig Hilfe von einem jungen Mann. Und nachdem ich die Kiste gewendet und mit Gas wieder den Berg hinauf befördert habe folgt das nur noch das Schleppen meiner Habseligkeiten eben diesen Berg hinauf. Nach einer halben Stunde ist alles oben, wieder am Bike befestigt und ich bin kochledergar. Das war ein dummer Fehler, der nicht hätte sein müssen. Seit Singapur bin ich nur Straße gefahren. Das hat mich doch verweichlicht. Das muss ich spätestens bis Australien abgelegt haben. Dann gehts sowieso zur Sache und davor kommt noch ein Stücl Laos.&lt;br /&gt;Schließlich finde ich die richtige Abzweigung und fahre weiter. Es geht über eine doch ganz gute Schotterpiste, die sich nur an wenigen Stellen in eine mit Spurrillen versehene Lehmpiste verwandelt, voran. In der Mitte der Strecke ist aber klar, ich werde es heute nicht bis nach Mae Hong Son schaffen. Daher drehe ich nach Norden ab und lande schließlich in Pai, einer wirklich netten kleinen Stadt mit Hippie-Atmosphäre.&lt;br /&gt;Mae Hong Son stellt sich schließlich als nicht wirklich spannend und brütend heiß heraus, so das am Ende mal wieder der Weg das Beste an der Strecke war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Persönlichkeits-Flashs&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mae Sai liegt direkt an der Grenze zu Burma. Ich sitze hier auf der kleinen Terrasse meiner Hütte und sehe auf den gerade 20 Meter breiten Fluss, den selbst die Kinder durchwaten können. Heute war ich als Fußgänger drüben in Burma. Die Grenzbeamten auf burmesischer Seite haben mir nicht gefallen und die Leutchen sind schon ärmer drüben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit dem ich hier in der Gegend bin, habe ich das Bedürfnis mir rote Stirnbänder, Stahlbögen und lange Messer zu kaufen und ab und an murmel ich etwas wie „Burma is a war zone…“. Auch verzieht sich mein rechter Mundwinkel manchmal zu einer eigenartigen Grimasse. Und immer höre ich Hubschrauber kreisen wo keine sind.  Was einem die Hitze hier alles antun kann. Das muss ich wohl mal behandeln…lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hier im goldenen Dreieck werde ich in den nächsten Tagen nach Laos wechseln.&lt;br /&gt;Die Karte sagt für die ersten 300 km nur unasphaltierte Piste voraus. Ich will bis nach Bote an die chinesische Grenze und dann nach Luang Prabang abbiegen. Ein Traum wäre es, eine der langsamen Fähren nach Vientiane zu erwischen und samt Bike 3-4 Tage den Mekong herunter zu gleiten. Mal sehen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/n_m61IPMmxjMPeZMjHx2eg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqnybY2WI/AAAAAAAAGdk/sfuz90TowZI/s400/P1060952.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Dicke Dinger&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/siSYzvkjTLXsfjYY8tlHLA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqrKi7MBI/AAAAAAAAGds/P3i6Tn4PPpg/s400/P1060984.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Stupas in Ayutthaya&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/3ZdFRMg7fYNh9y9njA-A-A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqqAWJf4I/AAAAAAAAGdo/472i8-SeMos/s400/P1060981.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Old face&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/8k82iTh3GDXgFnc903HL1Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sggqsnp21QI/AAAAAAAAGdw/OWlbp7OJbt8/s400/P1070034.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wasserfälle gibts an jeder Ecke&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/WZedBigSvkQty5VRRnRobA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqukTZY2I/AAAAAAAAGd0/se6xRGO25-4/s400/P1070049.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wo ist der Ele?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/k7yVwEEM3Vd5BZeyyi5nnQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqvdVED9I/AAAAAAAAGd4/B4nTPuLvMfo/s400/P1070093.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gold, Baby!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/4a5McL9-w2w9PracVbuCRQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqwmuOz5I/AAAAAAAAGd8/nxy7KXyv1zM/s400/P1070095.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da liegt sie&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/gsg64vtgVIqVF7tP_iHoyg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqxgTDYDI/AAAAAAAAGeA/DMlgBeTjKa0/s400/P1070097.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und dann steht sie wieder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/8nTg1T9QutQxhL3QG2Meyw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sggqy2EeT_I/AAAAAAAAGeI/KrB4UZz1VoM/s400/P1070098.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wo ein Wille ist...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/1GZ3NpOaaVQE3vHW0l1Fyg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sggq00WIN3I/AAAAAAAAGeM/VCxadYfSsTI/s400/P1070168.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rüber machen...nach Myanmar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/goQZWdmaR5r9Tl5wUthEAg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Sggq2Nx2FdI/AAAAAAAAGeQ/Six1ThqiyZI/s400/P1070144.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Links Thailand, rechts Myanmar (Burma)&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-5090110285478508287?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/5090110285478508287/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=5090110285478508287&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/5090110285478508287'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/5090110285478508287'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/05/harte-ist-wieder-gefragt.html' title='Härte ist wieder gefragt'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SggqnybY2WI/AAAAAAAAGdk/sfuz90TowZI/s72-c/P1060952.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4446276208066334730</id><published>2009-04-30T14:05:00.001+02:00</published><updated>2009-04-30T14:06:48.441+02:00</updated><title type='text'>Vier Wochen auf der Bank...</title><content type='html'>Ich sitze im Flieger und beobachte unter mir die trostlose und graue Wüste um Abu Dhabi. Nach der Zwischenlandung und weiteren sieben Stunden Flug werde ich wieder in Deutschland sein. Bitte kein Regen dort!&lt;br /&gt;Und tatsächlich regnet es in Frankfurt nicht und es ist auch mit acht Grad nicht so kalt wie befürchtet. Vom Äußerlichen falle ich am Bahnsteig aus der Rolle. Halblange Hosen mit untergezogenen langen, schwarzen Funktionsunterhosen, Wanderschuhe und eine braune Kapuzenjacke ernten samt den inzwischen halblangen Haaren und dem leicht aus der Form gewachsenen Bart neugierige Blicke. Wenn ich den Damen und Herren jetzt mal ein Bild aus gar nicht so lang vergangenen Tagen in dunklem Anzug und Kurzhaarfrisur zeigen würde, wären wohl einige überrascht. Aber Deutschland nimmt mich auf wie ich eben aussehe!&lt;br /&gt;Am Bahnsteig in Leipzig empfängt mich Helge. Einen Moment steht die Zeit still…&lt;br /&gt;Im Auto fahren wir das Stück durch die Stadt. Alles steht noch am rechten Fleck. Ich bin zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe prächtiges Wetter mitgebracht. Und mit den gleichzeitig steigenden Temperaturen beobachte ich zusammen mit Helge bei jedem Spaziergang um den Leipziger Wildpark wie langsam die Knospen der Blätter immer größer werden. Aus dem überall sprießenden Beerlauch wird ein leckeres Pesto gemacht. Aber wirklich oft essen wir nicht zu Hause.&lt;br /&gt;Die meisten Abende sind wir bei Familie, Freunden oder ehem. Kollegen eingeladen.&lt;br /&gt;An den Wochenenden geht es zwei Mal nach Thüringen zu Freunden. Meine Bitte „alles nur kein Reis“ wird immer beachtet und vor allem die Thüringer Bratwürste haben selten so lecker geschmeckt.&lt;br /&gt;Um alle Besuche und Termine im Auge zu behalten müssen Helge und ich einen Online-Kalender führen. Aber wir sehen fast alle Leutchen, die auf dem Plan standen und fühlen uns jedes Mal warm empfangen.&lt;br /&gt;Aber auch an den Tagen gibt es einiges zu tun. Das Carnet muss verlängert werden, die Steuerklärung für das letzte Jahr ausgefüllt, Ersatzteile bestellt und einige weitere Besorgungen gemacht werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In all den Tagen zu Haus macht sich wieder ein Heimatgefühl breit. Es ist nicht besser oder schlechter als an vielen Orten und perfekt auch nicht. Aber man kennt es eben so und hat es lieb gewonnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Tag vor meiner Abreise wird mein Großvater tatsächlich einhundert Jahre alt. Ich respektiere seinen Wunsch auf eine sehr kleine Feier nur mit seinen Kindern und wir waren ja auch schon da und haben ihn und meine Großmutter besucht. Mit allen Enkeln, Urenkeln und Ur-Urenkeln und zugehörigen Partner wären das wohl leicht an die hundert Leute geworden. Ich wünsche ihm noch viele schöne Jahre.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ach ja, und geschieden bin ich auch. Es war ein kurzer und sehr trauriger Termin. Zehn Jahre und am Ende bleibt so gut wie nichts zu sagen. Das perfekte Ende gibt es wohl nicht. Aber es hätte besser sein können. So viel ist sicher.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann kommt der Tag der Abreise. Mein Zug geht um 16:11 Uhr nach Frankfurt. Ich habe gut zu schleppen, denn die Ersatzteile und der Hinterreifen, den ich noch hatte, wiegen einiges.&lt;br /&gt;Die Tanzveranstaltung am Vorabend meiner Abreise sichert mir in beiden Flügen einen süßen Schlaf.&lt;br /&gt;Im letzten Teil des Fluges, schon fast über Thailand bin ich ein wenig traurig. Ich werde wieder allein sein und einige Leutchen zu Hause sehr vermissen. Aber ich habe das alles so gewollt und werde ja auch bald besucht.&lt;br /&gt;Spätestens bei der Taxifahrt mit 160 km/h über die Stadtautobahnen kommt auch mein Kopf in Südostasien an. Auch hier hat sich, trotz zwischenzeitlicher Unruhen, nichts geändert.&lt;br /&gt;Gut so!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4446276208066334730?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4446276208066334730/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4446276208066334730&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4446276208066334730'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4446276208066334730'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/04/vier-wochen-auf-der-bank.html' title='Vier Wochen auf der Bank...'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-3814406470699181204</id><published>2009-03-27T08:06:00.012+01:00</published><updated>2010-12-12T11:24:45.816+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='20_Thailand'/><title type='text'>Elefanten-Treffen im glühenden Bangkok</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Schwimmende Märkte&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach je einer Übernachtung in Songklah,  Surat Thani, Prachuap Khin Khan ziehe ich bis zum kleinen Ort Damnoen, 70 km vor Bangkok durch.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen bin ich früh wach, denn die schwimmenden Märkte hier, bei denen direkt von kleinen Booten aus verkauft wird, sollen um diese Zeit am besten sein. Ich beobachte das Treiben direkt vom Rand aus, wo ich einen morgendlichen Tee, eine paar Nudeln (normalerweise nicht meine Zeit dafür aber es roch so lecker) und einige große Stücke Mango genieße. Die zumeist schon älteren Marktfrauen sitzen auf ihren Booten und haben alles aus dieser Position in Reichweite. Parallel halten sie mit dem Ruder die Stellung und brutzeln etwas, verpacken waren und rechnen ab. Schön das es so was noch gibt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Elefanten-Treffen in Bangkok&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Bangkok quartiere ich mich im Touri-Viertel rund um die Kaoh San Road ein. Bei der Einfahrt in einer der Gassen sind alle Blicke auf mich gerichtet. Ich sollte Eintritt verlangen.&lt;br /&gt;Im Lamphu Guesthouse bekomme ich ein Zimmer, leider ohne Klima aber dafür für einen fairen Preis. Das Bike steht sicher im begrünten Hof. Und als ich es abgestellt habe bemerke ich eine andere BMW stehen. Na so was, auch ein deutsches Kennzeichen. Gleich mal bei der Rezeption eine Nachricht hinterlassen.&lt;br /&gt;Wenig später bekomme ich Nachricht von Anette und Jörg aus München, das wir uns gegen 17 Uhr in der Lobby treffen könnten. Da es Anette nicht so gut geht, gehe ich mit Jörg allein etwas trinken. Sie sind mit einem weiteren Freund über Land bis nach Persien und haben dann vom Oman aus die Motorräder nach Indien verschifft. Von Indien ging es weiter nach Malaysia und dann ein wenig in Südostasien herum, bis bei Jörg in Laos die Kardanwelle den Geist aufgab. Inzwischen wurde diese mit einem Ersatzteil aus Deutschland hier in Bangkok ersetzt und es kann weiter gehen Richtung Australien.&lt;br /&gt;Von Jörg bekomme ich auch noch mal den Tipp, mich wegen der Unterstellung meines Motorrades doch mal an den örtlichen BMW-Händler zu wenden. Den hatte ich sowieso auf dem Plan und so packe ich kurzerhand am nächsten Tag alles in die Koffer das ich in D nicht brauche und fahre kurzerhand quer durch Bangkok hin. Der Händler ist sehr nett und willigt sofort ein. Ich bekomme sogar ein Papier, in dem alle übergebenen Dinge aufgelistet sind und soll am Ende nur 1000 Baht (22 Euro) bezahlen. Ich lasse das Motorrad also gleich da und habe natürlich kurz ein wenig Herzdrücken mich zu trennen. Aber ich denke einen besseren Platz finde ich so schnell nicht und ich habe auch ein gutes Gefühl hier.&lt;br /&gt;Am Abend rollt Elmar, der Freund von Anette und Jörg, sowie Björn, Anja und Holger, Bekanntschaften von der Strecke, mit Bikes in den Hof. Langsam wird das hier recht interessant. Anja und Holger sind schon seit über eineinhalb Jahren unterwegs und kamen über Russland nach Japan, von da aus nach Neuseeland und Australien und schließlich nach Südostasien. Nächstes Ziel für die beiden ist Amerika (von Norden nach Süden).&lt;br /&gt;Die ganze Bande geht am nächsten Abend in eine sehr laute Kneipe in der Kaoh San Road. Hier kommt, unglaublich aber wahr, noch ein Schweizer Pärchen hinzu, die mit den Motorrädern auf dem Weg von Australien zurück nach Europa sind. Als Letzter im Bunde kommt Rob mit an den Tisch, ebenfalls unterwegs von down under zurück nach London.&lt;br /&gt;Bei dieser Zusammensetzung geht es natürlich um vielfältige Themen, wie Verweigerung der Zahlung von Bestechungsgeldern an der laotisch-cambodschanischen Grenze, defekte Federbeine irgendwo im Nirgendwo, gefährliche Aktionen in Indien und weitere Pläne etc..&lt;br /&gt;Es ist ein Traum für jeden Overlander!&lt;br /&gt;Und man mag es glauben oder nicht, am nächsten Abend rollen zwei Briten in den Innenhof…&lt;br /&gt;Ein Amerikaner der schon seit 5 Monaten da ist meinte, er hätte das hier noch nicht erlebt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hitze und juckende Finger&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Irgendwann dazwischen raffe ich mich auf, um selbst bei mörderischen 35 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit etwas von Bangkok zu sehen. Der Ko Ratanakosin ist ein ummauertes Gelände mit Tempeln und dem Königspalast. Hier erlebe ich eine Art buddhistischen Gottesdienst. Aber auch Chinatown mit seinen vielen Gassen und kleinen Geschäften gefällt mir. Dazwischen liegen noch dutzende andere Tempel und jeder ist ein wenig anders.&lt;br /&gt;Gestern nun, war ich zusammen mit Anja und Holger in einem der größten Technikkaufhäuser Thailands. Die haben da wirklich auf fünf Etagen alles was man sich vorstellen kann. Da juckte es schon in den Fingerchen, vor allem bei den aus meiner Sicht preiswerten Spiegelreflexkameras.&lt;br /&gt;Wenn es nur nicht so heiß wäre! Die Ventilatoren in meinem Zimmer gehen Tag und Nacht. Gerade in der Gegend wo ich ein eingezogen bin sind Heerscharen von Touristen unterwegs. Hier und da sieht man auch mal eine junge Thai mit einem Europäer. Es sind nicht so viele wie ich dachte und auch sind es nicht oft die „alten geilen Säcke“ die mit einer jungen Thai gesehen werden. Manche haben sich vielleicht auch im Ausland kennen gelernt und sind nun eben da. Aber bei anderen ist sicherlich eine mehr oder minder große Zweckbeziehung die Basis. Jedenfalls bekommt man nicht das Gefühl, dass es hier nur um diese Geschichten geht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Fliegen...grummel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Morgen früh fliege ich nach über neun Monaten auf Achse für einen Monat zurück nach Deutschland. Ich freue mich schon die vielen Leutchen zu Hause wieder zu sehen.&lt;br /&gt;Aber es ist auch als kehre man aus einer Paralleldimension zurück. Im ersten Moment wird das sicherlich komisch sein.&lt;br /&gt;Auch macht es mich irgendwie ein wenig zornig, dass ich rein von der Zeit her nicht einmal einen ganzen Tag brauche um zurück zu kommen. Fliegen ist sicherlich schnell, sicher und elegant aber es würdigt auch eine gefahrene Strecke über Land nicht im Geringsten.&lt;br /&gt;Aber ich weiß auch, dass ich zurück muss nach Thailand. Ich bin noch nicht fertig, das Ziel ist nicht erreicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/vt6NTISR_DWbJX8sigQtoA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7k2uy60I/AAAAAAAAGKo/apS2NfwSE1Q/s400/P1060751.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick vom Khao Chong Kachock (Spiegeltunnelberg)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/_vswp7FGW5nY0GDBf9Cy5w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7oJNrMqI/AAAAAAAAGK4/NNZPuKdhBnw/s400/P1060797.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...ja lecker...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/kQy7DisVyBYiCjk4aKmpZQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7pYMQtwI/AAAAAAAAGLA/EGnToKd_yJ8/s400/P1060799.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alles was gebraucht wird&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/6xgcxa2URQGB7kRorLtrNg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7mbiKuGI/AAAAAAAAGKw/pdCrQaeptos/s400/P1060779.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Netter Hut&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/ltI9CphCxo0T6TUnix3pRA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7qhcK3UI/AAAAAAAAGLI/bms2JIrRYhY/s400/P1060807.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bananenboot&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/pPG4xGj3NfyQZhd9A24gfg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7t_ydIKI/AAAAAAAAGLY/GaHO-75NCwk/s400/P1060810.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Einer von "cool and the gang"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Xl4esz9d5eamlLXN2smqvA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7zzHQusI/AAAAAAAAGL4/xV_DI-il17Q/s400/P1060826.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ko Ratanakosin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/TSdKxfPHZP4Pf0lmMgNQ9Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx71PFxayI/AAAAAAAAGMA/vC-3phZht_8/s400/P1060840.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Q40pvKx3rtNTYRdrqxOCJQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx74TgiEyI/AAAAAAAAGMI/2aitAq9J3ew/s400/P1060834.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gold wohin man sieht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/bGf4I9chy2xigziUAQKodg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7v7v8aJI/AAAAAAAAGLg/cd7ougkaRCE/s400/P1060837.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Buddha alt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/j51gk5YQ92k-Z4UxXDygDA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7xYbhYcI/AAAAAAAAGLo/tGHkRuKJyYU/s400/P1060861.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Buddha neu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/14BTL-S6mpPFui9FR0OtcQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7y9OuPSI/AAAAAAAAGLw/ubtQ7-QP5NE/s400/P1060870.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Typische meist überteuerte Touri-Rikscha&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-3814406470699181204?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/3814406470699181204/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=3814406470699181204&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3814406470699181204'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3814406470699181204'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/03/elefanten-treffen-im-gluhenden-bangkok.html' title='Elefanten-Treffen im glühenden Bangkok'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/Scx7k2uy60I/AAAAAAAAGKo/apS2NfwSE1Q/s72-c/P1060751.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-23059163156037097</id><published>2009-03-20T16:27:00.007+01:00</published><updated>2010-12-12T11:24:45.818+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='19_Malaysia'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='20_Thailand'/><title type='text'>Urwaldspende</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Dschungelabenteuer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich will die Ostküste hinauf fahren. Eine Nacht schlafe ich Mersing und eine in einem Bungalow in Cherating, einem kleinen Ort direkt am Meer. Es regnet als ich ankomme und es regnet immer noch am nächsten Tag als ich aufbreche. Das Bike steht in einer großen Pfütze.&lt;br /&gt;So kann das nicht weiter gehen! Irgendwie ist der Monsoon dieses Jahr ausgeprägter an der Ostküste. Normalerweise sollte er vor ein paar Wochen abgeschwollen sein. Aber nix da.&lt;br /&gt;Ich beschließe ins Inland zu fahren. Mein Ziel ist Kuala Tahan am Rande des Tama Negara Nationalparks. Es ist ein Urwaldnationalpark im Herzen der malayischen Halbinsel zu dem nur diese eine 50 km lange Stichstraße führt.&lt;br /&gt;Ich habe keine Lust auf geführte Gruppenexpedition und laufe allein los. Zuerst geht es mit dem kleinen Fährboot auf die andere Seite des breiten Flusses. Dann sage ich kurz Hallo beim der Nationalparkbüro und gehe dann mit einer Karte bewaffnet los. Erstes Ziel: der angeblich längste Hängebrückenrundgang der Welt … 550 Meter durch die Baumwipfel des Urwaldes.&lt;br /&gt;Danach auf einen kleinen Hügel mit herrlicher Aussicht. Hier drehen die meisten um und laufen zurück. Aber ich will einen Rundgang machen. Also wieder den rutschigen Pfad abgestiegen (es hatte übrigens in der Nacht zuvor geregnet).&lt;br /&gt;Dann an einer Weggabelung nach rechts und nach 700 Meter steht ein Schild das besagt, dass man hier links abbiegen soll wenn man zu einem der Aussichtspunkte für Tierbeobachtungen kommen will. Da will ich hin. Aber in der Richtung ist der Fluss…&lt;br /&gt;Ok, verstanden. Man muss normalerweise hier übersetzen. Es ist aber nun kein Boot da. Wie tief ist es denn? Scheint zu gehen. Ich kann die Steine am Boden sehen.&lt;br /&gt;Also Schuhe und Strümpfe aus und an den Rucksack gebunden und hineingewatet. Das Wasser ist warm und hat eine ganz schöne Strömung. Die Steine am Grund sind glatt und zwischen ihnen gibt es tiefe Spalte. Langsam taste ich mich vor. Ein paar Mal, ringe ich mit dem Gleichgewicht. Auf der anderen Seite liegen Baumstämme im Wasser. Dann die Böschung auf der anderen Seite hoch und ich habe den Fluss besiegt. Einen Blutegel schnipse ich mit dem Messer von meinem Strumpf. Er wollte sich gerade durcharbeiten.&lt;br /&gt;Ich finde den Beobachtungsstand ein paar Hundert Meter entfernt. Er hat zwei Etagen und von der obersten kann man, wohl mehr am Abend oder in der Nacht, auf einer Lichtung Tiere beobachten. Jetzt ist nix los.&lt;br /&gt;Ich schwitze. Die Luftfeuchtigkeit ist wieder Hölle heute. Von meinen zwei Litern Wasser ist nur noch ein Halber übrig.&lt;br /&gt;Ok, die Karte sagt, dass ich nur dem Weg südwestlich und dann südlich folgen muss, um wieder am Parkeingang anzukommen. Aber wo startet der Weg? Muss irgendwo hier sein.&lt;br /&gt;Aha, hier hat man schon ein Hüllrohr gelegt. Das geht diesen schmalen Pfad entlang und muss irgendwo hin führen. Ich folge den Hüllrohren. Der Pfad wird allerdings irgendwann nahezu unsichtbar. Es geht vorbei an Lichtungen mit nur zwei Meter hohen Pflanzen, durch schlammige Teile und an Urwaldriesen vorbei. Genau mein Ding. Allerdings endet das Hüllrohr nach ca. zweieinhalb Kilometern einfach. Aber macht nix, ich hab mein GPS dabei. Ok, der Parkeingang ist 1100 Meter südlich von hier. Ich müsste also nur in der Nähe des Flusses bleiben. Leichter gesagt als getan. Nach weiteren 200 Metern ist fast kein durchkommen mehr. Überall Lianen und eine Art Palmwedel mit Widerhaken die sich in meine Kleidung krallen. Der Urwald scheint mich nicht in diese Richtung zu lassen. Das Wasser ist inzwischen alle und ich gehe ein Stück zurück an den Fluss, wo ich an einer Stelle einen Zugang zum Wasser gefunden habe. Ich habe die Wahl umzukehren, wieder durch den Fluss zu waten, über den Berg und vorbei an den Hängebrücken zu laufen oder einfach hier auf ein Boot zu warten. Umkehren ist die letzte Option. Ich setze mir eine Deadline auf 16:15 Uhr. Dann müsste ich loslaufen um noch vor Sonnenuntergang zurücklaufen zu können.&lt;br /&gt;Dann kommen Boote den Fluss hinauf. Es sind die typischen Langboote…mit Touristen drauf. Ich muss zwar flussabwärts, mache mich aber trotzdem bemerkbar. Sie hören mich wegen des Motorlärms nicht und passieren mich. Dann vergeht eine halbe Stunde und kein Boot kommt. Falter landen auf mir und trinken meinen Schweiß, die Moskitos nehmen zu. Dann ein Boot flussabwärts. Daumen raus und rufen…sie sehen mich und…fahren ungläubig schauend vorbei. Nach 5 Minuten kommen sie zurück. Sie haben die Touries abgeladen und schauen nun nach mir. Ich stehe mit beiden Beinen auf zwei Baumästen die über das Wasser ragen. Sie wollen 60 Ringgit für die Fahrt (15 Euro). „Jungs, dass ist ein Kilometer und 5 Minuten Fahrt für Euch. So schnell verdient keiner sein Geld!“. Nein, dass sei der Preis. Da bin ich zu stolz für. Abzocken lasse ich mich nicht und schicke sie weg.&lt;br /&gt;Richtig so, denn nach weiteren 10 Minuten., 5 Minuten bevor mein eigenes Ultimatum abläuft, kommt ein Boot das mich mitnimmt. Die Jungs wollten nicht mal Geld haben aber ich stecke Ihnen trotzdem was zu und sie freuen sich.&lt;br /&gt;Zurück im Hotelzimmer will ich nur noch duschen und stelle fest, dass ich doch an der Blutspende teilgenommen habe. Vier der Abnehmer sind schon weg oder ich habe sie unwissentlich zermalmt und einer sitzt auf meinem Steißbein und nuckelt mir den Saft raus. Was machen? Zunächst denke ich „Trink nur ruhig aus…“. Aber dann wird es mir dich zu lang und der alte Zahnpastatrick wirkt und der Kollege lässt sofort ab von mir.&lt;br /&gt;Ich muss schon sagen, der Gerinnungshemmer den die Biester verwenden ist wirklich super. Mir tropft noch 4 Stunden später der Saft aus der Wunde. Und wo bekomme ich jetzt meine Spendenentlohnung?&lt;br /&gt;Was für ein Urwaldtrip! So liebe ich das!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tigerstaat samtweich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weiter geht es Richtung Norden. Es gibt viele Palmölplantagen von beträchtlicher Größe. Einige sind noch recht jung. Da stand mal Urwald vor nicht allzu langer Zeit.&lt;br /&gt;Aber alles ist grün und die Leute sind sehr liebenswürdig. Bevor ich nach Malaysia fuhr, kam mal wieder der Spruch „Ach da willst Du hin, ja sei da mal vorsichtig…ist nicht so wie bei uns hier…“. Ach, wie oft hab ich das schon gehört, von den Rumänen über die Bulgaren, von den Syrern über die Jordanier…&lt;br /&gt;Malaysia ist fest in muslimischer Hand. Viele Frauen tragen den muslimischen Hedjab und der Muezin ruft mehrfach am Tag. Aber die muslimischen Regeln werden nicht so streng gehandhabt wie im nahen Osten. Selbst Frauen sprechen mich an und fragen woher ich bin. Jeder hat ein Lächeln für mich und einen Gruß. Schön!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Stamp here and sign here...thanks&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Grenze nach Thailand macht mir ein wenig Sorgen. Es ist der Papierkram der im Mittelpunkt meiner Bedenken steht. Im Internet gibt es verschiedene Berichte wie die Einfuhr eines Motorrades erfolgt. Manchmal bekommt man eine temporäre Einfuhrerlaubnis für 30 Tage und das Carnet wird abgelehnt. Das würde für mich Probleme bereiten, da ich mein Bike für mehr als 30 Tage im Land lassen will, nämlich auch für die Zeit in der ich in Deutschland bin.&lt;br /&gt;Also halte ich die Luft an, als ich über die Grenze nach Thailand rolle und bin auf alles gefasst. Mehrere priorisierte B-Pläne habe ich im Kopf. Ohne die ist man auf so einer Reise schnell am Ende.&lt;br /&gt;Nachdem mein Pass gestempelt wurde fahre ich zum Zoll-…Schreibtisch unter einem Sonnenschutz. Ich laufe gleich mit dem Carnet in der Hand auf den Verantwortlichen zu. Er nickt lässt sich das Papier geben und öffnet schon mal das Stempelkissen. Dann erkläre ich ihm wo er stempeln und unterschreiben muss und verabschiede mich höfflich. Alle Augen verfolgen mich, bis ich aufgesessen und abgefahren bin. Ich bin drin.&lt;br /&gt;Thailand ist ein wenig ungeordneter als Malaysia…aber sympathisch.&lt;br /&gt;Ich tanke voll und fahre Richtung Songklah. In den nächsten Tagen muss ich mich etwas sputen um nach Bangkok zu kommen. Dort muss ich als letzte Hürde noch einen sicheren Unterstellplatz für mein Bike finden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/9jJNOA1LzEZN3TaSUS0_UA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPKuXtyGEI/AAAAAAAAF9c/9MY_FXLREd0/s400/P1060636.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/hChmBTpZebjaH-RKXjtLWA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPKxneyndI/AAAAAAAAF9k/SzdKjytpKg8/s400/P1060649.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...das schwankt ganz schön...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/3Vk7jPYa1q5oWJWnIMtEjA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPKzgorZRI/AAAAAAAAF9s/xIfd4c3E54M/s400/P1060653.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Saß nur da&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ElojE9GPnFzDmzJKezygQQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPK1GYbteI/AAAAAAAAF90/-tf1pxUR2tw/s400/P1060669.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick nach Norden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Kq-R_4LYVB0FzpS1upOJgw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPK2vni3XI/AAAAAAAAF98/UMmdPTiEGnI/s400/P1060680.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eine der kleineren sehr befahrenen Straßen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/WwwXCNeOWidXd_2K5OvmHA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPK5rNuQSI/AAAAAAAAF-E/jKxxrXOqNAQ/s400/P1060690.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo da muss es lang gehen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Ean9bIFJXzTDchbvNmRuHg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPK8aJSA7I/AAAAAAAAF-Q/1cywOoFrXw8/s400/P1060691.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Riecht auch gut&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/1T16QltxTBuhy2hz4wtdOA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPK-tX5tHI/AAAAAAAAF-Y/yo1kNLMBIzY/s400/P1060694.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Daumen raus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/4F2SHZRXaiHjKPNiWzFFnQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPLAcgFFBI/AAAAAAAAF-g/xOxMUDzICzQ/s400/P1060700.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;take me home&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/rFygi0Czoey5lLTUmTSx_Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPLB-zI3UI/AAAAAAAAF-o/waELA8ZagTY/s400/P1060720.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-23059163156037097?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/23059163156037097/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=23059163156037097&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/23059163156037097'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/23059163156037097'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/03/urwaldspende.html' title='Urwaldspende'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScPKuXtyGEI/AAAAAAAAF9c/9MY_FXLREd0/s72-c/P1060636.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-5075921498032025192</id><published>2009-03-19T01:56:00.005+01:00</published><updated>2010-12-12T11:23:18.391+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='18_Singapur'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='17_Indien'/><title type='text'>Gegensätze...</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Und tschüss...&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nachdem das Bike in der Box war brauchte ich am nächsten Tag noch einen Zettel von der Verkehrspolizei von Chennai der bestätigt, dass ich in keinen Unfall verwickelt war.&lt;br /&gt;Ich brauchte 4 Stunden und 500 Ruppies um diesen Zettel zu bekommen.&lt;br /&gt;Die erste Polizeistation sagte sie sei dafür  nicht zuständig. Ich muss zum Police Commisioner of Chennai und dies ist der Traffic Commisioner of Chennai. Dort sagte man mir, dass sie mir bescheinigen könnten, dass ich nicht in ein Verbrechen verstrickt bin aber nicht das mein Bike nicht in einen Unfall verwickelt war. Bei Nummer drei war dann gleich der Zuständige nicht da und er der Rikschafahrer wurde schon langsam genervt.&lt;br /&gt;Zurück bei meinem Transporteur Govias und Govias versicherte man mir, dass die erste Adresse die Richtige sei. Also wieder hin.&lt;br /&gt;„Ja ja, das machen wir aber erst am Montag.“&lt;br /&gt;„Wieso?“&lt;br /&gt;„Der Commisioner der unterschreiben muss ist schon ins Wochenende gefahren.“&lt;br /&gt;Da musste ich dann doch etwas grell werden und einen mittelmäßigen Aufstand veranstalten.&lt;br /&gt;Es muss ja schließlich jemand im Haus sein der unterschreiben kann und überhaupt warum weiß hier mal wieder keiner wofür dieser Laden zuständig ist und wofür nicht?&lt;br /&gt;Schließlich werde ich zu einem hochrangigen Polizeibeamten vorgelassen und trage dort ruhig mein Anliegen vor. Der telefoniert mit dem Wochenendler und nach einer weiteren Viertelstunde habe ich den Wisch. Indien live!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein Zwiegespräch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sag mal, wie ist Indien denn nun?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Nun… Indien ist anders…&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Wie anders?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Der Ausspruch „das ist eine ganz andere Welt“ Hatte für mich vorher wenig Bedeutung. Ich dachte immer „Was ist da schon so anders? Es gibt Luft und Gravitation, die Sonne geht auf und unter, die Menschen leben.“. In Indien habe ich nun gespürt wie anders ein Land sein kann.&lt;br /&gt;Aber was ist denn nun anders?&lt;br /&gt;Zuerst einmal ist Indien sehr jung, das sieht man im Straßenbild sofort. Ich schätze 70 Prozent der Bevölkerung sind unter 35 Jahren. Und das hat natürlich Auswirkungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich dachte oft, dass Herbert Grönemeyers Lied „Kinder an die Macht“ hier Realität geworden ist „Es gibt kein gut und kein böse…gibt kein schwarz und kein weis…gebt die Welt in Kinderhände…sie berechnen nicht was sie tun…Sie sind wahre Anarchisten…Lieben das Chaos, räumen ab…kennen keine Rechte keine Pflichten… ungebeugte Kraft, massenhaft…“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber ganz so wunderbar wie sich das im Liedtext bei Herbert anhört, ist es eben nicht.&lt;br /&gt;Bei vielen Dingen in Indien hatte ich den Eindruck, dass die Vernunft hier nicht angekommen ist, dass das Zeitalter der Aufklärung (in Europa im 17- und 18-Jhd.) an Indien vorüber gegangen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das ist mir alles zu plastisch. Sag mal ein paar Beispiele aus dem Alltag!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Es gibt nicht das große Indien als Volk und den Einzelnen der daran glaubt. Es gibt vielmehr nur den Einzelnen und seine Familie. Er leidet darunter das jeder andere auch so denkt aber würde nie als Erster einen Schritt wagen um dies zu ändern. Und dieses Denken in kleinen Dimensionen und die Ignoranz all derer die man nicht persönlich kennt ist Indien.&lt;br /&gt;Also wird der Müll einfach irgendwo hin geworfen oder verbrannt, damit andere ihn einatmen müssen. Auf der Straße wird gefahren wie es einem richtig erscheint und man gefährdet alle anderen. Die meisten ignorieren die Kranken oder Sterbenden die auf der Straße leben.&lt;br /&gt;Kaum einer hat den eigenen Antrieb zur Selbstverwirklichung, kaum einer kämpft dafür, dass “es meine Kinder mal besser haben“, Bildung spielt bei vielen eine untergeordnete Rolle, die meisten haben nie einen Beruf richtig gelernt, dem entsprechend sind die ausgeführten Arbeiten…die Beispiele sind zahllos…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Das ist hart. Was denkst Du was Gründe für eine solches Dasein ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Ich denke es gibt viele Gründe dafür aber als die drei Wichtigsten erscheinen mir Überbevölkerung, Isolation und fehlende Bildung.&lt;br /&gt;Indien hat zur Zeit eine Bevölkerung von 1,1 Milliarden Menschen. 2035 wird es wohl China als bevölkerungsreichstes Land überholen und 2050 soll es seine jetzige Einwohnerzahl verdoppelt haben. Ich stoße an die Grenzen meiner Vorstellungskraft wenn ich mir ein Bild machen soll, dass in 40 Jahren neben jeder Nase dort noch eine steht. Und jeder dieser Menschen möchte glücklich sein.&lt;br /&gt;Ich hatte in Amritsar, im Norden Indiens, mal ein Gespräch mit einem Hindu in einem Tempel. Er meinte richtig, dass ein Mensch fünf Vorraussetzungen benötigt um erfüllt zu sein: Bildung (weltlich, spirituell … wie auch immer), Gesundheit(geistig/körperlich), Quellen (Einkommen/Auskommen), Freiheit(geistig/körperlich), Liebe.&lt;br /&gt;Leider sind wohl die ersten 4 dieser 5 Vorraussetzungen nicht unbegrenzt teilbar und die zunehmende Knappheit bedingt Konkurrenz und Stress.&lt;br /&gt;Die Isolation Indiens bedingt sich schon aus seiner geographischen Lage. Es ist im Norden von hohen Bergen eingeschlossen und im Westen und Osten von Meer umgeben. Auch waren die Inder nie wirkliche Seefahrer, Händler und Eroberer (auch wenn die Chola-Dynastie sich mal bis nach Indonesien und Malaysia ausdehnte). Es gab nie eine echte Kultur der „Eroberung von fremden Wissen“ und der Integration dieses Wissens in die eigene Kultur.&lt;br /&gt;Und heute haben nur sehr wenige Inder die Möglichkeit zu reisen. Ich schätze, dass nur 3-4 Prozent jemals ihr Land verlassen können. Davon sind die Hälfte entweder Wohlhabende oder   Inder mit einem guten Job in Europa, Asien oder Amerika. Die andere Hälfte arbeitet für 150 – 200 Euro/Monat als „Sklavenarbeiter“ in zwölf Stunden Schichten, sieben Tage die Woche in den Golfstaaten oder anderswo.&lt;br /&gt;Aber das aller schlimmste ist der Bildungsmangel. Viele verlassen die Schule in der achten oder gar schon in der sechsten Klasse. Die Analphabetenquote ist hoch und die Möglichkeiten oder der Wille diesen Kreislauf zwischen den Generationen zu durchbrechen ist schlecht. Nach einem Zeitungsbericht, den ich las, hat sich die Einschreibungsquote an den staatlichen Schulen in den letzten 10 Jahren bedeutend verbessert. Wie der Bericht selbst zugibt, heißt dies aber nicht, dass die Schüler auch tatsächlich am Unterricht teilnehmen oder der Unterricht gar stattfindet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Aber Moment, was ist denn mit der IT-Nation Indien? Dafür braucht man doch gut ausgebildete Leute!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Das stimmt. In der Tat gehören diese Spezialisten zu der Bildungsspitze in Indien. Aber wenn man die Zahlen betrachtet ist es ein verschwindend geringer Prozentsatz. Und die Anzahl der Menschen die von dieser Industrie profitieren (als Wachleute, Reinigungskräfte, Assistenten etc.) ist auch sehr gering. Und natürlich ist der Drang ins Ausland zu gehen für die erstgenannte Gruppe besonders groß.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;OK genug gejammert. Was kann man machen? Was braucht Indien?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;In Persien oder Arabien gab es in jedem Geschäft oder jedem Restaurant immer einen Chef der die Angestellten anleitete, sagte was richtig und falsch ist, was man besser machen kann und auch mal antrieb. Das habe ich Indien meistens vermisst. Solche Leute braucht das Land. Leute die wissen wie was richtig geht und die ansagen. Vielleicht ist hier die derzeitige Wirtschaftskrise sogar eine Chance für Indien, denn es wird geschätzt, dass in den nächsten 2 Jahren allein aus Amerika einhunderttausend Inder zurück nach Indien kommen um dort zu arbeiten und zu leben. Von vielen wird sich eine Firmengründung erhofft.&lt;br /&gt;Und als zweites und letztes braucht das Land dringend einen Plan wie die Geburtenrate in den Griff bekommen werden kann. Ansonsten ist das Ackerland irgendwann nicht mehr unter dem männlichen Nachwuchs teilbar und die Stadtflucht und Verelendung explodiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ehrlich, würdest Du noch mal hinfahren?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Also im Moment denke ich das nicht. Für jemanden der Flächenländer mit wenig Bevölkerungsdichte und Landschaften liebt ist Indien nicht das ideale Reiseziel.&lt;br /&gt;Auch habe ich Indien nach einer gewissen Zeit als zu konservativ erfahren. Es ist einfach nach einiger Zeit immer „derselbe Brei in anders farbigen Tüchern“ mit viel zu wenigen die „anders“(wie auch immer) sind.&lt;br /&gt;Ehrlich gesagt habe ich mich in keinem Land vorher so fremd gefühlt wie in Indien. Das kommt einfach dadurch, dass die Werte die ich mit Indien teile so wenige sind. Und ich spreche hier nicht von Sauberkeit und „Reichtum“, sondern eher von Dingen wie Ehre, Wahrheit, Streben nach Vervollkommnung etc..&lt;br /&gt;Ich bereue aber die Erfahrung nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ein krasser Wandel&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Indien verabschiedete mich am 05. März wie es sich gehört. Mein Flug steht nicht an der Abflugtafel, keiner weiß warum. Er fliegt aber zum Glück doch. Mein Handgepäck wurde durchleuchtet aber bei mir (als einzigem Fluggast) fehlt der „OK-Stempel“ auf dem Anhänger und ich darf noch einmal zurück um diesen zu bekommen. Nur weg hier…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dreieinhalb Stunden Flug lande ich in einer anderen Welt. Singapore ist wohl der krasseste Unterschied zu Indien den man sich vorstellen kann.&lt;br /&gt;Ich verlasse den Flieger, nehme mein Gepäck auf, gehe zur U-Bahn (hier MRT für „mass rapid transport“ genannt). Eine nette Dame erklärt mir, wie ich ein Ticket kaufe. In der U-Bahn kann man vom Boden essen. Ich habe nie irgendwo so saubere Wagons und Haltsstellen gesehen. Die Menschen sehen nun wirklich asiatisch aus.&lt;br /&gt;Ich habe ein wenig Mühe meine Gepäckrolle die zwei Straßen zur YMCA-Herberge zu schleppen. Aber auch hier wieder alles kein Problem.&lt;br /&gt;Die nächsten Tage schaue ich mir Singapore an und stehe immer wieder mit offenem Mund ungläubig an irgendeiner Ecker. Alles ist so sauber(!), alles funktioniert, es gibt große deutsche Autos an jeder Ecke, jeder Passant antwortet sachkundig und freundlich auf Fragen, es gibt Schilder die in die richtige Richtung weisen, alle bezahlen das Selbe…unglaublich!&lt;br /&gt;In Singapore sind sie glaube ich schon weiter als in Europa. Es gibt Gärten an jeder Ecke und jede Pflanze sieht wie von Hand aufgezogen und -gepflanzt aus. Mit dem MRT sause ich durch die Stadt und besuche den Zoo, Sentosa Island, das Finanzzentrum, Chinatown und vieles mehr. Die 75% Chinesen sind fleißige und geschäftstüchtige Leute. Sie haben viel aus Singapore gemacht. 15 %  sind Malayen und 8 % Prozent Inder bzw. Tamilen aus Sri Lanka. Auch gibt es viele europäisch stämmige Leutchen hier.&lt;br /&gt;Aber nebenbei habe ich natürlich auch ein wenig zu tun. Ich erkundige mich zuerst wann das Schiff mit meinem Bike denn nun ankommt und gebe meine neue Bleibe an. Die andere, die die Logistik-Firma in Chennai empfohlen hatte, gibt es nicht mehr.&lt;br /&gt;Dann mal bei Perkins vorbei geschaut und bei den netten Damen gefragt, wie man es anstellt und was es kostet das Bike im Juni nach Australien zu verschiffen. Alles kein Problem…&lt;br /&gt;Bevor ich aber mein Bike aus dem Hafen holen kann gibt es noch ein wenig Papierkram zu erledigen. Ich benötige vom hier ansässigen Automobilclub (AA - Automobile Association Singapore) eine Versicherung und ein ITC (International Circulation Permit)…wie eine Art Vignette. Die Dame bei der AA ruft für 10 Tage Versicherung 267 Singapore Dollar (130 Euro) auf und ich bekomme wieder Atemnot. So viel bezahle ich in Deutschland nicht für das ganze Jahr. Ja, das sei nun mal in Singapore teuer und es gelte je schließlich auch für Malaysia. Ich breche das Gespräch ab und erkundige mich im Netz. In Malaysia kann ich eine Versicherung für ein Zehntel haben. Andere Versicherungen in Singapore die ich anrufe, lehnen meinen Antrag ab. Am nächsten Tag komme ich wieder zur AA und diesmal zu Rosie Chan. Sie ist die Frau die Ahnung hat und die andere Hexe will ich nie wieder sehen. Sie sagt es kostet 133 SD für eine Woche nur Singapore…das will ich hören! Aber erst wenn der Hafen hier telefonisch bestätigt, dass das Bike da und entladen ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Papierkram und Besteckfahrer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es vergehen zwei weitere Tage in denen ich zum Teil aller drei Stunden im Lagerhaus des Hafens anrufe um nach meiner Box zu fragen. Der Kahn ist auch schon zwei Tage da.&lt;br /&gt;Dann noch ein Empfehlungsschreiben von der örtlichen Spedition geholt, mit der ich das Hafengelände betreten darf. Dann wieder zur AA und die Versicherung und das ICP klar gemacht. Und weiter geht’s zur Land Transport Association (LTA) wo ich meinen Autopass für das örtliche Mautsystem kaufe. Da ich aber keine elektronische onboard unit für einen Tag will. Muss ich bis 20 Uhr warten, bis ich Singapores Straßen befahren darf. Dann wird nämlich das ERP (electronic road pricing- System) abgeschaltet. Ansonsten hagelt es jeweils 70 SD (35 Euro) Strafe …je durchfahrenem Mautcheckpunkt.&lt;br /&gt;Fragen bzgl. Abkürzungen in Singapore übrigens immer gern an mich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gegen vier Uhr nachmittags geht’s zum Hafen. Endlich!&lt;br /&gt;Ich lasse meine Verbrechervisage auf einen Hafenpass drucken und ab geht’s in das riesige Lagerhaus, zweite Ebene. Und da steht meine Kiste. Ein netter Lagerarbeiter (tätowiert wie ein Yakuza) gibt mir einen Schraubenzieher und einen Zimmermannshammer. Und nach ein wenig Papierkram und weiteren 200 SD (Wiederholung: Singapore Dollar) geht es los.&lt;br /&gt;Kiste aufbrechen. Ruck zuck sind die Seitenwände runter. Alles ist noch drin und unbeschädigt. Hey, Du mit dem fahrbaren Besteck der da so schaut, komm mal her und setz mal hier unter dem Unterfahrschutz an. Ja, langsam hoch. Ok, Hauptständer ist draußen, kann jetzt das Vorderrad einbauen. Danke, kannst abfahren. Also Vorderrad rein, Batterie anklemmen, Koffer ran, einpacken, abhauen. Mist, Karre spring nicht an. Ahhh, Massekabel nicht richtig dran. Jetzt aber.&lt;br /&gt;Ja, Jungs und Mädels beim Zoll, datt is’n  Carnet. Ihr stempelt und unterschreibt hier und hier und behaltet das Stück und ab geht’s. Wo ist die nächste Tanke? Da stell ich mich unter und futter Süßes bis es 20 Uhr ist und ich durch die Stadt düse. Ein geiles Gefühl!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen rolle ich zu M-Technik in Singapore. Habe mich doch dazu entschlossen schon hier eine neue Kiste zu kaufen. Die andere ist wegen der abgerissenen Aufhängung nicht mehr sicher genug. Da die Aufhängungen der Kiste erst hier angebracht werden, habe ich ein wenig Zeit mit einem Australier der hier schon sieben Jahre arbeitet fachzusimpeln.&lt;br /&gt;Dann geht’s über die Schnellstraße Richtung Malaysia. Auf der malaysischen Seite gibt der Zöllner offen zu, dass er zum ersten Mal ein Carnet abfertigt. Diese Ehrlichkeit finde ich gut. Man kann ja nicht alles wissen. Naja, ich weiß ja in diesem Fall zumindest bescheid und helfe ihm. Und schon bin ich in Malaysia.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/RhtfPt8e9h9ebTj9d4yuTw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGauFFq6_I/AAAAAAAAF4c/APWmxIoGGKc/s400/P1060439.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...von wegen...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/xPggVUOcpfHWzx7PHJTqtw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGau-Wl3hI/AAAAAAAAF4k/rVOFy94ju7o/s400/P1060430.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Samstag Abend "allein" am Strand&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/i0s62-ZlfsFEc7pdJqHL7g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGawIJOG5I/AAAAAAAAF4s/NdwBClOL344/s400/P1060445.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;alles indisch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/GJNpGcNP_OR7Uc3ykTvhzQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGaxpiLh8I/AAAAAAAAF40/b1iiw_vBxIY/s400/P1060462.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hochauflösender Druck&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/yQok3OyOZQSQkr1iISY47w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGayChtDzI/AAAAAAAAF48/F2iSMzdiHh4/s400/P1060469.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn Du groß und stark werden willst, dann geh zu den Soldiers...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7k3vR8LZ5zQotxoa4b6OjA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa0RebGwI/AAAAAAAAF5E/e0CG4pudfek/s400/P1060474.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Welcome to Singapore&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/dx3OYW1Zhnzb4w8Dl8GmxA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa1mrmZZI/AAAAAAAAF5M/bfpQYzGinXQ/s400/P1060483.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Chinatown&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/SmPbUvduOZY5XMIqmiikFA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa3YJkKbI/AAAAAAAAF5U/k-YwEm5gCSY/s400/P1060485.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/M2rXCBNDkU3VQRpcgSwheg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa4ghBTvI/AAAAAAAAF5c/pE5QF-Ov_YA/s400/P1060487.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jede Menge Buddas...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/MC-EW3iOjxH0meuuJbH-vA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa5-QEEEI/AAAAAAAAF5k/DZxKijNr0nk/s400/P1060512.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und Skater, BMX-er, Breakdancer...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/EWHWgmBPpe5FNjpC-jW5wg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa6ti-OXI/AAAAAAAAF5s/lYKpM4RVkOU/s400/P1060527.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sir Charles Raffles&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/1FY7XsAtgSQs1S8JqpPtxA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa7tREbzI/AAAAAAAAF50/eOmsjqj9DLw/s400/P1060535.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Igelbau...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/U6F_Ur-FvTjjddt-CoZHNg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa8-hyD1I/AAAAAAAAF58/-lb1o10VC7k/s400/P1060546.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und das gute Lichtenauer gibts hier auch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/pZVJNxhIkrd2C6wLSBbpbg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGa-GXrCNI/AAAAAAAAF6E/nHud37-A8Lk/s400/P1060577.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Guten Tag die Herren, Besucher oder Bewohner hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/deq_H7xGG9AQvcbHLp_YaQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/ScGbAHeovAI/AAAAAAAAF6M/kmtu2YPp35Q/s400/P1060607.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja, irgendwo muss sie doch sein...die Kiste&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-5075921498032025192?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/5075921498032025192/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=5075921498032025192&amp;isPopup=true' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/5075921498032025192'/><link rel='self' 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type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Humpelnde Sitzhilfe sucht den Süden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Wochen in der Hängematte und im Meer in Goa mache ich mich wieder auf den Weg. Zwei Tage vorher begann meine Reiseunruhe wieder auszubrechen. Ich war aufgeladen und wollte etwas Neues sehen, nahm die Karte und den Reisführer zur Hand und begann zu planen. Und als ich von einem der letzten Bäder im Meer zurückkomme, breche ich mir auch noch den linken kleinen Zeh an einer Baumwurzel. Da ich weiß, dass in diesem Fall nichts zu tun ist, humpele ich die nächsten eineinhalb Wochen durch die Gegend. Aber vom weiterfahren hält es mich nicht ab. Und damit mir nicht noch mein Hinterteil weh tut, habe ich mein verlustig gegangenes Schaaffell durch ein Kissen ausgetauscht, Eine kleine Näherei hat mir noch zwei Bändchen zur Befestigung dran genäht. Es sieht albern aus aber was tut man nicht alles für den Fahrkomfort…&lt;br /&gt;Nach einem Zwischenstop im 350 km südlich an der Küste gelegenen Mangalore biege ich ins Inland ab. Nach 30 km steigt die Straße an, die Western Ghats beginnen. Diese Bergkette liegt im Süden des Bundesstaates Karnataka. Ich bin verwundert, dass es hier tatsächlich noch recht unberührten Regenwald gibt in dem sich Affen und viele Vögel tummeln.&lt;br /&gt;In Mysore angekommen beziehe ich ein Hotel ganz in der Nähe des Maharaja Palastes. Diesen, das Eisenbahnmuseum, den Devara Markt und den Tempel auf dem Chamundi Hill besuche ich am nächsten Tag. Die Attraktionen sind nichts Außergewöhnliches aber trotzdem lohnenswert und die Stadt macht einen sympathischen Eindruck. Besonders die Straßenverkäufer, die alle Sorten Obst mundfertig verkaufen bekommen Besuch von mir.&lt;br /&gt;Auf dem Weg zurück zur Küste geht es wieder über Berge mit Teeplantagen und Nationalparks. Ich halte in einem und erkundige mich nach Safaris und Elefantenritten. Aber als mir die Elefantenritte als „joy rides“ verkauft werden sollen, habe ich mal wieder Zweifel am Tierschutz bei solchen Aktionen und fahre weiter.&lt;br /&gt;Wieder an der Küste in Kochin fahre ich durch die ruhige Ortschaft inmitten eines alten portugiesischen Forts und Suche nach einer Herberge. Ich mache vor einem Haus mit der Anschrift „Arche home stay“ halt. Die Familie bietet drei Zimmer ganz oben im großen Haus zur Vermietung an. Es gefällt mir und ich ziehe ein. Der Hausherr war bis vor ein paar Jahren Kapitän auf einem Containerschiff und war weltweit unterwegs. Seine liebenswürdige Frau beantwortet geduldig all meine Fragen nach möglichen Aktivitäten vor Ort und bucht sogar zwei für mich. Die Erste ist eine traditionelle Vorführung des Katakali, eines Tanzes. Die Bemalung der Akteure beobachte ich vor Beginn der Vorstellung. Begleitet durch zwei Trommeln und einen Sänger wird nur eine kurze Szene aus den vielen möglichen Geschichten aufgeführt. Der Demon, der einer Küchenmagd zusetzt, wirkt kindlich, verspielt und unartig. Mal was anderes.&lt;br /&gt;Die Fahrt auf den Kerala Backwaters ist eine Ganztagesbeschäftigung. Zuerst geht es dreieinhalb Stunden mit einem Motorboot durch die vielen palmengesäumten, küstennahen Wasserstraßen und dann mit den unmotorisierten Langbooten in die wirklich engen und flachen Kanäle. Da fährt man wirklich durch das „Hinterhaus“ mancher kleiner Anwesen und bekommt viel mit vom ländlichen Leben der kleinen Leute hier.&lt;br /&gt;Das findet eine junge Österreicherin nicht. Sie meint nach 30 min. an Bord, dass sie lieber die Halbtagesfahrt gebucht hätte, weil es doch jetzt schon langweilig sei. Selbige streichelt wenig später eine Ziege und lässt sich danach gleich von Ihrer französischen Freundin das immer griffbereite Desinfektionsgel geben. Und als einer der Bootsführer fragt ob jemand baden wolle, meint sie nur, dass ihr das wegen dem Billharziose-Risiko nichts ist. Das sind dieselben Leute die in Europa erzählen, man müsse sich in Indien beim Duschen immer den Mund zuhalten (Story von Niklas und Kolja). Warum kommen die hier her? Kopfschütteln…&lt;br /&gt;Ebenfalls erstaunt war ich im Bus auf dem Weg zurück vom Bootstrip über die großangelegte Demonstration der CPI (kommunistischen Partei Indiens). Es gibt sie nur noch in Kerala und in Bengalen aber sie macht mit vielen roten Fahnen, Hammer und Sichel und sogar einem geschmückten Elefanten auf sich aufmerksam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil ich dummerweise erzählt hab, dass ich so gern mal was mit Kokosnuss und Reis essen würde, bin ich bei meiner Gastfamilie zum Abendessen geladen. Die gute Mutter tafelt auf, dass mir die Augen übergehen. Hühnchen in einer Curry-Kokusnuss-Soße, Rindfleischstückchen mit einer leckeren Ummantelung aus einer Art Blütenblatt (es sind übrigens Christen), Gemüse, Reis und Früchte zum Nachtisch. Hätte ich nur meinen Mund gehalten…aber es ist sooo lecker. Und nicht mal bezahlen durfte ich es!&lt;br /&gt;Als einer der Ersten fragt mich der Kapitän AD was ich von der Bootsfahrt halte und was man besser machen könnte. Ich bin erstaunt und gebe ehrlich zu was ich mochte und was nicht. Wenn nur mehr Leute so wären in Indien…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Cape Tribulation&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So heißt ein Kap in Australien, dass ich gern wieder sehen möchte. Das südliche Kap in Indien selbst macht keine „Schwierigkeiten“, wohl aber der Weg dort hin.&lt;br /&gt;Irgendwo auf der Strecke überholt mich mal wieder einer dieser neueren und großen indischen Geländewagen. Aus den Fenstern schauen mich vier Gesichter an. Der Wagen schert vor mir ein und geht sofort voll in die Bremsen. Aus den Radkästen quillt der Qualm und ich habe das Gefühl, dass er gar nicht langsamer wird. Ich denke nur „Was willst Du Idiot hier beweisen?“ und ziehe vorbei. Auf gleicher Höhe sehe ich den Grund. Eine Frau rollt gerade von der Motorhaube ab und bleibt wenige Meter weiter liegen. Ich halte sofort an und laufe zurück. Es ist eine ältere Frau, sie atmet und ist bei Bewusstsein. Sie liegt auf der Seite und von irgendwoher am Oberkörper rinnt Blut auf die Straße. Ich laufe zurück zum Bike und krame in Windeseile meine Sanni-Box raus. Zurück bei der alten Frau muss ich mir Platz von der inzwischen aufgelaufenen Menge verschaffen. Dann sehe ich den Grund der Blutung. Sie hat zwei offene Brüche am linken Unterarm. Ein Inder hat schon versucht ein Tuch darum zu binden. Ich ziehe es ab und bereite eine Kompresse vor. Als ich gerade den Verband ansetzen will, werde ich zurückgestoßen, die Frau wird gepackt und auf die Ladefläche eines Polizei-Pickups gelegt. Dann fährt der Wagen los. Ich bin etwas geschockt und muss mich erst mal sammeln. Dann fahre ich weiter.&lt;br /&gt;Nach 100 km will ich in einer kleinen Ortschaft einen LKW überholen als  dieser plötzlich versucht abzubiegen. Ich hupe noch und weiche aus aber es bleibt nicht genug Platz. Es gibt einen kurzen Schlag und ich mache eine kleine 180-Grad-Pirouette auf der Seitenkante meines rechten Koffers. Als ich das Bike wieder aufrichte, vermisse ich meinen anderen Koffer. Er liegt 10 Meter weiter an der Straßenecke. Er hatte sich im Radkasten des LKW verfangen und sich dann gelöst. Das ist gut so, denn wenn ein Koffer zu fest an einem Bike ist, kann es viel böser enden. Der Fahrer hatte nach meiner Pirouette schnell den Blinker angemacht und behauptet er hätte doch geblinkt. Hier blinkt keiner, das steht mal fest!&lt;br /&gt;Unter den Augen von 50 Indern hämmere ich mal wieder einen Alu-Koffer mit dem Gummihammer in Form und weil eine der Befestigungen am Koffer samt unterliegendem Aluminium angebrochen ist, verzurre ich ihn auch noch mit ein paar Spanngurten am Träger. Jegliches Hilfsangebot bleibt hier aus. Da denke ich gern an Zeiten im Iran zurück.&lt;br /&gt;Cape Comorin selbst ist unspektakulär und nur Wert eine Nacht zu bleiben.&lt;br /&gt;Die großen Tempelkomplexe in Madurai und Thanjavur sind da schon interessanter, wenn auch grundverschieden. Während in Madurai der Tempelkomplex aus vielen einzelnen überdachten Kammern und dem Pool des goldenen Lotus besteht ist Thanjavur umrahmt von einem großen Säulengang und beherbergt im zentralen Tempel riesigen Linggam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Tool Time &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Tag im französisch angehauchten Pondicherry komme ich in Chennai, ehem. Madras, an. Ein paar Tage zuvor hatte mir Ian, den ich mit seinem Bike in Istanbul traf, eine Mail mit einigen interessanten Details geschrieben.&lt;br /&gt;Er hatte vor 6 Wochen sein Bike von Chennai aus nach Singapur verschiffen lassen und war mit dem Logistik-Unternehmen recht zufrieden.&lt;br /&gt;Warum sich nicht mal anhören was die Leute dort erzählen. Also in die Autorikscha und hin. Govias und Govias ist in der Nähe des High Courts und Gratian Govias ist Chef in zweiter Generation. Er erzählt keinen Unsinn und beantwortet all meine Fragen, inkl. Der nach dem Preis, zu meiner Zufriedenheit. Das ganze dauert von der Beauftragung bis zur Ankunft in Singapur zwischen 10 und 14 Tagen. Für das Bike wird eine Box gebaut und diese kommt in einen Container. Der Container kommt auf eines der Schiffe die zwei Mal die Woche nach Singapur fahren. Dort sollte es mit dem Zoll kein Problem geben. Ich verlasse das Büro nach 30 Minuten und verspreche mich mit meiner Entscheidung zurückzumelden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe noch mehr als vier Wochen Zeit, bevor ich von Bangkok aus für einen Monat nach Hause fliege. Ich bin seit mehr als zwei Monaten in Indien und langsam habe ich genug. Indien ist kein einfaches Reiseland, es ist besonders in der Art wie ich es bereise ein täglicher Kampf. Und ehrlich gesagt glaube ich auch genug von Indien gesehen zu haben. Mehr dazu ein anderes Mal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder im Büro bei Herrn Govias bezahle ich die Kosten von 24000 Ruppies (ca. 380 Euro), übergebe die Papiere und wir vereinbaren für den nächsten Tag, dass jemand in mein Hotel kommt und dann mit mir und der Maschine zum Lagerhaus der Firma fährt, wo die Kiste für die Maschine gebaut wird.&lt;br /&gt;Die Kiste wird natürlich nach indischen Standards gebaut…von 4 …nennen wir sie mal…Künstlern. Einer hat die Mütze auf und darf die Kreissäge bedienen …bis der Strom ausfällt. Ich schaue mir das eine Weile an und hake schließlich ein, als die Jungs meinen, die Maschine soll jetzt auf die vorbereitet Palette. „Ihr habt was vergessen… die Kanthölzer unten damit der Gabelstappler drunter kommt.“.“Nee, das machen wir immer so!“. „Das mag ja sein aber das ist mein Bike und so müsste der Stappler längs drunter und die Fuhre könnte kippen.“. Sie müssen natürlich den Chef anrufen und der meint zu mir, dass das teurer wird, wegen Material, Arbeit und vergrößertem Volumen. Da hilft alles Unverständnis nichts und ich muss noch mal 1000 Ruppies drauflegen. Danach übernehme ich das Ruder mehr und zeige den Jungs mal wie eine sichere Bike-Box aussieht. Die wollten tatsächlich einfach nur eine Kiste ringsrum bauen und fertig. Ich nehme das Vorderrad raus und lagere die Vorderachse auf einem Holzbock. Das Heck wird mittels extra angebrachter Verankerungspunkte und meiner Zurrgurte in die Federn gezogen. Die Boxen kommen vorne seitlich dran. Meine Klamotten oben drauf. Helm und Vorderrad wird an das Bike angeschlossen. „Thats a bike box!“. Sie haben verstanden und sind als die Seitenteile und der Deckel drauf ist auch ein wenig stolz. Als sie auch noch eine „hier ist oben“-Schablone und Farbe haben, bin ich besänftigt. Gute Arbeit! Es gibt eine Prämie für jeden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Übrigen ist hier im Bundesstaat Tamil Nadu die Amtssprache Tamil. Es ist eine krasse Sprache bei der viele Laute weit hinten im Mund oder gar mir Rachen gesprochen werden. „Ok“ ist in Hindi (im Norden des Landes) „Acha“ und in Tamil „Ah“…aber so als würde Kermit der Frosch auf dem Zahnarztstuhl zugeben , dass er nicht genug geputzt hat...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Slumdog Oscar&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun hat dieser in Indien schon seit Ende letzten Jahres hoch gelobte Film Slumdog Millionär wirklich fett bei den Oscars abgeräumt! Und schon beginnt das Gezerre um den Ruhm.&lt;br /&gt;Dieses verfolge ich hier in einer der wenigen guten englischsprachigen Zeitungen und sehe es am Abend im Fernsehen auf CNN. Es ist doch interessant wie im Fernsehen plötzlich vom „englischen Film“ gesprochen wird und Denny Boyle plötzlich Einladungen in Hollywood erhält. Auf der anderen Seite sind die indischen Reporter, die hier einzig und allein eine neue Form des Bollywood-Films sehen…die eben dummerweise von einem englischen Regisseur verfilmt wurde. Kritisch äußern sich einige darüber, dass Indien in einem zu negativen Licht gezeigt wird, mit zu viel Armut und Problemen. Das kann ich nun auch wieder nicht verstehen, denn die Familien die hier in Chennai vor meiner Hoteltür auf den Randsteinen schlafen sind nicht allein im Land.&lt;br /&gt;Jedenfalls will ich den Film sobald wie möglich sehen. Hier in Indien ist das schlecht, denn er kommt hier erst in die Kinos, wenn er in Hindi, Marwati, Tamil, Begal, Punjabi…. synchronisiert worden ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer mal wieder meinen Dank an alle Leser und Kommentatoren!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;iframe marginheight="0" marginwidth="0" src="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;amp;source=s_q&amp;amp;hl=de&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=http:%2F%2Fsascha.gering.googlepages.com%2FRoute.kml&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;s=AARTsJqfT1zomAWplDz0qFRB9YbLEs3mGQ&amp;amp;ll=11.178402,77.629395&amp;amp;spn=7.539297,10.986328&amp;amp;z=6&amp;amp;output=embed" scrolling="no" width="500" frameborder="0" height="350"&gt;&lt;/iframe&gt;&lt;br /&gt;&lt;small&gt;&lt;a href="http://maps.google.com/maps?f=q&amp;amp;source=embed&amp;amp;hl=en&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=http:%2F%2Fsascha.gering.googlepages.com%2FRoute.kml&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;t=h&amp;amp;ll=11.178402,77.629395&amp;amp;spn=7.539297,10.986328&amp;amp;z=6" style="color: rgb(0, 0, 255); text-align: left;" target="_blank"&gt;Größere Kartenansicht&lt;/a&gt;&lt;/small&gt;&lt;br /&gt;...kleine Karte zur besseren Orientierung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/hgoX-uXqzVUG-rP9U20Dow?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGT81hy0I/AAAAAAAAFn4/hKsBxgHvepw/s400/P1060326.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Da wird nicht gelacht!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/mqXtjeYD5iUI5ejgmxTZkg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGPI9wrcI/AAAAAAAAFnQ/10JKQdUGHJg/s400/P1060220.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwo auf dem Weg nach Süden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/szXHGIFcUkKqWqksToKQuA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGMA6c8kI/AAAAAAAAFm4/7faMDh1Ymtw/s400/P1060183.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Karnatakas Dschungel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/mqDdzR98A8ToXTQsTSeC2w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGOc3R08I/AAAAAAAAFnI/3WsdWQNuhXM/s400/P1060214.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Obstveräufer in Mysore&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/RO2txvJ705g-4Z4OFaf9_w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGNfHVPII/AAAAAAAAFnA/iVQyg9Z_Ij4/s400/P1060209.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ich seh Farben...ohne LSD...geil!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/5UfM45u-G54YHI-M2YE0KQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGP78V7zI/AAAAAAAAFnY/bhtKypZlUvU/s400/P1060229.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...Schulbus nach Hause &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/KQs0N-cF0x3W1Hz1DOtidw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGQwhsHjI/AAAAAAAAFng/V7kOg_tmpqQ/s400/P1060236.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Demon beim Katakali&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/vh52oLpUiYLpCpE7jFhaIQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGRksYNFI/AAAAAAAAFno/mzGBPPmEeqw/s400/P1060309.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kerala Backwaters&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/xPwI9o1Bd_6uAqjFgfumLA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGTR-eacI/AAAAAAAAFnw/eGysekcAVgk/s400/P1060313.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;schmaler Kanal in den Kerala Backwaters&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/bAzuyfw_Yy9Fw7riL7c_6g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGVSXPo8I/AAAAAAAAFoA/B8-5NzLY24k/s400/P1060331.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Cape Comorin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Iy5NwK26AvHkt8eQaUZYbw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGWRhb5MI/AAAAAAAAFoI/kCBld_eVHjc/s400/P1060384.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tempel in Thanjavur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/3v6ejwYeP_rvuwS0kUEGxQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGXhZbd-I/AAAAAAAAFoQ/cp1_dswvHTU/s400/P1060399.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Tempel-Ele muss schon sein...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/nF-gl0kpFRKCVHw8UZoE9A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGYygkV3I/AAAAAAAAFoY/QqKXe4jc6_4/s400/P1060426.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Künstler...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/3CWJwmuxPmSRjKhBuIQtfw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SaeGZr10fvI/AAAAAAAAFog/ZtByl-gYzCI/s400/P1060427.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und das Werk&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-5972676604966382607?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/5972676604966382607/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=5972676604966382607&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/5972676604966382607'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/5972676604966382607'/><link rel='alternate' type='text/html' 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Dann die kurze Hose und ein T-Shirt übergezogen…nur des Anstandes wegen. Der Gedanke an Kleidung als Schutz vor den Elementen ist lange vergangen.&lt;br /&gt;Tür auf…Schuhe davor sind nur im Weg. Ein paar Schritte hinunter zum Strand, dann auf ihm entlang, immer noch etwas schlaftrunken, Schritte ein wenig schwer wie von Captain Bly.  150 Meter an einer Palmenschule vorbei, dann wieder drei Stufen hinauf und in den nächsten freien Korbstuhl mit Kissen, Blickrichtung Meer, fallen gelassen. Geschafft!&lt;br /&gt;Nein, zwei Eierkuchen mit Früchten gefüllt und ein großer Milchkaffee scheint nicht zu vermessen für diese Tageszeit. Kleiner Schwatz mit dem Kellner. Ablenkung…da….da wieder…Delfine in der Bucht. Überreife Lebenslust schießt aus dem Wasser, dreht sich wild,  landet, mal mehr und mal weniger gekonnt, im niemals harten Urelement.&lt;br /&gt;Mmmhh….Papaya, Mango, Ananas, Banane, Honig…Dauerfeuer an fruchtigen Gerüchen und Geschmäckern.&lt;br /&gt;Zurück über den Strand. Wem gehört das große weiße Haus auf dem Hügel mit der breiten von jungen Palmen gesäumten Auffahrt und dem garantiert unverschämt schönen Blick über die Bucht nur?&lt;br /&gt;Was jetzt? Hallo Freund Hängematte! Wasserflasche, IPod und Bücher in Reichweite gelegt.&lt;br /&gt;Langsames hineingleiten. Ja, die Knoten halten. Kopfhörer in die Ohren. Neue Platte der &lt;a href="http://www.thieverycorporation.com/"&gt;Thievery Cooperation&lt;/a&gt; . Blick nach rechts. Einsame Jogger am Strand, leichte Briese, Segelboot gaaaanz weit draußen.&lt;br /&gt;Hupps, eingeschlafen. Was erzählt uns Che denn weiter von seinem Motorradabenteuer in Amerika? Liest sich gut.&lt;br /&gt;Sonne hat gedreht und Wasserflasche ist alle. Raus aus der Hängematte, Schuhe an, ein paar Rupies in die Tasche. Wieder diese vielen Taxi- und Rikschafahrer an der weißen portugiesischen Kirche. Danke Jungs, kein Taxi…nur Wasser holen.&lt;br /&gt;Und das Eis hier kostet wieviel? Ahh, bitte auch mit auf die Rechnung. Wo gibt’s Melonen… zwei Straßen weiter.&lt;br /&gt;Melone geteilt und auf der eigenen Miniterasse vor der Hütte genüsslich ausgelöffelt. Es soll ja nicht nur getrunken werden, sondern auch Vitamine gegessen werden. Gute Kombi!&lt;br /&gt;Ohh, Badezeit. Badehose an…kurzer Blick auf die Dünung. Wo sind die besten Wellen? Im Wasser … schwimmen…treiben, Blick auf die sich senkende Sonne…Blick auf die Küste und den Strand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bin ich wirklich hier?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell das Salzwasser abgeduscht, trockne Sachen angezogen. Body-Lotion riecht so gut. Die zwei K’s gegriffen (Kamera und Kippen) und heute Richtung Norden am Strand entlang gewandert.&lt;br /&gt;Wenig Leute im Wasser. Kleine ängstliche Krabben verstecken sich. Fischerboote mit Auslegern auf Land. Sonne senkt sich schnell. An die Flutkante gesetzt, Kippe an. Nein, Hund hier gibt’s nix für Dich! Rechts, keine 50 Meter entfernt, Gruppenmeditation. Links, Fußballspiel im Sand. Im Meer, turtelndes Pärchen.&lt;br /&gt;Sonne ist versunken. Himmel erstrahlt in allen Farben. Bunte Lichterschlangen erhellen die Strandunterkünfte und Gaumenfreudenhäuser.&lt;br /&gt;Zurück in Letzterem. Chicken Tikka ist sooo lecker. Lausche Gesprächen der englischen Paare vorne links. Kleine Fledermäuse jagen Motten im Licht der Lampen.&lt;br /&gt;Wieder zurück über den Strand…Schritte wie Captain Bly. Mondlicht…so hell selbst bei halber Sichel. Keine Gefahr über einen schlafenden Hund zu stolpern.&lt;br /&gt;Zu früh zum Schlafen gehen. Laptop gepackt und vor zum ICafe. News aus D klingen so weit weg. Laut über eine Mail gelacht. Keinen neuen Status bei facebook eingegeben.&lt;br /&gt;Endlich im Bett. Brandungsrauschen…eine Welle landet an…noch eine….noch eine. Rhythmus der Beruhigung schlecht hin. Alles entfernt sich…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/vkVHZHlw_kiv3WS0A5GJBw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYcRdfaWxkI/AAAAAAAAFXM/PzfBxa_oL9A/s400/P1060143.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/JyEaZYFDBGqUUQck1ap3gw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYcRf5FW0gI/AAAAAAAAFXU/sbwYHT9Ew64/s400/P1060151.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Camper Ecke... auch mit ein paar Deutschen Kennzeichen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/VPG7YDGao3KhRFo1jsuMcA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYcRi1BsjpI/AAAAAAAAFXc/iIt8x7mrxFo/s400/P1060154.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Obligatorischer Gast&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/nnt2OcVkO42exgCwIjSv2w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYcRlOQgR7I/AAAAAAAAFXk/6bih2-p1cw8/s400/P1060159.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-441998257238883363?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/441998257238883363/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=441998257238883363&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/441998257238883363'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/441998257238883363'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/02/tag-am-meer.html' title='Tag am Meer'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYcRdfaWxkI/AAAAAAAAFXM/PzfBxa_oL9A/s72-c/P1060143.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2125410122552477201</id><published>2009-01-29T16:52:00.007+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:40.661+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='17_Indien'/><title type='text'>Auf...auf in den Süden...der Sonne hinterher...</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Abschied und Neustart&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück in Delhi bleiben mir und Helge noch zwei Tage für die Stadt und uns. Eine nette Ruhepause nach all den Sehenswürdigkeiten bildet eine Tasse Tee im Imperial Hotel, einem der besten Hotels der Stadt. Sam 2 hatte mir mal den Tipp gegeben, dort doch mal reinzuschauen. Wir wirken wahrscheinlich etwas deplaziert dort mit unseren Räubersachen und der Tee kostete das 40-fache des Straßenpreises aber es war schon interessant in welch Luxus die oberen Zehntausend in Delhi gastieren. Da warten die jungen Damen im Eingangsbereich um einem die Lokalitäten zu zeigen, Böden scheinen grundsätzlich aus Marmor zu sein, überall riecht es nach Jasmin und die Wände sind zum Teil mit uralten kolonialen Fotos dekoriert. Eine nette Abwechslung.&lt;br /&gt;Nach zweieinhalb Wochen ist es soweit und ich bringe Helge wieder an den Flughafen. Unerwarteter Weise dürfen aus Sicherheitsgründen nur Passagiere das Abflug-Terminal betreten. So müssen wir uns überhastet vor der Tür und vor halb Indien verabschieden.&lt;br /&gt;Nun heißt es wieder allein klar kommen, für jeden von uns beiden.&lt;br /&gt;Als ich wieder im nun noch von mir bewohnten Hotelzimmer bin, habe ich einen Kloß im Hals und brauche Beschäftigung. Und die gibt es ja zum Glück genug, denn es gilt die Ersatzteile, die Helge für die Behebung des Unfallschadens aus dem Iran mitgebracht hat, einzubauen.&lt;br /&gt;Also an der Rezeption gefragt wo der nächste Auto- oder Motorradhändler ist, nächste Motorrikscha heran gewunken und los. Nach einer Stunde bei einem redseligen Werkstattmeister habe ich eine neue Adresse einer ruhigeren und größeren Werkstatt derselben Firma in der Hand und bin auf dem Weg mein Bike aus dem „Winterschlaf“ zu holen. Die zwei Wochen hat es gut überstanden und springt auf Anhieb an.&lt;br /&gt;Die Werkstatt finde ich auf Anhieb und bekomme den voll ausgestatteten Werkstattplatz Nummer sechs zugewiesen. Schnell habe ich die Vordergabel ausgebaut, das Gabelöl abgelassen und die Gabel komplett zerlegt. Beim Einbau der Tauchrohre bekomme ich nur beim Einsetzen der Gabel-Dichtringe ein wenig Hilfe von einem Werkstattfifikus (die es anscheinend überall gibt). Auch der Aus- und Einbau des Lenkkopflagers gestaltet sich Dank guter Vorarbeit der Kollegen von der BMW-Niederlassung Leipzig einfach. Das untere Lenkkopflager ist hinüber und auch die Lagerschale ist nicht mehr verwendbar. Zwischendurch bekomme ich Tee gereicht und erzähle ein wenig mit den anderen Schraubern. Die haben natürlich so ein Bike noch nie gesehen und daher stellen sich einige Fragen. Nach 3 Stunden ist alles vergessen und ich rolle davon.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem weiteren Tag in Delhi fahre ich in aller Ruhe los Richtung Rajastan.&lt;br /&gt;Nachdem ich mit Helge Zentral-Rajastan erkundet habe, will ich nun auch noch die westliche Seite sehen. Bis dahin ist es ein Stück und so mache ich zunächst in Nawalgarh halt.&lt;br /&gt;Unterwegs bemerke ich, dass irgendetwas beim Lenkkopflager noch nicht ganz an Ort und Stelle ist. Ich nehme mir in Nawalgarh noch einen Tag Auszeit und demontiere die Gabel noch einmal, presse das obere Lager noch in Richtige Position und kuriere mich nebenbei auch ein wenig von einer Darmgeschichte. Ich bin auf einem Bio-Bauernhof gelandet. Wer hätte gedacht, dass es so was in Indien gibt? Hier wird das Duschwasser tatsächlich per Solarpanel erwärmt, der Strom für die abendliche Beleuchtung wird über den Tag ebenfalls durch Sonneneinstrahlung gewonnen und das abendliche Mal wird auf Tellern aus gepressten Blättern serviert. Gefällt mir.&lt;br /&gt;Nach einem weiteren Stop in Bikaner und Besichtigung des dortigen Forts komme ich in Jaisalmer an. Vom Terassendach meines Hotels hat man einen grandiosen Blick auf das Fort mit seinen 99 Bastionen, dass weithin sichtbar auf einem Plateau liegt. Das Innere finde ich, nachdem ich die Forts in Jaipur und Jodhpur gesehen habe, nicht ganz so beeindruckend.&lt;br /&gt;Nebenbei fällt mir auf, dass sich mein Fahrstil verändert hat. Ich glaube die 10 Tage auf der Rückbank neben Helge und mit Ashok am Steuer haben mich gelehrt wie man Indien fährt…und ankommt. Sich aufregen, dass der LKW jetzt auf der Schnellstraße wieder ganz rechts statt ganz links fährt nutzt nix. Einfach links vorbei. Dabei immer die Hupe dosiert einsetzen. Die heißt nämlich frei nach Hans Albers „Hoppla, jetzt komm ich!“. Die wollen einen hier nicht töten…die können das nur nicht besser… So komme ich sicherer und entspannter an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der Süden ruft&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, und nun habe ich genug Forts, Kamele und turbantragende Männer gesehen. Ich will jetzt nach Süden und zwar so schnell wie möglich. In den folgenden Tagen setze ich dies in die Tat um. Über vier Fahrtage und einen Ruhetag in der Mitte lege ich über 1600 km zurück. In Daman, im Bundesstaat Maharaschdra wo ich raste, ist es schon ruhiger und sauberer. Das Hotel ist billig und bei einem Restaurant um die Ecke ist der Service und das Essen fenomenal! Da komme ich glatt zum Frühstück und Abendessen.&lt;br /&gt;Mumbai umfahre ich am nächsten Tag und komme leider in keinem der Hotels in Murud, 160 km weiter südlich, unter, da es hier von Feiertagsurlaubern nur so wimmelt (Republik Day). Und so muss ich die 50 km bis zur Hauptstraße bei Dunkelheit und mit den bekannten Hindernissen (Hunde, Kühe, unbeleuchtete Ochsenkarren etc.) wieder zurück und in einem schäbigen Hotel am Highway übernachten.&lt;br /&gt;Es geht erstaunlich gut voran Richtung Süden auf dem National Highway Nr. 17 am nächsten Tag. Und so kann ich noch am gleichen Tag Goa als Ziel festhalten. Kurz vor der Bundesstaatsgrenze passiere ich zwei Mopedfahrer mit Helm. Der Sozius hat einen riesen Rucksack auf…das sind keine Inder …das ist klar.&lt;br /&gt;Als ich halte, um mir in Panjim eine Unterkunft aus dem Reiseführer herauszusuchen halten die Beiden auch. Niklas studiert tropische Meeresökologie und macht gerade ein Auslandsemester hier und eine Studie für seine Masterarbeit. Kolja ist ein Freund aus Hamburg und besucht ihn hier für 4 Wochen. Die beiden bieten an, dass ich die Nacht bei ihnen schlafen kann, was ich dankbar annehme. Auf der Fahrt durch Panjim, die Hauptstadt des Bundesstaates Goa fällt sofort auf, dass es hier anders läuft. Irgendwie ist Goa nicht wie der Rest von Indien. In manchen Ecken sieht es aus wie in Spanien oder Südfrankreich. Es gibt jede Menge Überbleibsel der ehemaligen portugiesischen Herrschafft. Vor allem die Kirchen und der katholische Glaube sind noch da.&lt;br /&gt;Niklas und Kolja empfehlen in Goa die Strände in Benaulim und Agonda.&lt;br /&gt;Zunächst schaue ich mir Benaulim an, finde aber keine freie Unterkunft und mag auch das Flair nicht so. In Agonda endlich sehe ich die Strandhütten mit unmittelbarem Meerblick, die ich auf Koljas Fotos gesehen habe und miete mich in „My Place“ ein. Die Wände meiner Hütte sind aus Palmwedeln geflochten. Ich habe ein großes Bett mit Moskitonetz und ein kleines Bad mit Dusche und Toilette. Was will man mehr? Eine Hängematte ist schnell gekauft und das Bild ist perfekt.&lt;br /&gt;Ich wollte immer einen Platz finden, wo ich mal einige Zeit zur Ruhe kommen kann. Ich hatte Angst diesen Platz nicht zu finden, weil ich zu wählerisch bin, sich die Gelegenheit nicht ergibt oder ich einfach nicht Stillhalten und Verweilen kann. Aber nun bin ich zufrieden diesen Platz gefunden zu haben. Das Meer rauscht Tag und Nacht, das Wasser ist herrlich sauber und die Palmen und das immer gute Wetter lassen es fasst unreal schön werden.&lt;br /&gt;Und so vergehen die Tage und da ich immer mal eine kleine Beschäftigung brauche, leihe ich mir ein Body-Board um die kleinen Wellen zu reiten, mache einen Ölwechsel in einer der kleinen Werkstätten an der Hauptstraße oder… leihe mir eine Royal Enfield für einen Tag.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Faszination Royal Enfield&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Sam 2 hatte oft von „my little Royal Enfield in India“ erzählt. Ich kannte diese Maschine nur von Bildern und war nicht sicher was so toll an einem 350-er Motorrad mit veralteter Technik sein soll. Seit ich Indien bin habe ich nun hunderte gesehen. Es gibt sie mit 350 und 500 Kubikzentimeter Hubraum, in verschiedenen Farben (schwarz, weinrot, metallic) und einer scheinbar endlosen Anzahl von Zusatzanbauteilen. Der Rahmen und die Anbauteile sehen aus als wären sie aus einem Stück gefeilt worden und zwar 1950. Aber das allerbeste ist der Sound. Es ist ein tiefes, blubberndes, böses Grollen. Und das entlocken die meisten Besitzer ihren Enfields mittels Kickstart. Diese Prozedur verleiht der Maschine eine Art „wake up the beast“. Kurzum, ich bin begeistert von diesem Motorrad und schaue ein wenig neidisch auf all Jene, die sie hier mit Packtaschen und großem Tank durch die Gegend fahren.&lt;br /&gt;Neulich im Internet-Kaffee fand ich mich auf einer deutschen Händlerseite wieder. In Indien kostet eine neue 350-er Bullet ca. 1500 Euro. In Deutschland ungefähr das Doppelte. Man kann so eine Maschine auch hier kaufen und nach Deutschland exportieren, allerdings gibt es dann oft Ärger in D wegen der Zulassung. Und überhaupt kann ich im Moment nix kaufen… Macht ja jetzt keinen Sinn. Aber Probe fahren wird doch erlaubt sein.&lt;br /&gt;Also frage ich an einem Morgen im Örtchen Agonda mal herum und bekomme prompt ein 350-er mit Baujahr 2007 ausgeliehen. Ich kicke das Teil also an und fahre davon. Es geht zuerst an die Tanke und dann nach Süden um die Strände dort mal auszukundschaften.&lt;br /&gt;Auf dem Weg fühle ich mich um mehr als 15 Jahre zurückversetzt, als ich mit der Simson S51 von einem Klassenkameraden schwarz durch die Dörfer fuhr. Es ist diese Art von Maschine, die einen den Urstil des Motorradfahrens vermittelt. Die Federung ist hart bis nicht vorhanden, es gibt kein Standgas, keinen Drehzahlmesser, kein Windschild, keinen E-Starter...nix! Es gibt nur den Gashahn und viel Krach hinter einem wenn man an diesem dreht. Die 100 km/h Spitze fühlen sich an wie 200 km/h und in den Ortschaften brauche ich keine Hupe sondern nur kurz vom Gas gehen. Den Rest erledigen die Fehlzündungen im Auspuff.&lt;br /&gt;Ein geiles Ding! Zudem sieht das Model Bullet Machismo mit dem verchromten Tank auch noch einfach gut aus, auch wenn durch den beständigen Salzgehalt der Luft hier einige Teile schon Rost angesetzt haben.&lt;br /&gt;Und so Düse ich zuerst nach Palolem, dem nächsten Strand Richtung Süden. Ein Glück, dass ich hier nicht gelandet bin. Es ist wie „Malle“ in Indien. Unter jeder Palme steht ein Klamottenverkäufer, eine Getränkebar oder ein Strandhüttenanbieter. Und das über die gesamte malerische Bucht. Da hält es mich keine 10 Minuten. Mann, bin ich da gut in Agonda bedient!&lt;br /&gt;30 km weiter südlich finde ich in Polem das ganze Gegenteil. Keine Menschenseele am Traumstrand. Aber wie lange noch?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/TObwUQrwcyVz6Oe5myURzg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWyKpXk4I/AAAAAAAAFUI/Du5RPuc9Y_U/s400/P1050945.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und den Finger abspreitzen...nicht vergessen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/F2q7XEqz7i0X7UeW9fzI0w?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWzhK1tZI/AAAAAAAAFUQ/16vxnHrJsX0/s400/P1050946.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;What a tea!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/F2B0lT92nNz7tXDVYgmfjw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWwIBU6QI/AAAAAAAAFUA/uAYjIg0Ucz4/s400/P1050955.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Dicke ohne Nase&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/r2BJURKNtd9sq9BN5yJLFQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHW0zSGQHI/AAAAAAAAFUY/pVnlzOC68Zo/s400/P1050973.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Öko-Bauernhof&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/FAXc72CWhPHi-p4zxGsGJw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHW2mR0EkI/AAAAAAAAFUg/cgW3WRLnq_Q/s400/P1060030.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick vom Fort in Jaisalmer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Agwqt1f6RZD4pZ2vcc81Ow?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWnUGObII/AAAAAAAAFTY/GveWHKVpnfk/s400/P1060052.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und Blick von der Dachterasse des Hotels...und Wifi hatten die dort auch...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/uG_EDHh2t7SNy6lgrO9cjg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHbX4tBE1I/AAAAAAAAFVs/u2820Cj6GGw/s400/_MG_1443.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Desperado reitet in Goa ein (thanks to Kolja!!!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Sa1E_ltcfvWwEXdAUk5VZw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWpG5_AUI/AAAAAAAAFTg/T-He_EJfNOQ/s400/P1060074.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Home sweet home&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/gxSFtnX9vxxCHFanxfFrsQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWujskEEI/AAAAAAAAFT4/vqmJw5o7VRU/s400/P1060072.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Was braucht man mehr?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/6Zcrw7RkkICWJ7DT4dZAfw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWqqxCliI/AAAAAAAAFTo/s_R-D6havhU/s400/P1060082.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Palolem Beach&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/ADxO00d2iwZu7MHU6pTqbQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWsvUU9iI/AAAAAAAAFTw/7T1cgUKQozU/s400/P1060098.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;A bike for a day...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2125410122552477201?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2125410122552477201/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2125410122552477201&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2125410122552477201'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2125410122552477201'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/01/aufauf-in-den-sudender-sonne-hinterher.html' title='Auf...auf in den Süden...der Sonne hinterher...'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SYHWyKpXk4I/AAAAAAAAFUI/Du5RPuc9Y_U/s72-c/P1050945.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2820240129525094495</id><published>2009-01-12T16:27:00.022+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:40.662+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='17_Indien'/><title type='text'>Ein Ambassador, das Taj Mahal und immer wieder der Kampf um Indien</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der tiefe Fall&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich am Morgen des 24.12. ein wenig in Daramsala herum gelaufen war, empfahl mir bei der Fahrt zurück nach Mcleod Ganj eine Nepalesin doch am Abend zu den Weihnachtsgesängen in die örtliche Kirche zu gehen. Ich ging direkt zur Kirche und der Name und die Lage dieser sprechen wirklich Bände…“St. John in the wilderness“. Sie liegt ca. 10 Minuten Fußmarsch von Mcleoad Ganj entfernt und sieht aus als hätte man sie direkt aus Schottland herversetzt. Auf dem örtlichen Friedhof sind einige interessante Gräber, unter anderem von James Bruce. Er war der ehemalige Generalgouverneur von Indien und davor Jamaica und Kanada. Er starb mit nur 52 Jahren hier am Fuße des Himalaya.&lt;br /&gt;Gegen 18:00 Uhr bin ich also an Ort und Stelle. Schnell füllen sich die Kirchenbänke und es werden Kerzen und Liedertexte ausgeteilt. Das Publikum besteht fast vollständig aus Gästen und Leuten, die hier Freiwilligenarbeit für Tibeter leisten. Die englischen Weihnachtslieder werden von einem Chor junger Freiwilliger angeführt. Auf der rechten Seite neben dem Altar steht ein älteres indisches Pärchen, das im Wechsel mit dem Chor feierlich und mit Inbrunst indische Weihnachtslieder schmettert. Die Frau erreicht dabei Höhen, dass mir das Trommelfell flattert. Eine Stunde vergeht schnell und ich mache mich wieder auf den dunklen Weg zurück in die Ortschaft.&lt;br /&gt;Ich habe meine Kopflampe dabei und beleuchte die Straße. Schnell schließen sich ein kanadisches Pärchen und ein Amerikaner an. Ich leuchte von rechts für die anderen und laufe auf der Seite des Abhangs. Plötzlich trete ich mit dem rechten Fuß ins Leere. Ich versuche mich noch irgendwo festzuhalten und der Kanadier greift nach mir aber nichts gibt mir Halt. Dann sehe ich, wie sich die Straße von mir entfernt und plötzlich schlage ich auf. Meine Kopflampe ist verrutscht und ich richte sie um zu sehen wo ich bin. Von oben höre ich fragende Rufe, ob ich in Ordnung bin. Ich richte mich auf und leuchte mich an und um mich. Ja, ich bin in Ordnung. Aber wo bin ich gelandet? Ich bin von der Straße in einen der Regenablaufgräben gefallen, der unter der Straße hindurch führt. Unten prallte mein oberer Steiß genau auf einen hübsch platzierten und etwas herausragenden Stein. Und natürlich hat vor ewigen Zeiten mal jemand etwas Stacheldraht hier verlegt. Diesen muss ich mir aus der Hose und zum Glück nur aus dieser entfernen. Danach wird mir etwas weiter die Straße entlang wieder hoch geholfen. Ich gehe zurück und kann nicht glauben, dass ich zweieinhalb Meter tief gefallen bin und mir nichts passiert ist. Das kanadische Pärchen meint lachend und richtiger weise, dass ich derjenige mit der Taschenlampe sei. Und nicht mal vom Messwein hab ich getrunken. Herrje!&lt;br /&gt;Ich gehe in das größte Restaurant des Ortes und habe nun wirklich Hunger. Alle Tische sind belegt und ich frage eine Frau, ob ich an Ihrem Tisch platz nehmen darf. Es stellt sich heraus, dass Rachel und ihr Mann Simon seit 2003 immer wieder für längere Zeit herkommen und als Freiwillige für die tibetische Gemeinde hier arbeiten. Dabei lehren sie hauptsächlich Englisch. Wir unterhalten uns angeregt den ganzen Abend und ich beschließe am Ende meinen Teil beizutragen und die Rechnung zu übernehmen. Gegen halb elf bin ich zurück in meinem Zimmer und denke nur „Was für ein heiliger Abend!“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Durch die Berge nach Delhi&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich benötige statt einem zwei Tage um südlich, entlang der Himalaya-Ausläufer zu fahren. Übernachtungsmöglichkeiten finde ich in Mandi und Shimla. In Letzterem muss ich auf eine Luxusherberge ausweichen, weil halb Delhi zur Zeit hier oben ist und ich nach dem zehnten Hotel nur noch dieses Zimmer für fast 50 Euro zur „Auswahl“ habe.&lt;br /&gt;Im wahrsten Sinne des Wortes Höhepunkt ist in diesen Tagen die Überquerung eines 3070 Meter hohen Passes. Die letzten 500 Meter sind hart vereist und ich habe Glück, dass über dem Eis noch etwas Dreck liegt, der mir Halt gibt. 100 Kilometer weiter trete ich bei meiner Hinterradbremse ins Leere. Trotz schonender Fahrweise sind die Bremsbacken vollkommen verschlissen. Ich baue neue ein. Eventuell muss ich die Bremsscheiben irgendwo mal abdrehen lassen. Sie haben einige Schlieren.&lt;br /&gt;Der Weg nach Delhi ist schließlich über eine gut ausgebaute Autobahn kein großes Problem.&lt;br /&gt;Was allerdings ein Hindernis darstellt, ist einen Ort zu finden, wo ich mein Motorrad für die nächsten zweieinhalb Wochen, wenn Helge kommt, sicher abstellen kann. Ich hoffte hier auf das Hotel in dem ich untergekommen war aber bei diesem und bei allen anderen im Umkreis ist dies absolut nicht möglich. Delhi hat 14 Millionen Einwohner und erstreckt sich über ein riesiges Gebiet. Und trotz dieser großen Ausmaße sind die Wohnviertel eng und kaum ein Platz ist ungenutzt.&lt;br /&gt;Ich habe noch einen ganzen Tag Zeit und beginne am Morgen damit südlich in einem besseren Viertel und nordöstlich in einer tibetischen Enklave nach einem anderen Hotel mit Stellplatz zu suchen. Die Tibeter sind vollkommen ausgebucht und im Luxusviertel im Süden ruft die feine ältere indische Dame Preise auf, dass ich um Luft ringe.&lt;br /&gt;Durch Zufall lande ich in einer Art Reisebüro im Zentrum. Man gibt mir dort zu verstehen, dass es sicherlich möglich wäre das Motorrad im angeschlossenen und bewachten Hinterhof abzustellen aber das eine Buchung einer Taxitour quasi eine Garantie darstellt. Diese Verbandelung gefällt mir zunächst nicht und ich finde auch noch eine zentrale Tiefgarage in der eine Unterbringung möglich wäre. Nachteil hier: Alle Welt parkt hier für ein paar Stunden und ich für mehr als zwei Wochen. So etwas fällt auf Dauer auf und lockt schnell ungebetene Interessenten an. Zurück beim Reisebüro denke ich mir, dass es ja nichts schadet sich mal ein paar Preise für eine Taxifahrt durch Rajastan aufschreiben zu lassen. In der Tat berät Manu, der Chef dort, mich gut und wir werden uns nach der obligatorischen Preisschacherei einig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wiederdersehen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen ist es endlich soweit. Nach drei langen Monaten sehe ich Helge wieder. Früh fahre ich mit dem Taxi an den Flughafen. Wie so oft in dieser Jahreszeit ist Delhi von einer dicken Nebelwand verhüllt. Der Taxifahrer findet den Weg aber mühelos. Als Helge mit leichter Verspätung in der Empfangshalle erscheint ist die Freude groß.&lt;br /&gt;Wir steigen in das Taxi und fahren Richtung Hotel. Der Wagen in dem wir fahren ist ein Ambassador, ein Nachbau eines englischen Klassikers. Am Steuer sitzt Ashok. Er und sein Gefährt werden uns die nächsten 10 Tage durch den Bundesstaat Rajastaat im Nordwesten Indiens fahren. In Europa wäre so etwas preislich unmöglich. In Indien ist es erschwinglich. Nach einer kleinen Erholung vom Flug beginne ich Helge zu zeigen wo sie gelandet ist. Sich nach einem 8 Stundenflug in Zentral-Delhi zwischen Motorrikschas und Kühen wieder zu finden ist mit Sicherheit ein leichter Kulturschock.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag beginnt unsere Reise auf dem Rücksitz des Ambassadors mit dem Ziel  Jaipur. Es folgen die Städte Jodhpur, Udaipur, Pushkar und schließlich Agra, wo das weltberühmte Taj Mahal steht. Es sind Tage gefüllt von vielen Eindrücken, leckerem Essen, herrlichem Wetter und unzähligen Lassies. Wir übernachten in kleinen Hotels und Guest Houses und haben eigentlich immer Glück. Ashok muss ich gleich zu Anfang ein wenig in die Bahnen weisen, damit unsere Tour keine Butterfahrt wird. Es stellt sich später heraus, dass die Taxifahrer Coupons für jeden Touristen kassieren, den sie bei bestimmten Geschäften vorstellen. Und natürlich will er uns daher bei einigen Orten reinschauen lassen. Er muss schnell begreifen, dass wir nicht zum Einkaufen hier sind, uns unsere Hotels selbst aussuchen und am Abend auch mal aus der Stadt zum Hotel im Vorort zurück laufen. Wichtig ist uns auch, dass wir nicht an den Schnellstraßen in den überteuerten Touri-Imbissen halten, sondern dort wo auch die Inder ihren Milchtee trinken.&lt;br /&gt;Besonders beeindruckt sind wir von den sehr detailliert in Marmor verzierten Tempeln der Jain (besonders in Ranakpur) und natürlich vom Taj Mahal. Letzteres erleben wir im Sonnenaufgang. Danach darf uns Ashok ausnahmsweise noch ein paar Mal in einigen Geschäften vorstellen und seine Coupons einsammeln. Und da Agra eine Marmorstadt ist, landen wir prompt in einer Manufaktur, die detailierte Edelstein-Inlays in Marmorflächen einarbeitet. Jede Farbe benötigt dabei eine andere Steinsorte und es entstehen am Ende herrliche Muster und Farben, die besonders bei den weißen Marmortischen, die durchleuchtet werden, beeindruckend sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Per Zug nach Varanasi&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Agra verabschieden wir uns von Ashok und dem Ambassador und wollen per Nachtzug nach Varanasi fahren. Am Bahnhof angekommen ereilt uns ein leichter Schock. Unser Zug ist wegen Nebels gestrichen worden. Wir werden zum Station Master (Bahnhofsvorsteher) geschickt. Dieser ist ein viel beschäftigter Mann. Er sitzt an einem großen viktorianischen Schreibtisch mit sage und schreibe zehn Telefonen sowie großen Büchern. Scheinbar wahllos greift er mal zu diesem und mal zu dem anderen Hörer. Dann trägt er Dinge in die Bücher ein. Einen Computer gibt es nicht, dafür eine freche Maus, die hinter ihm nach Nahrung sucht.&lt;br /&gt;Er versteht unsere verzwickte Lage und rät uns den nächstmöglichen Zug zu nehmen und dort nach dem Einsteigen einfach nach zwei freien Liegeplätzen zu fragen. Beim Aufenthalt in der Wartehalle spielen sich nahezu unbeschreibliche Szenen vor uns ab. Da gibt es Familien, die sich auf dem Boden zusammengerollt in eine Decke hüllen. Ein Stück weiter verständigt sich ein taubstummes Bettlerpärchen mittels ein paar Handzeichen über die Ausbeute und Pannen des heutigen Tages.&lt;br /&gt;Schließlich kommt der Zug und wir steigen ein. Nach ein paar Diskussionen bekommen wir zunächst ein Bett und nachdem ich einen Zugbegleiter bestochen habe, noch ein Zweites. Wir reisen im 3-tier Liegewagen. Das bedeutet, dass es drei Betten übereinander gibt. Der gesamte Wagon ist dabei ein Raum der nur von paar Zwischenwänden unterteilt ist. Und da wo in Deutschland der Gang ist, sind hier zwei weitere Liegen untergebracht. Die Enge ist wirklich nur im Schlaf zu ertragen. An eine durchgängige Nachtruhe ist aber nicht zu denken. Da wird natürlich laut geschnarcht, hier läuft jemand vorbei, der Zug fährt und dann stoppt er und ich kontrolliere aller halber Stunde unsere Position auf meinem GPS. Wir sollen planmäßig um 4 Uhr morgens in Moghul Sarai, 15 km von Varanasi entfernt, ankommen. Doch der Zug rollt erst gegen 9 Uhr ein und wir sind nicht wirklich böse darum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Der innere Kampf um Indien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch in Varanasi liegt ein dicker Nebelschleier über der Stadt. Die berühmten Ghats (Treppen am Fkussufer) erstrecken sich einige Kilometer lang und es gibt sowohl Wohnhäuser als auch Tempel oberhalb. An zwei Stellen finden die Totenverbrennungen statt. Die Toten werden im Fluss gewaschen, dann in Seide gehüllt und auf einem 250 – 300 Kilogramm schweren Holzscheiterhaufen verbrannt. Das Holz dafür wird bis zu 1900 Kilometer weit aus Kerala im Süden geholt, da hier im Umkreis nicht mehr genug Waldflächen zur Verfügung stehen. Die Brust der Männer und die Hüften der Frauen werden nicht vollständig verbrannt. Sie werden im Fluss versenkt und von den Fischen gefressen. Der Fisch der von dem Fleisch frisst entscheidet am Ende ob die Person ‚rein’ war und damit den ewigen Wiedergeburtskreislauf durchbrechen kann und ins Nirvana kommt. Die restliche Asche wird in den Fluss gestreut.&lt;br /&gt;In fünf Fällen werden die Toten nicht verbrannt, sondern mit Steinen beschwert im Fluss versenkt. Dies gilt für Kinder unter 9 Jahren, schwangere Mütter, Menschen die durch einen Schlangenbiss starben, heilige Männer und an Lebra Erkrankte, die eine Gliedmasse verloren haben. Die Verbrennungen sind öffentlich und jeder kann zusehen.&lt;br /&gt;Beim Spaziergang entlang der Ghats kämpfe ich mit mir selbst. Dies soll angeblich ein besonderer Ort sein. Ich versuche mich für alle Dinge zu öffnen aber es gelingt mir nicht wirklich. Diese Kultur ist so unglaublich weit von meiner entfernt. Das direkt neben den Totenverbrennungen uriniert wird und Rinder und Wasserbüffel ebenfalls in unmittelbarer Nähe überall hin koten, gibt dem Ort und der Zeremonie nicht unbedingt etwas Erhabenes. Der Ganges ist quasi tot und die früheren Fischer bieten nun ihre Dienste als Wasserchauffeure an. Und trotzdem baden Viele im Fluss und 100 Meter flussabwärts neben den Verbrennungen wird Wäsche gewaschen und danach auf den dreckigen Stufen zum trocknen ausgelegt. Die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maslowsche_Bed%C3%BCrfnispyramide"&gt;Masslowsche Bedürfnispyramide&lt;/a&gt; gilt hier in Ihrer bekannten Form nicht, das steht fest. Es scheint als wäre das Ziel der persönlichen Vervollkommung hier nie angekommen. Man muss aber auch gestehen, dass es die negative westliche Gier nicht gibt. Die meisten akzeptieren ihre durch Geburt getroffene Einreihung in Gesellschaft und soziale Schicht und ordnen sich so klaglos in den scheinbar unveränderlichen Strom des Lebens ein. Der Antrieb zur Verbesserung ist so kaum vorhanden. Wäre dies immer noch eine reine Agrargesellschaft, wären die Folgen dieses Fatalismus vergänglicher Art. So aber leiden die Meisten unter den durch die westliche Zivilisation eingebrachten Neuerungen und den ungelösten und beispiellosen Folgen Luftverschmutzung, Müll insb. Plastik, ungeklärte Abwässer, schlechte Trinkwasserqualität, hohe Kindersterblichkeit etc.. Und die Leidensfähigkeit scheint an einigen Orten unbegrenzt. Generell frage ich mich ob Indien ein riesiges Experimentierfeld dafür ist herauszufinden, wie weit Menschen bereit sind Dinge einfach hinzunehmen.&lt;br /&gt;Aber ich werde mich weiter bemühen Indien mehr und näher kennenzulernen. Wer weiß, was im Süden anders ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/o3_JNkL7lph9Uv-00qE1Qw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN01yCK2BI/AAAAAAAAFEI/Iil-XhVtqfo/s400/P1050551.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;DER Pass&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/2AIey5L0uxXgunq41RHzDA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN07Bd8GNI/AAAAAAAAFEg/GVGAF62XhXg/s400/P1050653.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Ambassador, Ashok (unser Fahrer) und "the cute lady"&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/nRqSfsL-Mbw4Wj-9uNItWg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN02xnu1rI/AAAAAAAAFEQ/9UnGl47Bat4/s400/P1050622.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Amber Fort bei Jaipur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/fdoBP1Ua1b0Rttr0NQKNbg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN04cUpTNI/AAAAAAAAFEY/iAHSzEg6ryg/s400/P1050641.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Galta Tempel...der Affentempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Eyy-eeHdwnuR5OqVHisc6g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN09RvOfEI/AAAAAAAAFEo/FzHu1TvrmNc/s400/P1050668.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jain-Tempel in Ranakpur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/2XcXeMl-K2hvsF4tHxqBYg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN0-z6Ec8I/AAAAAAAAFE0/_foyDjhN7Bc/s400/P1050688.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nochmal Ranakpur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Nnndfj8kjqxhFThiuMSSsA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN0_gu-nbI/AAAAAAAAFE8/HAhmCrHSPSY/s400/P1050699.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lecker Essen auf einem der vielen Dachrestaurants in Udaipur&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/-1nRFO-WMYcZntuPAQzahQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN1AmgFEtI/AAAAAAAAFFE/on7TEsu3nP0/s400/P1050715.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lake Palace Hotel in Udaipur...vielen Bekannt aus James Bond - Octopussy&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/mCgI5LqlEL7M6fR2MS8UTQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWtnBo9HdiI/AAAAAAAAFGc/BrmrlpDSQ2I/s400/P1050874.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Taj Mahal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/4_vKVSS7GbpLyAJ0qEgH8Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWtnAmjqm_I/AAAAAAAAFGU/vc_Obh_OTGw/s400/P1050863.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...ohne Zeit und Raum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/THdgmu0tisTPuv8BCPjQ8Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWtnDCOez2I/AAAAAAAAFGk/bugEgs3N1rg/s400/P1050905.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ghats in Varanasi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/IFaa5dSHrBEEufH3IbFF0Q?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWtm-3ESAfI/AAAAAAAAFGM/VZF94oP6kwY/s400/P1050902.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ja Baby genau diesen Blick will ich...halten...Danke!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2820240129525094495?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2820240129525094495/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2820240129525094495&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2820240129525094495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2820240129525094495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2009/01/ein-ambassador-das-taj-mahal-und-immer.html' title='Ein Ambassador, das Taj Mahal und immer wieder der Kampf um Indien'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SWN01yCK2BI/AAAAAAAAFEI/Iil-XhVtqfo/s72-c/P1050551.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-3882056272662404393</id><published>2008-12-23T16:32:00.006+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:40.663+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='17_Indien'/><title type='text'>Weihnachten im Himalaya</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Hindustan hier komme ich&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich in Indien, denke ich auf dem Weg nach Amritsar. Ich habe es bis hierher geschafft. Als ich im Juli daran dachte, um die Weihnachtszeit in Indien zu sein, schien mir dieser Gedanke surreal. Nun ist es Wirklichkeit.&lt;br /&gt;Ich checke im Hotel Blue Moon ein, in dem Stephan freundlicherweise schon mal den Preis für mich vorverhandelt hat. Er ging schon einen Tag vor mir über die Grenze und wir treffen uns hier wieder und nehmen eine gemeinsame Motorrikscha zum goldenen Tempel, dem Wahrzeichen Amritsars.&lt;br /&gt;Ich bleibe auch den folgenden Tag noch in der Stadt und bin mehrfach am und im Tempel. Er ist das höchste Heiligtum der Sikhs und steht in mitten des Amrit Sarovar (dem Nektarbecken…einem See). Hier wird Religion offen gelebt. Am Sonntag ist es sogar recht voll und die Schlange auf der schmalen Brücke zum Tempel ist lang. Auch beim Speisesaal, bei dem kostenlos Essen ausgegeben wird, ist die Menschenschlange lang. Und davor kann man sehen, wie Viele mithelfen das Essen vorzubereiten oder das Blechgeschirr abzuwaschen. Alles ist Generalstabsmäßig organisiert und … es klappt. Gegen 15:00 Uhr sind plötzlich rund 100 Männer mit Eimern bewaffnet zur Stelle und es ist Zeit den Tempel zu säubern. Dazu wird Wasser aus dem See einfach über die Marmorböden und an die Marmorwände gekippt und dann mit großen Abziehern wieder zusammengeschoben. Die gesamte Szenerie wird ununterbrochen von den Gesängen und Gebeten der Priester im goldenen Tempel begleitet, die über große Lautsprecher ständig hörbar sind. Am Grab des Gründers Guru Nanak wird ununterbrochen aus dem heiligen Buch der Sikh gelesen und die Menschen prozessieren vorbei und bringen kleine Essensopfer. Ich sitze mehr als zwei Stunden an einer Stelle und betrachte das Treiben. Das hat schon was.&lt;br /&gt;Indien ist schon ein wenig moderner als Pakistan. Das sieht man vor allem am Straßenbild.&lt;br /&gt;Was mir außerdem sofort ins Auge sticht sind … Frauen. Die letzten Wochen habe ich nur verschleierte Frauen mit Hejab (traditionelles Kopftuch), Djador (schwarze Robe) oder gar Burka (Vollverschleierung) gesehen. Das hatte sich im Osten Pakistans schon entspannt.&lt;br /&gt;In Indien nun sieht man Frauen mit offenen Haaren. Sie haben knallbunte Salvare an und tragen offen Schmuck. Ich gebe zu, die ersten paar indischen Frauen habe ich angestarrt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;In den Bergen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor ich Helge in ein paar Tagen in Delhi wieder sehe, habe ich noch etwas Zeit. Mehrfach wurde mir von Sam (2) und Stephan die Himalaya Region empfohlen. Gut, es sind nur 200 Kilometer bis dahin, also los.&lt;br /&gt;Mein Ziel der Ort Mcleod Ganj bei Dharamsala. Er ist bekannt geworden, weil hier der Dalai Lama sein Exil-Heim hat. Den Weg über wundere ich mich, dass der Höhenmesser nur wenig ansteigt. Auch als ich in den Bundesstaat Himaachal Pradesh einfahre sehe ich am Horizint noch keine Berge. Die Berge des Himalaya steigen sehr abrupt aus der Ebene auf und das Vorgebirge ist deshalb recht schmal. Daher haben es erst die letzten 30 Kilometer in sich.&lt;br /&gt;Ich durchquere Dharamsala und finde in Mcleod Ganj schnell ein Zimmer zu einem fairen Preis. Es hat zu drei Seiten Fenster und erstrahlt im Sonnenlicht. Bei einem ersten Rundgang durch den kleinen Ort mit vielen Hotels, fallen natürlich sofort die vielen buddhistischen Mönche und Nonnen in den traditionellen Gewändern auf. Aber es hat sich auch schon eine mehr oder weniger erleuchtete temporäre Gemeinde aus Ausländern gebildet. Die typischen Rastafaries eben. Nach dem ich den Sonnenuntergang mit Blick auf die Berge genossen habe, gehe ich tibetisch Essen. Die Nuddelsuppe mit Lammfleisch ist echt lecker. Dazu gibt es ein Glas dicken Zitronentee.&lt;br /&gt;Heute nun war ich wandern. Ich wollte das Ende des Vorgebirges erreichen um einen guten Blick auf die schneebedeckten Berge dahinter zu erhaschen. Leider gelang mir dieses nach über vier Stunden Wanderung nicht. Ich habe über 500 Höhenmeter bewältigt, bin aber irgendwo vom Weg abgekommen und musste mich über Ziegenpfade und teils quer Feld ein durchschlagen. Am Ende musste ich einsehen, dass die obere Kante des Höhenzuges wahrscheinlich weitere 500 bis 800 Meter über mir liegt und es an einem Tag schlecht zu schaffen ist. Über 2000 Metern hatte ich auch ein wenig mit der Höhe zu kämpfen. Man glaubt ja gar nicht wie schwer die Beine schon in dieser Höhe nach einem leichten Anstieg werden. Da kann man nur sagen, Respekt Reinhold!&lt;br /&gt;Nach einer Dusche und zwei meiner Lieblingsriegel Schokolade von Cadburry ging es dann noch mal zum Tsuglagkhang Komplex, dem Exil-Sitz des Dalai Lama. Eine persönliche Audienz war leider nicht möglich aber ich habe die einfachen Tempel besucht und natürlich das tibetische Museum. Das die Chinesen auch ausgerechnet während der eigenen Kulturrevolution Tibet einnehmen mussten, ist tragisch. Dadurch wurden in kürzester Zeit tausende Stätten der tibetischen Kultur zerstört. Und nun können die Chinesen Tibet nicht mehr aus den Krallen geben, weil sie sonst ihr Gesicht vor der Welt verlieren würden. Und was das für Asiaten bedeutet, dürfte klar sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Weihnachten unterwegs&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor zwei Tagen war ich ein halbes Jahr unterwegs. Das war für mich ein besonderer Tag. Ich habe in diesen sechs Monaten viel gesehen und bin vielen interessanten Menschen begegnet.&lt;br /&gt;Morgen beginnt nun Weihnachten. Und ich werde wieder allein sein.&lt;br /&gt;Aber ich habe ein schönes Zimmer, habe mir Räucherstäbchen und Kerzen gekauft und über meinen Rechner läuft abwechselnd das Weihnachtsoratorium von Bach und die von mir so heiß geliebte amerikanische Weihnachtsmusik von Bing Crosby. Ich werde mich morgen Abend irgendwo stundenlang mit Essen voll schlagen und am nächsten Tag nach Shimla weiterziehen.&lt;br /&gt;Es ist nicht ganz einfach hier ein Weihnachtsgefühl zu entfachen. Aber es wird mir schon gelingen und schließlich wollte ich das ja alles auch so, bin gesund und guter Dinge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Hoffnung, dass es meinen Lesern auch so geht, wünsche ich ein geruhsames und feierliches Weihnachtsfest.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/D9dZEz1_fHAy2oTrDDvsdw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFmYcce4I/AAAAAAAAFAY/WUiC_48WDy4/s400/P1050429.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Goldener Tempel bei Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/_gA8KpApYXiH4iQgd9Y4Og?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFjb0FoOI/AAAAAAAAFAI/qvjgNaYq_aA/s400/P1050396.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und bei Nacht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/8E2sraivyf6HAUXrHU-EPg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFk4aeb2I/AAAAAAAAFAQ/WC_O_SrVg0w/s400/P1050422.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und noch ein Tempel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/8JxLvZuHA5oiaOvOJkapbw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFntK7i2I/AAAAAAAAFAg/q1jaY1M4xUg/s400/P1050469.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nicht der Drachentöter...der Drachensammler&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/RxVm44t-EZWOp54kjLGmGQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFo99wHGI/AAAAAAAAFAo/9jLhg09igwU/s400/P1050479.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein Zimmer in den Bergen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/J7SxY_DhJAxnOlnU5mP_AA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFqGclGfI/AAAAAAAAFAw/jLZLVn-Gqdg/s400/P1050493.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick auf Mcleod Ganj&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Uo-r1zy7mAKAX_EsTlaKEg?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFq0lnp8I/AAAAAAAAFA4/iv3m7AdDxbE/s400/P1050504.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gelebter Glaube&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/zHT39MG10fIzfwNZAYMtKw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFsEddLuI/AAAAAAAAFBA/pUxZUUMq-74/s400/P1050507.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;In einem der Tempel des Tsuglagkhang Komplexes&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-3882056272662404393?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/3882056272662404393/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=3882056272662404393&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3882056272662404393'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/3882056272662404393'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/12/weihnachten-im-himalaya.html' title='Weihnachten im Himalaya'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SVEFmYcce4I/AAAAAAAAFAY/WUiC_48WDy4/s72-c/P1050429.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2808030328246739265</id><published>2008-12-22T17:15:00.000+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:23.802+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='16_Pakistan'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='DesperadoTV'/><title type='text'>DesperadoTV - Taxi fahren in Pakistan</title><content type='html'>&lt;object width="480" height="397"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/AsZmcAVKLU4&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;color1=0xBA8247&amp;amp;color2=0xBA8247&amp;amp;border=1&amp;amp;&amp;amp;ap=%2526fmt%3D18"&gt;&lt;param name="wmode" value="window"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/AsZmcAVKLU4&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;color1=0xBA8247&amp;amp;color2=0xBA8247&amp;amp;border=1&amp;amp;&amp;amp;ap=%2526fmt%3D18" type="application/x-shockwave-flash" wmode="window" width="480" height="397"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2808030328246739265?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2808030328246739265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2808030328246739265&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2808030328246739265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2808030328246739265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/12/desperadotv-taxi-fahren-in-pakistan.html' title='DesperadoTV - Taxi fahren in Pakistan'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2653485700491853524</id><published>2008-12-19T12:15:00.001+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:23.802+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='15_Iran'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='16_Pakistan'/><title type='text'>Eroberung des Subkontinents</title><content type='html'>&lt;span&gt;Ok,&lt;/span&gt;&lt;span&gt; habe lange nichts von mir hören lassen&lt;/span&gt;&lt;span&gt;. War ein weiter Weg vom Iran bis an die indische Grenze und viel ist passiert. Daher nun viel Text und viele Bilder.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Abendschule in Shiraz&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unter Shiraz hatte ich mir mehr vorgestellt. Aber nach Esfahan ist es wirklich schwer als Stadt an einem Fluss im Iran auf der Bewertungsskala ganz oben aufzutauchen!&lt;br /&gt;Jedenfalls sprach mich am Grab von Hafez, einem der größten persischen Dichter und Philosophen, ein Lehrer an und bat mich, doch am selben Tag einmal in seiner Abendschule vorbeizuschauen um den Unterricht aufzulockern.&lt;br /&gt;Versprochen und gehalten rollte ich samt Bike kurz vor 18:00 Uhr vor der alten Schule vor und Ali, der Lehrer stellte mich und Stefan, den ich mit eingeladen hatte, erst dem Lehrerkollegium und dann den Schülern vor. Die Klasse der Abendschule bestand aus männlichen Teilnehmern zwischen Anfang zwanzig bis über fünfzig. Der älteste Teilnehmer hat eigentlich drei Jobs und war recht wissbegierig.&lt;br /&gt;Nach einer halben Stunde hatten wir genug erzählt und verschwanden wieder.&lt;br /&gt;In einem traditionellen iranischen Restaurant ließen wir den Tag bei köstlichen persischen Spezialitäten und Live-Musik ausklingen. Das gefiel nicht nur uns, sondern auch den reichlich anwesenden Einheimischen der besseren Gesellschaft, die zu einigen Liedern klatschten und mitsangen.&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Persepolis"&gt;Persepolis&lt;/a&gt; liegt ungefähr 60 Kilometer östlich von Shiraz und war vor tausenden von Jahren die temporäre Hauptstadt des persischen Reiches. Die auf einem künstlichen Plateau errichteten Hauptgebäude sind freilich nur noch Überreste ihrer selbst. Klar lässt sich aber an den vielen kunstvollen Gravuren von Menschen und Tieren an den Wänden sowie den übergroßen Figuren an den Toren zur Stadt, der hohe Entwicklungsgrad dieser frühen Kultur erkennen. Besonders beeindruckt mich, dass der Stil, der natürlich so viel anders ist als die Dinge die ich in Syrien oder Jordanien gesehen habe, bei wirklich jeder Abbildung durchgehalten wurde. Da sitzt jede Locke im Bart des Perser-Königs Xerxes…auch bei der letzten Gravur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wüstenklima&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stefan und ich beschließen weiter zusammen zu fahren und auch den Grenzübertritt nach Pakistan im Bund zu wagen.&lt;br /&gt;Aber bis dahin sind es noch einige Tage Fahrt. Wir müssen zuerst die über 500 Kilometer ins östlichere Kerman überwinden und dann über Bam zur Grenze. Auf der Karte lassen sich dabei einige Höhenzüge erkennen, die mit über 2500 Höhenmetern gekennzeichnet sind.&lt;br /&gt;Die Fahrt nach Kerman wird in zwei Etappen gesplittet. Es stellt sich heraus, dass diese Entscheidung sehr gut war, denn die Höhe hat es in sich.&lt;br /&gt;Schon auf der Fahrt nach Sirjan, zwischen Shiraz und Kerman, steigt die Straße schnell an und bald liegt Schnee links und rechts der Fahrbahn. Wir halten an, um uns bei einem Tee aufzuwärmen. Bald aber müssen wir weiter um die Tagesetappe zu schaffen. In Sirjan kommen wir durchgefroren an und genießen jeder eine halbe Stunde unter der warmen Dusche. Am nächsten Tag geht es die restlichen Kilometer nach Kerman und wir erreichen wiederum das rettende Hotel als Eisblöcke. Wir sind uns einig, dass wir die Höhe und die klimatischen Verhältnisse im Iran um diese Jahreszeit beide falsch eingeschätzt haben. Wir waren beide mind. die letzten drei Wochen nicht unter 1000 Höhenmetern im Iran. Und diese Höhe fordert um diese Jahreszeit ihren Tribut.&lt;br /&gt;Nach einem Tag Rast in Kerman wird es Zeit das iranische Hochplateau und damit die Kälte endgültig Richtung Bam zu verlassen. Aber noch einmal geht es über 2800 Meter und wieder liegt Schnee (zwischen 10 und 20 Zentimeter) neben der Fahrbahn. Doch dann rollen wir bergab und das sonnige Wetter und die vielen Dattelpalmen in Bam erwärmen uns, zumindest innerlich, langsam für den Süden. Wirklich warm ist es aber immer noch nicht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zwölf Sekunden…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bam gelang 2003 zu trauriger Berühmtheit, als ein 12-sekündiges Erdbeben ein Drittel aller Einwohner der Stadt (40-tsd.) in den Tod riss. Ein solch markantes Ereignis, dass nur 5 Jahre zurück liegt, drückt einer Stadt natürlich ihren Stempel auf. Noch immer stehen viele Container an der Straße, die nun nicht mehr notdürftig bewohnt werden, sondern als Geschäfte und Werkstätten dienen. Der gesamte Bazar besteht z.B. aus Containern. Über all wird noch immer gebaut. Und der Baustil hat sich grundlegend verändert. Niemand baut mehr mit Lehmziegeln. Es wird massiv gebaut und zwar indem ein Stahlgerüst als Skelettstruktur des Hauses zusammengeschweißt und mehrere Meter tief im Boden verankert wird. Die Räume zwischen den massiven Stahlträgern werden dann einfach zugemauert und Decken werden in Beton gegossen oder in Hohlsteinen gelegt. Diese komischen Kästen passen irgendwie nicht zu den großzügigen Dattelplantagen ringsum aber sie geben den Einwohnern wohl ein sicheres Gefühl.&lt;br /&gt;Untergekommen sind wir in Akbars Guesthouse. Akbar war mal Englischlehrer, führt aber nun schon viele Jahre ein kleines Hotel. Auch er hat bei dem Beben alles verloren. Drei seiner Gäste starben. Aber er hat nicht aufgegeben und hat wieder neu gebaut. Das neue Hotel steht schon und der Innenausbau soll bald weiter voran schreiten. In einem der ersten fertigen Zimmer schlafe ich.&lt;br /&gt;Wir bitten Akbar uns den Friedhof zu zeigen und er erklärt sich bereit uns zu fahren. Auf der Fahrt erzählt er, dass das Beben in den ersten zwei Sekunden am stärksten war und viele Bewohner im Schlaf in den Tod riss. Auf meiner Frage, wie viele Menschen er verloren hat, sagt er nur … „48“. Als wir auf dem Friedhof ankommen weint er leise bei der Vorbeifahrt an den Gräbern. Komplette Familien liegen hier begraben. Im Hintergrund ist ein riesiger Schuttberg zu erkennen. Und das Leben geht einfach weiter…&lt;br /&gt;Das die Zitadelle von Bam als Weltkulturerbe ebenfalls fast vollständig zerstört wurde, erscheint da fast nebensächlich. Die riesige nur aus Lehmziegeln erbaute und mit Lehm verputzte Anlage wurde durch die Schockwellen förmlich atomisiert. Uns gelingt sogar eine Besichtigung der sonst für Besucher gesperrten oberen Festungsanlage. Stephan fragt einfach bei einer geführten Gruppe von Ingenieuren, ob wir uns anschließen könnten und die iranische Gastfreundschaft lässt hier natürlich mal wieder ein ‚Nein’ nicht zu. Der Blick von oben auf die Zitadelle mit ihren einst mächtigen Mauern und hunderten Gebäuden offenbart, dass der geplante Wiederaufbau zu unseren Lebzeiten wohl nicht mehr zu schaffen ist. Schade!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wer eskortiert hier wen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durch die Wüste Lut (Dasht-e Lut) fahren wir in einem großen Bogen nach Osten. Man hat uns gesagt, dass man die Grenze an einem Tag von Bam aus erreichen und überschreiten kann, um dann auf der anderen Seite zu übernachten.&lt;br /&gt;Also starten Stephan und ich früh. Die Wüste Lut ist eine riesige sandige Ebene zwischen dem iranischen Hochplateau im Westen und einem Bergzug im Osten der von der Afghanischen Grenze bis nach Pakistan hinein reicht. Die Straßen sind schnurgerade und wir lassen es laufen. Viel Verkehr ist hier nun gerade nicht zu verzeichnen.&lt;br /&gt;In Zahedan wird getankt und weiter geht’s. Bis zur Grenze sind es 95 Kilometer und es geht durch bergiges Gelände das als Drogentransportweg aus Pakistan und Afghanistan Richtung Europa bekannt ist. Auch sind die Balouchis (die Stämme dieser Region) nicht unbedingt beliebt bei den Iranern, denn es gibt immer wieder mal Streit zwischen den Stämmen bzw. mit der Zentralregierung.&lt;br /&gt;40 Kilometer vor der Grenze werden wir an einem Posten angehalten. Das weitere Gebiet sei nicht ungefährlich und wir bekommen deshalb eine Eskorte. Nach zehn Minuten meine ich im Scherz zu Stephan: „Der Kollege hier hat sich ja angezogen als würde er nicht im Geländewagen, sondern im Freien fahren.“. Und tatsächlich will er bei einem von uns aufsteigen und mitfahren. Das reden wir ihm aber ganz schnell aus. Stephan hat gar keine Sozius-Fußrasten mehr dran und wo soll er bitte bei meinem ganzen Gepäck sitzen?&lt;br /&gt;Also muss auf ein Auto gewartet werden, dass ihn mitnimmt. Eine Waffe hat der junge Grenzpolizist nicht. Dafür aber unsere Pässe.&lt;br /&gt;Beim dritten Posten mit einem neuen Grenzbeamten beharrt man darauf, dass man doch bei uns mitfahren könnte. Wir stellen auf Stur. Ich fange an Druck aufzubauen und fordere die inzwischen 5 jungen Grenzer auf ihren Vorgesetzten zu holen. Die denken gar nicht daran. Ich erkläre, dass ich nicht verstehe was das soll und warum nicht der recht neue Toyota Hillux 20 Meter weiter bemüht wird. Der hat keinen Sprit mehr…ist die Antwort. „Ihr habt die zweitgrößten Ölreserven der Welt und keinen Sprit für einen Geländewagen der Grenzpolizei?“. Stephan wirft richtig ein, dass ja auch nicht wir sie eskortieren sollen, sondern sie uns! Nach weiteren 10 Minuten kommt ein verpennter Offizier aus einem Gebäude, steigt in den Toyota und fährt die 5 Minuten bis zur Grenze mit uns. „Herr je, war das ein schlechter Abgang für den Iran!“ denke ich!&lt;br /&gt;Erst nachdem das Tor wieder hinter uns geschlossen ist, wird uns mitgeteilt, dass heute wegen eines Feiertages die Grenze geschlossen ist und wir doch bitte im Hotel in der großen Grenzstation übernachten. Toll! Wir finden nach einiger Sucherei das Hotel und werden von Christian aus Offenbach begrüßt. Er kam von der pakistanischen Seite und sitzt hier samt Lada Niva ebenfalls bis morgen fest. Beim Abendessen tauschen wir Geschichten und Empfehlungen aus.&lt;br /&gt;Als wir am nächsten Tag den Iran verlassen, gibt Stephan einmal zu viel Gas und ist schon an der pakistanischen Grenzstation vorbeigeschossen. Kein Schlagbaum oder Tor markiert den Übertritt nach Pakistan. Die Gebäude sind geradezu winzig gegen die riesige iranische Grenzstation und der Zoll ist gleich mal 500 Meter weiter.&lt;br /&gt;Und kaum sind wir drüben, ist es warm und man könnte sich die Kleider vom Leib reißen. Jetzt heißt es außerdem links zu fahren.&lt;br /&gt;Auf dem weiteren Weg treffen wir noch ein deutsches Radfahrer-Duo aus Nürnberg die auch schon ihren Spaß mit den iranischen Grenzern hatten. Das scheint hier das Abschiedsgeschenk zu sein.&lt;br /&gt;Als wir in Dalbandin, einem kleinen Ort auf dem Weg nach Osten, ankommen, ist das Hotel verschlossen. Auch hier ist Feiertag. Bei der Fahrt durch die Ortschaft wird das Ausmaß des Unterschiedes zwischen dem Iran und Pakistan erst deutlich. Die Straße ist schlecht und teils gar nicht asphaltiert, es ist staubig und die Seitenränder stehen vor Dreck, Müll überall, Männer sitzen auf bespannten Holzgestellen (so groß wie Betten) an der Straße und trinken Tee, es riecht schlecht.&lt;br /&gt;Wir drehen wieder um und fahren zum verschlossenen Hotel zurück, weil wir keine andere Herberge sehen. Schnell bildet sich eine Traube von Menschen. Zum Glück sprechen ein paar Männer Englisch und schließlich findet sich jemand der den Besitzer anruft. Einer meint, er dachte die Grenze zwischen Deutschland und dem Iran wäre geschlossen. Es gibt keine direkte Grenze dazwischen, entgegnen wir. Ja ja, das wüsste er, natürlich liegt die Türkei dazwischen und dann komme erst Deutschland. Ein Weltbild herrscht hier!&lt;br /&gt;Wie man uns ebenfalls erklärt, sind viele der auffällig großen Autos hier illegal, d.h. nicht zugelassen und versichert und schon gar nicht mit echten Papieren. Die Nähe zur afghanischen Grenze und die Polizei, die hier angeblich nichts zu sagen hat bzw. bestochen wird, machen es möglich.&lt;br /&gt;Schließlich kommt der Besitzer und wir bekommen zwei schöne Zimmer für wenig Geld.&lt;br /&gt;In Dalbandin gibt es keine zentrale Stromversorgung und bei ein paar abendlichen Besorgungen stehen viele Generatoren auf der Straße und produzieren Strom und Lärm. Beim Bäcker bestellen wir 5 Fladenbrote. Er fordert mich auf, mich zu setzen und wie im Accord wird von einem Helfer der Teig vorbereitet, der Bäcker selbst befördert sie an die Innenwand des Erdoffens, löst sie nach genau vorbestimmter Zeit mit einem langen Besteck geschickt wieder und der andere Helfer packt ein und kassiert. Wir haben ein wenig sprachlose Konversation, denn der Bäcker spricht kaum Englisch. Aber genau für diese einfachen Begegnungen bin ich unterwegs.&lt;br /&gt;Ein Tag geht für die Akklimatisierung und die Suche nach Benzin in Quetta drauf. Hier herrscht gerade Benzinknappheit, weil die Einkaufspreise der Tankstellen nicht zu den staatlich festgelegten Preisen passen. Ein junger Mann aus einer guten Familie zeigt uns am Abend eine Tankstelle, bei der wir tanken und führt uns sogar noch in das große Haus seiner Familie.&lt;br /&gt;Dann geht es weiter Richtung Sukkur im Hindus-Tal.&lt;br /&gt;Der Abstieg von 1800 auf 100 Meter Meereshöhe bringt endgültig die Wärme zurück.&lt;br /&gt;Ein paar mal halten wir an, um uns bei Militärposten in Bücher einzutragen. Die Bücher sind eine gute Informationsquelle um zu erfahren, wie viele andere Reisende hier durch kommen. Ein Buch ist so dick wie ein Taschenbuch und bei weitem nicht voll. Es beginnt Anfang 2007. Fest steht, dass der Durchreiseverkehr doch recht dünn ist und zum Teil Tage oder gar Wochen niemand vorbei kommt…vor allem in dieser Jahreszeit.&lt;br /&gt;Ein Checkpoint weiter bekommen wir dann eine wirkliche Eskorte gestellt. Ein Jeep mit zwei bewaffneten Polizisten auf der Ladefläche. Da hat das dritte Welt Land Pakistan den Iranies was voraus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Not fast enough...&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg Richtung Hindus (der Fluss) gibt es weite Täler die bereit sind riesige Wassermassen Richtung Indischen Ozean zu transportieren. Die Vegetation wird immer mehr und manchmal kann ich meinen Blick kaum lösen von den leuchtend grünen Feldern mit Zuckerrohr, Bananen und Reis. Nach mehr als zwei Monaten auf trockenen Hochebenen, Bergen und in Wüsten ist der Anblick dieser verschwenderischen Vielfalt an der wunderbaren Farbe Grün ein Rausch. In den Trockengebieten sieht man jeden Eingriff des Menschen noch nach Jahrhunderten. Das heißt jede Ladung hin geschütteter Abraum vom Straßenbau liegt wo sie liegt und verschandelt das natürliche Bild der Umgebung. Vegetation weiß diese Eingriffe zu heilen. Auf dem Erdhaufen wächst einfach Gras und ein Busch oder ein Baum und alles sieht wieder harmonisch aus.&lt;br /&gt;Und weil die Straße Freude macht, wird Gas gegeben. Unsere Eskorte hat Mühe mitzuhalten. Bei einer Pause wird pakistanischer Tee gereicht. Er ist mit Milch und viel Zucker recht lecker. Aber wir verweilen nicht lang, denn die Strecke ist weit. Dies bewahrheitet sich vor allem am Ende, als die Straße 75 Kilometer vor Sukkur immer schlechter wird und der Verkehr zunimmt. Als die Ablösung der Eskorte nicht klappt, weil wohl gerade kein Polizeifahrzeug bei der Wache ist, hauen wir einfach ab. Bis zum nächsten Posten haben wir damit Ruhe vor den Jungs.&lt;br /&gt;Überladene LKWs schnauben langsam durch Schlaglöcher und wirbeln den darin liegenden feinen Staub und die eigenen Dieselabgase auf. Der Gegenverkehr ist kaum zu erkennen und hat trotz einsetzender Dämmerung kein Licht an.&lt;br /&gt;Beschleunigen, wieder einfädeln, Kopf raus und eine Lücke im Gegenverkehr erahnen, Gang runter, Spiegel rechts checken, Schulterblick, Gas, mehr Gas, Bremse, vor dem Minibus im Gegenverkehr links reinziehen, geht es auch links auf dem Seitenstreifen…? Wer hat in diesem Moment in meinem Kopf die Platte mit den Doors aufgelegt und den Titel „break on through (to the other side)“ auf volle Lautstärke gesetzt?&lt;br /&gt;Schließlich in Sukkur ist der einzige Vorteil der Eskorte, dass sie weiß wo die Hotels sind. Sie liefern uns beim Ersten ab. Das will uns aber nicht haben (genug freie Schlüssel hängen am Brett). Wir fahren, mal ohne Aufpasser, zu einem anderen und lachen über die Preisvorstellungen dort bei dreckigen Zimmern. In der Royal Inn Pension kommen wir schließlich gut unter. Aber wenig später klingelt mein Zimmertelefon und die Polizei fragt, was für morgen der Plan sei. Ich sage, dass ich das noch nicht weiß und wir das morgen früh entscheiden. Die nerven!&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen gegen neun steht tatsächlich wieder ein Pickup vor der Tür. Wir wollen den Bikes einen Ruhetag verschaffen und mit dem Taxi nach Moenjodaro, der Ausgrabung einer 4500 Jahre alten Stadt, fahren. Der Fahrer kommt mit einem recht neu aussehenden großen Toyota Corolla (mit Standarte!!!). Der Preis wird verhandelt und los geht’s.&lt;br /&gt;Der Taxifahrer fährt wie ein Henker. Er zieht zum überholen eiskalt hupend in den Gegenverkehr und danach wieder schnell rüber. Das scheint hier normal zu sein und klappt auch solange der Gegenverkehr mitspielt. Der Polizeiwagen fährt entweder hinter uns oder vor uns mit aktivierter Sirene. An den Distriktgrenzen wartet jeweils ein neuer Polizeiwagen und übernimmt. Diese ganze VIP-Behandlung geht uns zu weit und ist frustrierend.&lt;br /&gt;Die Fahrt dauert über zwei Stunden und Ergebnis ist ein Museumsbesuch und eine große aber nicht wirklich beeindruckende Ausgrabungsstätte. Auf dem Rückweg fahren wir noch am Grabmal der Familie Bhutto vorbei. Hier liegen wirklich 4 Familienmitglieder dieser mächtigen pakistanischen Familie…alle ermordet. Benazir Bhutto wurde vor einem Jahr bei einem Bombenattentat getötet. Ihr Grab in dem riesigen Gebäude ist voller Blumenblüten und ist schon jetzt eine Art Wallfahrtsort.&lt;br /&gt;Dann gibt der Fahrer noch mal richtig Gas (dachte schon mehr geht nicht …) und hält erst an als die Polizei Hunger äußert. Auch wir bestellen und essen etwas und bekommen am Ende die Gesamtrechnung aller Beteiligter (4 Polizeibeamte, Taxifahrer, Hotelbesitzer) präsentiert. Das macht uns sauer, denn die Leutchen hätten vorher mal fragen können. Wir beschließen, dass dem Taxifahrer vom Preis abzuziehen. Am Ende sagt aber der Hotelbesitzer, der uns ebenfalls begleitet hatte, dass er die Rechnung übernimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;meta equiv="Content-Type" content="text/html; charset=utf-8"&gt;&lt;meta name="ProgId" content="Word.Document"&gt;&lt;meta name="Generator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;meta name="Originator" content="Microsoft Word 11"&gt;&lt;link style="font-weight: bold;" rel="File-List" href="file:///C:%5CUsers%5CSascha%5CAppData%5CLocal%5CTemp%5Cmsohtml1%5C01%5Cclip_filelist.xml"&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:worddocument&gt;   &lt;w:view&gt;Normal&lt;/w:View&gt;   &lt;w:zoom&gt;0&lt;/w:Zoom&gt;   &lt;w:hyphenationzone&gt;21&lt;/w:HyphenationZone&gt;   &lt;w:punctuationkerning/&gt;   &lt;w:validateagainstschemas/&gt;   &lt;w:saveifxmlinvalid&gt;false&lt;/w:SaveIfXMLInvalid&gt;   &lt;w:ignoremixedcontent&gt;false&lt;/w:IgnoreMixedContent&gt;   &lt;w:alwaysshowplaceholdertext&gt;false&lt;/w:AlwaysShowPlaceholderText&gt;   &lt;w:compatibility&gt;    &lt;w:breakwrappedtables/&gt;    &lt;w:snaptogridincell/&gt;    &lt;w:wraptextwithpunct/&gt;    &lt;w:useasianbreakrules/&gt;    &lt;w:dontgrowautofit/&gt;   &lt;/w:Compatibility&gt;   &lt;w:browserlevel&gt;MicrosoftInternetExplorer4&lt;/w:BrowserLevel&gt;  &lt;/w:WordDocument&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;!--[if gte mso 9]&gt;&lt;xml&gt;  &lt;w:latentstyles deflockedstate="false" latentstylecount="156"&gt;  &lt;/w:LatentStyles&gt; &lt;/xml&gt;&lt;![endif]--&gt;&lt;style&gt; &lt;!--  /* Style Definitions */  p.MsoNormal, li.MsoNormal, div.MsoNormal 	{mso-style-parent:""; 	margin:0cm; 	margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:12.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-fareast-font-family:"Times New Roman";} @page Section1 	{size:612.0pt 792.0pt; 	margin:70.85pt 70.85pt 2.0cm 70.85pt; 	mso-header-margin:36.0pt; 	mso-footer-margin:36.0pt; 	mso-paper-source:0;} div.Section1 	{page:Section1;} --&gt; &lt;/style&gt;&lt;!--[if gte mso 10]&gt; &lt;style&gt;  /* Style Definitions */  table.MsoNormalTable 	{mso-style-name:"Normale Tabelle"; 	mso-tstyle-rowband-size:0; 	mso-tstyle-colband-size:0; 	mso-style-noshow:yes; 	mso-style-parent:""; 	mso-padding-alt:0cm 5.4pt 0cm 5.4pt; 	mso-para-margin:0cm; 	mso-para-margin-bottom:.0001pt; 	mso-pagination:widow-orphan; 	font-size:10.0pt; 	font-family:"Times New Roman"; 	mso-ansi-language:#0400; 	mso-fareast-language:#0400; 	mso-bidi-language:#0400;} &lt;/style&gt; &lt;![endif]--&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Akzeptanz und geschlossene Grenzen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einem Tag in Bahawalpur ist Lahore die letzte Stadt vor Indien. Die Strecke dahin dürfen wir sogar ohne Eskorte zurücklegen.&lt;br /&gt;Mit 9 Millionen Einwohnern ist Lahore schon recht groß. Das Fort und die Badshahi Moschee sind wirklich beeindruckend. Aber ein Gang durch die Altstadt offenbart ein anderes Gesicht. Die Lebens- und Arbeitsumstände hier sind wirklich für einen Mitteleuropäer schwer vorstellbar. Und das Ganze hat nicht vordergründig etwas mit Armut zu tun. Es ist viel mehr die vollständige Akzeptanz der gegebenen und erlernten Umstände und auch leider eine große Lethargie, die eine Verbesserung unmöglich machen. Oft würden kleine Handgriffe viel bewirken aber die Aufmerksamkeit dafür fehlt. Am Anfang regt einen das innerlich auf, weil man nicht versteht, warum nicht gehandelt wird und mal die Straße richtig gefegt oder die Wand richtig gestrichen wird. Auch ist klar, dass vieles an mangelnder Bildung und nicht an mangelndem Geld liegt. Keiner fragt „Warum ist das so? Ist das richtig so? Wie kann man das besser machen?“.&lt;br /&gt;Aber schnell versteht man, dass einen dieses Unverständnis nicht weiter bringt und gar eine unsichtbare Blockade errichtet, die einen von dieser Welt abschottet. Man muss also die Umstände akzeptieren, ohne sie vollständig zu ignorieren und sich auch vor einer Verurteilung der Menschen hüten.&lt;br /&gt;Wenn ich aber gefragt werde, wie ich Pakistan finde, sage ich offen, dass die Menschen sehr nett sind aber das Straßenbild sehr dreckig erscheint. Vielleicht nimmt ja doch mal einer den Besen in die Hand.&lt;br /&gt;Der Höhepunkt an diesen Tagen ist die Border Closing Ceremony in Wagha. Stefan und ich nehmen ein Taxi und sind pünktlich da, um dieses täglich stattfindende Schauspiel an einem Grenzposten zu Indien mitzuverfolgen. Da sind nun also zwei bunt angestrichene Tore und auf jeder Seite sind Tribünen errichtet auf denen mehrere Tausend Menschen Platz finden. Auf der pakistanischen Seite dürfen wir als Ausländer sogar ganz nah ran in die VIP-Reihe direkt an der Straße. Die Ränge in Indien sind brechend voll und bei uns in Pakistan vielleicht zu 75 Prozent.&lt;br /&gt;Die riesigen indischen und pakistanischen Grenzbeamten in historischen Uniformen ziehen eine mächtige, mit sehr lauter Musik hinterlegte Show ab. Da wird marschiert, getrampelt und geschrieen was das Zeug hält...die Britten lassen grüßen. Dann noch die Fahne einholen, kurzer Händedruck zwischen den Offizieren und dann wird das Tor zugeschlagen, dass es nur so knallt. Ein riesen Spaß!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Ys5P5rSV9RW4BborXR0EZA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5S6mkc8I/AAAAAAAAE3E/1w7eOnTufRE/s400/P1040872.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Moschee in Shiraz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/EEtIkd7Yc8cWzxr8-TmBlQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5T218rpI/AAAAAAAAE3M/d229xUdKZdU/s400/P1040891.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das "Tor zu allen Welten" in Persepolis&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7wgCyOjAveltW5YlcNSUkw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5Vdx7vVI/AAAAAAAAE3U/1nKswYTWeYs/s400/P1040960.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Teekränzchen in einem ehemaligen Hamam in Kerman&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/qkfTptDOXPMoyIZjGWKiLA?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5WHKSGiI/AAAAAAAAE3c/TKaAft2iCnQ/s400/P1040971.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Über die Berge nach Bam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/VbDX88F5r2hvoSxvUKj14A?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5XAUBnNI/AAAAAAAAE3k/lVIYnbijccM/s400/P1040978.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wenn mal nicht genug Platz ist...dann eben anders...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/BgrVgA4bKrY57s31Y2JhLQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5YX96VXI/AAAAAAAAE3s/w407TBYNdpg/s400/P1040979.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zerstörte Zitadelle von Bam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/SRg63inPLVwtidVNW6x_Tw?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5aFiGnbI/AAAAAAAAE30/B5WMy7EDMdk/s400/P1050039.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Neue Massivbauweise in Bam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/F0yoEIHbl7_CEguVA6y7xQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5bVW2m0I/AAAAAAAAE38/ZdtV5Di4qhk/s400/P1050044.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Royal Enfield Bullet eines Engänders, der in unserem Hotel bei dem Beben umkam&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Yg4c-evC1NoqejzvVW0DSQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5f3fu61I/AAAAAAAAE4Y/TRbBugvMVRc/s400/Weltreise.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;So sehen in Pakistan Trucks und Busse aus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/gOako-NM31s_rCSAF9ZF6g?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUt8r_P8RaI/AAAAAAAAE64/Lzv9dAzvgY8/s400/IMG_1525.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Neulich beim Bäcker&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a 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src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5h6XKe1I/AAAAAAAAE4o/zQVsYdZsbDE/s400/P1050245.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alte deutsche Druckmaschine...hier noch in Betrieb&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/pYU5qf2Y1r6zHUfEONWbTQ?feat=embedwebsite"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5jNcPm7I/AAAAAAAAE4w/6n0CbhPKbYI/s400/P1050360.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;border closing ceremony in Wagha&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2653485700491853524?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2653485700491853524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2653485700491853524&amp;isPopup=true' title='6 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2653485700491853524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2653485700491853524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/12/eroberung-des-subkontinents.html' title='Eroberung des Subkontinents'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SUp5S6mkc8I/AAAAAAAAE3E/1w7eOnTufRE/s72-c/P1040872.JPG' height='72' 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Zunächst geht es mit genau diesem aus Teheran heraus natürlich nur langsam voran. Dann aber schneller.&lt;br /&gt;Auf der Schnellstraße geht es nach Qom.&lt;br /&gt;Qom ist ein Wallfahrtsort weil hier der Hazrath-e Masumeh Schrein steht. Es heißt auch, dass Qom der konservativste Ort im Iran ist, da von hier aus 1979 die islamische Revolution mit Ayatolla Khomeini an der Spitze startete.&lt;br /&gt;Ich nehme ein Hotel direkt am großen Platz vor dem Schrein und schaffe es doch tatsächlich bis zum Heiligtum vorzudringen. Dieses ist normalerweise nur für Gläubige zugänglich. Ich denke hier hat sich mein Gesichtspullover tatsächlich das erste Mal ausgezahlt.&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen will ich weiterfahren, denn aus dem Schrein gibt es in Qom nichts zu sehen. Also das Motorrad aus der Tiefgarage des nahe gelegenen 5-Sterne Hotels geholt und los. Ich fahre also wieder zurück zum Fluß, über die Brücke und biege rechts nach dieser ab.&lt;br /&gt;Dann fädele ich mich in den Verkehr ein und rolle ein Stück.&lt;br /&gt;Plötzlich zeiht das Taxi das eben noch friedlich links vor mir fuhr im 45 Grad Winkel nach rechts und bremst dabei stark ab. Ich gehe voll in die Eisen aber merke schon…das wird nichts mehr. Mein linker Koffer schlägt in die Beifahrertür ein und ich werde samt Motorrad wie eine Billardkugel zurückgeworfen. Das Bike schlingert wie wild und ich merke, dass ich die Kontrolle verliere. Es geht in Richtung des hohem Bordsteins und ich denke noch blitzschnell: „Verdammt, ich habe gerade einen Unfall!“. Das Bike trifft den Bordstein wohl im 45 Grad Winkel und wird abrupt gestoppt. Dann steigt das Hinterrad auf und ich werde nach rechts über den 50 Zentimeter breiten Ablaufgraben geschleudert. Da liege ich dann der Länge lang auf meiner rechten Seite und rappele mich langsam hoch.&lt;br /&gt;Ich weiß sofort, ich bin ok. Schnell springen ein paar Passanten herbei und helfen mir das Motorrad aufzurichten. Der Taxi-Fahrer stellt seinen Wagen ab und ich fauche ihn erst mal an ob er keine Spiegel hat.&lt;br /&gt;Erst mal den Schaden begutachten.&lt;br /&gt;Der rechte Koffer scheint die meiste Wucht des Sturzes abbekommen zu haben. Seine Rückwand gleicht einem „S“ und der Deckel steht offen. Es tropft keinerlei Flüssigkeit heraus, was ein gutes Zeichen ist. Meine Sorge um meinen rechten Zusatztank verflüchtigt sich bald. Er hat, wie Wunder, nicht einen Kratzer abbekommen obwohl die Karre genau auf dieser Seite lag. Dann sehe ich etwas was mir gar nicht gefällt. Der Lenker läuft aus dem Ruder. D.h. bei gerade ausgerichtetem Vorderrad ist der Lenker leicht nach rechts geneigt. Die Gabel hat wohl einen Schlag bekommen. Das ist Mist. Ansonsten sind natürlich noch diverse Kratzer an den Handprotektoren und am rechten Koffer zu finden. Der linke sieht immer noch aus wie neu und hat im Taxi eine nette große Delle hinterlassen. Stabil sind die Koffer ohne Frage!&lt;br /&gt;Umringt von mindestens 20 Leuten frage ich in die Menge ob hier jemand Englisch spricht. Möchte nicht der Polizei gegenübertreten ohne einen Dolmetscher zu haben. Wer weiß, was der Taxifahrer erzählt. Zögerlich erklärt sich zuerst eine Studentin im Djador bereit zu helfen.&lt;br /&gt;Ob schon jemand die Polizei gerufen hat. Ja, sagt sie, dass hat der junge Taxifahrer schon getan. Die umherstehende Menge wird unterdessen größer, so dass fast der vorbei fließende Verkehr behindert wird.&lt;br /&gt;Erst kommt ein Motorradpolizist, dann ein Polizeiwagen. Das Spiel beginnt.&lt;br /&gt;Jeder erzählt seine Version und mir wird sofort verständlich gemacht, dass es nicht meine Schuld war. Der Taxifahrer hat wohl gleich gesagt, dass er mich nicht gesehen hat. Das ist erst mal gut. Als die Studentin plötzlich weg muss, springt Shervin ein. Er spricht gut Englisch und verspricht zu vermitteln. Er fragt ob ich es hier reparieren lassen will oder lieber das Geld von der Versicherung des Taxis ausbezahlt haben will. Ich sage sofort „Geld“.&lt;br /&gt;Das Motorrad hier in so eine Klumpenbude zu geben wäre mit Sicherheit das Ende der Reise.&lt;br /&gt;Dann fragt er welche Summe der Schaden wohl ausmacht.&lt;br /&gt;Schwer zu sagen. Ich hab die Ersatzteil-Preise von BMW gerade nicht im Kopf. Ich weiß, die volle Summe bekomme ich sowieso nicht raus. Die Leutchen hier haben kein Gefühl für den Wert eines Motorrades dieser Größe. Ich fange erst mal an zu barmen, was alles ausgewechselt werden muss und das es frühestens nach in Indien geliefert werden kann, was wiederum teuer ist, weil es Luftfracht ist. Am Ende nenne ich die Summe von 400 US-Dollar.&lt;br /&gt;Alles wird notiert und danach geht es quer durch die Stadt zum Polizeirevier. Shervin ist mitgekommen und verdreht die Augen. Er meint, das könne jetzt Stunden oder Tage dauern. Aber mit nichten. Alle anderen Dinge werden beiseite gepackt und mein Fall kommt ganz oben auf. Der Verantwortliche fängt an jede Menge Papiere auszufüllen und nach 20 Minuten sind wir auf dem Weg zur Versicherung…wieder am anderen Ende der Stadt.&lt;br /&gt;Ab diesem Moment bin ich nur noch Komparse, denn Shervin spricht mit den Versicherungsangestellten. „Was 400 US-Dollar, da müsst ihr nach Teheran!“ meint einer.&lt;br /&gt;Nach Teheran fahre ich nicht noch mal zurück, sage ich Shervin. Dieser bekniet den Angestellten und wir werden schließlich zum Niederlassungsleiter vorgelassen. Shervin schildert alles und der Chef fängt an mit Teheran zu telefonieren. Wir bekommen Tee angeboten. Im Laufe mehrerer Gespräche merke ich, dass er sich wirklich für mich einsetzt. Aber er scheint gegen Wände zu laufen. Dann fragt er über Shervin: „Glauben Sie an eine Chance!“. Ich entgegne: „Natürlich, immer! Deshalb bin ich hier!“. Er telefoniert weiter.&lt;br /&gt;Wir fahren, wieder quer durch die Stadt, zu einer zweiten Niederlassung dieser Versicherung. Shervin fährt im Taxi mit das mich erwischt hat und der Taxifahrer trottet immer mit in die Büros.&lt;br /&gt;Wieder sind wir Gast des Chefs, wieder erklärt Shervin alles, wieder schaut sich der Chef den Schaden an und was repariert werden muss und wieder trinken wir Tee.&lt;br /&gt;Am Ende heißt es, 400 US-Dollar könne man mit nicht anbieten … aber 300. Ich bedeute schwerste Innere Qualen und nehme an.&lt;br /&gt;Zurück in Versicherungsbüro Nummer 1 wird ein Scheck ausgestellt und mir überreicht. Es folgen 1,2 Millionen Handy-Photos mit mir und diversen Personen.&lt;br /&gt;Dann eilen wir in die nahe liegende Bank, die dank dem Anruf des Niederlassungsleiters, extra für mich noch offen hat. Hier werden mir 3 Millionen Rial übergeben…zwei dicke Bündel Geld und ich bin schon wieder Millionär.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Alles wird gut&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich weiter fahren aber jetzt meine ich es ist doch die bessere Idee sein Schicksal nicht zwei Mal an einem Tag herauszufordern und bleibe.&lt;br /&gt;Ich lade Shervin, den Taxi-Fahrer und dessen Freund zum Abendessen ein um mich zu bedanken bzw. das Kriegsbeil zu begraben.&lt;br /&gt;Bis zum Abendessen miete ich mich wieder im Hotel ein, fahre wieder in die Tiefgarage des 5-Strerne Hotels und beginne mit den Reparaturen. Zuerst richte ich den Lenker und die Lampenmaske notdürftig. Dann wird der Alukoffer so lange mit einem Gummihammer bearbeitet bis alles wieder einigermaßen gerade ist, der Deckel wieder passt und er schließt. Auf dem Weg zum Abendessen darf ich sogar noch einmal im Unglückstaxi mitfahren. Shervin erzählt, dass er für eine Petrochemie-Firma in Qatar arbeitet und das er seine Frau, die in London studiert schon seit einem Jahr nicht gesehen hat. Er bekommt als Iraner kein Visum.&lt;br /&gt;Am darauf folgenden Tag verlasse ich Qom wie auf Zehenspitzen. Ich fahre noch einmal an der Unglücksstelle vorbei und bin ganz schnell heraus aus der Stadt.&lt;br /&gt;In Kashan verbinge einen Tag mit der Besichtigung der herrlichen wieder hergerichteten historischen Häuser reicher Händler. Es sind wirkliche Paläste die vom herbstlichen Licht durchflutet werden.&lt;br /&gt;Fast ärmlich wirkt dagegen das kleine Bergdorf Abyaneh, das auf 2300 Metern eng an einen Berg geschmiegt mit kleinen Häusern aus Lehmziegeln aufwartet. Von diesem Ort geht eine doppelte Melancholie aus. Der Herbst färbt auch hier das Laub und bald wird es bitter kalt sein hier oben. Die wenigen, ausschließlich alten Menschen deuten aber auch darauf hin, dass vielleicht der Herbst generell für dieses Dorf gekommen ist. Wird in 50 Jahren noch jemand in den einfachen Lehmhäusern wohnen, Schafe hüten und den Wein von den Reben über dem kleinen Hof ernten? Oder sind alle in die großen Städte gezogen oder einfach tot?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Auen und Alleen &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Esfahan"&gt;Esfahan&lt;/a&gt; ist wie ich fast keine Stadt im Orient gesehen habe. Alleen durchziehen die Straßen. Ein breiter Fluss wird von mit bunten Kacheln geschmückten Ziegelbrücken überspannt. An den Ufern gibt es grüne Auen und Spazierwege.&lt;br /&gt;In den drei Tagen die ich bleibe, besuche ich natürlich auch den Imam Platz. Der angeblich zweitgrößte Platz der Erde ist umgeben von Geschäften und herrlichen Moscheen.&lt;br /&gt;Außerdem verlängere ich mein Visum ohne Probleme um weitere zwei Wochen.&lt;br /&gt;Als ich am ersten Abend in Esfahan die breite Hauptstraße entlang laufe, finde ich doch tatsächlich ein Geschäft, dass eine Art Donut verkauft, dessen Teig schmeckt wie die Kräppelchen auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt. Das der Donut statt Puderzucker einen Schokoüberzug hat kann ich gut verziehen. Dazu einen Bananenshake und ich bin im siebten Himmel!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;Ökologisches Bauen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Altstadt von &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yazd"&gt;Yazd&lt;/a&gt; besteht noch fast ausschließlich aus Lehmziegeln und einem Putz aus Lehmund Stroh. Dieser Baustoff ist wohl der umweltfreundlichste Überhaupt, denn er wird nach ein paar Jahrzehnten, ohne Pflege versteht sich, einfach wieder zu dem was er war....formloser Lehm.&lt;br /&gt;Die schmalen Gasen und die vielen versteckten halb verfallenen Häuser wecken mal wieder den Entdeckergeist in mir. Die nie Ebenen Lehmwände finde ich viel besser als die DIN-Kisten bei uns in Deutschland.&lt;br /&gt;Und natürlich schlafe ich im Silk Road Hotel, &lt;span style="FONT-WEIGHT: bold"&gt;dem &lt;/span&gt;Treff für Overlander, wie sich Überlandreisende nach Indien gern bezeichnen. In diesem hergerichteten traditionellen Haus treffe ich Stefan aus Esfahan wieder, der mit seiner Yamaha XT 500 unterwegs nach Goa ist. Und auch weitere Gäste mit dem Ziel Indien sind vorhanden. Olli und Erika sind mit dem Fahrrad unterwegs und scheinen schon die ganze Welt auf dem Drahtesel gesehen zu haben.&lt;br /&gt;Und wie es der Zufall will treffe ich auch Chris dort, mit dem ich ein paar Mails ausgetauscht hatte. &lt;a href="http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/09/grobstolliges-hullahup.html"&gt;Sam 1&lt;/a&gt; hatte ihn in der Türkei getroffen und ihm meine Mailadresse gegeben.&lt;br /&gt;Er musste mehr als 4 Wochen auf sein Iran-Visum warten und hat nun nur noch 2 Monate Zeit um nach Hause nach Australien zu fahren. Daher wird er wohl nur bis Indien kommen und sein Bike dann verschiffen.&lt;br /&gt;Nach einem Verschnauftag geht es weiter nach Shiraz. Und von dort demnächst mehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/PV2BwkbN22sB5KBJ65k0yA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFRJSbGjI/AAAAAAAAEPk/lh2dHRNgGsg/s400/P1040655.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kleriker in Qom&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/EYvypYPc4zwUWQRFaQ6i6A"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFVX54ulI/AAAAAAAAEPs/54oF26y9O8U/s400/P1040663.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nette Delle...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Hu3t_M-KK-okRwgbAEpWLw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFahQ4lMI/AAAAAAAAEP0/dgbsE4o2X24/s400/P1040665.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Shervin, Dr. Elhami, ich und Mohammad (v.l., Letztere von der Versicherung)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ZRUIIRohXqmLreb9wzHivg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFfgBhy3I/AAAAAAAAEP8/m7xMM6Jtqe0/s400/P1040667.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alles wieder gut...rechts neben mir der Taxiterrorist&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ca8sjfA5d4-OiK6kZWGoRg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFmbzXLTI/AAAAAAAAEQE/zUq4cEfF1vQ/s400/P1040671.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;3 Millionen Khomeinis...das reicht eine Weile&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/s_dnlGWzqy2PXGY7QjDs2g"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFvt_hUOI/AAAAAAAAEQM/CJyYg6WD2BA/s400/P1040720.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Traditionelles Haus in Kashan&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/1RiGDP3Zp2Yk-dZAnTHcFg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVF32t0mXI/AAAAAAAAEQU/DOUTE-CH1tU/s400/P1040754.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gegensatz: Dorfstraße in Abyaneh&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7eKORqWpr4tyeyh4oIWj6g"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVF790KDYI/AAAAAAAAEQc/aNO_rVL1rOM/s400/P1040785.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Brücke in Esfahan&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/fvswOl0Le9ilz13ce69IdQ"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVOkQSW7PI/AAAAAAAAEXE/7YVQccnS0zo/s400/P1040816.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Imam Square in Esfahan&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/MqFv_uJAS-yDVgv71a-NUw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVGCTWNPbI/AAAAAAAAEQk/SEZB25c4kDc/s400/P1040791.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hier gibts auch Gas in der Geschmacksrichtung Schoko...find ich leckerer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/PnPdXo3_t9qpJlcd-ZS9oA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVGJoGq_8I/AAAAAAAAEQs/x-2-NxvLNZE/s400/P1040827.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schmale Gassen und...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/xX2VuXoiRymCkjo2FXjyeA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVGR-5s1OI/AAAAAAAAEQ0/wRBDTzIGuNI/s400/P1040834.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;verfallene Lehmhäuser in Yazd&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/LQKR6tcOysqbSqcLrXaNDA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVGZ-6FmjI/AAAAAAAAERE/xgyQtjATEgs/s400/P1040856.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Eingang Silk Road Hotel...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/SgQKvPHWhgHB4l8qV6gMbA"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVGnNk2PhI/AAAAAAAAERY/6enu4xBYOKg/s400/P1040857.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...und der überdachte Innenhof&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-7572003047925279214?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/7572003047925279214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=7572003047925279214&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/7572003047925279214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/7572003047925279214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/11/taxi-von-links.html' title='Taxi von links...'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/STVFRJSbGjI/AAAAAAAAEPk/lh2dHRNgGsg/s72-c/P1040655.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-348223496335656348</id><published>2008-11-22T09:08:00.010+01:00</published><updated>2010-12-12T11:22:03.143+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='15_Iran'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='14_Türkei II'/><title type='text'>Ich lern Farsi</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Auf in den Iran&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Woche Warterei geht es los. Ich kann endlich verschwinden aus dem Bakay Hotel in Sanliurfa. Die Warterei hatte mich am Ende doch ein wenig Mürbe gemacht. Habe versucht das Ganze als Geduldsprobe im Rahmen der Reise zu sehen. Das half nur wenig.Dyabakir ist die Hochburg der Kurden in Ostanatolien. Über 90 Prozent der Einwohner sind hier angeblich Kurden. Beim abendlichen Herumstromern spricht mich ein junger Kurde an und wir unterhalten uns ein wenig. Bis vor 7 Jahren war es den Kurden nicht einmal erlaubt ihre Sprache zu sprechen. Das macht sich freilich für alle Kurden schlecht, für die Kurdisch nun mal die Muttersprache ist und das sind mal eben fast alle. Achmet glaubt, dass die Änderung der türkischen Politik gegenüber den Kurden nur auf Druck der Europäischen Union und den Wunsch der Aufnahme der Türkei in diese zu Stande gekommen ist. Eine Ehrliche Einsicht schließt er aus. Ich frage ihn, ob es für eine Alternative wäre einen kurdischen Staat aufzubauen. Er antwortet klar mit Nein. „Wir müssen lernen zusammen zu leben.“.Van ist eine der östlichsten großen Städte in der Türkei und liegt am gleichnamigen See.Der Weg von Dyabakir dort hin ist lang…und kalt. Langsam hält der Winter Einzug in Ostanatolien. Die Hochebenen und kleinen Höhenzüge liegen alle über 1500 Meter und es sind nur wenige Grad über Null. Der Van See liegt schließlich auf 1650 Meter Höhe und ist wirklich riesig. Ich brauche eineinhalb Stunden um am Seeufer entlang und durch die angrenzenden Höhenzüge nach Van zu gelangen. Van selbst ist eine Universitätsstaat und dementsprechend lebendig. Es gibt eine lange Konsummeile, auf der sich fast alles abspielt.In einer der Nebenstraßen frühstücke ich am nächsten Morgen. In einem kleinen Restaurant gibt es frisches Brot, Frischkäse und Berghonig frisch aus den Waben. Das stärkt mich für den Weg in den Iran. Ich ziehe mehrere Schichten aus Funktionsunterwäsche, langen Unterhosen und Pullover und zwei Paar Socken an. Selbst die Sturmhaube ziehe ich in den Helm. So viel hatte ich seit Norwegen nicht mehr an. Dann bin ich auf dem Weg…Dieser ist bis zur Grenze schon beeindruckend. Aus der Ferne sehe ich schon beim Verlassen von Van die schneebedeckten Berge. Die guten Straßen schrauben sich langsam hoch und ich überwinde am Ende einen Pass auf 2750 Meter Höhe. Auf der Nordseite der Hänge liegen Schneefelder. Es ist unter Null Grad kalt. Ich liebe mal wieder meine Griffheizung, die ohne Unterlass auf höchster Stufe läuft! Dann wieder Baustellen, Staub, Dieselgestank der vorbeiziehenden LKW’s.Drei Armee-Checkpunkte sind zu durchfahren. Auf meiner Seite muss ich nur zwei Mal den Reisepass vorzeigen und mich einmal in eine Liste eintragen. Auf der Gegenseite wird jedes Fahrzeug ausführlich durchsucht. Das scheint hier eine beständige Vorsichtsmassnahme am Rande Kurdistans und der iranischen Grenze zu sein. Die Soldaten bewundern natürlich mein Bike und mein GPS, sind aber sehr freundlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Spritparadies&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich an der Grenze. Bei den Türken geht alles sehr schnell. Dann öffnet sich das Stahltor nur für mich und ich bin im Iran. Dort ist es zunächst schwer die Zollbeamten von den Geldwechslern zu unterschieden. Die Herren vom Zoll tragen keine Uniform und weisen sich nicht aus. Aber auch das geht klar und ich bekomme alle Stempel die ich brauche und tausche noch 50 US-Dollar in Iranische Rial.Ein Kilometer hinter der Grenze will ich eine dieser Tankkarten kaufen, die man angeblich im Iran braucht um an einer Tankstelle Benzin zu bekommen. Aber ich werde abgewiesen. Nein, eine Karte bekomme ich nicht, ich könne auch so tanken. Das verunsichert mich ein wenig. Aber ich fahre weiter Richtung Tabriz. In der ersten Stadt auf der Strecke sind alle Schilder nur in Farsi und ich finde den richtigen Abzweig nicht. Zuerst hilft mir ein Motorradpolizist und später ein Autofahrer den Weg zu finden, indem sie vor mir her fahren. Die Abkürzung über die neue Schnellstraße quer über den Orumiyeh-Salzsee zu nehmen, erschien mir als schnellste Variante. Tatsächlich führt die Schnellstraße auf einem aufgeschütteten Wall quer über den See aber dennoch nicht gänzlich, denn das letzte Stück mit der Brücke wird erst am nächsten Tag freigegeben. So bleibt mir nur die Möglichkeit einer Fährfahrt auf die andere Seite. Auf der rostigen Auto-Fähre bekomme ich einen Tee und etwas Süßes von einem jungen Iraner aus der Telekommunikationsbranche ausgegeben und habe einen kleinen Schwatz mit einem anderen der etwa so geht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Where are you from?&lt;br /&gt;I am from Germany.&lt;br /&gt;Ahhh, Germany. Beautiful country!&lt;br /&gt;Thanks.&lt;br /&gt;Yes, I love you, and especially Bayern Munchen! Oliver Kahn is best player!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ja, das Fußball im Iran groß ist brauch man wohl nicht zu erwähnen.Als ich von der Fähre rolle ist es stockdunkel und es sind noch 90 Kilometer bis Tabriz. Aber auch die sind schnell bewältigt und schließlich wird mein Bike in der Lobby eines Hotels geparkt.Den folgenden Tag verbringe ich mit Siteseeing und Akklimatisierung.Zunächst hat Iran seine eigene Zeitzone. Es ist Deutschland zweieinhalb Stunden voraus. Irgendwie habe ich ein wenig Probleme mit dieser Zeitumstellung.Ja, aber wie ist es sonst in dem Land das im Weltspiegel nur verächtlich „der Gotteststaat“ genannt wird? Rennen denn alle ständig mit brennenden Amerika-Flaggen umher? Und transportiert ein drittel aller Autos Zentrifugen für die Anreicherung von Uran?Es ist alles so anders!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Ich bin Millionär!&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst gehe ich in die Staatsbank (Bank Melli) und der Tausch von 200 Euro in Iranische Rial macht mich zum Millionär. Da westliche Kreditkarten aufgrund des Embargos im Iran nicht funktionieren, muss ich alles Geld das ich benötige mit in den Iran bringen. Der Umtauschkurs (EUR/IRR) beträgt 1:12776 und ich bekomme mehr als 2,5 Millionen Rial in 50-tsd-er Scheinen in die Hand. Das ist ein ordentliches Bündel Geld. Und hätte man mir die Summe in 1000-er Scheinen ausgezahlt, wäre eine Schubkarre für den Transport angebracht gewesen.Danach ist die blaue Moschee mein Ziel. Diese wurde bei einem Erdbeben im 18-Jhd. nahezu vollständig zerstört und erst im letzten Jahrhundert wieder aufgebaut. Viel ist leider von den ehemals tausenden blauen Kacheln außen und innen nicht mehr zu sehen.&lt;br /&gt;Im benachbarten Aserbaidschanischen Museum sind mehrere Schulklassen von Mädchen unterwegs. In der Kunstecke schließlich werde ich umringt und eine Sprecherin wird vor die Klasse gestellt. „May I ask some questions?“ „Yes, sure!“. Dann hageln die Fragen auf mich herab. Wie lange ich schon unterwegs bin, wie ich Persien finde und warum ich überhaupt herkomme. Am Ende bedanken sich alle artig und laufen kichernd vor mir her.Nach einem langen Marsch über den Basar der angeblich überdachte Gänge in der Gesamtlänge von 35 Kilometer hat, spaziere ich am Abend in eines der Restaurants.Am Tisch hinter mir sitzen zwei Mädchen und zwei Frauen. Zum Essen bestelle ich ein traditionell iranisches Gericht bestehend aus einer Vorsuppe mit Gräupchen, einem Hauptgang aus Reis mit getrockneten Beeren darin und einem Stück Butter, dass in den Reis gerührt wird, einem Hühnerbein und einer gegrillten Tomate. Alles sehr lecker. Nach dem Essen steht plötzlich eines der Mädchen neben mir und fragt schüchtern in gutem Englisch woher ich komme etc.. Sie studiert Architektur und träumt von einer Reise nach Italien. Sie trägt den Hejab, das traditionelle Kopftuch, recht weit nach hinten und zeigt recht viel Haar damit. Nach ein paar Minuten kommt ihre Freundin und wie ich annehme die zugehörigen Mütter an meinen Tisch und Scherzen kurz, ich würde wohl im Iran nach einer Frau suchen. Nein ich bin nur als Tourist hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Die Farsis sind cool&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe schon vor langem von der außergewöhnlichen Freundlichkeit der Menschen im Iran gehört. Nun erfahre ich sie selbst. Aber was ist das Besondere daran, wenn doch die Menschen in der Türkei oder Rumänien auch sehr freundlich sind? Es ist zuerst diese zurückhaltende Art, die freundlichen Blicke und das herzliche Nicken als Gruß. Dann gibt es den Moment in dem man merkt, dass sie allen Mut zusammen nehmen und einen sacht ansprechen gefolgt vom Moment der Freude in ihren Gesichtern, wenn das Gegenüber die wenigen englischen Worte versteht und auch noch erwidert. Aber auch die ständige Hilfsbereitschaft und das zügige Zurückstecken der eigenen Bedürfnisse wenn nötig merkt man sofort. Die Menschen sind einfach zurückhaltender und sanfter. Das passt so gar nicht zum Bild des Irans das der Rest der Welt hat!Und Typen gibt es hier! Zumindest bei den jungen Männern ist nahezu alles an Mode und Look erlaubt und wird auch gelebt. Typen in Lederjacken, Röhrenjeans und Gelfrisuren marschieren in Gruppen über die Straße. Andere sehen aus wie Starsky oder Hutch und haben sich die Haare gefönt als gebe es kein morgen, tragen zerrissene Jeans und Hard-Rock-T-Shirts.Bei den Frauen ist natürlich mehr Zurückhaltung angesagt. D.h. der Hejab ist immer Pflicht und Arme und Beine sind immer bedeckt. Ansonsten geht da aber auch einiges und so scheint mir im Moment bei den Jüngeren die Kombination aus weißen Turnschuhen und Jeans und bei den etwas Reiferen Semestern hochhackige Schuhe und schwarze Anzughosen im Trend zu liegen. Und ich darf sagen, dass einige (!) Damen recht ansehnlich sind!&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach Teheran besuche ich die ehem. Festung Takht-e-Soleyman sowie das Oljeitu Mausoleum. Beide sind eingetragene gehören zum Weltkulturerbe.Besonders das Takht-e-Soleyman liegt malerisch eingerahmt von schneebedeckten Bergen.Im Zwischenziel Zanjan hält es mich nur eine Nacht und ich reite weiter Richtung Teheran.&lt;br /&gt;Teheran ist Heimat für mehr als 15 Millionen Menschen. Ich dachte in Tabriz: „Was nur alle wollen? Der Verkehr hier ist doch gar nicht sooo schlimm!“. In Teheran ist das anders.Ich komme über die Azadi Avenue von Westen her in die Stadt, mit Sicherheit eine der längsten Straßen der Welt.Für eineinhalb Stunden heißt es Stop-and-Go. Was es so schwierig macht sind weniger die zwei Millionen Autofahrer, die versuchen jede Lücke zu nutzen und auch nicht die Busse, die bis auf wenige Zentimeter auffahren und einen derart Lauten Quietschlaut (als Hupsignal) ausstoßen können, dass es einem fast das Trommelfell platzen lässt. Nein, es sind die Millionen von Mopeds die quasi die Dichtmasse zwischen den Automobilen sind und mit teils waghalsigen Manövern versuchen den letzten Zentimeter zu nutzen und durch zu schlüpfen. Und die Leutchen (bis zu vier) darauf strahlen einen an und fragen dann noch bei der Fahrt nach dem Heimatland…auf Farsi. Ehrlich, ich glaube das sind die besten Fahrer der Welt. Und da meine ich Auto- und Mopedfahrer. Das Reaktionsvermögen und die Beherrschung des eigenen Fahrzeugs ist bei JEDEM Weltklasse. Trotzdem ist es gefährlich.Ich bin froh als ich mein Bike auf dem abgeschlossenen Hotelparkplatz abstellen kann.&lt;br /&gt;Siebzig Prozent der Iraner (70 Millionen) sind keine 35 Jahre alt und in Teheran gibt es nicht eine Disko oder auch nur einen Nachtklub. Und auch öffentliche Konzerte, bis auf wenige Anlässe mit traditioneller Musik, sind verboten. Kann sich das jemand vorstellen?&lt;br /&gt;Es gibt Kinos aber die spielen nur iranische Filme. Es gibt nur wenige Restaurants und kaum Teestuben. Verantwortlich dafür sind natürlich die Mullahs, die religiösen Führer des Landes. Und so ist es auch sehr schwer für mich ein Internet-Kaffee zu finden, denn diese werden genauso schnell wieder geschlossen wie sie geöffnet werden.Was es aber gibt, sind viele große Buchläden mit jeder Menge Literatur in Farsi. Das freut mich nun wieder, denn in der Türkei und vor allem in Syrien waren diese doch recht rar gesät und das Angebot spärlich.&lt;br /&gt;Die fogenden Tage verbringe ich mit dem Besuch des Basars, des Golestan Palasts, den einer der letzten Shahs nach europäischem Vorbild erbauen lies und vieler Museen.&lt;br /&gt;Ach und fast hätte ich es vergessen, billig ist es hier. Außer den Hotelpreisen ist nahezu alles derart preiswert, dass man als Europäer gar nicht mehr aus der Freude herauskommt. Oben benanntes Abendessen kostet z.B. 4 Euro, einer der viel verkauften frischen Milchshakes (0,5 Liter) ca. 80 Cent oder ein Kilo Mandarinen ebenfalls 80 Cent, ein Liter Benzin 8 Cent (!) mit Tankkarte und ohne 30 Cent. Auch dachte ich bei einem neuen Handy für 15 Euro oder ein paar Caterpillar Schuhen für 17 Euro schon mal über einen Lustkauf nach, konnte mich aber noch bremsen und investiere weiter in Essen…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/bgdz8TAIwvC0XJYQkrwjnQ"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7uQmPGyI/AAAAAAAAEGA/XpFUeUXmZaQ/s400/P1040504.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Osttuerkei&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/qtShcX9c5D4TwjcVbj9Dhw"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7uv7jzeI/AAAAAAAAEGI/sFEtevLxejg/s400/P1040550.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zwischen Tabriz und Zanjan&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/h7LWOaLdG52-ILvMwMwFKg"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7uz1EbPI/AAAAAAAAEGQ/W4ZDGIaEd-U/s400/P1040576.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Oljeitu Mausoleum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/mYkME2NWytHuFyyvlX464Q"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7u5ZcnsI/AAAAAAAAEGY/HF9eaOi5pBw/s400/P1040584.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Irgendwas flog bei Daemmerung von der Strasse auf und gegen meinen Frontscheinwerfer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/09JbmOGbM3ara9_J5OZVhQ"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7vc0nrSI/AAAAAAAAEGg/_6TZZnZflRQ/s400/P1040585.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tja, ich bin ein Killer...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/TFtQpJDMhDaLOvXXQFSwEw"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe9pzYX-_I/AAAAAAAAEGs/XY5rE-Xfh6M/s400/P1040598.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das man noch mehr als ich transportieren kann haette ich nicht gedacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/MPsJ-RZEMeUpIMqOdtS80Q"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe9qidCK4I/AAAAAAAAEG0/0KsWvzsr628/s400/P1040599.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Teheran Basar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/h3oHR2xXo3dpMfy8EXlJmw"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe9rEWiT3I/AAAAAAAAEG8/aeC0g1KRDdY/s400/P1040608.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;High Tech Spielwiese in Teheran&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Xnhzqdb8bqalg1qN7wp1cA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe9rQqsAdI/AAAAAAAAEHE/dAjto-0eqBo/s400/P1040624.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Golestan Palace&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/vLgm_ueoHCkbpIkt9lIzBg"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSfEK_FMQsI/AAAAAAAAEIA/zX7emAZUa4E/s400/P1040640.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Berge noerdlich von Teheran&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/u-g9zDkAv4Ftvt9Ka9EJnw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe9rqhuXWI/AAAAAAAAEHM/xuyenghb9SY/s400/P1040635.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-348223496335656348?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/348223496335656348/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=348223496335656348&amp;isPopup=true' title='5 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/348223496335656348'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/348223496335656348'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/11/ich-lern-farsi.html' title='Ich lern Farsi'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SSe7uQmPGyI/AAAAAAAAEGA/XpFUeUXmZaQ/s72-c/P1040504.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>5</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-1008649761210068108</id><published>2008-11-12T11:30:00.005+01:00</published><updated>2010-12-12T11:20:58.802+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='12_Syrien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='14_Türkei II'/><title type='text'>Zurück in der Türkei</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Oasenstadt&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bleibe eine Nacht in Irbid (Jordanien) und bin am nächsten Morgen früh an der Grenze zu Syrien.&lt;br /&gt;Die Hoffnung bei einem größeren Grenzübergang schneller abgefertigt zu werden erfüllt sich und so bin ich nach eineinhalb Stunden auf der Schnellstraße nach Damaskus. Nach einer langsamen Umfahrung mit wiederum jeder Menge Verkehr geht es weiter Richtung Nordosten, in die Wüste. Langsam wird der Verkehr weniger. Noch 250 km bis Palmyra. Links der Straße erhebt sich über die gesamte Strecke eine Hügelkette. Trotz nahezu nicht vorhandener Vegetation sehe ich immer wieder Nomadenzelte, einzeln oder in Gruppen, inmitten der Ebene stehen. Die Herden aus Ziegen sind meist nicht fern. Kamele sieht man nirgends bei den Nomaden. Diese sind längst durch Offroad-Geländewagen oder kleinere LKW’s ersetzt worden.&lt;br /&gt;Bei Sonnenuntergang erreiche ich Palmyra und das Erste das ich sehe, sind die riesigen Ruinenfelder. Da wird mir klar, nur eine Nacht zu bleiben würde diesem Ort nicht gerecht werden. Am nächsten Tag mache ich mich also auf, die Ruinen der „Palmenstadt“ Palmyra zu untersuchen.&lt;br /&gt;Die antike Stadt wurde im 2. Jahrhundert vor Christus gegründet und gelang als Durchgangs- und Handelspunkt für Karawanen auf der Seidenstraße zu Reichtum und Macht.&lt;br /&gt;Eine kurze Periode der Unabhängigkeit vom römischen Imperium endete aber schließlich mit der gewaltsamen Übernahme der Stadt durch Aurelians Legionäre im 3. Jahrhundert. Ab diesem Zeitpunkt ebte der Karawanenhandel stark ab und die Stadt hatte nur noch militärstrategische Bedeutung. Heute leben 40-tsd. Menschen in Palmyra und viele von Ihnen gehen immer noch in die Palmengärten um Datteln zu ernten.&lt;br /&gt;Der Tempel des Bel ist das am besten erhaltene Gebäude von Palmyra und war dem gleichnamigen mesopotamischen Gott gewidmet. Von da aus führt der Weg durch die ein Kilometer lange Kollonadenstraße, vorbei an der Agora (dem Marktplatz), den Bädern, dem Theater und dem Tetrapylon (vier mal eine Gruppe von vier Säulen). Am Ende hat man von einem kleinen Hügel eine schöne Aussicht über das Gelände.&lt;br /&gt;Weiter westlich folge ich dem Tal der Gräber. In mehr als einem Dutzend mehr oder minder gut erhaltenen quadratischen Türmen wurden hier, in engen Wandnischen, Bürger von Palmyra beigesetzt. Die Türme enthielten zum Teil hunderte Gräber und jedes Grab hatte eine Abschlussplatte mit einer Art Büste des Verstorbenen.&lt;br /&gt;Zum Abschluß kämpfe ich mich noch den Berg zum Quala’at ibn Maan hinauf. Diese von einem libanesischen Kriegsherren im 17-ten Jahrhundert erbaute Festung, ist nicht recht spektakulär im Inneren, bietet aber den besten Ausblick über die gesamte Umgebung.&lt;br /&gt;Um mich bei ca. 28 Grad am Mittag zu stärken, habe ich mir am Vorabend ein paar Datteln als Wegzehrung gekauft. Die dunkle, entkernte Sorte mit Nussfüllung hat es mir angetan. Die Früchte sind so herrlich süß und der Kontrast mit der Nuss ist einfach köstlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kampfgewicht und Ölfuß&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das halbe Kilo Datteln überlebt die zwei Tage in Palmyra nicht und überhaupt habe ich beschlossen, dass ich mal wieder etwas zulegen sollte. Die Verdauungs-Geschichte in Hama  (Syrien) hat mich etwas Substanz gekostet und die muss jetzt wieder her.&lt;br /&gt;Dieses Prinzip halte ich auch die folgende Woche in Sanliurfa durch und genehmige mir jede Menge leckere türkische Mahlzeiten, Kiloweise Nussmischungen sowie Schokoladenriegel.&lt;br /&gt;Sanliurfa soll für ein paar Tage meine Basis sein. Ich miete mich in einem Hotel mit kleinen aber sauberen Zimmern und drahtlosem Internet ein.&lt;br /&gt;Ich gebe die Adresse noch am Abend meiner Ankunft an Helge weiter und Sie schickt, ebenfalls noch an diesem Abend, einen Umschlag mit meinem zweiten Reisepass ab. In diesem Reisepass befinden sich die Visa für Pakistan und Indien, die Helge in meinem Namen in Deutschland beantrag hat.&lt;br /&gt;Die Zwischenzeit nutze ich, um das Motorrad zu warten und mich in (kurz) Urfa umzusehen.&lt;br /&gt;Zu Ersterem Zwecke, besorge ich einige Dinge wie Öl, Kühlflüssigkeit, Reinigungszeug etc. und fahre kurzerhand bei einer der kleinen Moped-Werkstätten um die Ecke vor. Die Jungs bekommen natürlich riesen Augen und verstehen erst einmal nix. Mich verständlich zu machen bereitet mir einige Probleme. Ja, ich brauche nur Eure Werkstatt als Platz, ich mache den Ölwechsel selbst.&lt;br /&gt;Das geht dann auch in Ordnung und ich rolle in den Raum der kleiner ist als eine deutsche Standardgarage. In Windeseile sind Verkleidungsteile abgebaut aber dann…&lt;br /&gt;Die Ölablassschraube klemmt. Das hat sie schon in Bukarest getan. Und das ich und der Meister mehrfach mit der Nuss abrutschen gefällt dem Sechskant natürlich gar nicht und er sieht schlechter und schlechter aus. Für einen Moment sehe ich große Probleme auf mich zukommen und habe Tag-Alpträume davon wie die Jungs versuche die Schraube herauszubohren…aus einem Aluminiummotor…Horror!&lt;br /&gt;Der Meister kommt mit einer Gasflasche und einem Brenner und beginnt die Schraube anzuwärmen. Sie rührt sich nicht. Schließlich stellen wir das Motorrad auf eine untergestellte Verlängerung auf der die 24-er Nuss sitzt. Nun kann nix mehr verrutschen. Der Meister setzt die Verlängerung aus einem Stahlrohr an und…die verfluchte Schraube ist lose. Ich bin begeistert. Dann geht alles schnell. Öl raus, Filter raus, neues Öl rein, Zündkerze wechseln, alles wieder zusammenbauen und ich rolle raus. Der Meister will eigentlich nix aber er bekommt dennoch einen großzügigen Schein von mir zugesteckt. Vielleicht ist es eine Anzahlung für die Lederjacke, die vorhin ein Vertreter anbot und die er begeistert anprobierte…&lt;br /&gt;Die Ölablassschraube hält erst einmal aber ich brauche eine Neue. Der Versuch eine solche von der ebenfalls BMW-fahrenden Verkehrspolizei zu besorgen scheitert, da diese keine Ersatzteile haben und zur Not eine Schraube selbst drehen würden. Das will ich dann auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Lass mich fliegen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 5 Nächten sitze ich nun in Sanliurfa fest und der verdammte Brief ist immer noch nicht da! Ich habe mir auch schon die Festung, die heiligen Karpfen und den Basar (mehrfach) angeschaut. Sanliurfa ist eigentlich eine interessante und nette kleine Stadt mit einer interessanten Geschichte. Angeblich hat Abraham, der Stammvater aller Semiten, hier 7 Jahre in einer Grotte verbracht und wurde bei der Zerstörung heidnischer Götzenbilder ertappt und sollte verbrannt werden. Allerdings wurden die Flammen zu Wasser und der Scheiterhaufen zu Karpfen. Abraham wurde von der Festung geschleudert und landete sanft in einem Rosenbeet.&lt;br /&gt;Auch leben hier viele Kurden. Sie sind ja in Deutschland durch den Konflikt mit der Türkei und durch einige Aktionen im Nord-Irak zu trauriger Berühmtheit gekommen. Kurden gibt es im Iran, Irak, Syrien und der Türkei. Sie haben eine eigene Sprache, eine eigene Kultur und stehen schon seit allen Zeiten im Kreuzfeuer angrenzender Reiche und Staaten. Im Straßenbild fallen sie zuerst durch die hell-lila-farbenen Schals und Kopftücher auf. Die Frauen tragen viel farbenprächtigere Gewänder als jede Türkin sie tragen würde und haben oft Nasenringe oder Tätowierungen unter dem Mund. Männer tragen die traditionellen Pluderhosen, bei denen der Schritt in der Tat unterhalb der Knie hängt. Sie haben wirklich ein wenig andere Züge als viele Türken und bei manchen erahne ich indisches Blut.&lt;br /&gt;Trotz alle dem bin ich mehr als bereit weiter zu fahren. Ich fühle mich wie eingespannt in eine riesige Armbrust, bereit abgeschossen zu werden. Und keiner drückt den Abzug…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/8cLJqOxLoJYzdMuAKDeaGw"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqveUommZI/AAAAAAAAECQ/mkVMCr564nQ/s400/P1040285.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;152 km bis in den Irak&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Qv4Vli9jhlmY4LDfLo1a5Q"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvgZ4nPLI/AAAAAAAAECg/alVawQ4Nocg/s400/P1040346.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tempel in Palmyra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/qZEDynHAscihzYZ1E-_HgQ"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvi-J9D9I/AAAAAAAAECw/zBqUa8X0w8Y/s400/P1040300.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Tetrapylon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/2IySjdJMmTO3n9nqtE6LuA"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvlWbo1MI/AAAAAAAAEC4/BhRk-QGFwys/s400/P1040337.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...Details...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/fEIm8_DzGHZ7m--0mhG8Jw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvmbOLBMI/AAAAAAAAEDA/bV31NPE-GyM/s400/P1040374.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Gräbertürme&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/mBndrHSHa_TTp9K6hYN8YQ"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvnhlg0pI/AAAAAAAAEDI/fyyesoCAHHg/s400/P1040376.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Quala’at ibn Maan (love the name!)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/x1zxv1By5Y4Ck14m50roAg"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvh4cqWgI/AAAAAAAAECo/uvfVc00Bp8o/s400/P1040428.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sonnenuntergang in Palmyra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/Q7OmjWD26CLzbnVyqYCjmw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvfJZlv5I/AAAAAAAAECY/k_w5E9v1yKc/s400/P1040307.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/PSRRmrCOWPWWItZE7cP_cw"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqvcpVFvJI/AAAAAAAAECI/j-OS79jTq5g/s400/P1040453.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wer einen dieser Karpfen ißt erblindet. Deshalb nur füttern!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-1008649761210068108?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/1008649761210068108/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=1008649761210068108&amp;isPopup=true' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1008649761210068108'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1008649761210068108'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/11/zurck-in-der-trkei.html' title='Zurück in der Türkei'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRqveUommZI/AAAAAAAAECQ/mkVMCr564nQ/s72-c/P1040285.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-7356291712111278199</id><published>2008-11-06T18:50:00.006+01:00</published><updated>2010-12-12T11:21:17.764+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='13_Jordanien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='12_Syrien'/><title type='text'>Salzige Chips</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Chips in Damaskus&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Endlich kann ich wieder fahren. Nach den Tagen auf dem Klo und des Verbrauchens unzähliger Klopapier-Rollen ist es eine echte Befreiung wieder zu „rollen“.&lt;br /&gt;Von Hama aus fahre ich mit Sam Richtung Süden. Unsere Wege trennen sich in Höhe von Homs. Ich nehme die westliche Abfahrt um mir das alte Kreuzritterschloss Crac de Chevalier anzuschauen und Sam fährt nach Malula, wo man in einem Kloster die letzten Menschen treffen können soll, die Alt-Aramäisch sprechen, die Sprache von Jesus.&lt;br /&gt;Es stellt sich heraus, dass Crac de Chevalier eine der besten Burgen ist, die ich je besucht habe. Die Mauern sind gut erhalten, dick und absolut beeindruckend. Vom Kommandoturm aus hat man einen schönen Blick in die Ferne.&lt;br /&gt;Weiter südlich, 150 km vor Damaskus, muss ich mitten in der Wüste tatsächlich in die Regenkutte. Vor mir ist der Himmel derart schwarz, dass es einem Angst und Bange werden kann. Tatsächlich ist die breite Schnellstraße nicht für derartige Wassermassen gemacht und ich muss mehrfach langsam kleine Wasserdurchfahrten meistern.&lt;br /&gt;Ich erreiche Damaskus als Erster und finde ein Hotel mit freien Betten. Aber wenig später erfahre ich von Sam, dass Vicky schon etwas klar gemacht hat. Wir suchen eine geschlagene Stunde nach dem Hotel und finden nach der Durchfahrung einiger Einbahnstraßen (in falscher Richtung versteht sich) endlich das Hotel. Es handelt sich um ein Dreibett-Zimmer in einer Nebenstraße. Da ich die Beiden aber doch gern allein lassen möchte, finde ich nach kurzer Suche ein Zimmer wenige Straßen weiter.&lt;br /&gt;Wir bleiben vier Nächte und sehen uns die Altstadt, die Umayyad Moschee, den Azem Palast, den Souk und vieles andere mehr an.&lt;br /&gt;Leider stellt sich nach der ersten Nacht in Damaskus heraus, dass ich die Rache Montezumas doch noch nicht los bin. Als Nebenwirkung habe ich eine echte Abneigung gegen den Geruch von Wasserpfeifen entwickelt. Ich könnte mich schon übergeben, wenn ich sie nur aus einiger Entfernung rieche.&lt;br /&gt;Ich beschließe in die nächste Apotheke zu stapfen und nach etwas stärkerem zu fragen. Die Dame hinter dem großen Schreibtisch gibt mir ohne Rezept und für umgerechnet 2 Euro ein paar Antibiotika und etwas um meine Innereien einzuschläfern. Die Antibiotika sind zwar so stark, dass ich mehrfach das Gefühl habe, ich könnte im Stehen einschlafen aber am Ende hilft das Zeug.&lt;br /&gt;Damaskus.ist recht quirlig und der Verkehr ist die Hölle. Als Fußgänger ist man Freiwild, als Verkehrsteilnehmer auf dem Motorrad braucht man einen beständigen Faustantropf um durch zu kommen. In dem ganzen Wirrwarr versuchen Verkehrspolizisten mit Motorrädern Ordnung zu schaffen. Die alten Hondas die sie fahren, sowie die Uniformen scheinen komplett von den Chips (California Highway Patrol) übernommen zu sein. Ein Lacher!&lt;br /&gt;Was auch sehr gewöhnungsbedürftig ist, ist die Sache mit den Zahlen. Von wegen wir haben arabische Zahlen! Die Jungs hier haben sich klammheimlig eine neue Schreibweise  ausgedacht. Dabei ist nur eine Eins eine Eins und eine Neun eine Neun. Eine geschrieben Null auf einer Münze meint Fünf, ein Punkt ist eine Null und eine spiegelverkehrte Sieben ist eine Zwei. Da muss man erst mal durchsteigen. Eine gute Lernhilfe sind die Autokennzeichen, die beide Systeme beinhalten. So kann man die eigene Schreibweise mit der aktuell arabischen Schreibweise der Zahlen abgleichen.&lt;br /&gt;Als wir Damaskus verlassen, geht erst einmal nix. Die Ammis haben mal wieder ein paar Texaner von der Leine gelassen und im Osten Syriens ein paar Leute umgelegt…angeblich Terroristen. Dagegen begehrt sich eine organisierte Demonstration auf. Wir brauchen über eine Stunde um halbwegs aus der Stadt zu sein.&lt;br /&gt;Wir fahren Richtung Südosten, nach Bosra. Hier befindet sich eines der am besten erhaltenen römischen Amphitheater die ich je gesehen habe. Man könnte in den Katakomben unter den Sitzreihen meinen, dass gleich jemand mit einem Stand für Hot Dogs und Popkorn um die Ecke biegt. Und der mehrstöckige Kulissenbau hinter der Bühne ist wirklich atemberaubend.&lt;br /&gt;Wir überlegen kurz, ob wir den Grenzübertritt nach Jordanien heute noch wagen sollen. Am Ende bleiben wir aber und schlafen in einem Hinterzimmer, oder besser eine „Hinterhalle“, eines Restaurants. Der junge Besitzer haut uns beim Preis für das Abendessen ordentlich übers Ohr. Da hilft auch eine länger Diskussion nichts. Dafür kann er sich sein Frühstück stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Jede Menge Wadis&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Five Dollar fee“…wie meint er denn das jetzt…ach so…Gebühr, ja klar. Da geht ja gut los an der syrischen Grenze als ich als erstes einen Grenzer schmieren muss. Dann geht das Chaos weiter, denn es gibt keinen geregelten Ablauf und man irrt oft herum auf der Suche nach dem Büro in dem man die wirklich offiziellen 500 Syrischen Pfund Ausreisegebühr bezahlen muss, nach dem Büro, dass das Carnet (Pass für das Bike) abstempelt etc.. Als ich aus einem Fenster sehe und ein junger Offizier auf meinem Bike für ein Bild posiert platzt mir der Kragen. Ich stapfe in voller Montur raus und frage ihn brüllend, ob das sein Bike wäre. Er verpisst sich wie ein geschlagener Hund und meint nur „Sorry, Sorry!“. „Ich geb Dir gleich Sorry“… murmel ich vor mich hin. Bilder mit dem Bike gern, aber auf dem Bike ist nicht. Wenn die Kiste umkippt lachen die Kerle nur und ich hab den Dreck. Das nächste Mal fordere ich 10 US-Dollar pro Bild auf dem Bike.&lt;br /&gt;Endlich auf jordanischer Seite geht es schon ein weniger gesitteter zu. Wir werden an einer langen Reihe von einheimischen Autos vorbei gewunken und bekommen einen „bewachten“ Parkplatz bei wirklich netten Grenzern. Nach zweieinhalb Stunden sind wir endlich fertig und dürfen passieren. Auf dem Weg Richtung Süden schauen wir in Jerash vorbei, einer weiteren Ausgrabungsstätte. Nach meinem Empfinden ist sie nicht ganz so spektakulär, wenn auch zwei schöne Amphitheater dabei sind. Amman lassen wir liegen und erreichen vor Einbruch der Dunkelheit Madaba, südlich von Amman. Leider sind nur noch Betten in einem der besseren Hotels frei und beim Preis von 25 Jordanischen Dinar (fast 30 Euro) bekomme ich kurz Atemnot. Aber das Zimmer ist sehr ok und Internet gibt es auch. Naja, für eine Nacht ist das zu verkraften.&lt;br /&gt;Die Nächste Etappe wird lang, das wissen Sam und ich. Wir fahren also früh los und werfen nur einen kurzen Blick auf die mittelalterliche Weltkarte in Form eines Mosaiks in der örtlichen Kirche. Wir folgen der Königsstraße Richtung Süden und sind bald in Al Karak. Nach dem Besuch der spärlich erhaltenen Festung bringt Sam den Vorschlag, einen Abstecher ans 40 Kilometer entfernte Tote Meer zu machen. Ich bin natürlich dabei und wir fahren eine Straße parallel zu einer Schlucht hinab nach Westen. Als wir von weitem das Tote Meer sehen, brechen wir in Jubel aus und machen eine Fotopause. Auf dem weiteren Abstieg zum tiefsten Punkt der Erde mit Frischluftversorgung können wir die Augen kaum von der Szenerie lösen. Das Tote Meer liegt über 300 Meter unter normal Null und ist eingebettet in hohe Bergzüge. Am südlichen Rand gibt es einige Bananenplantagen und Gemüsefelder. Auf der israelischen Seite sind die Bergzüge besonders steil und wirken wie eine abschreckende Festung. Wir fahren ein Stück Richtung Norden parallel zum Wasser auf der Suche nach einer Stelle wo man näher mit den Bikes heran kommt. Wir finden schließlich einen schmalen unasphaltieren Weg der hinab geht. Schnell wird geparkt und Sam meint er gehe jetzt mal rein. Er stapft davon und ist nach ca. 50 Meter am Wasser, zieht sich bis auf die Unterhose aus und geht rein. Naja, wenn ich nun schon da bin, denke ich. Also hinterher. Aber das mit der Unterhose lasse ich weg und gehe ganz ohne hinein. Das Wasser hat mindestens 27 Grad und trägt so herrlich, dass man sich Schwimmbewegungen ersparen kann. Wir treiben mind. 15 Minuten vor uns hin, Füße überkreuzt aus dem Wasser ragend und Kopf und Schultern ebenso. Als Sam aus dem Wasser geht um ein Foto von mir zu machen, schaue ich hoch zu den Motorrädern und denke nur…“ohje!„. Ein Militärjeep mit drei Mann Besatzung und aufgepflanzten Maschinengewehr steht unmittelbar neben den Bikes. Und ich treibe nackt im Toten Meer. Großartig! Also schnell raus und die Hosen an. Sam beginnt schon mal mit der beschwichtigenden Winnetou-wir kommen-in-Frieden-Masche. Als wir beginnen hangaufwärts über die riesigen und scharfkantigen Salzkristalle zu laufen entfernt sich der Jeep. Aber er kommt als wir oben sind zurück. Der Beifahrer steigt aus, begrüßt uns freundlich, fragt wie üblich nach unserer Herkunft gefolgt von „Welcome in Jordan“. Mit unserer Badeaktion haben die Jungs kein Problem und wir sind erleichtert.&lt;br /&gt;Der weitere Weg ist von herrlichen Ausblicken über große Schluchten und Wadis, traumhaften Bergab- und Bergauffahrten sowie Staudammüberquerungen geprägt. Mehrfach muss ich mich selbst bremsen, denn das Hinterrad beginnt leicht in den Kurven zu driften.&lt;br /&gt;Einen ganzen Tag treiben wir uns im antiken Petra herum. Nach Durchqueren der 1,2 Kilometer langen Eingangsschlucht hat man diesen Blick auf die Schatzkammer des Pharaos, der schon aus Indiana Jones Verfilmungen bekannt ist. Auch wenn Petra sehr touristisch ist, kann man in dem riesigen Gelände Ecken finden, in die keine Amerikanische Reisegruppe vordringt. Vom hohen Opferungsplatz hat man eine gute Übersicht über das riesige Tal mit den unzähligen in den Sandstein gemeißelten Gebäuden. Das Panorama kann keine Kamera festhalten. Und auch der Aufstieg zum ehem. Kloster lohnt sich.&lt;br /&gt;Schon die natürlichen Formen und Farben des Sandsteines sind reine Kunst für mein Auge. Ich kann mich kaum satt sehen. Die in diesen Stein gehauenen Formen legen weitere Farben frei, die der natürliche Schmuck der Gebäude sind. Einfach Wahnsinn.&lt;br /&gt;Nach 7 Stunden haben wir genug und sind für den Rest des Tages platt.&lt;br /&gt;Den letzten Höhepunkt meines Abstechers in Jordanien soll das Wadi Rum im Süden bilden. Die Fahrt dorthin ist schon wieder die reinste Droge fürs Hirn. Die Wüstentäler zwischen den steil aufragenden Sandsteinformationen sind sandig und Kamele grasen die wenigen harten Büsche ab. Sam und ich wollen sehen wie weit wir über die asphaltierte Straße hinaus kommen, geben aber beim Anblick der Tiefsandpisten und unserer schweren Kisten auf und schlagen uns hinter einen Hügel in die Pampa. Heute wird gezeltet. Schnell ein paar Einkäufe bei den ansässigen und ausnahmsweise nicht Touri-versauten Geschäften getätigt und los kann es mit der Kocherei gehen. Vorher will ich es aber noch mal wissen, baue die Koffer in Windeseile ab, senke den Luftdruck in den Reifen und mache mich kampfbereit. Ich fahre von der asphaltieren Straße auf eine in das Herz des Rums führenden Pisten ab und kämpfe mich voran. Zuerst ist es nicht allzu tief aber nach ca. einem Kilometer wird es bis zu 30 cm tief und recht weich. Ich schaffe noch ein paar hundert Meter, dann beschließe ich die Sache auf sich beruhen zu lassen und umzukehren. Für mehr habe ich zu wenig Negativ-Profil auf dem Vorderrad und zu wenig Restlicht. Ich hatte meinen Spaß…&lt;br /&gt;Ich schlafe nach dem reichlichen Essen wie ein Baby unter dem Sternenhimmel, den nur eine Wüste bieten kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;See you in India&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am nächsten Morgen trennen sich die Wege von Sam, Vicky und mir. Ich will zurück in die Türkei und weiter in den Iran…immer weiter. Leider haben Sam und Vicky ihre Visa für den Iran noch nicht. Daher haben sie noch etwas Zeit. Ich muss wirklich sagen, dass mir die Beiden sehr angenehm waren. Es gab nie Streit und ich habe oft über Sam und seine englische Art gelacht. Auch habe ich von ihm gelernt, wie man am besten mit den manchmal doch ein wenig aufdringlichen Händlern umgeht. Sam ist einfach unglaublich geduldig und freundlich zu jedem und erzählt auch wenn nötig zehn Mal hintereinander unsere Geschichte und „No, thank you Sir. I can’t carry your carpet on my motorbike.“. Das braucht zwar manchmal ein wenig mehr Zeit aber man baut nicht gleich diese innere Barrikade gegen jeden auf der sich nähert, sondern bleibt offen und gut gelaunt.&lt;br /&gt;Vicky ist sehr clever bei der Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel hier um von Ort zu Ort zu kommen und ist meistens als Erste am Ziel. Auch deckt Sie jeden kleinen Schwindel bei den Preisen sofort auf.&lt;br /&gt;Ich werde die Beiden vermissen aber hoffentlich schnell zurück zu meinem eigenen Rhythmus finden. Vielleicht sehe ich sie in Indien wieder. Wie das klingt…total verrückt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/K31fQMl0IKV3rzlGqL-ZFQ"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMxtiNpVTI/AAAAAAAADtg/nSlNtwF1u_U/s400/P1030861.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Umayyad Moschee in Damaskus&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/hHQSUtXv8-y_y-stObcEwQ"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMxleUVfmI/AAAAAAAADtQ/RsU9Av5QytA/s400/P1030893.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Zahlen links unten entsprechen den neuen arabischen Zahlen rechts...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/DlXTiF6p6vnWLPUewn2BVQ"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMxqE2yqNI/AAAAAAAADtY/Kiv_hO8Ym6E/s400/P1030902.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ehrlich ... die Ammis exportieren die Kisten...samt Uniform...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Vb7C4Uo6zbnIil-IqTqsyw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMx9yGoIRI/AAAAAAAADto/NbUyPtu3Xo8/s400/P1030949.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Amphitheater in Bosra (südliches Syrien)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/MIzJ5sbLrWrx1qvRvoZlkA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMyCdhhXeI/AAAAAAAADtw/-4W0MGXF21Y/s400/P1040021.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Tote Meer&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ZmKZN7ZWuwC-J9eud_wnRg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMyPhQgvjI/AAAAAAAADt4/mj9nVtBr1LE/s400/P1040083.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ein erster Blick auf Petra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/P2tvc_L9V88bZFginILuEg"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMymKl8RRI/AAAAAAAADuA/IcHkemCp1SA/s400/P1040094.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Schatzkammer des Pharaos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/s-g9y2M5rTYLoh-ko-taUg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMzKvLojcI/AAAAAAAADus/dRrKvT7eSGE/s400/Sasha-17.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Luftiger Ausblick in Petra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/KcocaUV-4UanAvYuo-A5EA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMy08LywDI/AAAAAAAADuI/70zJ-_Wj5so/s400/P1040189.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mann Du musst mal zum Arzt mit den gelben Dingern&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Ue1BR4f96KC7QedEbCMEjg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMy7AAqCrI/AAAAAAAADuQ/ty-bsqO99RQ/s400/P1040197.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kloster in Petra&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7VpMwB9ifaXFtH96m18rpA"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMy-u-ZbKI/AAAAAAAADuc/soyTWNztUZQ/s400/P1040250.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mein Versuch ins Wadi Rum vorzustoßen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/lBKXDU0qql8lg_LhhO6s_A"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMzDoqDOBI/AAAAAAAADuk/K3qjfwBqEMA/s400/P1040271.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Leaving Las Vegas&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-7356291712111278199?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/7356291712111278199/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=7356291712111278199&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/7356291712111278199'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/7356291712111278199'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/11/salzige-chips.html' title='Salzige Chips'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SRMxtiNpVTI/AAAAAAAADtg/nSlNtwF1u_U/s72-c/P1030861.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-8853912621659191847</id><published>2008-10-25T10:16:00.011+02:00</published><updated>2010-12-12T11:20:58.804+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='12_Syrien'/><title type='text'>Abstecher in den mittleren Osten</title><content type='html'>&lt;strong&gt;Es passiert wirklich...&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Geschichten hat man ja schon gehoert oder gelesen: "Auf meiner Reise durch die Osttuerkei traf ich auf einer Strasse meinen alten Freund Sam wieder.". Wie das geht? Ich weiss es nicht aber ich weiss, es passiert.&lt;br /&gt;Jedenfalls treffe ich Sam auf dem Weg Richtung Osten und wir haben einen kleinen Schwatz. Er will fuer 2 Wochen Richtung Syrien und Jordanien starten und laedt mich ein mit ihm zu fahren.&lt;br /&gt;Wir trennen uns und ich verspreche mir die Sache zu ueberlegen.&lt;br /&gt;Am Abend in Malatya checke ich in ein Hotel ein und ein Angestellter macht ganz furchtbar den Diener. Er spricht kein Englisch und ich verstehe nicht was er will. Nachdem ich mein Bike in einem Parkhaus abgestellt habe und zurueck zur Rezeption komme, erklaert man mir was hier abgeht. Der unterwuerfige Angestellte hat ein Visa-Problem und kann nicht nach Deutschland. Er moechte gern, dass ich seine Schwester heirate und ihn dann hinterher hohle...ein anderes Mal...&lt;br /&gt;Ich schafe die Nacht schlecht, weil ich immer in Gedanken abwaege ob ich den Abtecher in den mittleren Osten wagen soll. Ein Blick auf gaengige Foren besagt, dass es durchaus moeglich ist, ein Visum an der Grenze zu beantragen. Ich entscheide am Morgen es zu wagen, schicke eine SMS an Sam und fahre Richtung Sueden. An diesem Tag werde ich den Grenzuebertritt nicht schaffen. Ich will noch Nemrut Dagi sehen und muss jede Menge Berge ueberqueren.&lt;br /&gt;Auf dem Weg Richtung Sueden steigen die Berge an. Die Strasse die nach oben auf den Berg &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nemrut_%28Berg%29"&gt;Nemrut&lt;/a&gt; fuert ist nicht die Beste. Das letzte Stueck ist offroad und ich bin wieder dankbar fuer meine neuen Reifen. Oben leben ein paar alte Maenner in einem Kontainer und kassieren Eintritt. Sie bieten mir auch Tee an aber ich habe nicht viel Zeit.&lt;br /&gt;Die Statuen auf den Koenigsgraebern sind beeindruckend. Aber der Blick aus fast 2200 Meter Hoehe uber die benachbarten Berge ist es noch mehr. Besonders im Sueden sieht man, wie nach einer weiteren Anhoehe eine weite Ebene nach Sueden auslaeuft. Was fuer Farben Gestein haben kann... braun, beige, gelb, rosa. All das kann man klar sehen.&lt;br /&gt;Der Weg nach unten geht auf einer meist weniger guten Kiessstrasse hinab nach Sueden.&lt;br /&gt;Ich uebernachte in einem guten aber billigen Hotel in Gaziantep.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;strong&gt;Alles Arabisch&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am naechsten Morgen starte ich frueh und bin gegen 8:30 Uhr an der Grenze. Die Grenze ist ein wenig einschuechternd, weil es jede Menge hohe Zaeune und Stachedraht gibt.&lt;br /&gt;Raus aus der Tuerkei komme ich an den syrischen Grenzposten. Ein Beamter will meinen Passport und hat kaum einen Blick fuer meine Personalien. Er prueft nur jede Seite auf der gestempelt wird und sucht wohl nach einem israelischen Stempel. "Sie haben kein Visum!". "Ja, das wollte ich gern beantragen.".&lt;br /&gt;Ich gehe in ein Gebaeude in dem die Abfertigung erfolt. Es gibt eine Schlange fuer Araber, eine fuer Tuerken und eine fuer alle anderen. Der Offizier auf der anderen Seite der Glasscheibe prueft wiederum alle Stempelseiten sorgfaeltig und fragt mich, warum ich das Visum nicht schon in Deutschland beantragt habe. Ich stelle mich dumm und meine, dass ich gedacht habe, dass das hier ganz einfach sei. "Das sagen sie alle" meint er nur und gibt mir ein Formular zum ausfüllen. Mit diesem verschwindet er und nach 10 Minuten werde ich von einem anderen Herren in den Bürotrakt gebeten. Ich denke nur "oh je, jetzt kommt die Befragungsgeschichte".&lt;br /&gt;Im letzten Buero werde ich freundlich von zwei Herren in Uniform begruesst. Einer hat einen Stern auf der Schulterklappe, der andere drei. Das werden wohl die verantwortlichen Offiziere sein. Ich werde gebeten in einem voluminoesen Sessel neben der gleichartigen Couch platz zu nehmen. Es folgt ein wenig small talk ueber das Motorrad und meinen Weg. Und dann kommt der "Einsterner" schnell zur entscheidenen, humorvoll gestellten Frage:"Sie wollen nicht am Ende nach Israel einreisen." Ich verneine lachend und entschieden. "Nein, Israel steht ganz sicher nicht auf dem Programm.". Ich werde hinaus gebeten und man sagt mir dass sie die Deutsche Botschaft nach mir befragen werden.&lt;br /&gt;Weitere zwanzig Minuten vergehen in denen ich die Attraktion im Wartesaal bin. Und natuerlich wird das Motorrad draussen auch bestaunt. Der Offizier hinter der Glasscheibe bietet mir eine Zigarette an und ich nehme an. Dann scheint es weiter zu gehen.&lt;br /&gt;Ich bekomme Anweisung Versicherung, Visum und Customs bei der syrischen Staatsbank gegenueber zu bezahlen. Der Rest geht schnell und ich bin auf dem Weg Richtung Allapo(Halab).&lt;br /&gt;Sam und Vicky haben schon eine Nacht im Baron Hotel geschlafen. Ich finde es zuegig und ziehe zwecks Kostenteilung in ein Zimmer mit Juergen, einem Biker aus der Naehe von Baden-Baden. Er ist auf einer Honda Afrika Twin auf dem Weg nach Kenia.&lt;br /&gt;Das &lt;a href="http://http//www.tripadvisor.com/Hotel_Review-g295416-d494709-Reviews-Baron_Hotel-Aleppo.html"&gt;Baron Hotel&lt;/a&gt; ist ein authentischer Ort. Es ist wie in einem alten Kolonial-Film. Das Zimmer ist nicht besonders und die Matratze bestimmt noch aus Gruenderzeit. Aber die Raeume unten, wie die Bar und der Fernsehraum sowie die Rezeption sind einfach nur original. Hier gibt es noch ein grosses Buch in das Gaeste eingetragen werden und Schalteinrichtung fuer das Haustelefon ist antik. An diesem Ort sollen Agatha Cristie, Charles Lindberg und Theodor Roosevelt uebernachtet haben. Der Rest des Tages besteht aus einem Rundgang durch den oertlichen Souk (ueberdachten Markt), einem Blick auf die Burg und dem Trinken jeder Menge Tee.&lt;br /&gt;In den folgenden Tagen fahren wir nach Lattakia an die Kueste und besichtigen auf dem Weg das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Symeon_Stylites_der_%C3%84ltere"&gt;Symeon Kloster&lt;/a&gt;. Das Hotel in Lattakia ist in einem Beton-Neubau und hat den Beirut-Stil, wie Sam es nennt.&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach Hama besuchen wir das alte Kreuzfahrer Schloss Salladin und die roemische Siedlung Apamea mit einer beindruckenden Saeulenkolonade von 2 km Laenge.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit zwei Tagen sitze ich nun mit einer Magenverstimmung in Hama fest. Heute ist es schon besser und ich denke morgen geht es weiter Richtung Damaskus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/g80zxkedPk_Ez_AMdtIIqw"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdDeTMLeI/AAAAAAAADZs/Jwi2BUkwtXY/s400/P1030692.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nemrut Dagi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/aCUyka1xKJ7sXfzsjNcaRA"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdL8E4DqI/AAAAAAAADZ8/u3RwfG6UqzA/s400/P1030743.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Baron Hotel in Allepo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/9rFSU1xANkyTL4xm0dl5Yw"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdHbxQLsI/AAAAAAAADZ0/KDkIOXoHZ8g/s400/P1030726.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...and a cup of tea&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/-gUCNZX2N_KynhDvZm5odw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdP_olZOI/AAAAAAAADaE/tyi1XnWHKPk/s400/P1030750.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Überreste des Pfeilers auf der Sant Symeon den Rest seines Lebens verbrachte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/o-f9-1xxCiYGPTOYp23L2g"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdUCpLj3I/AAAAAAAADaM/VEo6IMbUyQM/s400/P1030791.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Die Kollonadenstraße von Apaema&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Lh2pP4N0uhzVQacEYNFafg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdYeT5KMI/AAAAAAAADaU/SQzBZJtrBdw/s400/P1030798.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Norias (Wasserräder) in Hama&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/-gUCNZX2N_KynhDvZm5odw"&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/elIVkJyioInyz0Q0yvo7EQ"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdbP4scdI/AAAAAAAADac/gW6kTELeRR0/s400/P1030818.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Crac de Chevalier - eine der besterhaltensten Kreuzritterburgen...riesig&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-8853912621659191847?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/8853912621659191847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=8853912621659191847&amp;isPopup=true' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/8853912621659191847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/8853912621659191847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/10/abstecher-in-den-mittleren-osten.html' title='Abstecher in den mittleren Osten'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/_FdlHtVKfeyo/SQtdDeTMLeI/AAAAAAAADZs/Jwi2BUkwtXY/s72-c/P1030692.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-4607996205889996173</id><published>2008-10-19T21:04:00.010+02:00</published><updated>2010-12-12T11:20:33.037+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='11_Türkei I'/><title type='text'>Alles getürkt aber guuut!</title><content type='html'>Ok, wenn nötig ausdrucken. Das wird jetzt etwas länger.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Was kam nach Troja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach Pergamon folgte Ephesos. Ohne Frage ist Ephesos eine grandiose Ausgrabungsstätte. Nur die vielen Touristen, die aus Reisebussen ausgekippt werden und der höllische Wind vermiesen mir die Besichtigung ein wenig. Gut ist, dass viele den zusätzlichen Eintritt für die Terrassenhäuser scheuen und man dort fast allein ist. Diese Häuser sind gut erhalten und werden durch ein großes Dach vor den Elementen geschützt. Die Aufteilung der Häuser in mehrere zweckdienliche Wohneinheiten sowie die vielen erhaltenen Wandfresken und Mosaike bewundere ich.&lt;br /&gt;Da die nächste Etappe nach Bodrum recht kurz ist, beschließe ich einen Abstecher in den Dilek-Nationalpark zu machen. Dieser liegt direkt auf einer Halbinsel und wie ich feststelle hat er viele traumhafte Strände mit Aussicht auf die griechische Insel Samos. Und da ich absolut allein da bin, macht die Benutzung einer Badehose keinen Sinn. Also hinein!&lt;br /&gt;In Bodrum checke ich im Bodrum Backpacker Hostel ein. Bodrum ist extrem touristisch aber zum Glück ist die Hauptsaison vorbei. Das hält die Jungs im Hostel aber nicht davon ab, die Musik in der untenliegenden Bar voll aufzudrehen. Davon haben auch nur Memmet, ein Hostel-Angestellter, und ein paar Freunde etwas. Leider merke ich auch erst am Abend, dass die Toilette im Zimmer nicht funktioniert und auch noch riecht…&lt;br /&gt;Die Nacht wird zur Qual. Am morgen will ich nur noch weg. Mir gefällt Bodrum nicht und schon gar nicht dieses Hostel. Als ich wenigstens noch frühstücken will, ist unten gegen 9:30 Uhr noch alles dicht. Das sollte eigentlich im Preis enthalten sein. Aber danke, das will ich auch nicht mehr. Ich lege 10 Lira auf das Bett und als ich wieder runter komme und den Rest meines Gepäcks verschnüre kommt Memmet verpennt raus. Ich gehe auf ihn zu und er versucht sich in die Küche zu verziehen. Ich rufe ihn wie einen Rotzlöffel von Jungen „Memmet!!!!“. Ich mache eine Ansage mit dem Geld und ziehe ab. Er sagt nix. Sein Glück!&lt;br /&gt;Eine nette ältere Dame aus Deutschland die hier wohl ihren Lebensabend verbringt gibt mir noch ein paar Tipps, wo ich auf der Halbinsel besser unterkomme. „Und handeln sie beim Preis, junger Mann! Es ist schließlich Nebensaison!“ meint sie noch.&lt;br /&gt;In Yalikavak, im Nordwesten,  gefällt es mir besser. Ich handele den Preis bei einem netten Hotel um 20% runter und bin glücklich, dass es hier so ruhig ist.&lt;br /&gt;Da ich in Bodrum vergessen hatte meine Kontaktlinsen über Nacht rauszunehmen sitze ich nun mit einem entzündeten rechten Auge da. Auch bin ich plötzlich extrem lichtempfindlich, was den Schritt vor die Tür immer in einem Tränenbad enden lässt. Den nächsten Tag verbringe ich daher halb am Strand und halb im Zimmer. Am Abend muss ich noch einmal raus und besteige einen kleinen einsamen Hügel am Ende der Bucht. Herrliche Ausblicke im Abendlicht und einige Dornenkratzer sind der Lohn.&lt;br /&gt;Als ich wieder starte, ist mein Auge noch lange nicht wieder bereit eine Kontaktlinse zu tragen, also geht nur Brille. Die Lichtempfindlichkeit lässt sich aber nur durch meine ungeschliffene Sonnenbrille entschärfen. Also was machen. Wie die alten Leutchen setze ich die gute Oakley über die normale Brille. Sieht albern aus, bringts aber.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sam 2&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Fahrt nach &lt;a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;amp;hl=de&amp;amp;geocode=&amp;amp;q=Pamukkale&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;ll=37.938782,29.120636&amp;amp;spn=0.535036,1.235962&amp;amp;z=10&amp;amp;iwloc=addr&amp;amp;lci=lmc:panoramio"&gt;Pamukkale&lt;/a&gt; passiere ich Küstenabschnitte die noch nicht verbaut sind und die einfach an Dörfer angrenzen. Die ländlichen Türken scheinen sich nicht viel aus dem Meer zu machen. Es gibt in diesen Ortschaften keine Strandpromenade oder auch nur einen Sonnenschirm. Dann geht es über gut ausgebaute Straßen und durch Denizli hindurch nach Pamukkale. Zeitgleich mit mir checkt ein neuseeländisches Paar ein. Sie sind seit 11 Monaten unterwegs und kommen mir quasi auf dem Weg nach Indien entgegen. Ich befrage Fran und Miles ausführlich über den Iran und Pakistan. Sie meinen, dass es vor allem in Pakistan noch recht heiß gewesen sei, als sie dort waren. Auch waren sie zu der Zeit in der Nähe von Islamabad, als das 4 Sterne Hotel in die Luft flog. Sie meinten nur, dass plötzlich ein Trubel ausbrach und sie gar nicht wussten was los war. Ansonsten soll es aber kein großes Problem sein Iran und Pakistan zu bereisen.&lt;br /&gt;Als wir vom gemeinsamen Abendessen zurückkommen, bin ich überrascht Sam wieder zu treffen. Es ist nicht der Sam, den ich schon in Bukarest und Istanbul getroffen habe. Nein es ist „Sam 2“. Diesen kenne ich aus Canakkale. Er ist, wie sollte es anders sein, unterwegs auf einer BMW nach Indien. Sam kommt auch aus England. Er ist älter als ich, schätze Anfang 40 und ein echter englischer Gentleman. Die Art wie er sich ausdrückt und die unbedingte Vermeidung des bösen F-words zeigen das deutlich. Sam reist nicht ganz allein. Da ist Vicky, eine Amerikanerin, die er in Indien kennen gelernt hat. Sie begleitet ihn auf seiner Reise aber sie fährt nicht mit auf dem Motorrad. Nein, sie fährt mit öffentlichen Transportmitteln bis zum nächsten Treff und macht meist vor der Ankunft die Unterkunft klar. Sam meint, sie seien nur Freunde und würden einfach die Kosten für die Unterkunft teilen. Wer weiß ... ;-)&lt;br /&gt;Jedenfalls fahre ich mit Sam am nächsten Tag gemeinsam die 130 km nach &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aphrodisias"&gt;Afrodisias&lt;/a&gt;, einer weiteren Ausgrabungsstätte. Ich hatte schon fast vergessen, wie schön es ist gemeinsam zu fahren. Im Formationsflug ziehen die Berge an uns vorbei. Unser Fahrtempo und Fahrdynamik gleichen sich stark, so das es eine sehr harmonische Fahrt ist. In Afrodisias schließlich, ist das Beste das Stadion. Ein fast vollständig erhaltenes Pferderennstadion, um es genau zu nehmen. Die Atmosphäre muss unglaublich gewesen sein, wenn die Gespanne sich vor 30-tsd. Zuschauern schnaubend versuchten aus der nächsten Kurve zu drängen. Nach einer Tasse Tee und ein paar Biskuits (oh wie englisch), verabschieden wir uns. Sam will heute noch weiter an die Küste. Wir werden uns vielleicht wieder sehen.&lt;br /&gt;Zurück in Pamukkale gehe ich am Abend natürlich noch zu den oberhalb des Ortes liegenden schneeweißen Travertinen und der noch mehr oberhalb liegenden Ausgrabungsstätte von  Herapolis. Beim Sonnenuntergang sehe ich belustigt Russen zu, die sich gegenseitig in Bikinis vor den Travertinen fotografieren. Diese werden wiederum von haufenweise Koreanern fotografiert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Irgendwie Hippie aber gut…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;300 km südlich und zurück an der Küste liegt Olympos. Das war bis vor 30 Jahren wohl mal eine Hippie-Ecke und wurde dann von Backpackern und einigen wenigen Touristen entdeckt.&lt;br /&gt;Steffi und Rolf hatten mir Olympos empfohlen. Ich checke in der Saban-Pansion ein. Nein, bei dem Wind, hab ich keinen Bock in einem der statisch fragwürdigen Baumhäuser zu übernachten. Ich gehe in den Gemeinschaftsschlafraum. Hinter dem Haus ist eine kleine Plantange aus Orangen und Zitronenbäumen. Die Atmosphäre ist herrlich relaxt. Es gibt jede Menge Hängematten und durch Dächer geschützte Sitzecken im Freien. Aber das Beste an der Pension ist das Essen! Hier ist sogar das Abendessen im Preis enthalten. Und dieses ist ein Knaller! Leckerste türkisch-vegetarische Hausmannskost am Büffet…da schmeckts! Natürlich gibt es auch einen Strand und das Wasser ist herrlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Antalya habe ich es nun auch endlich geschafft die Reifen und die Kette wechseln zu lassen. Zum Glück gibt es hier eine BMW-Niederlassung, denn beim Wechsel der Endloskette, muss man die Hinterradschwinge leicht demontieren. Da hab ich wieder was gelernt. Auf dem Heimweg passiert es dann. Ich halte an einer Kreuzung und ein Linksabbieger nimmt die Kurve zu eng. Mein linker Koffer tuschiert leicht aber über die gesamte Länge seine linke hintere Tür. Ich mache sofort das Bike aus, stelle es auf den Seitenständer und baue schon einmal Druck auf um gleich ein riesen Fass aufzumachen. Der Typ steigt aus, schaut sich seine Tür an. Zuckt kurz mit den Schultern, steigt wieder ein und fährt weiter.&lt;br /&gt;Und ich liebe meine neuen Pneus! Die hatten auf der Fahrt nach Göreme, in Kapadokien, gleich ihren ersten Einsatz. Es galt mal wieder meinen Kopf durchzusetzen und nicht am endenden Asphalt halt zu machen. Faustgroße Steine, rutschiger Schlamm und steile Bergauf- und Bergabfahrten waren der Lohn. Und alles kein wirkliches Problem. Mit den alten Sohlen hätte ich ernsthafte Schwierigkeiten haben können.&lt;br /&gt;Zwischendurch denkt man sich bei solchen Aktionen schon mal, ob die Anstrengung und die Adrenalinstöße es wirklich wert sind. Aber wenn man im nächsten Tal ist und auf einer Gerade die heran laufenden und kleffenden Hirtenhunde abhängt, ist die Freude und der Stolz groß.&lt;br /&gt;Die Türkei ist riesig und von lauter Bergketten durchzogen! Das merke ich auf diesem Weg erst wieder. Die 540 km sind auf der Karte in Bezug auf das gesamte Land ein Witz. Mir diese Entfernung als Tagesleistung anzusetzen, war wohl doch ein wenig viel. Aber irgendwie wollte ich es mal wieder wissen.&lt;br /&gt;Als die Sonne untergeht merke ich, dass mein Abblendlicht nur noch ein Standlicht ist. Noch 150 km und das Fernlicht bekomme ich vom entgegenkommenden Schwertransport immer mit Fernlicht quittiert. Ich beschließe diese nicht ganz ungefährliche Geschichte abzubrechen und biege in den nächsten Feldweg ein. Wozu hab ich denn ein Zelt mit? Also weg von der Hauptstraße irgendwo in die Pampa. Vegetation zum verstecken  gibt es weit und breit keine.&lt;br /&gt;Dann baue ich mein Zelt auf, trinke Tee und esse ein paar Reste. Ich schlafe gut und bekomme am morgen Besuch von einem Hirten. Seine Hunde sind zum Glück wohl erzogen. Ich habe das Messer schon am Hosenbund als diese Riesenviecher ankommen. Der Hirte kommt hinter her und ist nur neugierig und sieht zu wie ich alles zusammenpacke. Mann, zu Hause sitzen die Leute den ganzen Tag vorm Rechner und hier sitzt einer auf dem Esel und hütet Schaffe in einer Mondlandschaft…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ich als cave man&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kappadokien"&gt;Kappadokien&lt;/a&gt; ist eine Region in Zentral-Anatolien die anders aussieht als alles was ich bisher gesehen habe. Hier haben sich die Elemente gegen die Erde verschworen und ihr Formen und Farben entlockt, die kaum zu glauben sind.&lt;br /&gt;Ich checke gegen 11:00 Uhr im Backpacker Cave Hostel in Göreme ein und bekomme meine private kleine Höhle mit zwei Fenstern in einem der hier überall stehenden Steinkonen. Um in das Zimmer zu kommen muss ich erst eine Treppe im Innern des riesigen Steines hinauf, dann an einigen Zimmern vorbei und mich ganz tief gebeugt durch die winzige Tür am Ende des Ganges quetschen. Wenn ich mich dann im Inneren aufrichte, habe ich das Gefühl als Gandalf in einem der Hobbit-Baue aus „Herr der Ringe“ zu sein. Und trotzdem ich mich nicht ganz aufrichten kann, fühle ich mich doch sehr wohl in meiner Wohnhöhle.&lt;br /&gt;Auf einer langen Wanderung zu Fuß erkunde ich das Göreme Outdoor Museum, das Red und das Rose Valley. Bis vor 35 Jahren haben hier meist Bauern zeitweise oder ganzjährig in den selbstgegrabenen Höhlen im weichen Tuffstein gelebt. Die Höhlen zeigen noch viele Spuren dieses Lebens. Die meisten und offensichtlichsten sieht man in den unterirdischen Kirchen und Klöstern im Outdoor Museum. Hier steigen Amerikaner und Koreaner die kaum zum Laufen in der Lage sind wagemutig auf Treppen in die Höhlen hinauf oder hinab.&lt;br /&gt;Auf den weitläufigen Wanderwegen außerhalb des Museums trifft man nur wenige Leute und hat die vielen Höhlen für sich allein. Für alles war hier gesorgt. In den Stein geschlagene Tafeln und Bänke zum Sitzen, kleine Wandnischen für die Öllampen, Abzugslöcher für den Rauch der die geschwärzten Decken entlang kroch, Treppen in der Wand um weiter oben liegende Ebenen zu erreichen. Für mich ist das ein riesiger Abenteuerspielplatz und ich begehe mindestens ein Dutzend Höhlen. Weiter südlich steige ich in Derinkuyu in eine unterirdische Stadt hinab. Bis zu acht Ebenen gab es zu bewohnen, wenn der Stadt Gefahr drohte.&lt;br /&gt;Am Abend gehe ich mit zwei Japanerinnen etwas essen. Wir sitzen in einem Restaurant auf den traditionellen grob gewebten Kissen auf dem Boden und lauschen den zwei Herren die mit türkischer Gitarre und Trommel Musik machen. Der Eine singt dazu wie ein Engel. Wunderbar!&lt;br /&gt;Ich unterhalte mich gut mit den beiden Yokos (kein Witz). Sie haben jeweils längere Zeit in Europa gelebt und haben den sonst üblichen japanischen Habitus abgelegt (…zum Beispiel sich für alles ständig zu entschuldigen…). Sie sprechen beide sehr gut Englisch und ich frage sie ausführlich über Japan aus und beantworte natürlich auch Fragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Alles getürkt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Deutscher hat man ja manchmal so seine Vorstellung von den Türken. Diese sind meist geprägt von RTL-Interviews mit Jugendlichen türkischer Abstammung und massiven „SCH“-Einsatz die bemüht sind sich in der deutschen Gesellschaft zu behaupten.&lt;br /&gt;Wie sieht das nun aus, wenn man selbst Ausländer in der Türkei ist?&lt;br /&gt;Erstens: Sag niemals zu einem Türken Araber. Das sind sie nicht. Die türkische Sprache hat so gut wie nichts mit dem Arabischen gemein. Die Türken und ihre Sprache kommen viel mehr aus Zentralasien. Was sie mit den Arabern gemein haben, ist die Gastfreundschaft und natürlich den Glauben. Und generell sind sie alle sehr freundlich und versuchen immer zu helfen. Aber natürlich sind sie auch Geschäftsleute und man wird hier und da nur akzeptiert, wenn man weiß wie gehandelt wird.&lt;br /&gt;Mehr als 99 Prozent der Türken sind Muslime. Deshalb gibt es hier auch in jedem Ort eine Moschee und der Muezzin ruft 5 Mal am Tag. Die Strenge in der der Glaube und die damit einhergehenden Regeln praktiziert werden, ist aber sehr variabel. So ist das Kopftuch bei Frauen in großen Städten eher die Ausnahme. Und wenn sie es tragen, so gibt es auch hier viele Abstufungen. Ein Kopftuch aus roter Seide und passenden Schuhen zum Beispiel gilt hier mit Sicherheit schon als ein wenig ausgeflippt. Im Iran wäre das ein absolutes „no go“!&lt;br /&gt;Und auch die Männer nehmen es hier und da mit dem Alkoholverbot nicht so ernst. Aber eher selten.&lt;br /&gt;Generell sehen alle immer aus wie aus dem Ei gepellt. So werden grundsätzlich Lederschuhe getragen und viele Männer tragen jeden Tag ein Hemd. Ein gepflegtes Familienoberhaupt hat immer einen Anzug und zwar mit Hemd, ohne Krawatte und am liebsten mit Rombenpullover darüber an. Das gilt dann auch für das letzte Dorf. Das es hier nicht um neueste Schnitte aus Mailand geht und die Farben eher Gedeckt sind ist klar.&lt;br /&gt;Auch ist nix mit „Kümmeltürke“. Die riechen immer alle als würden sie am Morgen in Seifenlauge gebadet.&lt;br /&gt;Unterscheiden kann man vor allem den Gestus. Da muss man sich erst einmal ein wenig umgewöhnen. Ein „schönes Motorrad“ zeigt man hier nicht mit einem Daumen nach oben, sondern durch das Zusammenführen aller Finger einer Hand nach oben und ein leichtes Schütteln des Ganzen. Herangewinkt wird man immer mit der Handfläche nach unten.&lt;br /&gt;Und ein „Bring mal dir Rechnung!“ signalisiert man wie ein „Schreib mal was auf!“.&lt;br /&gt;Nur wenige Türken können sich ein Auto leisten. Viele haben für die Stadt einen Roller oder eine kleine Maschine. Wenn dann neben mir an der Ampel so eine Mini-Harley von der  bevorzugten Marke Mondial zum stehen kommt, kann ich mir manchmal den „Na Sohn, ich könnte deinen Motor noch als Anlasser gebrauchen“-Blick nicht verkneifen.&lt;br /&gt;Der gesamte Fernreiseverkehr innerhalb der Türkei läuft fast ausschließlich über ein enges Netz von Autobussen. Diese haben meist nur 20 Sitzplätze und fahren längere Strecken über Nacht.&lt;br /&gt;Überrascht war ich von der Rolle des Euro hier. Viele Preise sind in Euro ausgewiesen und man muss oft den Preis in der Landeswährung erfragen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So, und nun natürlich noch viele Bilder&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/gJ7jFX-7L-uOnGQxWmEBog"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPtXO_hkR2I/AAAAAAAADH4/sDH2_99-_l8/s400/P1030300.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Ephesos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/6S4ZqcMVyJTuriiZRWj7tQ"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtXSDq56pI/AAAAAAAADIA/vpjG51vaf5A/s400/P1030315.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Baden vor Samos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/k7wCVouuIv0ucni0gc3H3A"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPtXUPpjwlI/AAAAAAAADII/tlhX-298UlM/s400/P1030330.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Yalikavak in der Nähe von Bodrum&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/7B-qMHBVFvTDFIen7uL_bA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtXV0vOcPI/AAAAAAAADIQ/phYB42NRU5o/s400/P1030353.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blick nach einer abendlichen Bergbesteigung&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/9v2t4PKdOL4f7IFU68Et6g"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SPtXYXK_ZxI/AAAAAAAADIY/jftfMTIc6G0/s400/P1030390.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sam 2&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/g94QcVlbgNj_t97BBPBRDA"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPtXbdWa_1I/AAAAAAAADIg/LIRRMvnNgrQ/s400/P1030404.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Stadion in Afrodisias&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/tJaVBiDrVSkMOWV8QYt0Jw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPtXc3ZcocI/AAAAAAAADIo/RV3cYvWOgVA/s400/P1030420.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Osteuropäer(innen) in Pamukkale&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/c2_B-twrXZbNRJzzGGjqkg"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SPtXe57JQVI/AAAAAAAADIw/WM7IFss0hME/s400/P1030448.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sonnenuntergang bei den Travertinnen von Pamukkale&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/jpgKj_irwNlojDw854fAuA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SPtXhaZZxCI/AAAAAAAADI4/9FN3g6UI-Ww/s400/P1030454.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sechsauge mit zwei entzündeten Augen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/TlPwy0q8H9d3EYqoo9lhrA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtXnP6R04I/AAAAAAAADJI/IEWxnaCnDus/s400/P1030469.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;"Baden" auf Türkisch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ArR6emjOlt_IgqMkgxsAKg"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SPtXpthmkqI/AAAAAAAADJQ/PSKVz7PlFk8/s400/P1030499.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Baumhaus und ...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/U9IzwxTGm9K1ck1gqh2zkg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtXtKjVGwI/AAAAAAAADJY/ig6cC7MHoJM/s400/P1030497.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;chill out-Ecke in Olympos&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/lv_K9BKjUL5Oozrm7K9aSg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtXwKrJpOI/AAAAAAAADJg/hWcELdyXJ-0/s400/P1030510.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Auf einem Bergpfad...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Cs0gM9usfXGFKMRUtAK-EA"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SPtXySDvcfI/AAAAAAAADJo/MEU8PQXAI_M/s400/P1030526.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Camp im Nirgendwo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/76E5K-gY1mJ96LGDn6m4Nw"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SPtX0kc3PfI/AAAAAAAADJw/mOAZf5wZGLU/s400/P1030527.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Morgendlicher Besuch&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Wkl4mCMH6JiRQVun4UptqA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SPuHoUtRa9I/AAAAAAAADOs/nNhr9oc5MqM/s400/P1030528.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die beiden Löcher im Fels waren meine Fenster&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/HbFU47LyoqXsioGVNOxZ9g"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPuHrUWGDsI/AAAAAAAADO0/9vmOd2MQFYQ/s400/P1030589.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Kappadokien in voller Pracht&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-4607996205889996173?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/4607996205889996173/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=4607996205889996173&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4607996205889996173'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/4607996205889996173'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/10/alles-getrkt-aber-guuut.html' title='Alles getürkt aber guuut!'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SPtXO_hkR2I/AAAAAAAADH4/sDH2_99-_l8/s72-c/P1030300.JPG' height='72' 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Auf bulgarischer Seite passiere ich drei Kontrollposten. Der Erste will nur die Fahrzeugpapiere, der Zweite will den Reisepass und der Dritte macht die Schranke hoch. Das der Informationsaustausch zwischen den Häuschen über einen USB-Stick funktioniert den ich transportiere, bringt mich als IT-Heimer ein wenig zum schmunzeln.&lt;br /&gt;Nachdem ich auch die türkische Seite überwunden habe, fahre ich auf einer überbreiten Straße Richtung Autobahn. Da wollten die Türken den Bulgaren wohl mal zeigen wer der stärkere Nachbar ist.&lt;br /&gt;Nach weiteren 250 km beginnt die 13 Mio. Metropole Istanbul. Der Verkehr ist anstrengend aber zu bewältigen. Die ersten drei Nächte schlafe ich in einem der zahlreichen Hostels im Sultanahmet, dem alten Stadtteil mit den vielen historischen Sehenswürdigkeiten. Er liegt auf der europäischen Seite, südlich des goldenen Horns.&lt;br /&gt;Das Hostel ist nett und ich genieße noch am selben Abend einen kleinen Spaziergang durch den großen Basar und die Straßen rings um die blaue Moschee.&lt;br /&gt;Vieles erinnert mich an Marrakesch. Die kleinen Läden, die Waren, das Essen. Und doch ist Istanbul viel sauberer, europäischer und moderner.&lt;br /&gt;Es sind die letzten Tage des Fastenmonats Ramadan. In dieser Zeit dürfen die Muslime nur vor Sonnenauf- und nach Sonnenuntergang essen. Wenn der Muezzin bei Sonnenuntergang zum vierten Mal am Tag zum Gebet ruft, versammeln sich viele Händler, Polizisten, Taxifahrer etc. um gemeinsam zu essen. Oft essen sie traditionell von einem gemeinsamen großen Teller und trinken Tee. Das gefällt mir.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Visa-Schach&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe mir vorgenommen in Istanbul einige Visa-Formalitäten in Angriff zu nehmen. Ich tue das erst hier, da die Visa, hätte ich diese schon in Deutschland beantragt, zum Teil schon abgelaufen wären, bevor ich die Grenze erreicht hätte. Für das pakistanische Visum benötige ich bei Beantragung außerhalb des Heimatlandes ein Empfehlungsschreiben der Deutschen Botschaft. Da es Istanbul keine Deutsche Botschaft gibt, muss das Deutsche Konsulat reichen.&lt;br /&gt;Ich fahre also am nächsten Tag früh am Morgen mit der Bahn hinüber nach Beyoglu und stapfe den steilen Berg hinauf. Hier erlebe ich zum ersten Mal das deutsche Gesicht im Ausland. Gitter, Tore, schwere Türen und am Ende eine deutsche Amtsstube hinter Panzerglas. Mit der Beamtin auf der anderen Seite der Panzerglasscheibe kann ich nur über einen Telefonhörer sprechen. Nein, ein solches Schreiben würden sie nicht ausstellen, das sei Anweisung aus Berlin. Und außerdem würde da sowieso nur drin stehen, dass ich deutscher Staatsbürger bin. Warum das nicht geht, wenn der Inhalt so banal ist verstehe ich nicht. Ich bin erst mal sauer und muss mich kurz zwingen einen klaren Kopf zu behalten.&lt;br /&gt;Ok, das iranische Konsulat hat noch bis 12:30 Uhr offen. Für dieses brauche ich das Schreiben nicht. Also, Versuch macht klug. Dort angekommen, stehe ich am Schalter schnell einem Perser gegenüber. Er sieht aus wie Omar Sharif mit einer Boxernase. Er fragt mich was mein Beruf ist. Ich sage „business manager“. Ich bekomme ein Antragsformular das ich ausfüllen und kopieren muss. Ich tue wie geheißen und werde danach auf die Bank gegenüber geschickt um die 60 Euro Visa-Gebühr einzuzahlen. Wieder in der Schlange unterhalte ich mich mit einem Ungarn und zwei Holländerinnen. Letztere wollen den Iran auf Fahrrädern durchqueren. Was im Gespräch auffällt sind die Unterschiede bei den Gebühren. Der Ungar musste auf der Bank nur 15 Euro zahlen und die Holländerinnen gleich bar am Schalter. Auch höre ich, dass die Bearbeitung bis zu 10 Tage dauern kann und die Papiere angeblich nach Teheran geschickt werden. Meine Verwunderung ist am Ende groß als der Konsularbeamte mir sagt, er würde meinen Pass behalten und ich solle in 2 Tagen wiederkommen.&lt;br /&gt;Ich bin gespannt!&lt;br /&gt;Zwei Tage später hole ich meinen Pass ab. Ich habe ein Visum. Yes! Haken: nur für 14 Tage.&lt;br /&gt;Der Iran ist ein riesiges Land voller Dinge die es zu entdecken gilt. Daher hatte ich mir mind. einen Monat Zeit erhofft. Eine Verlängerung des Visums im Iran ist möglich aber kann auch abgewiesen werden. Diese Veränderung bringt die Maschinerie in meinem Kopf ordentlich in Bewegung. Vor allem gilt es jetzt Ruhe zu bewahren und geschickt vorzugehen, denn ein falscher Zug kann eine bedeutende Erschwerung nach sich ziehen. Vor allem der Zusammenhang der Aufenthaltsdauer im Iran und die ggf. notwendige Erlangung des pakistanischen Visums in Teheran sind zu beachten. Ich habe von mehreren Seiten gehört und gelesen, dass es unterwegs oft nur noch in Teheran möglich ist ein pakistanisches Visum zu bekommen und das die Bearbeitung bis zu einer Woche dauern kann. Auf dem Weg zum Flughafen, wo ich Helge abholen will, lege ich mir einen Plan zurecht, den ich vorerst aus taktischen Gründen für mich behalte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Besuch mit Kopftuch&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den folgenden fünf Tagen erkunden wir Istanbul so ausführlich es eben geht.&lt;br /&gt;Wir wohnen in einem kleinen Hotel das ebenfalls im Sultanahmet liegt.&lt;br /&gt;Der Besuch des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Topkapi-Serail"&gt;Topkapi-Palastes&lt;/a&gt; und des Harems, der einst der Sultanssitz war, leitet unsere Tour ein. Der Harem wirkt zwar beim Besuch recht geräumig aber für die ehemals bis zu 300 Gespielinnen ist er doch zu klein. Weiter geht es zur &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hagia_Sophia"&gt;Hagia Sophia&lt;/a&gt; (...der ehem. Kirche der heiligen Weisheit) und zur blauem Moschee. Beide sind vor allem von innen sehr beeindruckend und schön.&lt;br /&gt;Auf dem großen Basar und dem Ägyptischen Basar laufen wir uns bei regnerischem Wetter die Füße platt. Das Angebot der Waren und der tägliche Aufwand alles im und vor dem Laden darzubieten sind enorm. Helge deckt sich auf dem Ägyptischen Basar mit Gewürzen und türkischen Süßigkeiten ein. Diese sind oft aus allen Arten von Nüssen, Datteln, Kokos und einer Art verbindendem Gelee gemacht. Lecker!&lt;br /&gt;Auch das moderne Istanbul, nördlich des goldenen Horns, erkunden wir ausgiebig, besteigen den &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Galataturm"&gt;Galata Turm&lt;/a&gt; und laufen so dicht es eben geht bis zur Bosporus-Brücke heran. Am letzten Tag fahren wir mit ein paar Fähren auf die im Marmarameer vorgelagerten &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Stadtteile_von_Istanbul#Adalar_.28Prinzeninseln.2C_Demonesi.29"&gt;Prinzen-Inseln&lt;/a&gt;.&lt;br /&gt;Das Essen ist in diesen Tagen einfach nur lecker. Wir probieren alles vom teuren Fischrestaurant bis zur Straßenbude und finden die kleinen „Jedermannsküchen“ in den schmalen Seitenstraßen sowie die Fischbraterei an der Katekoy-Anlegestelle am besten. Hier wird man leicht für 10 Euro zu zweit, inkl. Getränken und Salat, satt. Aber auch die leckeren türkischen Desserts sind eine Sünde wert. Eine Wasserpfeife hilft dann der entspannten Verdauung.&lt;br /&gt;Am Dienstag morgen begleite ich Helge noch zum Flughafen. Dieses Mal wird es drei Monate bis zum nächsten Wiedersehen in Indien dauern. Das ist freilich schwer aber die technischen Hilfsmittel des 21-Jhd., wie Skype, haben uns schon über die letzten drei Monate gebracht…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Endlich Asien&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich entlang der westlichen Küste des Marmarameeres gefahren bin, ist endlich der Augenblick gekommen. Ich überquere auf einer Fähre die Dardanellen (Meerenge zwischen Marmarameer und Mittelmeer) und damit auch die Grenze von Europa und Asien.&lt;br /&gt;Ich habe erfolgreich den ersten Kontinent von drei geplanten durchquert. Dies begieße ich bei einer Tasse Tee an Bord. Nun liegt Asien vor mir, ein riesiger Kontinent voller interessanter Kulturen und Landschaften. Ich freue mich auf alle kommenden Herausforderungen.&lt;br /&gt;Nach einer Nacht in &lt;a href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;amp;hl=de&amp;amp;q=%C3%87anakkale,+T%C3%BCrkei&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;cd=1&amp;amp;geocode=FUIhYwIdGsObAQ&amp;amp;ll=40.147192,26.408472&amp;amp;spn=0.549003,1.235962&amp;amp;t=h&amp;amp;z=10"&gt;Canakkale&lt;/a&gt; besuche ich am nächsten Tag die Ausgrabungsstätte des berühmten Troja. Ich bin überrascht wie viel noch von den einstmals mächtigen und unüberwindbaren Mauern übrig ist. Eigentlich gibt es nicht das Troja, sondern sieben Trojas, die als Ausgrabungsschichten ein und derselben Siedlung übereinander liegen. Der deutschstämmige Industrielle &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Schliemann"&gt;Schliemann&lt;/a&gt; begann mit den Ausgrabungen Ende des 19-Jhd.. Er war wohl mehr auf der Schatzsuche und hat daher viele wertvolle historische Schichten zerstört. Seit 1988 ist die Universität von Tübingen wieder mit Grabungen betraut und führt diese bis heute fort.&lt;br /&gt;200 km weiter südlich in Bergama, am Rande des früheren Pergamon, gibt es noch mehr zu sehen. Unter anderem die Akropolis, die Asklepios von Pergamon sowie die rote Basilika.&lt;br /&gt;Außerdem gibt es noch jede Menge Eidechsen und horny turtles...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Zeit fürs Sehen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Pension in der ich untergekommen bin ist billig, sauber und ein Frühstück bekomme ich auch. Das Städtchen ist besonders am Abend recht quirlig. Und da mir das gefällt, bleibe ich statt der angedachten zwei, drei Nächte. Und dazu gehe ich zu Mustafa, dem Sohn des Wirtes, und sage: „Hey, is it ok when I stay a night longer?“. „Of course my friend!“ ist die Antwort. So einfach ist das.&lt;br /&gt;Das ist etwas was ich sehr genieße, diese Flexibilität zu bleiben wo es mir gefällt und so lange bis es mich weiterzieht. Ich habe keinen Zeitplan wie bei einer Butterfahrt. Ich denke und plane in Wochen und in Distanzen von mehr als 1000 km. Aber ich kann mich auch nicht ganz und gar treiben lassen. Das entspricht nicht meinem Wesen. Ich will jeden Tag etwas unternehmen, unterwegs sein, etwas aus der Zeit machen. Und wenn ich mir dann etwas ansehe, sehe ich es mir genau an, will überall hineinkrauchen, alles berühren, probieren und aufnehmen. Und besonders beim Sehen ist Zeit wichtig. Wenn man einen Aus- oder Anblick für lange Zeit als Bild im Gedächtnis behalten will, muss man ihn sich mehr als einen Moment ansehen. Dabei ist auch die Art des Sehens wichtig. Bei mir funktioniert am besten  eine Art Breitensehen, bei der man nicht nur einen Punkt fixiert, sondern alles mehr flächig abtastet. Ich musste es erst wieder trainieren, denn bei meiner Arbeit war eine ganz andere Art von Sehen gefragt. Hier war schnelles Erfassen und rasches Entscheiden wichtig.&lt;br /&gt;Jeder weiß, Zeit ist Geld. Aber wenn man kann und will, ist Geld auch Zeit. Ich denke das ist der Luxus des 21-Jhd. … nicht Dinge haben … Zeit haben … für sich und für andere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diesmal mit vielen Bildern...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/PbeywiHxFhz_QwhA7aBREQ"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SOZLy1po5rI/AAAAAAAACuA/ROXpSW4xuPQ/s400/P1020959.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hagia Sophia bei Tag&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/N7e0r_fSDUfplq1Is99wkQ"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SOZLuGE3vXI/AAAAAAAACto/SVPF85Kz84U/s400/P1020917.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die blaue Moschee&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/61NcM-9SP3Mcn4dGCMHLog"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SOZL0bPQu3I/AAAAAAAACuI/_gD4XpFUStE/s400/P1030048.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bosporusbrücke&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/tf2ndztoNY2rvG3k4y-GFw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SOZLxdEQxVI/AAAAAAAACt4/i5TbSwnXI38/s400/P1020933.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Großer Basar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="text-decoration: underline;"&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/XA46VDo4ovQA-icKk6fuBw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SOZMEINkYYI/AAAAAAAACvI/3MegtO4frFc/s400/P1020970.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;Justinians Zisterne&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/26PzxL5O8jgFgRCkW1exfA"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SOZL2R83u4I/AAAAAAAACuQ/43n7NtiFb8I/s400/P1030072.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Lecker Fisch essen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/hAv417-ZB2vzVeeHebGqmg"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SOZLvU4Ls8I/AAAAAAAACtw/_AhC07lGCs0/s400/P1020932.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Danach lecker Wasserpfeife&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/iQbibcGTdLZ-J1c0VicmVA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SOZMFP42MnI/AAAAAAAACvQ/z2RBAHOpSRM/s400/P1030098.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hagia Sophia bei Nacht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/nb7fZF_9AGPhLSNMaFtK9Q"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SOZMGfqq-3I/AAAAAAAACvY/s8WeLQR3Ok0/s400/P1030102.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Blaue Moschee bei Nacht&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/dZa50GeP6VapQNZhvpm0qg"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SOZL4EHJSHI/AAAAAAAACuY/oiCxh7iqSGk/s400/P1030126.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Mauern von Troja&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/ebF5xESI4B6kL7QmG1bgfA"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SOZMAqUtylI/AAAAAAAACu4/z57QDFT4vbc/s400/P1030197.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Stausee nördlich von Bergama&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/xwQWmUFc2RCzlCyJyUKoKw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SOZL56qVo4I/AAAAAAAACug/veIOJoXVuxo/s400/P1030191.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rote Basilika&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/XVRhH6Bqb0s6BPIp49pg1Q"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SOZMCpx-UiI/AAAAAAAACvA/jQDaf3nTsvo/s400/P1030205.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Akropolis von Pergamon&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Qe4Ex8PFB5V404Cuotc9Ng"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SOZMHh1cXTI/AAAAAAAACvg/xy8wGw8D0BQ/s400/P1030174.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Jede Menge alte Steine...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/rdQ79ooZEoZ7xIUNd1kPyQ"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SOZMJV6oC7I/AAAAAAAACvo/IvO0A9OlGNM/s400/P1030229.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...mehr oder weniger umgefallen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/M9Uj6csgfxNoNAXjkmI5kw"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SOZL8kS4WxI/AAAAAAAACuo/5vozzb7oTbY/s400/P1030235.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;horny turtles&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/4peFV4wxSxWfyV-FX3zNYA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SOZL_FMakoI/AAAAAAAACuw/qerUHBF-zKE/s400/P1030237.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;...so nun erzähl mal, was gefällt Dir an ihr...?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immer wieder Dank an die Kommentatoren. Da weiß man wenigstens, dass jemand auf der anderen Seite wirklich auch liest ;-).&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-1640227438784465996?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/1640227438784465996/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=1640227438784465996&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1640227438784465996'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/1640227438784465996'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/10/am-rande-asiens.html' title='Am Rande Asiens'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SOZLy1po5rI/AAAAAAAACuA/ROXpSW4xuPQ/s72-c/P1020959.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-9200432629470970507</id><published>2008-09-24T12:18:00.015+02:00</published><updated>2010-12-12T11:19:22.615+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='10_Bulgarien'/><title type='text'>Die Magie des Gehens</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Unruhige Nacht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich wollte ich nur eine Nacht in Veliko Tarnovo bleiben aber es werden am Ende drei Nächte draus. Das Hostel in dem ich übernachte ist einfach der Hammer. Alles ist nagelneu und die Leutchen sind echt überbesorgt und umsichtig. Das alte Bauernhaus an einem Hang hat drei Etagen, zwei Terassen, eine Chill-out-Ecke, jede Menge Weinranken an allen Ecken und drahtlosten Internetzugang…was will man mehr. Ich schlafe die ersten beiden Nächte in einem Zelt auf der kleinen Rasenfläche hinter dem Haus. Da es in der dritten Nacht regnet, werde ich in ein Massenquartier gebeten. Hier schlafe ich wesentlich schlechter, weil ein asiatischer Kollege mitten in der Nacht sein Handy aus dem oberen Bett wirft und danach mit der Taschenlampe anfängt dieses im unterliegenden Bett zu suchen. Dabei bekommt er von Doug, einem kanadischen Musiker der sein Geld auf der Straße verdient, fast eine eingeschenkt. Der Israeli zwei Betten weiter, scheint von der letzten Intifada zu träumen und schreit laut in einem Alptraum, bis ihn seine Freundin beruhigt. Na gute Nacht!&lt;br /&gt;Aber der Rest der drei Tage ist sehr schön. Ich mache einen Ausflug nach Süden, um auf einer Bergstraße mit jeder Menge Kurven den Balkan zu überqueren. Auf dem Pass steige ich auf das Shipka-Denkmal, das an eine Schlacht der bulgarischen Freiheitskämpfer gegen die türkischen Besatzer im 19-Jhd. erinnert. Von dort aus sehe ich auch das Kommi-UFO aus dem letzten Beitrag ;-).&lt;br /&gt;Allabendlich schaue ich mir das Lichtspektakel an der Festung in Veliko Tarnovo an. Wie die riesige Festungsanlage zu klassischer Musik in verschiedenen Farben in Szene gesetzt wird ist großartig!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Kokain….nur ein bischen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;Auf dem Weg nach Sofia werde ich nach langer Zeit mal wieder ordentlich nass.&lt;br /&gt;Das Wetter ändert sich auch in den folgenden Tagen nicht. Daher ist auch der Besuch des weltberühmten Rila-Klosters, 70 km südlich von Sofia, eine einzige Regenfahrt. Das Kloster liegt in mitten der gleichnamigen Berge und ist das Jerusalem von Bulgarien. Es hat einen mehrstöckigen Umrandungsbau, der nur nach innen Fenster hat und eine zentral liegende orthodoxe Kirche. Diese hat außen und innen wunderbare Fresken mit vielen Details.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag laufe ich kreuz und quer durch Sofia und ich muss sagen, es gefällt mir viel besser als Bukarest. Der Markt erinnert schon fast ein wenig an einen Basar, die mineralischen Quellen werden von vielen Bürgern als Trinkwasserquelle genutzt und die Alexander Nevski Kathedrale ist gigantisch. Auch eine zentrale Moschee erinnert daran, dass viele Bulgaren Muslime sind.&lt;br /&gt;Viele kleine Dinge des täglichen Lebens bringen mich hier zum Lachen. Dazu gehört der Wiegeservice mit der Haushaltswaage im Park, die Unterstützung beim Ausfüllen von Formularen mittels Schreibmaschine direkt vor einem Amt und die Hunde im Terrarium einer Zoohandlung.&lt;br /&gt;Am Abend gehe ich mit ein paar Jungs aus dem Hostel aus. Dabei ist Mane aus Finnland, Elliot aus Kanada und Tom und Jerry (grins) aus England. Ich bin der Älteste im Bunde…&lt;br /&gt;Nachdem wir um elf aus einer Bar gebeten werden, weil diese schließt, laufen wir ein wenig orientierungslos herum und landen schließlich in der Buddha-Bar. Die Lokation sieht gemütlich aus und wir bestellen eine Wasserpfeife. Wenige Minuten später setzt sich ein Trio an den Nachbartisch. Einer ist vom Schlage „leicht gealterter, gebräunter, steroidversäuchter, Arme wie andere Beine…Zuhälter“. Und er ist voll wie ein Schichtbus. Er fängt zunächst an Mane auszufragen (woher, warum etc.) dann mich. Als ich dummerweise ein paar Brocken Russisch bringe … sind wir „Freunde“. Auch deshalb weil Sascha die Koseform von Alexander (sein Name) ist. Mane versucht die Aufmerksamkeit des Herrn auf Tom und Jerry zu lenken, was nur kurz klappt. Dann versucht der Typ mir erst einen Vodka zu spendieren und schließlich uns allen einige Drogen anzubieten (Kokain, Heroin, Amphetamine…“nur ein wenig“). Schließlich ist ihm nach tanzen und er will unbedingt das ich mit tanze. „Please dance with my friend!“…sagt seine fette Freundin. Das er einen dann immerzu antatscht macht mich leicht nervös. Da Jerry ganz vorn am Tisch sitzt, wird er schließlich aus dem Stuhl gehoben und zum Tanz gestellt…&lt;br /&gt;Wir sind uns schließlich einig, dass es Zeit wird den Laden zügig zu verlassen. Die nicht hässliche Bedienung freut sich über reichlich Trinkgeld und wir sind raus.&lt;br /&gt;Wir beenden den Abend in einem Techno-Club mit 98% männlichen Gästen. Ein netter Abend…&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Melancholie&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg Richtung Schwarzmeerküste bleibe ich noch einen Tag in Plovdiv. Die zwei Amphiteather sind nicht recht beeindruckend. Eines der beiden liegt direkt in der Stadt und ist belagert von Beton! Besonders die auf einem Hügel gelegene Altstadt mit ihren schmalen und grob gepflasterten Gassen ist ein paar Streifzüge wert.&lt;br /&gt;Am Straßenrand, keine hundert Meter vom Hikers-Hostel, meiner Herberge, entfernt, steht ein abgedecktes Motorrad. Meine Neugier zwingt mich mal wieder die Plane zu lüften und ich erkenne ein australisches Kennzeichen. Am nächsten Tag treffe ich den Besitzer beim packen seines Bikes. Er ist natürlich Australier und seit 13 Monaten unterwegs auf der „Gegenspur“, nach London. Er erzählt von ein paar Schwierigkeiten auf der Fahrt (defekte Kupplung in Nepal, Reifenpannen in Pakisten etc.) und gibt mir ein paar gute Tipps bzgl. der Verschiffung des Motorrades nach Australien. Auch hat er vor kurzem einen Isländer getroffen, der mit seiner 1200-er BMW auch in Richtung down under unterwegs ist.&lt;br /&gt;Das wäre doch mal eine Idee…eine „Ausfahrt“ von ein paar Dutzend Bikes über pakistanische Grenze nach Quetta.&lt;br /&gt;Die 320 km nach Sozopol, südlich von Burgas und direkt am schwarzen Meer, reite ich ohne Pause durch. Sozopol empfängt mich als eine Art Geisterstadt. Die Saison ist bereits vorbei und alle Campingplätze schon geschlossen. Da es Hotels ohne Ende gibt, frage ich nach den Preisen und lasse mir beim Zweiten ein Zimmer zeigen. 15 € die Nacht ist ok und ich bleibe in einem angenehmen Zimmer mit Doppelbett, Fernseher, Klima, Bad und einem kleinen Durchblick zwischen den Häusern gegenüber auf das Meer.&lt;br /&gt;In Nessebar werde ich beim Versuch meine letzten rumänischen Lei zu tauschen von ein paar Heinis mit ein paar veralteten bulgarischen Levas beglückt/beschissen. Ok, das buche ich unter 13 Euro Lehrgeld ab.&lt;br /&gt;Bei mehreren Spaziergängen durch Sozopol umfängt mich die leichte Melancholie, die von der abschwellenden Urlauber-Saison ausgeht. Die gesamte Küstenregion wird seit einigen Jahren, aktuell noch zunehmend, komplett durch Hotel und Eigentumsneubauten zugekleistert. An wirklich jeder Ecke sind Bauarbeiter dabei Zement in alle möglichen Formen zu gießen. Vor 10 Jahren war an dieser Stelle einfach nur Gegend. In zehn Jahren wird das das &lt;a href="http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Bild:SurfersParadiseSkylineAndBeach.jpg&amp;amp;filetimestamp=20061108163549"&gt;Surfers Paradies&lt;/a&gt; von Bulgarien sein. Ich denke dabei aber weniger an die Surfer als an die endlosen, hässlichen Bauten in Strandnähe.&lt;br /&gt;Das immer noch bescheidene Wetter lässt mehr als ein Fußbad im Schwarzen Meer nicht zu.&lt;br /&gt;Nächstes Ziel…Türkei.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Gedanken zur Nacht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin nun seit über drei Monaten unterwegs. Jeden Tag heißt es „fahren und verfahren, ankommen, sich vorstellen, sich zurecht finden, Neues verstehen und annehmen, auspacken, planen, entscheiden, einpacken, Abschied nehmen, zurücklassen, nach vorne sehen“.&lt;br /&gt;Manchmal fühle ich mich auch allein.&lt;br /&gt;Bestes Mittel bisher ist immer ein abendlicher Spaziergang durch die Stadt (falls vorhanden). Wenn ich mich halbwegs orientieren kann, lege ich Stadtplan und GPS beiseite und laufe einfach nach Gefühl durch die Straßen und Gassen. Mein Weg vorbei an Plätzen, Gebäuden und Menschen findet sich von allein. Die vorbeiziehenden Gesichter sind ein Kaleidoskop und die Straßenmusik und -geräusche ein Free-Jazz-Konzert in meinem Kopf. Der Rhythmus des Gehens beruhigt und entspannt mich. Es hilft mir, mit ungewissen Situationen und Sorgen umzugehen. Es verbindet neue Eindrücke und Bilder aus meiner Vergangenheit und balanciert mich neu aus. Klarheit und neue Kraft sind das Ergebnis.&lt;br /&gt;Auch wenn ich es Liebe meine Maschine durch die Welt zu bewegen, so muss ich doch zugeben das ich glaube, dass das Gehen die Geschwindigkeit ist für die der Mensch geschaffen ist. Irgendwann will ich daher noch mal eine längere Wanderung machen. Mir schwebt etwas wie die Umrundung von Irland zu Fuß vor...&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/9itKdhGBFttrm_YUEFbX2g"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SNoglLknfnI/AAAAAAAACfo/bYDp6M1ePi4/s400/P1020642.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Hostel in Veliko Tarnovo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/9at8BW8PQSCjZhwb2yjNLg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SNogjXDKUuI/AAAAAAAACfg/oPaL4sKcvVs/s400/P1020605.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Shipka-Denkmal&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/YM3nFFBep7pwmxHv2lfpaA"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SNogml3jAqI/AAAAAAAACfw/HPxCpfEahIE/s400/P1020694.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Klosterkirche in Rila&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/mYoKW0qRLBDVSI8X1Kl36g"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SNogoa3Y6aI/AAAAAAAACf4/AHFiy9AgxO4/s400/P1020705.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rila Kloster&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/KmFWoeqtjMyfWdXuZ7JewA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SNogqsVM59I/AAAAAAAACgA/rzXv7dsQ-Lw/s400/P1020741.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Markt in Sofia&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/5j6Uvf1GYBChA6b95MavEQ"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SNogsojp7zI/AAAAAAAACgI/CCwR1lJkdXk/s400/P1020766.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nevski Kathedrale&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/xfyHsHNhMp656yVlsdP0rA"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SNogvIX1OtI/AAAAAAAACgQ/oYFjaO6SZO0/s400/P1020788.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Amphitheater in Plovdiv&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ZK8T9Kqt7R2arJWM5ALNjA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SNogwdPV-4I/AAAAAAAACgY/pHVMck0rZf0/s400/P1020802.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Nessebar&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Z99lqfgvPiePxmRBy-w5KQ"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SNogxzKxEKI/AAAAAAAACgg/0THr1TXSN0Y/s400/P1020836.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sozopol&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/1SSjRssD8TGI9kHHPu22Sg"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SNogzouKcdI/AAAAAAAACgo/lalCL1dSlds/s400/P1020837.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sozopol&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/ftBhmqs8VVvE2rd0C76Kgg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SNog163LKBI/AAAAAAAACgw/Utup0es9EMg/s400/P1020845.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Traditionelles Haus in Sozopol&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.com/lh/photo/Na6b-7AQfUupldt4m4r1Fg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SNothc0-icI/AAAAAAAAChc/0DmDGFmLHhg/s400/P1020857.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Schwarzmeerküste nahe der türkischen Grenze&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-9200432629470970507?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/9200432629470970507/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=9200432629470970507&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/9200432629470970507'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/9200432629470970507'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/09/die-magie-des-gehens.html' title='Die Magie des Gehens'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SNoglLknfnI/AAAAAAAACfo/bYDp6M1ePi4/s72-c/P1020642.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-6086710981580179855</id><published>2008-09-17T09:19:00.003+02:00</published><updated>2010-12-12T11:19:22.616+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='10_Bulgarien'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='DesperadoTV'/><title type='text'>DesperadoTV - Kommi-UFO in Bulgarien</title><content type='html'>&lt;object width="480" height="397"&gt;&lt;param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/1bquyI-mbGo&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;color1=0xBA8247&amp;amp;color2=0xBA8247&amp;amp;border=1&amp;amp;&amp;amp;ap=%2526fmt%3D18"&gt;&lt;param name="wmode" value="window"&gt;&lt;embed src="http://www.youtube.com/v/1bquyI-mbGo&amp;amp;hl=en&amp;amp;fs=1&amp;amp;color1=0xBA8247&amp;amp;color2=0xBA8247&amp;amp;border=1&amp;amp;&amp;amp;ap=%2526fmt%3D18" type="application/x-shockwave-flash" wmode="window" width="480" height="397"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-6086710981580179855?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/6086710981580179855/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=6086710981580179855&amp;isPopup=true' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6086710981580179855'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/6086710981580179855'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/09/desperadotv-kommi-ufo-in-bulgarien.html' title='DesperadoTV - Kommi-UFO in Bulgarien'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-2672146903537369366</id><published>2008-09-10T19:47:00.016+02:00</published><updated>2010-12-12T11:18:42.147+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='09_Rumänien'/><title type='text'>Grobstolliges Hullahup</title><content type='html'>Im Schritttempo rolle ich weiter…Abgasgeruch, quietschende Reifen, Frustration. Ich komme durch diese Lücke nicht durch und im Gegenverkehr ist es Selbstmord. Es ist heiß … sehr heiß. Ich habe Durst und spüre die wachsende Dehydrierung. Aber ich zwinge mich weiter. Nur noch ein paar Kilometer. Es kann nicht mehr weit sein. Mein Benzintank gast aus. Ich kann die aufsteigenden Blasen im Entlüftungsschlauch sehen. Der Kühlerrotor geht unermüdlich. Ich bin unter der Kombi nass. Und es läuft hier und da eine Schweißperle in Richtung Handschuh oder Hosenbein. Wie lange wird die Kupplung dieses Stopp und Go noch ertragen?&lt;br /&gt;Dann nach der nächsten Abbiegung eine freie Straße… ich gebe Gas! Der aufkommende Fahrtwind kühlt so schön! Dann wieder stehen…anfahren…stoppen.&lt;br /&gt;Als ich endlich in meine Zielstraße einbiegen will, stoppt mich eine Bauabsperrung…die gesamte Straße ist frisch geteert. Ok, wie komme ich auf die andere Seite der Straße? Ich korrigiere das Ziel im Navi. Los geht’s! Oh, nein! Hier kann ich nicht rechts abbiegen. Und die nächste auch nicht! Verdammt, ein Einbahnstraßensystem bei 35 Grad im Schatten und 300 km Tagesdistanz im Rücken! Gut, also das Männer- oder Memmen-Spiel! Immer wieder gern!!!&lt;br /&gt;Nach 3 Kilometern Umfahrung bin ich an der nächsten möglichen Einbiegung…wieder Baustelle. Aber ein Bauarbeiter sieht wohl meinen frustrierten Blick und rückt kurzerhand die Plastikabsperrungen weg. Ich passiere und finde mein Hostel. Nur ein Bett frei? Yupp, das ist meins! Natürlich ist das Tor zum Hof zu klein und ich bin gezwungen einen Koffer abzubauen. Ich nehme eine Dusche und laufe Richtung Innenstadt. Will eigentlich zu einem Italiener, der mir im Hostel empfohlen wurde.&lt;br /&gt;Oh nein, ein Zeichen des Satans…die goldenen Bögen (Mc Donalds). Da will ich doch nicht mehr hin, wegen dieser ganzen weltweiten Gleichmacherei. Na gut, dann verteile ich meinen Boykott und gehe zu KFC daneben. Mmmhhhh, ein halber Liter Coke …eiskalt und tote Hühnerteile im Wrap.. Ich lebe auf.&lt;br /&gt;Willkommen in Bukarest!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Die Woche davor&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Frau begrüßt mich an einer Ampel in Brasov mit: „Hallo, wir haben auch so eine Maschine! Wo soll es hingehen?“. Ovi, ihr Mann, holt extra seine Maschine aus der Garage um mich zum Hostel zu begleiten. Die gesamte Straße in der Altstadt sieht aus wie eine Mondlandschaft, da sie gerade komplett aufgerissen ist. Wir haben Mühe hindurch zu fahren. Danke Ovi! Im Hostel schlafe ich in einem winzigen Raum allein. Das war wohl mal die Küche, denn die Wände sind gefliest und ein Wasserhahn ist auch noch da.&lt;br /&gt;Es hält mich nicht lange in Brasov und ich fahre weiter nach Sighisoara. Das Hostel in der Zitadelle ist voll und ich komme in einer privaten Pension unter. Ich nehme mir einen ganzen Tag um die kleine Stadt zu besichtigen. Ich find’s schön hier. Auch wenn innerhalb der Zitadelle keine Straße gepflastert ist. Hinter der Kirche, die auf dem höchsten Punkt steht, ist ein überwucherter deutscher Friedhof. So viele deutsche Namen. Klar, ich bin in Siebenbürgen. Und Sighisoara heißt im Deutschen Schäßburg. Vieles haben die Siebenbürger Sachsen, die bis ins 14-Jhd. einwanderten, an Deutscher Sprache hier gelassen.&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach &lt;a href="http://www.sibiu.ro/turism/de/biserici.htm"&gt;Sibiu&lt;/a&gt;, dem deutschen Hermannstadt, mache ich Halt bei den sächsischen Wehrkirchen der Region. Ich fahre nur zwanzig Kilometer abseits der Hauptverbindungsstraße und doch scheinen es Welten zu sein. Die Landschaft ist hügelig und zumeist für die Viehhaltung in Benutzung. Das Gras ist gelb. Es muss schon eine ganze Zeit nicht geregnet haben. Die Dörfer sind anders als im Norden. Es gibt keine Holzhäuser, wenig Gipsies. Nicht sehr viele Häuser sind neu gemacht. Wenige Menschen sitzen am Straßenrand.&lt;br /&gt;In Sibiu finde ich Unterschlupf im Old Town Hostel. Ich nehme mir Zeit die Stadt anzuschauen und bleibe drei Nächte. Hier gibt es viele schöne Gebäude und sogar eine große evangelische Kirche. Aber auch die orthodoxe Kirche kann sich sehen lassen. Auf einer breiten zentralen Straße mit vielen Straßenkaffees kann man am Abend herrlich sitzen. Die streunenden Hundebanden, die sich ab und an in der Wolle haben, stören nicht weiter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Angeblich ist die &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Transf%C4%83g%C4%83r%C4%83%C5%9Fan"&gt;Transfagarasan Road&lt;/a&gt; über die südlichen Karpaten eine der schönsten Strecken zum Motorradfahren weltweit. Nun, ich habe noch nicht alle Konkurrenzrouten gesehen aber diese hat definitiv viele Höhenmeter und Kurven. Der höchste Punkt liegt über 2000 Meter hoch und bietet dramatische Ausblicke nach Norden. Auf dem Weg nach unten sehe ich ein paar Gleitschirmflieger. Das muss unglaublich sein hier zu fliegen.&lt;br /&gt;Eigentlich will ich in Curtea de Arges übernachten aber der Ort gefällt mir überhaupt nicht und ich finde auch auf die Schnelle kein Hostel oder einen Campingplatz. Ich entschließe mich schließlich die 160 km nach Bukarest durchzuziehen. Kurz vor Bukarest ist der Himmel eigenartig verfärbt. Hinter mir sowie östlich und westlich ist alles in Ordnung. Südlich , also über Bukarest, hängt eine gewaltige Smog-Glocke.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Don’t die in Bukarest&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um es vorweg zu nehmen. Bukarest ist hässlich. Vom ehemaligen „Paris des Ostens“ ist nach dem Kommunismus nicht viel übrig geblieben. Das Stadtbild wird von grauem Beton beherrscht. Stadtplanung ist ein absolutes Fremdwort. Neben unsanierte Jugendstilvillen wurden unmittelbar zehngeschossige Wohnhäuser gesetzt. Die Hauptstraßen sind ständig verstopft und Erdleitungen für Strom und Telekommunikation sind zumeist gegen eine „Wurfverdrahtung“ am Straßenrand getauscht. An vielen Ecken riecht es nicht unbedingt lecker. Klar, ein- bis zweihunderttausend Straßenhunde hinterlassen kein Channel Nr. 5. Für den &lt;a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Palace_of_the_Parliament"&gt;Parlamentspalast &lt;/a&gt;hat Ceaucesku ein Sechstel von Bukarest platt machen lassen (Wohnhäuser, Schulen, Kirchen, Alles!). Direkt auf dieses zweitgrößte Gebäude der Welt (nach dem Pentagon) zu, führt eine riesige Prachtstraße mit Springbrunnen. Keinen Zweifel bzgl. des „leicht“ übersteigerten Egos von Ceaucesku hinterlässt dann die geführte Tour im Palast. Der Herr dachte wohl er ist Ludwig der 16! Riesige Empfangshallen mit Kronleuchtern aus Kristall, Böden aus Marmor und Tapeten aus Seide sind nur ein paar Details. 20-tausend Arbeiter haben von 1984 – 1989 in drei Schichten rund um die Uhr gearbeitet um dieses Gebäude zu errichten. Als die in Rumänien nicht friedliche Revolution anfing, war der Bau zu 90 Prozent vollendet. Wie viel der Bau gekostet hat, weiß keiner. Dies ist schwierig zu schätzen, da der Herr Genosse viele Dinge erst einmal aufbauen lies, um sie bei Nichtgefallen mehrfach wieder abreißen zu lassen (das gilt für ganze Räume). Schätzungen belaufen sich auf 2 Milliarden US-Dollar.&lt;br /&gt;Die zügige, stahlmantelgestützte Perforierung seiner Person, sowie die seiner Frau Elena, Ende 1989 empfinde ich persönlich als einen Sieg der Geschichte!&lt;br /&gt;Ich jedenfalls möchte nicht, dass meine Asche in Bukarest verstreut wird!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Grobstolliges Hulahupp und mehr Verrückte mit einem Plan&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bleibe in Bukarest. Der Grund dafür ist, dass ich ein paar neue Reifen brauche und nicht sicher bin, ob ich diese in Sofia bekomme.&lt;br /&gt;Also ins Internet und den Generalimporteur für Conti-Reifen herausgesucht. Los geht’s durch ein Drittel der Stadt. Bei Nummer 33 der im Internet genannten Straße befindet sich aber eben kein Shop, sondern ein mehrstöckiger Wohnbunker. Die Leutchen wissen auch nix. Ich schaue mich weiter um und halte zwei Straßen weiter bei einem Auto-Händler mit einem Motorrad vor der Tür. Der Chef spricht Englisch und meint kurz „take a seat“. Er fängt an zu telefonieren und hat nach einem halben Dutzend Telefonaten herausbekommen wo ich die Reifen die ich will bekomme. Er hat außer der BMW vor der Tür auch eine Harley im Laden. Diese bezeichnet er aber nur als „whore“ (Hure) …teuer, unzuverlässig, überaltert und nicht auf Dauer zu ertragen.&lt;br /&gt;Als ich bei dem Laden auf der anderen Seite der Stadt ankomme, meint man nur: „komm 16:00 Uhr wieder.“. Ja, das mach ich gern bei 35 Grad und den ganzen Wahnies hier im Verkehr. Als ich 16:45 Uhr wieder aufschlage, geht doch tatsächlich der Conti-Importeur gerade mit meinen Reifen durch die Tür! Ein kurzes Gespräch offenbart, dass ich gleich zu Anfang bei der richtigen Adresse war aber das dort nur das Büro ist. Egal! Ich habe ein wunderschönes neues Set an Reifen!&lt;br /&gt;Zurück im Hostel ist Filmabend angesagt. Die Leutchen sind wirklich bisher fast alle sehr in Ordnung. Ausnahme war im letzten Hostel ein verrückter Australier der aussah wie &lt;a href="http://www.imdb.com/name/nm0001016/"&gt;David Carradine&lt;/a&gt; (Tagesablauf: Aufstehen gegen 15:30 Uhr, danach 3 Stunden vor dem Fenster sitzen und rausschauen…Atemübungen, dann mit Jutebeutel in die Stadt verschwinden und nach einer Stunde wieder im Bett sein) und der türenwerfende Britte hier.&lt;br /&gt;Plötzlich gesellt sich ein Typ in Motorradstiefeln dazu. Nach dem Film kommen wir ins Gespräch. &lt;a href="http://www.toukakoukan.co.uk/"&gt;Sam &lt;/a&gt;kommt aus England mit einer 650 BMW und will nach Australien. Gibt’s doch nicht! Nur seine Route ist bzgl. Südostasien ein wenig anders. Er will über die Phillipinen. Er ist über vier Monate unterwegs und hat schon ein gebrochenes Bein und eine Generalüberholung seines Motors bei BMW in München hinter sich.&lt;br /&gt;Am nächsten Tag entscheide ich mich dazu den gestern nebenbei ausfindig gemachten BMW-Motorradhändler hier in Bukarest mit einem Service zu betrauen. Da Sam noch ein paar Kleinteile braucht fährt er mit. Ich habe die Reifen mit und zwecks Faulheit einfach über mich gestülpt. Los geht’s im Verkehr durch Bukarest. Nachdem ich den Typen überzeugt habe, dass es Hölle schwierig ist die Zusatztanks abzubauen und ich stinksauer werde wenn etwas kaputt geht, darf ich mit in die Werkstatt. Ich freunde mich schnell mit dem Mechaniker an und er zeigt mir wie der Ölwechsel läuft und wie ich die Bremssteine wechsle. Alles easy!&lt;br /&gt;Reifen können die hier angeblich nicht wechseln. Toll! Also nehm’ ich die Dinger wieder mit.&lt;br /&gt;In der Werkstatt steht noch eine BMW mit einer UK-Nummer. Ich frage nach und tatsächlich, dass ist die Maschine von einem weiteren Britten von dem ich schon im Hostel gehört habe. Er hatte in den ´Fagarasan-Bergen einen Unfall und danach Probleme mit dem Visa für Pakistan. Er will nebenbei auch nach Australien! In ein paar Tagen kommt er zurück, nimmt sein Bike auf und fährt ab. Ist das zu glauben? Ein Hostel und drei Verrückte mit dem selben Plan!!!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/pbZbJRyBkYYDjruI53yAjA"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLLlq-X8I/AAAAAAAACI4/806-QYAa-UY/s400/P1020415.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Zitadelle von Sighisoara&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/UrVc_ngNJwEoM6FWM306Nw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SL_bgEUb4gI/AAAAAAAAB9M/4ja0oHXnnwg/s400/P1020402.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Entfernung nach Istanbul am Uhrturm der Zitadelle von Sighisoara&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/0NmVC1sNnUWpkceoG-EC0w"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SL_biKouo5I/AAAAAAAAB9U/52FYtSrzpsU/s400/P1020404.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Entfernung nach Syndey am Uhrturm der Zitadelle von Sighisoara&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/YmNcmA6cNP2b7XmGn3zI1Q"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLMkLWtZI/AAAAAAAACJA/FCY7D5lf8r4/s400/P1020444.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sibiu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/0WW5ZY8kFe-PPTuW5EzYTg"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SMgLKsGXF-I/AAAAAAAACIw/BoPkIN5X3WQ/s400/P1020472.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Transfagarasan Road&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/pUUHAtc104FRMsrRtH1cNg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLSbgblnI/AAAAAAAACJY/po8KN8ajAUc/s400/P1020492.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Bukarest und der Verkehr!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/RapvL9p9OxDBL2CtAIRWCg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgsl8tR0aI/AAAAAAAACKY/FUJ00-LYuxo/s400/P1020529.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Belagerte Kirche&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/ob4E5jk_yNBoBmLvEdNTzg"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLFimqKZI/AAAAAAAACIY/AnsV_fj69Ew/s400/P1020499.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Parlamentspalast in Bukarest&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/xjiCtprKGtqG6tGSPOsj0w"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SMgLOooAorI/AAAAAAAACJI/KViicwNwXOU/s400/P1020509.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Empfangssaal im Parlamentspalast&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/2RNhhpeww1Pt30mZ8ujXEw"&gt;&lt;img src="http://lh3.ggpht.com/sascha.gering/SMgLQTzZusI/AAAAAAAACJQ/-3fpQYxhgd4/s400/P1020521.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Größter Saal im Parlamentspalast. Hinten sollte das Bild von Ceaucesku hängen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/yATc4T0DfZV6FEzz3yu68w"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SMgLHjy1oZI/AAAAAAAACIg/2IdlRcNrgAo/s400/P1020487.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und wenn wir noch einmal ein paar Meter Kabel brauchen ... kein Problem!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/0sbtXhxYtLMqVRv8LGvNfw"&gt;&lt;img src="http://lh6.ggpht.com/sascha.gering/SMgLJBDtVdI/AAAAAAAACIo/DIf0StvoPng/s400/P1020523.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Sicher ist sicher!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/e9iTCh7hyCKCKwZ4jN23Fw"&gt;&lt;img src="http://lh4.ggpht.com/sascha.gering/SMgsmzDoD6I/AAAAAAAACKg/k9VB7h1YPDE/s400/P1020542.JPG" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Everybody grab a kitten&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://picasaweb.google.de/lh/photo/-C69Ftsgw42sa59yQ6M0Og"&gt;&lt;img src="http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLUM60tTI/AAAAAAAACJg/BcXeUywxQyk/s400/tires.jpg" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Safe and warm!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7941268916932301734-2672146903537369366?l=motorbike-desperado.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/feeds/2672146903537369366/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=7941268916932301734&amp;postID=2672146903537369366&amp;isPopup=true' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2672146903537369366'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7941268916932301734/posts/default/2672146903537369366'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://motorbike-desperado.blogspot.com/2008/09/grobstolliges-hullahup.html' title='Grobstolliges Hullahup'/><author><name>Motorbike Desperado</name><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://lh5.ggpht.com/sascha.gering/SMgLLlq-X8I/AAAAAAAACI4/806-QYAa-UY/s72-c/P1020415.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7941268916932301734.post-128800053744595954</id><published>2008-09-02T15:21:00.009+02:00</published><updated>2010-12-12T11:18:42.148+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='09_Rumänien'/><title type='text'>48 Stunden in Rumänien …</title><content type='html'>&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Ländliche Gastfreundschaft&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;An der Grenze zu Rumänien sitzen drei Clowns auf Stühlen. Einer will meinen Pass sehen, die anderen beiden sind nur mit.&lt;br /&gt;Ich hole in der nächsten Stadt 550 Rumänische Lei (150 €) am Automaten und fahre weiter Richtung Osten. In der Ferne sieht man bereits die Karpaten. „Endlich wieder Berge!“…denke ich.&lt;br /&gt;Schnell komme ich Ihnen näher. Die Straßen werden schmaler, LKW’s hämmern die Berge hinauf. Sie holpern durch tiefe Spurrinnen, über zerbröselte Straßenränder und Schlaglöcher so groß wie Kinderbadewannen. Und ich mittendrin.&lt;br /&gt;Ich will in einen klein
